Zuckermais im Hausgarten

Aus Hortipendium
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Zuckermaispflanze im Garten

Mais (Zea mays) wurde schon 3000 Jahre v. Chr. in seiner Heimat, dem südlichen Mexiko, angebaut und spielt heute als Futterpflanze eine wichtige Rolle. Der Zuckermais (Zea mays Saccharata-Gruppe) entstand vermutlich als Mutation aus dem Futtermais.

Botanik

Der Zuckermais gehört zu den Gräser. Männliche und weibliche Blüten sitzen an einer Pflanze. Die Blüten werden durch Wind bestäubt. Die Pflanzen werden etwa 2m hoch und können als Windschutz genutzt werden.

Bilder zum Zuckermais

Sortenwahl

Im deutschen Klimaraum kommen nur frühe bis mittelfrühe Sorten in Betracht. Empfehlenswert sind die sogenannten extrasüßen Sorten. Die Kolben sind auch einige Tage lagerfähig. Die bekanntesten Sorten sind die F1-Hybriden 'Early Extra Sweet', 'Tasty Sweet', 'Starlite' und 'Tasty Gold'.

Anbaudaten

Junge Zuckermais Pflanze

Der Anbau von Zuckermais erfolgt normalerweise als Direktsaat ins Beet. Aussaat: Mitte bis Ende Mai; mit Abdeckung ab Ende April
Reihenabstand: 60 cm
Abstand in der Reihe: 20 cm
Ernte: ab August bei „Milchreife“
Lagerung: kurz möglich, führt aber zu Geschmackseinbußen
Sonstiges: zu Feldmais mindestens 500 m Abstand einhalten (soll nicht bestäuben)

Standort

Boden und Klima

Zuckermais gedeiht auf allen gärtnerisch nutzbaren Böden. Lößböden sind besonders günstig. Nasskalte Böden mit stauender Nässe sind weniger gut geeignet. Eine Abdeckung mit Verfrühungsvlies, von der Saat bis zu einer Wuchshöhe von etwa 20 cm, fördert die Anfangsentwicklung. Der Zuckermais ist etwas wärmebedürftiger als der Futtermais. Temperaturen zwischen 24 - 29 °C sind bei hoher Strahlung optimal. Trockene Luft und sehr hohe Temperaturen gefährden die Bestäubung.

Fruchtfolge

Mais ist mit sich selbst verträglich. Im Garten ist er mit keiner anderen Gemüseart verwandt und kann leicht in die Fruchtfolge eingeplant werden. Zuckermais besitzt eine gute Vorfruchtwirkung und unterdrückt im geschlossenen Bestand Unkrautwuchs.

Düngung

Mais mit Kalimangel

Zuckermais hat eine hohen Nährstoffbedarf. Mit Hilfe einer guten Kompostwirtschaft ist erfolgreiche rAnbau möglich. Zuckermais ist ein Mittelstarkzehrer und entzieht dem Boden etwa 15 g Stickstoff pro Quadratmeter. Drei Liter Kompost pro Quadratmeter im Frühjahr sorgen für eine ausreichende Phosphor-, Kalium- und Magnesiumversorgung der Pflanzen. Die Nachdüngung mit einem Stickstoffdünger erfolgt, wenn die Rispen erscheinen.

Pflanzenschutz

Pflanzenschutzmaßnahmen sind in der Regel nicht erforderlich, da Zuckermais gegen Schaderreger unempfindlich ist. Gelegentlicher Maiszünslerbefall kann durch den Einsatz der Schlupfwespe Trichogramma evanescens bekämpft werden. Auch ein Verfrühungsvlies vermindert den Befall, zudem verhindert es Verluste durch Vogelfraß.

Siehe auch in Hortipendium


Quellen


Einzelnachweise


Weblinks