Zuckermais Pflanzenschutz

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Datei:Mais Beulenbrand-JS.jpg
Beulenbrand an einer Maispflanze. (J.Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Zuckermais (Zea mays subsp. saccharata), eine Gemüseart aus der Familie der Süßgräser, können ernsthafte Krankheiten und gefährliche Schädlinge auftreten, die sogar zu Totalausfällen führen können. Eine genau Kenntnis aller Schaderreger und vorbeugende Maßnahmen sind deshalb angebracht.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Zuckermais Anbauplanung

  • Fruchtfolge bedenken, Fruchtwechsel optimieren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen, soweit möglich Resistenzen nutzen.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Zuckermais Erwerbsanbau
  • Die Möglichkeiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmittel im Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau überprüfen.

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Nichtparasitäre Ursachen

An Zuckermais Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.

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Nährstoffprobleme

Kalimangel an einer Maispflanze. (Jochen Kreiselmaier)

Zuckermais Kulturen haben einen relativ großen Nährstoff Bedarf.

Schadbild und Lebensweise

  • Stickstoffmangel zeigt sich in einer verringerten Wuchsleistung uns vor allen in eine hellgrünere Blattfarbe.
  • Bei Kalimangel entstehen, vor allen an den älteren Blättern, gelblich braune Blattrandnekrosen.
  • Bei Phosphormangel entsteht ein Kümmerwuchs und die älteren Blätter verfärben sich violett.
  • Bei Bormangel entsteht ein Kümmerwuchs und die Kolbenbildung wird gestört.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Durch Bodenuntersuchungen den Nährstoff Versorgungszustand des Bodens feststellen.
  • Vor allen pH-Wert, die P, K, Mg, B -Versorgung und den Humusgehalt untersuchen lassen.
  • Schon vor Anbaubeginn das Nährstoff Angebot im Boden optimieren.
  • Durch eine gezielte Nährstoffversorgung können Nährstoff Mangel Situationen vermieden werden.

Quellen

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Virus Krankheiten

An Zuckermais Bestände können Viruskrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.

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Mais-Zwergwuchsvirus (Maize rough dwarf virus) MRDV

Datei:Viruses-10-00492-g001.webp
Maize rough dwarf virus an Maispflanze.
(Kannan, M.; Ismail, I.; Bunawan,)
Datei:Sikader (Auchenorrhyncha) (4913294315).jpg
Virusüberträger Zikaden. (Kjetil Fjellheim)

Eine weltweit verbreite Viruskrankheit, die auch Zuckermais Pflanzen stark schädigen kann.

Synonyme (bei EPPO)

  • Cereal tillering disease fijivirus.
  • Maize rough dwarf fijivirus.
  • Maize rough dwarf virus

Schadbild und Lebensweise

  • Bei einem Befall entstehen verkümmerte Maispflanzen.
  • Die Pflanzenstängel bleiben weitgehend normal, jedoch kürzer.
  • Die Maisblätter bleiben dunkelgrün zeigen aber weiße Einschlüsse.
  • An den Wurzeln zeigen sich, aufgrund innerer Schwellungen, Längsspalten, insbesondere an den Adventivwurzeln.
  • Das Virus kann auch Getreidearten befallen.
  • Zwei weitere Virusarten verursachen ähnliche Schadbilder.
  • Es sind: Das "Rice black streaked dwarf virus" und das "Mal de Rio Cuarto virus."
  • Im Mittelmeerraum gilt die Heuschreckenart "Laodelphax striatellus" als Überträger.
  • In Deutschland vor allem Zikaden.

Wirtspflanzen laut EPPO

  • Hauptsächlich Zea mays, aber auch Poaceae-Arten wie z.B. Digitaria sanguinalis, Echinochloa crus-galli, Cynodon dactylon and Lolium perenne.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weniger empfindliche Sorten benutzen.
  • Bei satzweisem Anbau die besonders riskanten Saattermine meiden.
  • Bei Befalls Verdacht, kein Anbau neben Wirtspflanzen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich!

Quellen

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Bakterien Krankheitenn

An Zuckermais Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.

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Stewart'sche Krankheit (Pantoea stewartii subsp. stewartii)

Bakterielle Maiskrankheit, die großen Schaden anrichten kann.

