Zucchini Pflanzenschutz

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Datei:Zucchini Echter-Mehltau Schlaghecken.jpg
Echter Mehltau, nur am rechten Blatt. (Josef Schlaghecken)
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Assel Fraß an Zucchini Frucht. (Josef Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg
Datei:Zucchini Anbau auf Mulchfolie-Josef Schlaghecken.jpg
Zucchini in Mulchfolie. (J.Schlaghecken)

Zucchini Bestände (Cucurbita pepo var. giromontiina) können von verschiedenen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Viruskrankheiten sind dabei wohl das größte Problem.

Inhaltsverzeichnis

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Zucchini Anbauplanung

  • Nur beste Parzellen auswählen.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Nährstoffversorgung optimieren.
  • Humusversorgung von über 1,8% sicherstellen.
  • Beste Sorten wählen.
  • Präzisionssaatgut verwenden.
  • Gesunde Jungpflanzen benutzen.
  • Bewährte Saattermine der Region wählen.
  • Für den Frühanbau die Pflanzemethode bevorzugen.
  • Anbau auf Mulchfolie mit Tropfbewässerung erwägen.
  • Satzweiser Anbau zur kontinuierlichen Marktbelieferung.
  • Erfolgskontrolle dokumentieren.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Zucchini Erwerbsanbau

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Feldauswahl und Düngung

Datei:Zucchini Schaden durch Wasserstau in Bodensenke, Josef Schlaghecken.jpg
Wegen der Wasserstau Gefahr keine Parzelle mit einer Bodensenke wählen. (Josef Schlaghecken)
  • Wenn möglich Parzellen mit einer leichten bis mittelschweren Bodenart auswählen.
  • Empfehlenswert sind insbesondere Lößböden, Sandiger Lehm und Lehmiger Sand.
  • Vorteilhaft sind Böden, die bis zu 80 cm oder tiefer durchwurzelbar sind.
  • Die Parzellen sollten keine Bodensenken haben in denen Regenwasser stehen bleibt.
  • Parzellen mit einer Pflugsohle bzw. Bodenverdichtung meiden.
  • Der Humusgehalt sollte möglichst über 1,8%, besser über 2,0% liegen.
  • Der Nährstoffgehalt der aktuellen Nährstoffe sollten alle in einem guten Versorgungsbereich liegen.
  • Den pH-Wert des Bodens mindestens alle drei Jahre überprüfen und optimieren.
  • Eine ausreichende Kalkversorgung des Bodens sicherstellen.
  • Vor jeder größeren N-Düngung den Nmin-Vorrat im Boden erfassen und bei der Düngermengen Berechnung anrechnen.
  • Die Parzellen sollten frei sein von Wurzelunkräuter wie z.B. Disteln.
  • Weitere Details siehe: Zucchini Erwerbsanbau

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Fruchtfolge Optimierung

  • Die engsten Verwandten der Zucchini Pflanzen aus der Familie der Kürbisgewächse werden vielfach von denselben Krankheiten und Schädlingen befallen.
  • Aus diesem Grunde sind sie keine idealen Vorfrüchte.
  • Innerhalb einer Fruchtfolge sollten sie deshalb möglichst selten vorkommen.
  • Weniger als 20% (max. jedes fünfte Jahr) oder noch weniger erscheint empfehlenswert.

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Sortenwahl bei Zucchini

  • Für den Anbau von Zucchini stehen eine ganze Reihe an guten Sorten zur Verfügung.
  • Es gibt unterschiedliche Fruchtformen und Fruchtfarben

Sortenvielfalt

Hilfreiche Informationen zur Sortenwahl gibt es bei den folgenden Links.

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Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Nichtparasitäre Ursachen

An Zucchini Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Abstoßen junger Früchte und Fruchtmißbildungen

Datei:Zucchini unzureichende Befruchtung-Schlaghecken.jpg
Fruchtmißbildung durch eine unzureichende Befruchtung.
(Josef Schlaghecken)

Durch Wachstums Stress oder unzureichender Blütenbestäubung kann es zu einem Abstoßen der jungen Früchte oder auch zu Frucht Missbildungen kommen.

Schadbild und Beschreibung

  • Es handelt sich um nichtparasitäre Probleme.
  • Bei einer Stress-Situation stoppen die Pflanzen die Versorgung der angelegten Früchte und lassen sie absterben.
  • Stress Situationen entstehen unter anderem durch zu niedrige oder zu hohe Temperaturen.
  • Auch bei zu viel oder zu wenig an Wasser kann zu einer Stress Situation kommen.
  • Bei nicht ausreichend bestäubte Blüten sterben die angelegten Früchte ab oder es kommt zu einer Frucht Missbildungen.

Vorbeugung

  • Pflanzen optimal pflegen und versorgen.
  • Eine N-Über- bzw. Unterversorgung vermeiden.
  • Dafür sorgen, dass in der Parzelle keine Bienen/Hummeln schädigende Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.
  • Evtl. Bienen Völker zur Förderung der optimalen Bestäubung in Bestandes Nähe aufstellen.

Quellen

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Frost Schaden

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Frostschaden an Zucchini Pflanze. (cogdogblog)

Zucchini Pflanzen sind frostempfindlich und können schnell empfindlich geschädigt werden.

Schadbild

  • Sehr frühe Zucchini Freiland Pflanzungen können durch Spätfröste zerstört werden.
  • In jedem Herbst führen die ersten Frühfröste zum Absterben der bestehenden Zucchini Bestände.

Vorbeugung

  • Den Pflanztermin des ersten Zucchini Satzes nicht zu früh wählen.
  • Insbesondere bei den ersten Zucchini Pflanzungen abgehärtete Jungpflanzen verwenden.
  • Die ersten Zucchini Pflanzungen mit Vlies oder Folie vor den möglichen Spätfrösten schützen.
  • Bei der Festlegung des Pflanztermines für den letzten Zucchini Satze im Herbst, das üblicherweise Vorkommen der ersten Frühfröste bedenken.