Synonyme (von EPPO)

  • Aplanobacter stewartii, Bacterium stewartii, Erwinia stewartii, Pseudomonas stewartii, Xanthomonas stewartii.

Schadbild und Lebensweise

  • Erste Schadsymptome zeigen sich meistens mit Beginn der Maisblüte.
  • Es bilden sich zunächst hellere Streifen an den Blättern.
  • Später kommt es zu einer Fäulnis an den Pflanzenstängeln und auch an den Kolben.
  • In den Gefäßen der Pflanzen bildet sich eine hellgelber Bakterienschleim, der durch Wunden austritt.
  • Befallene Pflanzen sterben ab. Meist bevor die Kolben reif sind
  • Eine bakterielle Krankheit, die seit langer Zeit schon in Amerika bekannt ist.
  • Die Krankheit wird mit dem Saatgut übertragen.
  • Durch befallenes Saatgut wurde die Krankheit in immer mehr Länder verbreitet.
  • Die Krankheit gilt in der EU als eine Quarantäne-Schadursache.
  • Der Erreger überdauert im Boden an Samen oder Pflanzenreste.
  • Verschiedene Maisschädlinge können die Krankheit übertragen.

Bilder

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Artocarpus heterophyllus, Dracaena sanderiana, Oryza sativa, Poaceae, Saccharum sp., Setaria helvola, Tripsacum dactyloides, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau nach Mais als Vorkultur.
  • Resistente Sorten anbauen.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Eine direkte Bekämpfung mit einem Bakterizid ist nicht möglich.
  • Bei Befall Kontakt zur amtlichen Pflanzenschutzberatung aufnehmen.

Quellen

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Weichfäule (Pectobacterium carotovorum)

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Pectobacterium carotovorum an Maisstängel.
(Howard F. Schwartz, Colorado State University)
Datei:Zea mays subsp. mays with Erwinia carotovora (01).jpg
Von Pectobacterium carotovora befallener Maisstängel.
(Howard F. Schwartz, Colorado State University)
  • Eine Bakterienkrankheit, die durch das Abknicken der Maispflanzen schnell einen großen Schaden anrichten kann.

Synonyme laut EPPO

  • Bacterium carotovorum.
  • Erwinia aroideae, Erwinia betivora, Erwinia carotovora, Erwinia carotovora subsp. aroideae, Erwinia carotovora subsp. carotovora, Erwinia dahliae, Erwinia melonis.
  • Pectobacterium aroideae, Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum, Pectobacterium phytophthorum | Pectobacterium carotovorum an Maisstängel

Schadbild und Lebensweise

  • Es entsteht eine Weichfäule an den befallenen Pflanzenteilen.
  • Der Pilz bildet Enzyme, die das Pektin in den Zellwänden abbaut, so dass, das Gewebe zusammenbricht.
  • Regenreiche Perioden befördern den Befall und die Verbreitung.
  • Pflanzenverletzungen erleichtern eine Infektion.
  • Pectobacterium carotovora bevorzugt Temperaturen unter 25 °C.
  • Die Zellen des Pectobacteriums ähneln kurzen Stäbchen mit abgerundeten Enden.
  • Die Zellen der Arten von Pectobacterium sind gerade Stäbchen. Die Zell Enden sind abgerundet.
  • Die Zellen haben meist Geißeln und kommen sowohl Einzeln als auch in Paarweise auf.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Artemisia, Beta vulgaris, Brassica – Arten, Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus, annuus, Ipomoea batatas, Lactuca, Nicotiana tabacum, Petroselinum crispum, Raphanus sativus, Rheum. Solanum lycopersicum. Solanum melongena, Solanum tuberosum, Zea mays und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässe Zeiten bei der Beregnung minimieren.
  • Tropfbewässerung ist Befalls mindernd.
  • Eine direkte Bekämpfung mit einem Bakterizid ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Zuckermais Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.

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Auflaufkrankheiten (Fusarium, Pythium, Rhizoctonia)

Datei:Rhizoctonia Root Rot on Corn.png
Von Rhizoctonia zerstörte Maiswurzel. (Ninjatacoshell)

Die Wurzeln von Zuckermaisbestände können schon während der Keimphase und von Pilzkrankheiten befallen und stark geschädigt werden.

Aktuelle Pilzarten

  • Fusarium graminearum, F. culmorum, F. avenaceum, F. poae, F. verticillioides, F. subglutinans, F. proliferatum
  • Pythium aphanidermatum, P. arrhenomanes, P. ultimum.
  • Rhizoctonia solani.