Quellen

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Hagel

Hagel (Josef Schlaghecken)

Zucchini Bestände können schnell durch Hagel Niederschläge großen Schaden erleiden.

Schadbild und Beschreibung

  • Die Häufigkeit von Hagel Vorkommen ist regional recht unterschiedlich.
  • Bei einem leichten Hagelschaden zeigen sich kleine Blattverletzungen.
  • Bei einem stärkeren Hagelschlag werden die Blätter zerfetzt.
  • Nach einem Hagelschlag besteht ein erhöhtes Befalls Risiko für Botrytis usw.
  • Für arrondierten Betriebe besteht die Gefahr, dass der gesamte Zucchini Bestand gleichzeitig ausfällt.
  • Lieferungsabsprachen können durch solche Totalausfälle nicht mehr eingehalten werden.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist auch mit extremeren Wetterereignissen zu rechnen.

Vorbeugung

  • Satzweiser Anbau in verschiedenen Gemarkungen vermindert das Hagel Risiko.
  • Abschluss einer Hagelversicherung in Betracht ziehen.

Quellen

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Viruskrankheiten

Zucchini Bestände können von verschiedenen Viruskrankheiten sehr ernsthaft geschädigt werden. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Gurkenmosaik-Virus (Cucumber mosaic virus) CMV

Zucchini Früchte mit einem Gurkenmosaik-Virus Befall. (Roswitha Ulrich)

Diese Viruserkrankung kann zu großen Ausfällen führen.

Synonyme (bei EPPO)

  • Cucumber mosaic cucumovirus, Cucumber virus 1

Schadbild und Lebensweise

  • Gehört zur Familie der Bromoviridae.
  • Eine der gefährlichsten Pflanzenvirosen weltweit.
  • Sehr unterschiedliche Schadsymptome.
  • Auf den Blättern zeigen sich eine Mosaikscheckung.
  • Blattspreiten Verformung, Blattflecken, Wuchshemmung, Welken.
  • Eine Übertragung erfolgt „nicht persistent“ durch mehr als 80 Blattlausarten.
  • Es genügt weniger als eine Minute für eine Übertragung.
  • Das Virus verbreitet sich systemisch in den Zucchini Pflanzen.
  • Eine Übertragung ist auch durch Pflegearbeiten, z.B. mit dem Messer möglich.

Wirtspflanzen

  • Es werden mehr als 100 Pflanzenfamilien und dabei rund 1.200 Pflanzenarten befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es gibt Sorten mit einer Intermediären Resistenz (IR)
  • Direktsaat Kulturen sind mehr gefährdet als Pflanzkulturen.
  • Satzweiser Anbau möglichst nicht nebeneinander.
  • Wirtspflanzen in der Nähe vermeiden.
  • Wirtspflanzen Beikräuter im Bestand vermeiden.
  • Befallene Pflanzen sofort entfernen.
  • Jeglichen Blattlausbefall vermeiden.
  • Abgeerntete Bestände alsbald schlägeln und einarbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutz Mittel ist nicht möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Papaya Ringflecken Virus (Papaya ringspot virus) PRSV

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Papaya Ringflecken Virus an einem Cucurbita Blatt.
(Dr. Parthasarathy Seethapathy, Amrita School of Agricultural)
Datei:5332001-PPT.jpg
Papaya Ringflecken Virus an einer eng verwandten Kürbis Frucht. (Mary Ann Hansen)

Eine Viruskrankheit, die beim Anbau von Zucchini, auch als Mischinfektion auftritt und großen Schaden anrichten kann.

Synonym (bei EPPO)

  • Papaya ringspot potyvirus.

Schadbild und Lebensweise

  • An den befallenen Blättern entwickelt sich ein starkes Mosaik.
  • Die Blattform verändert sich.
  • Oft verschmälert sich die Blattspreite stark.
  • An den Früchten entstehen Vergilbungen.
  • Die Früchte werden beulig.
  • Das Virus kann von verschiedenen Blattlaus Arten übertragen werden.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Benincasa hispida, Carica papaya, Citrullus, Citrus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Lagenaria, Luffa, Prunus domestica, Robinia.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es gibt Sorten mit einer Intermediären Resistenz (IR)
  • Möglichst kein Anbau in der Nähe von Wirtspflanzen Bestände.
  • Befallene Pflanzen alsbald entfernen.
  • Bei satzweisem Anbau, Parzellen Wahl möglichst nicht nebeneinander.
  • Abgeernte Bestände sofort schlägeln und einarbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.
  • Blattlausbefall ausschalten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Wassermelonen-Mosaikvirus (Watermelon mosaic virus) WMV

Datei:DOI.10.5772.F1.png
Befalls-Symptome vom Wassermelonen Mosaikvirus.
(Aviv Dombrovsky and Elisheva Smith)
Wassermelonen Mosaikvirus Blattbefall. (J.Schlaghecken)

Eine gefährliche Viruskrankheit, die an Zucchini großen Schaden anrichten kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Watermelon mosaic virus 2.
  • Watermelon mosaic potyvirus.

Schadbild und Biologie

  • Es handelt sich um ein Potyvirus.
  • Bei einem Befall verschmälern und verdreht sich die Blätter.
  • Die Blätter sind blasig aufgewölbt.
  • Die Früchte bekommen ungewöhnliche Formen.
  • Grüne Früchte bekommen gelbe, leicht eingesunkene Flecken.
  • Gelbe Früchte bekommen grüne Flecken
  • Blattläuse übertragen das Virus nicht-persistent.
  • Schon nach kurzer Saugtätigkeit kann die Übertragung erfolgen.
  • Es besteht eine unterschiedliche Anfälligkeit der Sorten.
  • Eine Saatgut Übertragung ist nicht bekannt.
  • Eine Mischinfektion mit anderen Virosen ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Chenopodium, Phaseolus, Pisum sativum, Glycine max, Daucus carota, Cucumis sativus, Cucumis, Solanum melongena, Capsicum, Lagenaria, Cucurbita, Solanum lycopersicum, Cucumis, Melo, Citrullus, Robinia

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es gibt Sorten mit einer Intermediären Resistenz (IR)
  • Jeglichen Blattlausbefall vermeiden.
  • Möglichst keine Wirtpflanzen in direkter Nachbarschaft.
  • Pflanzen mit ersten Schadsymptomen sofort entfernen.
  • Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Zucchini-Gelbmosaik (Zucchini yellow mosaic) ZYMV

Gefährliche Viruskrankheit beim Anbau von Zucchini.