Schadbild und Lebensweise

  • Insbesondere kurz nach der Zuckermais Keimung werden die Auflaufkrankheiten gefährlich.
  • Die jungen Wurzeln verfärben sich braun oder schwärzlich.
  • Pilzkrankheiten wie Fusarium, Pythium oder Rhizoctonia befallen die Wurzel und zerstören sie.
  • Ungünstige Keimbedingungen begünstigen das Auftreten von Auflaufkrankheiten.
  • Übernässte Böden mit schlechter Bodengare fördern den Pilzbefall.
  • Die Pilzkrankheiten überdauern im Boden.
  • Verletzte oder angefressene Wurzeln erleichtern eine Pilzinfektion.

Wirtspflanzen

  • Zea mays, die meisten anderen Gemüsearten und viele andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Günstige Saattermine mit ausreichender Bodentemperatur wählen.
  • Für einen garen Boden mit guter Krümelstruktur zur Keimung sorgen.
  • Wenn nötig, den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zur Saatgut Behandlung bzw. Pflanzenanzucht erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Blattfleckenkrankheit (Exserohilum turcicum) HTR

Datei:Exserohilum turcicum a1 (2).jpg
Blattfleckenkrankheit an einem Maisblatt.
(Jerzy Opioła)

Eine bedeutende Blatt- und Kolbenkrankheit beim Anbau von Zuckermais. Im Jahre 2007 wurden größere Laubschäden an Zuckermais Bestände beobachtet.

Synonyme (laut EPPO)

  • Bipolaris turcica, Bipolaris turcicum, Drechslera turcica, Helminthosporium inconspicuum, Helminthosporium turcicum, Setosphaeria turcica, Trichometasphaeria turcica.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen bräunliche Flecken an den Blättern.
  • Oftmals haben die Flecken eine längliche Form von 5-10 cm.
  • Mit der Zeit können ganze Blätter absterben und verbräunen.
  • Bei einem starken Befall werden auch die Maiskörner befallen.
  • Später entstehen dunkle Sporen auf den befallen Blattflecken.
  • Schon bei einem geringen Befall am Kolben werden die Kolben unverkäuflich.
  • Der Pilz kann an Pflanzenresten auf dem Feld überdauern.
  • Im Jahre 2007 wurden größere Schäden beim Anbau in Deutschland beobachtet.
  • Die Maissorten sind unterschiedlich anfällig.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und gemäßigte Temperaturen sind förderlich für die Entwicklung der Pilzkrankheit.

Wirtspflanzen

  • Zea mays, Sorghum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau auf befallenen Parzellen.
  • Fruchtwechsel von mindestens zwei Jahre einhalten.
  • Bestandsreste möglichst schnell zur Verrottung bringen.
  • Weniger empfindliche Sorten wählen.
  • Eine Bekämpfung mit zugelassenen Fungiziden ist kaum denkbar.
  • Zur Regulierung diese Krankheit sind derzeit (6/2024) keine Mittel in PS-Info aufgeführt.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Maisbeulenbrand (Ustilago maydis)

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Beulenbrand an einem Mais Kolben. (Kai Hirdes)

Maisbeulenbrand ist eine der gefährlichsten Pilzkrankheiten beim Anbau von Zuckermais.

Schadbild und Lebensweise

  • An den befallenen Pflanzen entstehen blasige, bis zu 10 cm große Beulen.
  • Die Beulen enthalten dunkel, schwarzbraune Brandsporen.
  • Die Außenhaut der Beulen ist weiß.
  • Befallene Pflanzen verkrüppeln.
  • Befallene Kolben sind nicht vermarktungsfähig.
  • Die Krankheit kann mit dem Saatgut übertragen werden.
  • Zuckermais schein generell anfälliger als Körnermais.
  • Die üblichen Sorten sind sehr unterschiedlich anfällig.
  • Der Pilz verbreitet sich über seine Sporen.
  • Wind und Wasserspritze können die Sporen transportieren.
  • Deshalb Überkopfbewässerung während der kritischen Befruchtungsphase minimieren.
  • Die Dauersporen bleiben mehrere Jahre gefährlich.
  • Stress kann die Maispflanzen anfälliger machen.
  • Stressfaktoren sind: Längere Trockenheit, hohe Temperaturen über 26°C und Spätfröste.