Synonyme (laut EPPO)

  • Muskmelon yellow stunt virus, Zucchini yellow mosaic potyvirus.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Blätter und Früchte entwickeln sich nicht normal.
  • Bei einem Befall entstehen mosaikartige Symptome und Gelbverfärbungen an den Blättern.
  • Die Blätter werden u.a. auch sehr schmal und farnähnlich.
  • Die Früchte sind deformiert und bekommen beulenartige Formen.
  • Die Oberfläche der Früchte wird z.T. knorrig.
  • Das Virus ist sehr verbreitet.
  • Totalausfälle sind möglich.
  • Die Übertragung erfolgt auf nicht-persistente Weise durch verschiedene Blattlausarten wie z.B. Myzus persicae (Pfirsichblattlaus) oder Aphis gossypi (Gurkenblattlaus).
  • Die Sorten sind unterschiedlich empfindlich.
  • Eine Saatgutübertragung ist bei Zucchini möglich.
  • Es gibt unterschiedliche ZYMV-Stämme.

Wirtspflanzen

  • Begonia, Capsicum, Chrysanthemum, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Lagenaria, Luffa, Momordica, Nicotiana, Sechium, Trichosanthes.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es gibt Sorten mit einer Intermediären Resistenz (IR)
  • Möglichst kein Anbau in der Nähe von Wirtspflanzen Bestände.
  • Befallene Pflanzen alsbald entfernen.
  • Bei satzweisem Anbau, Parzellen Wahl möglichst nicht nebeneinander
  • Blattlausbefall ausschalten.
  • Abgeernte Bestände sofort schlägeln und einarbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Bakterien Krankheiten

An Zucchini Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, bei deren Befall schnell ganze Pflanzen ausfallen können.
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Bakterien-Blattfleckenkrankheit (Xanthomonas cucurbitae)

Datei:Zucchini Xanthomonas campestris pv. cucurbitae - Roswitha Ulrich.jpg
Xanthomonas cucurbitae Befall an einem Zucchini Blatt.
(Roswitha Ulrich)

Die Bakterienkrankheit kann großen Schaden anrichten.

Synonym (lait EPPO)

  • Xanthomonas campestris pv. cucurbitae.

Schadbild und Lebensweise (Bedlan)

  • Das Bakterium bildet auf den Blättern kleine, dunkle Flecken, die eckig begrenzt sind.
  • Das Zentrum der Flecken wird schließlich durchscheinend.
  • Auf den Früchten sind die Symptome kleine, in das Fruchtfleisch eingesunkene, rundliche Flecken mit einem braunen Zentrum und einem dunkelbraunen Halo.
  • Diese Flecken werden nach und nach größer, brechen auf und bekommen ein schorfiges Aussehen.
  • Wenn die Bakterien weiter in das Fruchtfleisch eindringen, kommt es zu einer signifikanten Fruchtfäule, schon auf dem Feld oder erst während der Lagerung.
  • Krankheitsentwicklung wird durch Nässe und höhere Temperauren gefördert.
  • Der Erreger ist saatgutübertragbar.

Wirtspflanzen

  • Cucumis, Cucurbita.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Soweit möglich Blattnässezeiten minimieren.
  • Tropfbewässerung wirkt Befalls mindernd.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Bakterien Nassfäule (Pectobacterium carotovorum)

Datei:Zucchini Frucht Weichfäule-4-JS.jpg
Bakterien Weichfäule an einer jungen Zucchini Frucht.
(Josef Schlaghecken)
Datei:Zucchini Frucht Weichfäule-5-JS.jpg
Bakterien Weichfäule an einer jungen Zucchini Frucht.
(Josef Schlaghecken)

Bakterielle Nassfäule, die immer wieder Schäden beim Anbau von Zucchini hervorruft.

Synonyme (laut EPPO)

  • Bacterium carotovorum.
  • Erwinia aroideae, Erwinia betivora, Erwinia carotovora, Erwinia carotovora subsp. aroideae, Erwinia carotovora subsp. carotovora, Erwinia dahliae, Erwinia melonis.
  • Pectobacterium aroideae, Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum, Pectobacterium phytophthorum.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Bakterium befällt vor allem die Früchte und Stängel der Zucchini Pflanzen.
  • Der Befall beginnt oft im Inneren der Stängel und zerstört diese später.
  • Mit zunehmendem Befall welken dann die Pflanzen.
  • Nach einer Infektion und vorteilhaften Bedingungen entwickelt sich die Krankheit rasend schnell.
  • Das Bakterium bildet Enzyme, die das Pektin der Zellwände auflöst und zu einer Zersetzung des Gewebes führt.
  • Schlussendlich verflüssigt sich das Gewebe und nur die Gefäßfasern bleiben übrig.
  • Das Bakterium kann über Verletzungen der Stängel und Früchte in das Gewebe eindringen.
  • Der Fruchtbefall erfolgt oft über die absterbenden Blüten.
  • Bei einem Fruchtbefall entwickelt sich schnell eine Nassfäule.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen im Bereich von 25-30°C begünstigen die Entwicklung der Fäulnis.
  • Die Bakterien sind stäbchenförmig.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium gravolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Lactuca, Nicotiana tabacum, Petroselinum crispum, Raphanus sativus, Rheum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Zingiber und viel andere außerhalb des Gemüsebereichs.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kranke Pflanzen entfernen und entsorgen.
  • Pflanzenverletzungen durch Raupen usw. minimieren.
  • Blattnässezeiten durch Beregnung minimieren.
  • Tropfbewässerung erschein vorteilhaft.
  • Vorsicht vor einer Übertragung durch Erntearbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Bakterien Welke (Erwinia tracheiphila)

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Erwinia tracheiphila Schaden an Cucurbita pepo. (Howard F. Schwartz, Colorado State University)

Eine bakterielle Krankheit, die in anderen Ländern wie z.B. den USA großen Schaden anrichten. Bei uns bisher unbedeutend.