Wirtspflanzen (Laut PestInfo)

  • Solanum lycopersicum, Zea mays

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Unempfindliche Sorten wählen (siehe Sortenempfehlung)
  • Befallene Parzellen 4 Jahre lang meiden.
  • Längere Blattnässe durch Überkopfbewässerung minimieren.
  • Tropfbewässerung hat Vorteile.
  • Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel im Feld ist kaum möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Maisrost (Puccinia sorghi)

Maisrost an einem Maisblatt.
(Daren Mueller, Iowa State University]

Eine Pilzkrankheit, die Maisbestände befallen kann aber meist wenige Schaden anrichtet. Von größerer Bedeutung ist die Krankheit bei der Mais Saatgut Produktion.

Synonyme (laut EPPO)

  • Puccinia maydis, Puccinia zeae.

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Juni erscheinen kleine rostbraune bis zimtfarbenen Pusteln auf den Maisblättern.
  • Diese Uredo Sporenlager (Pustel) bilden sich zunächst an den älteren Blättern.
  • Sie entstehen an beiden Seiten der Blätter.
  • Im Herbst bilden sich die schwärzlichen Teulotosporenlager.
  • Puccinia sorghi ist ein Rostpilz, der einen Zwischenwirt benötigt.

Wirtspflanzen

  • Hauptwirt: Zea mays.
  • Zwischenwirt: Oxalis corniculata, Oxalis fontana.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf resistente Sorten anbauen.
  • Zwischenwirte ausschalten.
  • Ein Einsatz von Pflanzenschutz Mittel ist normalerweise nicht nötig.
  • Derzeit /7/2024) sind in PS-Info keine Mittel ausgewiesen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Stängelfäule (Colletotrichum graminicola)

Colletotrichum Stängelfäule an Mais. (Mightyducks300)
Datei:Anthracnose Colletotrichum graminicola (Ces.) G.W. Wilson 1235209.jpg
Symptômes d'anthracnose sur feuille de sorgho, dus à Colletotrichum graminicola (Ces.) G.W. Wilson.)

Eine Blattflecken- und Stängelkrankheit, die Maispflanzen schädigen kann. In den USA führt sie zu großen Ertragseinbußen.

Synonyme laut EPPO

  • Dicladium graminicola.
  • Glomerella graminicola.

Schadbild und Lebensweise

  • Die durch den Pilz verursachten Schadbilder können sehr unterschiedlich sein.
  • Ein Befall beginnt meist an den ältesten Blättern
  • Gefährlich wird es, wenn die Stängel befallen werden.
  • Es entstehen Blattflecken, eine Blatt- oder Stängelfäule.
  • Bei einem stärkeren Befall können auch die Kolben befallen werden (Maiskörnerfäule).
  • Die Blattflecken sind z.T. streifig und gelblich bis braun in der Färbung.
  • Bei der Stängelfäule sterben ganze Partien ab.
  • Feuchtwarme Perioden begünstigen die Pilzentwicklung.
  • Der Pilz überdauert an Pflanzenresten.
  • Mit Hilfe seinen Sklerotien kann der Pilz jahrelang im Boden überdauern.
  • Eine Pilzübertragung mit dem Samen ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Agrostis, Avena sativa, Hordeum vulgare, Poa, Sorghum, Triticum, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Resistente Sorten.
  • Befallsfreies Saatgut.
  • Kein Anbau auf befallenen Parzellen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Derzeit (7/2024) sind in PS-Info keine Mittel ausgewiesen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

An Zuckermais Bestände können Schädlinge auftreten, die zum einem Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Myzus, Rhopalosiphum u.a. andere)

Datei:CorncobsCorncobs.JPG
Maiskolben voller Blattläuse. (Agronom)

Verschiedene Blattlaus Arten können die Zuckermais Pflanzen besiedeln und Schaden anrichten.

Wichtige Blattlausarten

  • Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae).
  • Maisblattlaus (Rhopalosiphum maidis). Synonym: Melanaphis maidis.

Schadbild und Lebensweise

  • Läuse besiedeln die Maisblätter und saugen dort.
  • Besonders gefährlich wird es, wenn geflügelte Blattläuse auftreten.
  • Vorhandene Blattläuse können gefährliche Viruskrankheiten übertragen.
  • Bei den Kontrollen auch auf das Vorkommen auf Nützlinge achten.