Synonyme (laut EPPO)

  • Erwinia amylovora var. tracheiphila.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Pflanzen bekommen zunächst eine stumpfe Blattfarbe und werden schlaff.
  • Später welken die befallenen Pflanzen.
  • Das Bakterium verstopft die Xylem Leitungsbahnen.
  • Es bildet sich ein typischer Schleim in den Gefäßen.
  • Den Schleim findet man in dem man die befallenen Stängel anschneidet.
  • Insekten können die Krankheit übertragen.
  • Die Sorten sind unterschiedliche anfällig.

Wirtspflanzen

  • Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bisher keine Maßnahmen nötig.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Zucchini Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können.
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Echter Mehltau (Golovinomyces und Podosphaera)

Datei:Zucchini Echter-Mehltau Schlaghecken.jpg
Echter Mehltau an rechtem Zucchini Blatt. Links normale Blattscheckung (Josef Schlaghecken)

Wohl die bedeutendste Pilzkrankheit beim Anbau von Zucchini.

Golovinomyces cichoracearum (laut EPPO)

  • Synonym: Erysiphe cichoracearum und Erysiphe cichoracearum f. sp. cichorii, Oidium asteris-punicei und Oidium tabaci.
  • Vor allem im Freiland auftretend.
  • Wirtspflanzen: Cichorium, Cucumis sativus, Cucurbita, Cucumis melo, Citrullus, Echinace, Helianthus annuus, Helianthus tuberosus, Lactuca, Lagenaria, Matricaria recutita, Nicotiana tabacum, Salvia, Solanum tuberosum.

Podosphaera fuliginea (laut EPPO)

  • Synonym: Sphaerotheca fuliginea, Alphitomorpha fuliginea, Erysiphe fuliginea.
  • Vor allem im Gewächshaus auftretend.
  • Wirtspflanzen: Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita

Schadbilder und Lebensweise beider Arten

  • Auf den Blättern entstehen weiße mehlartige Flecken.
  • Später überzieht ein leicht grau erscheinender Belag das ganze Blatt und bringt es vorzeitig zum Absterben.
  • Beide Pilzarten können auch gemeinsam vorkommen.
  • Die Mehltaupilze leben auf den Blattoberflächen der Zucchini Pflanzen.
  • Mit Hilfe ihrer Haustorien holen sie sich die nötigen Nährstoffe aus den Zucchini Blättern.
  • Bei sonnigem, trocknem Wetter entwickeln sie sich besonders gut.
  • Eine Luftfeuchtigkeit von weniger als 70% fördert die Pilzentwicklung.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es gibt Sorten mit einer Intermediären Resistenz (IR)
  • Gesunde Jungpflanzen verwenden.
  • Einen Erstbefall erschweren durch einen weiten Abstand von Wirtspflanzen.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80% oder höher hemmt die Pilzentwicklung.
  • Satzweiser Anbau. Junge Bestände im Herbst sind weniger anfällig.
  • Tropfbewässerung bevorzugen, nächtliche Blattnässe bei Überkopf Beregnung vermeiden.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)

Datei:Cucurbit downy mildew (Pseudoperonospora cubensis) 5581639.jpg
Pseudoperonospora cubensis an Cucurbita pepo.
(Edward Sikora, Auburn University)

Eine Pilzkrankheit, die eher selten Zucchini Bestände ernsthaft schädigt.

Synonym (laut EPPO)

  • Peronospora cubensis.

Schadbild und Lebensweise

  • An der Blattoberseits sind kleine rundliche bis unregelmäßige gelbliche Flecken mit dunkelbraunem Zentrum zu sehen, die für einen Falschen Mehltau eher untypisch aussehen. (Bedlan)
  • Auf den Blattunterseiten bildet der Zellulosepilz auf diesen Flecken einen violett schwarzen Sporenrasen aus. (Bedlan)
  • Bei einem starken Befall sterben die Blätter ab.
  • Die Verbreitung der Pilzkrankheit erfolgt u.a. durch einen Sporenflug.
  • Die Sporen benötigen auf Zucchiniblättern eine mindestens vierstündige Blattnässedauer, um zu keimen. Dies geschieht hauptsächlich während der Nachtstunden. (Bedlan)
  • Die Keimung der Sporen erfolgt bes. bei Temperaturen von 8-30°C.
  • Optimale Bedingungen zur Verbreitung der Krankheit herrschen bei 10-20°C.

Wirtspflanzen

  • Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Citrullus, Humulus lupulus, Lagenaria, Luffa, Momordica, Sechium, Trichosanthes.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässe, wo möglich, minimieren.
  • Vorbeugende Behandlungen sind normalerweise nicht nötig.
  • Wenn notwendig, den Einsatz zugelassener Fungizide erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen


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Fusarium Welke (Fusarium-Arten)

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Fusarium Welke an den verwandten Gurken. (Jerzy Opioła)

Eine gefährliche Pilzkrankheit, die großen Schaden anrichten kann.

Wichtige Arten

  • Fusarium oxysporum f.sp. radicis cucumerinum.
  • Fusarium oxysporium f. sp. melonis.
  • Neocosmospora cucurbitae (Fusarium solani f. sp. cucurbitae)

Schadbild und Lebensweise

  • Befalle Pflanzen welken.
  • Die Stängel faulen im Boden und in Bodennähe.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Pflanzen.
  • Das wasserleitende Xylem verfärbt sich braun und kann kein Wasser mehr transportieren.
  • Teilweise erscheint ein weiß-rosafarbenes Myzel.
  • Zur Erregerbestimmung den Stängel im Wurzelbereich schräg anschneiden.
  • Befallenen Pflanzenreste können den Pilz übertragen.
  • Bodentemperaturen im Bereich von 17-20°C sind für den Pilz besonders förderlich.
  • Die Fusarium Chlamydosporen können mehrere Jahre im Boden überdauern.

Wirtspflanzen: Fusarium oxysporum f.sp. radicis-cucumerinum

  • Cucurbita, Cucumis melo, Cucumis sativus und Luffa.

Wirtspflanzen: Fusarium oxysporum f.sp. melonis

  • Cucumis melo, Cucurbita und Citrullus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen möglichst 5 Jahre lang meiden.
  • Weniger empfindliche Sorten suchen.
  • Oberirdischen Pflanzenteile möglichst trocken halten.
  • Befallenen Pflanzen sobald möglich hygienisch sauber entfernen.

Quellen

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Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Datei:Zucchini mit Botrytis cinerea-1-Josef Schlaghecken.jpg
Botrytis cinerea an Zucchini Frucht. (Josef Schlaghecken)

Eine Pilzkrankheit, die insbesondere bei großer Nässe und im Herbst die Zucchini Fürchte von der Spitze her befallt und schädigen kann.

Synonyme (EPPO)

  • Botryotinia fuckeliana und Sclerotinia fuckeliana.

Schadbild und Lebensweise

  • Befalls Beginn sind die Bütenreste an den sich entwickelnden Früchte.
  • An den Befalls Stellen bildet sich ein grauer Sporenrasen.
  • Das befallen Fruchtgewebe fault.
  • Schon ein geringer Befall macht die Früchte unverkäuflich.
  • Der Sporenzuflug kann die Infektionsquelle sein.
  • Befallen wird zunächst das absterbende Blüten Gewebe.
  • Der Pilz entwickelt sich bei Temperaturen von etwa 1-30°C.
  • Temperaturen im Bereich von 17-23°C sind bes. günstig für die Pilzentwicklung.
  • Hohe Luftfeuchte von über 97% fördert die Pilzentwicklung.

Wirtspflanzen

  • Allium, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus, Helianthus, Lactuca, Lens, Phaseolus, Pisum, Rumex, Solanum, Solanum, Valerianella, Vicia und viele andere Arten.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Aufrechtwachsene Sorte scheinen weniger gefährdet.
  • Mäßige N-Versorgung um eine zu übliges Wachstum zu vermeiden.
  • Eine gute Bestandsdurchlüftung evtl. durch Blattentfernung fördern.
  • Taubildung bzw. Blattfeuchte-Zeiten minimieren.
  • Nährstoffversorgung optimieren.
  • Zuviel N ist schädlich, eine gute Kali- und Calciumversorgung wirkt Befalls mindernd.
  • Den Einsatz von Bacillus amyloliquefaciens erwägen.
  • Pflanzenstärkungsmittel prüfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Gurkenkrätze (Cladosporium cucumerinum)

Datei:Cladosporium cucumerinum.jpg
Gurkenkrätze an einer Zucchini Frucht. (Rasbak)

Pilzkrankheit, die Zucchini Pflanzen und Früchte schädigen kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Cladosporium cucumeris, Cladosporium scabies
  • Scolicotrichum melophthorum.

Schadbild und Lebensweise (Bedlan und andere)

  • Kann im Freiland und beim Gewächshausanbau auftreten.
  • Der Pilz befällt Blätter, Stängel und Früchte.
  • Früchte zeigen eingesunkene Flecken mit Tröpfchen artige Ausscheidungen.
  • Auf den Befalls Stellen bildet sich ein olivgrüner Konidien Rasen.
  • Auch auf Blättern und Stängeln können wässrige, blassgrüne bis graue Flecken entstehen.
  • Kühl-feuchte Witterung mit langanhaltenden Blattnässe Phasen (bes. im Herbst) fördern die Ausbreitung.
  • Pilzfördernd ist eine längere und häufige Taubildung an den Pflanzen.
  • Verbreitet wird die Krankheit mittels Konidien.
  • Bei Pflege- und Erntearbeiten kann man die Krankheit übertragen.
  • Auch der Wind kann die Pilzsporen übertragen.
  • Die Gurkenkrätze ist samenübertragbar.

Wirtspflanzen

  • Cucumis sativus.
  • Cucurbita Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Sicherheitshalber die verwendete Saatgutpartie Nummer dokumentieren.
  • Bei Temperaturen über 21 °C wird die Ausbreitung der Krankheit gehemmt. Das kann man bei der Pflanzenanzucht nutzen.
  • Gesunde Jungpflanzen setzen.
  • Befallene Parzellen meiden.
  • Weiter Fruchtwechsel von drei Jahren oder mehr.
  • Freilandanbau möglichst auf Parzellen ohne Bodensenken, mit gut regenverdaulichem Boden.
  • Bei der Beregnung auf ein schnelles Abtrocknen der Bestände achten.
  • Widerstandsfähigere Sorten suchen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel. erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Phytophthora Fäule (Phytophthora capsici)

Datei:Zucchini Phytophthora capsici-Kerstin-Mahler-3.jpg
Phytophthora capsici Befall an einer Zucchini Pflanze.
(Kerstin Mahler, DLR-Rheinpfalz in Neustadt/Wstr.]