Wirtspflanzen

  • Beide Arten haben eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Anbau möglichst nicht neben einer Parzelle mit Blattlausbefall.
  • Wöchentlich die Bestände auf Befall kontrollieren.
  • die Warndienstmeldungen der regionalen Pflanzenschutzberatung nutzen.
  • Beim Auftreten von geflügelten Blattläusen die Bekämpfung intensivieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Insektiziden prüfen.
  • Beim Einsatz von Insektiziden unbedingt nützlingsschonende Mittel wählen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Drahtwürmer (Elateridae)

Drahtwürmer (die Larven der Schnellkäfer) können beim Anbau von Zuckermais großen Schaden anrichtet.

Wichtige Schnellkäfer Arten

  • Agriotes obscurus, A. lineatus, A. ustulatus.
  • Athous hirus.

Schadbilder und Lebensweise

  • Die Larven der Schnellkäfer schädigen vor allem den Mais währen der Keimung und in den ersten Wochen.
  • Die Drahtwürmer fressen an den Mais Keimlingen.
  • Der Name Schnellkäfer beschreibt die Möglichkeit der Käfer aus der Rückenlage in die Luft zu schnellen.
  • Die gelb-orange Larve (Drahtwurm) besitzt drei Beinpaare und hat ein gut chitinisiertes Außenskelett.
  • Schnellkäfer haben einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus.
  • Ihr üblicher Lebensbereich der Drahtwürmer ist das Grünland.

Wirtspflanzen

  • Poaceae

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit Drahtwurmbesatz für den Anbau von Zuckermais meiden.
  • Bei unklarem Befalls Verdacht mit Köder den Besatz mit Köder usw. ermitteln.
  • Mehrfache, feinkrümelige Bodenbearbeitung kann die trockenheitsempfindlichen Eier und Larven schädigen bzw. auch zerstören.
  • Untersucht wird die Wirkung von verschiedenen Lockpflanzen.
  • Geprüft wird die Möglichkeit einer Bekämpfung mit dem Einsatz von drahtwurmtötenden Pilzarten.
  • Bei Bedarf den Einsatz eines zugelassenen Pflanzenschutzmittels erwägen.

Videos

Möglicher Einsatz' von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Erdraupen (Agrotis ssp.)

Erdraupe an zerstörter Maispflanze.
(Frank Peairs, Colorado State University, United States)

Erdraupen sind bisher eher selten auftretende Zuckermais-Schädlinge.

Wichtige Arten

  • Wichtige Arten sind: Agrotis segetum (Saateule), Agrotis ipsilon (Ypsilon Eule) und (Agrotis exclamationis (Ausrufezeichen).

Schadbilder und Lebensweise

  • Welkende Pflanzen deuten auf einen Schaden durch Erdraupenfraß hin.
  • Zu Befalls Beginn findet man einzelne abgefressene Pflanzen.
  • Die älteren Raupen leben vorwiegend im Boden und fressen bzw. schädigen die Maispflanzen.
  • Erdraupen sind bodenbewohnende Raupen verschiedener Eulenfalterarten.
  • Die Falter legen ihre Eier in Bodennähe auf Pflanzen ab.
  • Die Eulen fliegen ab Ende April, die Erdraupen erscheinen ab Juni.
  • Einige Arten bilden mehrere Generationen pro Jahr.
  • Teilweise überwintern die Raupen und verpuppen sich erst im Folgejahr.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist kaum möglich.
  • Kalkstickstoffeinsatz kann nur begrenzt helfen, da die Erdraupen z.T. in größeren Bodentiefen leben.
  • Eine feinkrümelige Bodenbearbeiten kann Erdraupen schaden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel prüfen.
  • Da die Erdraupen nachtaktiv sind empfiehlt es sich etwaige Spritzungen spät abends durchzuführen.
  • Nematoden der Art Steinernema carpocapsae werden zur biologischen Bekämpfung von Erdraupen angeboten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Fritfliege (Oscinella frit)

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Fritfliege Larven Fraß an einer Maispflanze. (Agronom)

Ein Schädling der Maisbestände ernsthaft schädigen kann.

Synonyme

  • Oscinella avenae, Oscinella granarius, Oscinis frit.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Fritfliege zählt zu den Halmfliegen (Chloropidae).
  • Die Fritfliegen legen ihre Eier im Frühjahr an den auflaufenden Mais-Keimlingen ab.
  • Die Maden (2,5-4,0 mm) fressen vor allem in der Nähe des Vegetationspunktes an den noch eingerollten Blättern.
  • Oft kommt es dann zu einem buschigen Wuchs der Maispflanzen.
  • Es entstehen z.T. mehrtriebige Pflanzen mit verdrehten Blättern.
  • Der Schaden ist besonders große, wenn schon die jungen Pflanzen befallen werden.
  • Die Fliegenart sind schwarz haben gelbliche Fußgliedern und roten Augen.
  • Pro Jahr gibt es meist drei Generationen.
  • Für den Maisanbau ist bes. die erste Generation gefährlich.
  • Die Fliegen legen jeweils 2-3 Eier an den Blattgrund der Maispflanzen.
  • Größere Schäden sind zu erwarten, wenn 6 Eier oder mehr pro 10 Pflanzen vorkommen.

Wirtspflanzen

  • Hordeum vulgare, Zea mays, Triticosecale rimpaui, Triticum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine schnelle Jugendentwicklung reduziert das Schadrisiko.
  • Eine Vliesauflage kann vor einer Eiablage schützen
  • Natürlich vorkommende Nützlinge fördern.
  • Aktuelle Nützlings Arten sind z.B. Laufkäfer (Bembidion und Agonum) und Schlupfwespen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Zugelassene Pflanzenschutzmittel

  • Derzeit (7/2024) keine Mittel in PS-Info aufgeführt.

Quellen

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Maiszünsler (Ostrinia nubilalis)

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Maiszünsler Larve in einem Maisstängel.
(NY State IPM Programm at Cornell University)

Wichtiger Schädlinge, der vor allem in den Hauptanbaugebieten auftritt.

Synonyme (laut EPPO)

  • Botrytis nubilalis, Micratis nubilalis, Pyrausta nubilalis.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Raupen des Maiszünslers fressen sich in die Stängel ein.
  • Später werden auch die Kolben angefressen und dadurch unverkäuflich
  • Ein stärkerer Stängelfraß führt zum Umknicken der Stängel.
  • Später wandern die Raupen in die unteren Stängelteile und verpuppen sich dort.
  • Der Maiszünsler bildet eine Generation pro Jahr.
  • Die Hauptflugzeit ist je nach Region etwa im Juni und Juli.
  • Hauptflugzeit oft während des Fahnenschiebens.
  • Die Falter fliegen in der Dämmerung und den ersten Nachtstunden.
  • Die jungen Raupen sind gelbgrün bis grau gelb.
  • Die älteren Raupen sind mehr gräulich bis grau rosa.

Wirtspflanzen

  • Artemisia, Cannabis sativa, Humulus lupulus, Panicum, Sorghum bicolor, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau direkt nach einer Mais Vorkultur.
  • Möglichst kein Anbau von Zuckermais neben Futtermais.
  • Das Auftreten mit Pheromon Fallen kontrollieren.
  • Die Warndienstmeldungen der regionalen Pflanzenschutzberater nutzen.
  • Eine biologische Bekämpfung ist durch Einsatz von Schlupfwespen möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Insektiziden erwägen.
  • Die Insektizide sollten Nützlings schonend sein.
  • Ein Insektizid Einsatz ergibt nur einen Sinn, wenn junge Raupen vorhanden sind.
  • Erfolgsversprechend ist ein Insektizid Einsatz nur solange die Raupen sich noch nicht eingefressen haben.
  • Befallene Bestände nach der Ernte sofort häckseln und einarbeiten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Nematoden (Ditylenchus dipsaci und andere)

Datei:Meloidogyne spp at Zea mays (01).jpg
Meloidogyne Schaden an Maiswurzeln.
(Clemson University - USDA)

In ungünstigen Fruchtfolgen können verschiedene Nematoden-Arten wie z.B. Stängelälchen (Ditylenchus dipsacii) Zuckermais Kulturen schädigen.