Eine gefährliche Pilzkrankheit, die in nassen, warmen Perioden verstärkt auftreten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Schon die Keimlinge können befallen werden und absterben.
  • Es bilden sich wässrige Flecken am Stamm, den Stielen oder Blättern, die anfangs olivfarben und nach einigen Tagen braun verfärben.
  • Einschnürungen am Stängel, die zum Absterben der darüberliegenden Pflanzenteile führen.
  • Wässrige Flecken an Frucht, die sich schnell ausbreiten und häufig einen weißen Pilzbelag bilden.
  • Ein bodenbürtiger Erreger, der als Oospore im Boden (mehrere Jahre) oder als Myzel in Pflanzenrückständen überdauert.
  • Gedeiht in einem weiter Temperaturbereich: 10-36 °C, Optimum: 24-33 °C (wärmeliebend).
  • Verbreitung im Bestand durch Zoosporen und Sporangien, die durch Regenwasser oder Niederschläge verbreitet werden.
  • Auch Windverbreitung der Sporangien möglich.
  • Häufige Ausbreitung nach starken Regenfällen, intensiver und häufiger Beregnung, schlecht drainierten Böden.

Wirtspflanzen (laut EPPO u.a.)

  • Abies fraseri, Capsicum annuum, Capsicum frutescens, Citrullus lanatus, Cucurbita maxima, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita moschata, Cucurbita pepo, Piper nigrum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Flächen meiden, in denen in den letzten 3 Jahren Zucchini, Gurken, Melonen, Kürbis, Tomaten oder andere Wirtspflanzen angebaut wurden.
  • Flächen mit Staunässe, Bodensenken oder schlechter Regenverdaulichkeit meiden.
  • Lieber einzelne, lange Beregnungsgaben als viele kleine Gaben.
  • Regelmäßige Kontrolle der Bestände vor allem nach intensiven Regenfällen und in Boden Senken.
  • Keine Feldarbeiten in nassen Beständen durchführen.
  • Befallene Früchte und Pflanzen sobald möglich aus dem Bestand entfernen.
  • Eine Saatgutbeizung ist hilfreich.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Wenn keine spezielle Mittel zugelassen sind, evtl. die Nebenwirkung zugelassener Mittel gegen Falschem Mehltau nutzen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sclerotinia-Welke (Sclerotinia sclerotiorum)

Datei:Zucchini Sclerotinia Befall an Frucht, Josef Schlaghecken.jpg
Sclerotinia Befall an einer gelben Zucchini Frucht.
(Josef Schlaghecken)

Welkekrankheit, die vor allem im Gewächshausanbau und bei ungünstiger Fruchtfolge auftritt.

Synonym

  • Sclerotinia libertiana.

Schadbilder und Lebensweise

  • Sclerotinia kann vor allem die Stängel befallen und eine Welke hervorrufen.
  • Zunächst zeigen einzelne Triebe eine Welke.
  • Es könnten aber auch die Früchte befallen werdne.
  • An den befallenen Stellen bildet sich ein weißes Pilzgeflecht.
  • Nach mehreren Wochen entstehen schwarzen Sclerotien.
  • Die Dauerkörper können jahrelang im Boden überdauern.
  • Der Pilz wurde bis in einer Bodentiefe von 50 gefunden.
  • Antagonistische Bodenpilze befallen die Sclerotinia Dauerkörper.
  • Aktuelle Antagonisten sind: Coniothyrium minitans und Gliocladium catenalatum.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus cerefolium, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cynara, Dandelion, Daucus carota, Diplotaxis, Ipomoea batatas, Lactuca, Lepidium, Portulaca, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärker befallene Parzellen meiden.
  • Im Gewächshausanbau kann eine Bodendämpfung die Sclerotien ausschalten.
  • Harmonische Temperaturführung im Gewächhausanbau.
  • Im Gewächshausanbau kranke Pflanzen frühzeitig und vollständig entfernen.
  • Bekämpfung mit dem Antagonisten: Coniothyrium minitans möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Septoria Blattflecken (Septoria cucurbitacearum)

Datei:Cucurbita Septoria Blattflecken-1- Septoria cucurbitacearum - Roswitha Ulrich.jpg
Septoria Blattflecken an einem Cucurbita Blatt.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen)
Datei:Cucurbita Septoria Blattflecken-2- Septoria cucurbitacearum - Roswitha Ulrich.jpg
Septoria Blattflecken an einem Cucurbita Blatt.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen)

Eine Pilzkrankheit, die großen Schaden anrichten kann.

Schadbild und Lebensweise (laut Dr. Bedlan u.a.)

  • Er verursacht rundliche bis unregelmäßige, beige bis fast weißliche Flecken auf den Blättern von ca. 1 bis 2 mm im Durchmesser, die jedoch auf den Blattoberseiten wesentlich größer werden können.
  • Ein schmaler, brauner Rand begrenzt diese Flecken. Auf älteren Flecken werden kleine, schwarze Pyknidien gebildet. Es gibt aber auch Blattflecken, auf denen keine Pyknidien sichtbar sind.
  • Unter feuchten Bedingungen werden aus den Pyknidien die in ihnen gebildeten Konidien herausgepresst.
  • An Früchten entstehen 1 bis 2 mm große weißliche Flecken auf denen manchmal auch Pyknidien gebildet werden.
  • Oft siedeln sich auf diesen Flecken jedoch auch andere Pilze an.
  • Der Pilz überdauert auf befallenen Pflanzenresten im Boden.
  • Die Konidien werden durch verspritzende Wassertropfen verbreitet.
  • Feuchtes Wetter begünstigt die Pilzentwicklung.
  • An der Bodenoberfläche liegende Pflanzenreste ergeben eine höhere und über eine längere Periode hinweg keimfähigere Rate an Konidien als von untergegrabenen Pflanzenresten.
  • Befallene Ernterückstände sind die hauptsächlichen Quellen einer Infektion.