Aktuelle Nematoden Arten

  • Ditylenchus dipsaci (Stängelälchen)
  • Heterodera avenae (Haferzystenälchen)
  • Pratylenchus crenatus (Wandernde Wurzelnematoden)

Schadbild und Beschreibung Ditylenchus dipsaci

  • Befallen Maispflanzen haben einen gestauchten Wuchs.
  • Verdrehungen und Verformungen der Blätter können auf einen Nematoden Befall hinweisen.
  • Die Nematoden dringen durch die Stomata in das Mais Pflanzen ein.
  • Regenreiche Perioden und Beregnung fördern die Nematoden Entwicklung.
  • Schwerere Böden sind vorteilhaft für die Nematoden.
  • Sekundär können geschädigte Maispflanzen von Krankheiten befallen werden.
  • Bei günstigen Bedingungen dauert ein Entwicklungszyklus der Nematoden 7-20 Tage.
  • Die Nematoden können problemlos kalte Winter überstehen.
  • Der Befall erfolgt oft herdenartig.
  • Verschiedene Beikräuter begünstigen die Nematoden Vermehrung.
  • Die Verbreitung erfolgt durch Bestandsreste, Putzreste, Pflanzgut, Beikräuter, Arbeitsgeräte und Wind.
  • Im Stadium J4 können die Nematoden viele Jahre überdauern.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium sativum, Allium porrum, Avena sativa, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica species, Capsicum, Cichorium, Hordeum vulgare, Medicago sativa, Phaseolus, Pimpinella anisum, Pisum sativum, Secale cereale, Solanum, lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Vicia faba, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie bzw. befallsarme Parzellen wählen.
  • Empfohlener Fruchtwechsel 4 Jahre.
  • Auf verseuchten Flächen alle Wirtspflanzen für ein paar Jahre weglassen.
  • Steckzwiebeln können durch Warmwasserbehandlung bei 45°C Befalls frei gemacht werden.
  • An befallenem Erntegut kann man mit einer 30°C Lagerung ein Großteil der Nematoden ausschalten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

  • Es sind keine Pflanzenschutzmittel zugelassen.

Quellen

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Schnecken (Arion, Derocera u.a.)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Genetzte Ackerschnecken. (Rasbak, NL)
Link zu einem Mais Befalls Bild.

Schecken richten in Einzelfällen großen Schaden an.

Wichtig Schneckenarten

  • Genetzte Ackerschnecke (Derocera reticulatum).
  • Graue Ackerschnecke (Decoceras agreste).
  • Gartenwegschnecke (Arion hortensis).

Schadbild und Lebensweise

  • Schnecken schädigen insbesondere während der Maiskeimung.
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Gefährdet sind vor allem Maisbestände neben Grasraine, Gräben, Hecken usw.
  • Zur Befalls Kontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. abends um 11 Uhr, geeignet.
  • Je nach Art legen Schnecken einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. innerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.


Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Feldauswahl prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei der Saat oder Pflanzung einen Schutzstreifen neben Gräben usw. frei lassen.
  • Bei Zuwanderungsrisiko, sofort nach der Pflanzung Schneckenkorn z.B. am Feldrand ausbringen.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen, sondern immer nur in den Reihen ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Vogelfraß (verschiedene Arten)

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Vogelfraß Schaden an Maikolben. (Rasbak, NL)

Verschiedene Vogelarten können kurz nach der Saat und durch Fraß an den Kolben Schaden anrichten.

Aktuelle Vogelarten

  • Fasanen, Krähen, Sperlinge und Tauben sind die wichtigsten, in Frage kommenden Vogelarten.

Schadbild und Lebensweise

  • Durch Körner Fraß nach der Saat Bestandslücken.
  • Keimlinge bis etwa im 4-Blattstadium sind gefährdet.
  • Frühe Saaten sind bes. beliebt.
  • Fraß an den Zuckermais Kolben macht diese unverkäuflich.
  • Felder in der Nähe von Raben Schlafplätze sind bes. gefährdet.
  • Bestände an Waldrändern sind besonders gefährdet.

Wirtspflanzen

  • Alle Kohl-Arten-, Salat-Arten- und Mais-Bestände sind besonders beliebt.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine tiefe Saat ergibt einen gewissen Schutz.
  • Auf schweren Böden etwa 4-5 cm und bei leichten Böden etwa 7 cm tief säen.
  • Im Frühjahr kann die Bedeckung mit Folie und Vlies zur Ernteverfrühung, die Saaten schützen.
  • Generell können Vogelschutznetze Einsaaten schützen.
  • Die Zuckermaissorten sind unterschiedlich anfällig für eine Vogelfraß Schaden.
  • Schreckschuss Apparate verlieren meist schon nach kurzer Zeit ihre Wirkung.
  • Evtl. kann eine stärkere Bejagung hilfreich sein.
  • Bei Wildverbiss Problemen mit den Jagdpächtern reden.