Wirtspflanzen

  • Bryonia, Citrullus, Cucumis, Cucurbita.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Einen mindestens dreijährigen Fruchtwechsel mit Wirtspflanzen einhalten.
  • Befallene Pflanzenreste nach dem Räumen der Kultur vernichten oder besonders tief unterpflügen.
  • Tröpfchenbewässerung kann den Befall und die Verbreitung reduzieren.
  • Bei Bedarf, den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Stängelbrand (Stagonosporopsis cucurbitacearum)

Datei:Didymella bryoniae.jpg
Stängelbrand. (David B. Langston)

Eine Pilzkrankheit, auch Gummistängelkrankheit oder Schwarzfäule genannt, die Blätter, Stängel und Früchte der Zucchini Pflanzen befällt.

Synonyme (laut EPPO)

  • Cercospora citrullina, Didymella bryoniae, Didymella melonis, Mycosphaerella citrullina, Mycosphaerella melonis, Phoma cucurbitacearum, Sphaeria bryoniae.

Schadbilder und Lebensweise

  • Auf den Blättern entstehen großflächige, zunächst pergamentartige und später nekrotische Flecken.
  • Es kommt zu gummiartigen Welke Erscheinungen.
  • Nach und nach sterben die ganzen Blätter ab.
  • Das Blattgewebe trocknet ein.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben ganz Triebe ab.
  • Vereinzelt kommt es auch zu einem Fruchtbefall.
  • Die Früchte verkümmern von der Spitze her.
  • Auf den befallenen Gewebepartien bilden sich später die Pyknidien.
  • Die Pyknidien zeigen sich als kleine schwarze Pünktchen.
  • Die Infektion erfolgt über Wunden oder absterbende Blütenblätter.
  • Durch Pflegearbeiten kann der Pilz übertragen werden.
  • Auf den befallenen Stellen entstehen gummiartige Ausscheidungen.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit (über 95%) und trübe Witterung fördert den Befall.
  • Temperaturen von 20-25°C sind bes. förderlich für die Entwicklung der Krankheit.
  • Starke Guttation fördert den Befall bzw. die Ausbreitung.
  • Die Krankheit überdauert im Boden.

Wirtspflanzen

  • Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Ipomoea, Lagenaria.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau auf befallenen Flächen.
  • Die Blätter möglichst trocken halten.
  • Befallene Pflanzenteile frühzeitig entfernen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Fungizide erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

Schädlinge wie Blattläuse können an Zucchini Kulturen Schaden anrichten. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Blattläuse (Aphis-Arten, Macrosiphum u.a.)

Blattläuse können, insbesondere durch ihre Fähigkeit Virus Krankheiten zu übertragen, Zucchini Bestände schaden.

Aktuelle Blattlausarten

  • Grüne Gurkenblattlaus (Aphis gossypii).
  • Grünstreifige Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae).
  • Schwarze Bohnenlaus (Aphis fabae).

Schadbild und Lebensweise

  • Die Blattläuse besiedeln vor allem die Triebspitzen und Blüten der Zucchini Pflanzen.
  • Der Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit.
  • Durch das Übertragen von Viruskrankheiten kann großer Schaden entstehen.
  • Die Entwicklungszeit beträgt in etwa bei 10°C 20 Tage, bei 16°C 10 Tage, bei 28°C 6 Tage und bei 30°C 4 Tage.
  • Gefährlich wird es vor allem dann, wenn geflügelte Tiere auftreten.

Wirtspflanzen

  • Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Ipomoea batatas, Lactuca, Lagenaria, Phaseolus, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Vicia faba und andere.

Videos

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf zugelassene Blattlaus Mittel einsetzten.
  • Die verwendeten Blattlaus Mittel müssen Nützlings schonend sein.
  • Jegliche Beeinträchtigung der so wichtigen Blüten Bestäuber ist zu vermeiden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Asseln (Isopoda)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Kellerassel Fraß an Zucchini Frucht (J.Schlaghecken).

Asseln können, insbesondere an sehr jungen Zucchini Früchten, Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Armadillidium vulgare.
  • Porcellio scaber (Kellerassel)
  • Haplophthalmus danicus, Haplophthalmus mengii, Hyloniscus riparius.
  • Trichoniscus pusillus

Schadbild und Lebensweise

  • Die Asseln fressen an den ganz jungen Zucchini Früchten.
  • Sie fressen die grünen Schalen, so das das weißliche Fruchtfleisch sichtbar wird.
  • Teilweise fressen sich die Tiere vom Fruchtende her in die jungen Früchte ein.
  • Unverrottete oder unvollständig verrottete organische Masse lockt die Asseln an.
  • Die Tiere benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Asseln sind vor allem nachtaktiv.
  • Kontrollgänge am besten spät abends oder früh morgens durchführen.

Wirtspflanzen

  • Cucurbita pepo subsp. pepo convar. giromontiina und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Große Mengen an verrottender organischer Masse vermeiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist normalerweise nicht nötig.

Quellen

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Raupen Fraß (verschiedene Arten)

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Raupenfraß an Zucchini Pflanze. (Seaman, NYS, IPM)

Raupenfraß an Zucchini Bestände kann vorkommen. Relevante Schäden bzw. Ausfälle sind jedoch her selten.

Aktuelle Arten

  • Gammaeule (Autographa gamma)
  • Kohleule (Mamestra brassicae)
  • und andere

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an allen Pflanzenteilen sind möglich.
  • Beim Zucchinianbau sind vor allem Fraßschäden am Pflanzenstängel gefährlich.
  • Bei der üblichen Fruchternte im sehr frühen Entwicklung Stadium sind kaum Fraßschäden an den Früchten zu erwarten.

Wirtspflanzen

  • Cucurbita pepo.
  • und viele anderen Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Warnmeldungen des Pflanzenschutzdienstes nutzen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Die angebotenen, nützlingsschonenden Mittel bevorzugen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schnecken (Agris, Derocera u.a.)

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Schneckenfraß an einer Zucchini Pflanze (J.Schlaghecken)

Schnecken können an Zucchini Bestände Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Derocera teticulatum und Derocera agreste.
  • Agris Arten.

Schadbild und Lebensweise

  • Schnecken ernähren sich gerne von den jüngsten Blattaustrieben, den Blüten und den ganz jungen Früchten..
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Gefährdet sind vor allem junge Zucchini Bestände neben Grasraine, Gräben, Hecken usw.
  • Zur Befalls Kontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. spät abends, geeignet.
  • Wegschnecken sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig.
  • Je nach Art legen sie Einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. die Garten-Wegschnecken innerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Feldauswahl prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei der Pflanzung einen Schutzstreifen neben Gräben usw. frei lassen.
  • Bei Zuwanderungsrisiko, sofort nach der Pflanzung Schneckenkorn z.B. am Feldrand ausbringen.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen, sondern immer nur in und zwischen den Reihen ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Spinnmilbe (Tetranychus urticae)

Datei:Tetranychus urticae (4884160894).jpg
Spinnmilbe Tetranychus urticae. (Gilles San Martin)

Ein Schädling der insbesondere in heißen, trockenen Zeiten zum Problem beim Anbau von Zucchini werden kann.

Schadbilder und Lebensweise

  • Spinnmilben schädigen durch ihre Saugtätigkeit.
  • Der Erstbefall erfolgt oft vom Feldrand her oder nesterweise, da wo die Bewässerung weniger optimal ist.
  • Befallene Blätter zeigen zunächst punktuelle, weißliche Vergilbungen.
  • Später werden ganz Blattpartien zwischen den Blattadern immer heller und sterben ab.
  • Die Blattadern bleiben auffallend grün.
  • Bei einem starken Befall werden die Blätter von einem feinen Gespinst überzogen.
  • Die vielen winzigen Spinnmilben sieht man erst richtig gut mit einer Lupe.
  • Tetranchus urticae Spinnmilben sind sehr klein und haben eine Größe von 0,3-0,6 mm
  • Sie überwintert ausschließlich in Form der orangeroten "Winterweibchen" und können Fröste gut überleben.
  • Die Weibchen produzieren im Laufe ihres zwei- bis fünfwöchigen Lebens etwa 50 bis 100 Eier.
  • Tetranychus urticae durchläuft die Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Protonymphe, Deutonymphe und adultes Tier.
  • Die Eier befinden sich meist an der Blattunterseite zu finden.
  • Ihre Farbe variiert von orange, hellgelb oder hellgrün bis dunkelgrün, rot, braun oder nahezu schwarz.
  • Charakteristisch sind die zwei dunklen seitlichen Flecken.
  • Spinnmilben lieben Temperaturen über 20°C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
  • Auch Freilandgurkenbestände können befallen und geschädigt werden.

Wirtspflanzen

  • Cucumis, Cucurbita, Phaseolus

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Möglichst kein Anbau neben befallenen Kulturen.
  • Für eine optimierte Wasserversorgung aller Pflanzen sorgen.
  • Vor allem in Hitzeperioden die Wasserversorgung sicher stellen.
  • Bei Befalls Verdacht ständige Befalls Kontrolle.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Eventuell genügt eine nesterweise Behandlung.
  • Auf eine gute Benetzung der Blattunterseiten achten.

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Vorbeugung und Bekämpfung im Freiland

  • Vor allem in Hitzeperioden eine ausreichende Bewässerung sicherstellen.
  • Eine häufige Bewässerung zur Erhöhung der Luftfeuchte und Temperatursenkung ist hilfreich.
  • Die Möglichkeit der Zuwanderung von benachbarten Wirtspflanzen minimieren.
  • Pflanzenschutzmitteleinsatz mit zugelassenen Mitteln ist möglich aber schwierig.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Wanzen (verschiedene Arten)

Wanzen an Zucchini Pflanze. (Pollinator, Wikipedia author)

Wanzen können bei einem stärkeren Auftreten Zucchini Bestände schädigen.

Aktuelle Arten

  • Grüne Reiswanze (Nezara viridula).
  • Grüne Stinkwanze (Palomena prasina).
  • Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys.)
  • und andere.

Schadbild und Lebensweise

  • Ein verstärktes Auftreten von Wanzen ist vom Sommer bis zum Herbst zu erwarten.
  • Durch ihre Saugtätigkeit entstehen Schäden an den Pflanzenteilen
  • Bei einem stärkeren Auftreten stirbt das befallene Gewebe ab.

Wirtspflanzen

  • Cucurbita pepo und viele andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Die Pflanzenschutzhinweise nutzen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Autoren und Mitwirkende

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Bedlan Gerhard, Dr., Institut für Pflanzenschutz, BOKU, Tulln, Österreich.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Hommes Martin, Dr., JKI, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Braunschweig.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreckl, Wolfgang, Dr., Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenschutz, Freising.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Pauz Ewald, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst, Hessen.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.

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Siehe auch in Hortipendium

Logo-hortipendium.jpg

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Gemüsekrankheiten (2012) Buch beim Österreichischer Agrarverlag in Wien, ISBN=10=3704-0114-95, von Gerhard Bedlan.
  • Handbuch des speziellen Gemüsebaus (1996): Buch beim Eugen Ulmer Verlag in Stuttgart, ISBN=3-489-60626-4, von Georg Vogel.
  • Lehrbuch der Phytomedizin (2002) Buch beim Paul Parey Verlag in Berlin, ISBN=3-8001-3191-4, von Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert
  • Pflanzenschutz im Gemüsebau (2002): Buch beim Ulmer Verlag in Stuttgart, ISBN=978-3-8001-3191-4, von Gerd Crüger, Georg Friedrich Backhaus, Martin Mommes, Silvia Smolka und Heinrich-Josef Vetten.
  • Rund um das Saatgut Zucchini (2016): in Zeitschrift Gemüse Nr.9, Basiswissen), von Josef Schlaghecken.

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Quellen: Online