Schutznetze Anbieter

Quellen

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Westlicher Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera)

Datei:Diabrotica virgifera virgifera larvae.jpg
Larve des Westlichen Maiswurzelbohrers.
(Scott Bauer, USDA)

Der Westlicher Maiswurzelbohrer ist ein gefährliche Quarantäneschädling.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Larven des Käfers fressen an den Maispflanzen Wurzeln.
  • Mit Larven ist etwa ab Mitte Mai zu rechnen. Die meisten erscheinen vor allem im Juni und Juli.
  • Die Larven fressen zunächst die feinen Wurzelhaare.
  • Später dringen sie in die größere Maiswurzeln ein und zerstören sie.
  • Durch den Larvenfraß kann der Pflanzenwuchs erheblich gestört werden.
  • Teilweise kommt es zur Lagerbildung.
  • Bei günstigen Wachstumsbedingungen versuchen die geschädigten Mauspflanzen Sekundärwurzeln zu bilden.
  • Mit einem stärkeren Befall ist vor allem in intensiven Anbauregionen zu rechnen.
  • Die Käfer sind etwa 5-7 mm groß und grünlich bis gelblich gefärbt.
  • Die Larven durchlaufen drei Stadien und wachsen dabei von 3 mm auf ca. 18 mm Länge.
  • Die Larven haben einen brauen Kopf und eine dunkles Nacken- und Afterschild.
  • Der Schädling überdauert als gelbliche, etwa 4-7 mm lange Puppe im Boden.
  • Der Westliche Maiswurzelbohrer gilt weltweit als ein sehr gefürchteter Maisschädling.
  • Seit 2014 gilt der Westliche Maiswurzelbohrer nicht mehr als Quarantäneschädling in der EU.

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Cenchrus americanus, Digitaria sanguinalis, Echinochloa crus-galli, Elymus repens, Setaria verticillata, Setaria viridis, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Das Auftreten der Schädlinge mit Hilfe von Lockstoff Fallen dokumentieren.
  • Kein Anbau von Mais nach Mais.
  • Am besten eine Anbaupause von 2 Jahre einhalten.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist derzeit nicht möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Immer aktualisierte Anbau- und Sortenempfehlung zum Anbau von Zuckermais.

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Immer aktualisierte Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Zuckermais.

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Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

In der PS-Indo-Datenbank findet man die die zugelassenen Mittel für den Anbau von Zuckermais
Beachte: Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln beim Anbau von Zuckermais ist zu beachten, dass die Zulassungen für den Futter- und Körnermais hier nicht gelten.

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Mais Forschungsstellen

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Autoren und Mitwirkende

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Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Baufeld Peter, Dr. JKI Braunschweig
  • Heimbach Udo, Dr., JKI Braunschweig.
  • Jeymann Christiane, Landratsamt Konstanz.
  • Koch Ingeborg, Dr. Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mahler, Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier, Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz, Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken, Josef, Neustadt/Wstr.
  • Unger Jens-Georg, Dr., JKI Braunschweig.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Wolck Anja, JKI, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Berlin.
  • Ziegler, Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Gemüsekrankheiten (2012) Buch beim Österreichischer Agrarverlag in Wien, ISBN=10=3704-0114-95, von Gerhard Bedlan.
  • Handbuch des speziellen Gemüsebaus (1996): Buch beim Eugen Ulmer Verlag in Stuttgart, ISBN=3-489-60626-4, von Georg Vogel.
  • Lehrbuch der Phytomedizin (2002) Buch beim Paul Parey Verlag in Berlin, ISBN=3-8001-3191-4, von Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert
  • Pflanzenschutz im Gemüsebau (2002): Buch beim Ulmer Verlag in Stuttgart, ISBN=978-3-8001-3191-4, von Gerd Crüger u.a.
  • Rund um das Saatgut Zuckermais (2016): in Zeitschrift Gemüse Nr.8, Basiswissen), von Josef Schlaghecken.

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Quellen Online