Tomaten Pflanzenschutz

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Krankheiten und Schädlinge an Tomaten
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Tomaten (Solanum lycopersicum) im Gewächshaus (Boden- oder erdelose Kultur), sowie im Freiland, kann es zu großen Ausfällen und Qualitätsverlusten kommen. Eine genaue Kenntnis der möglichen Schadursachen sowie die Nutzung sinnvoller Vorbeugemaßnahmen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Anbau.

Inhaltsverzeichnis

Vorbeugende Pflanzenschutzmaßnahmen, schon bei der Tomaten Anbauplanung (Bio oder IP) bedenken

Ziel: Erfolgreicher Tomaten Anbau. (Joachim Ziegler)

Tomatenkulturen stehen länger als die meisten anderen Gemüsekulturen und es werden beachtliche Geldsummen investiert. Um den Anbauerfolg abzusichern ist es dringend zu empfehlen, insbesondere beim Anbau im Boden, schon vor Anbaubeginn, alle aktuellen Vorbeugemaßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden Anregungen und Vorschläge dazu.

Bodenkultur: Allgemein.

  • Tomaten liebt humose, mittelschwere, tiefgründige Böden mit einer guten Bodengare.
  • Vorteilhaft sind auch Lößböden.
  • Kein Anbau auf Böden mit einer stärkeren Bodenverdichtung.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, P, K, Mg, B. usw. kontrollieren und optimieren.
  • Dem Humusgehalt sowie der Bodengare Aufmerksamkeit schenken und bei Bedarf Humus zuführen.
  • Insbesondere bei älteren Gewächshausanlagen den Salzgehalt kontrollieren und bei der Anbauvorbereitung und Düngeplanung berücksichtigen.
  • Den pH-Wert kontrollieren und bei Bedarf vor Kulturbeginn kalken.
  • Zur optimalen N-Versorgung bei der N-Düngung die Nmin-Vorräte und die N-Nachlieferung des Bodens berücksichtigen.

Quellen

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Bodenkultur: Fruchtwechsel optimieren.

Sclerotinia Befall an Tomaten Stängel mit einer schwarzen Sklerotie als Dauerform. (DLR-Rheinpfalz, Neustadt/Wstr.)

Grundsätzlich haben sehr eng verwandte Gemüsearten gleiche Krankheiten und Schädlinge. So ist es auch bei der hier behandelten Gemüseart, der Tomate, die zu der Pflanzenfamilie der Nachschattengewächse (Solanaceae) gehört. Einige ihrer Schaderreger sind bodenbürtig, das heißt, sie überdauern im Boden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, innerhalb der Fruchtfolge möglichst weniger als 20% Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie anzubauen. Auf jeden Fall, wenn irgend möglich, so eng verwandte Pflanzenarten nie nacheinander anbauen. Im Folgenden besonders ernstzunehmende, bodenbürtige Schaderreger sowie die eng verwanden Gemüse Arten der Familie der Solanaceae im Bild.

Auswahl, bes. aktueller, bodenbürtige Schadursachen
Tomaten Krankheiten und Schädlinge können an Pflanzenresten, bis zu deren Verrottung, überdauern. Die Verrottung dauert etwa zwischen einigen Wochen bis zu zwei Jahre. Noch problematischer sind Schadursachen, die mit Hilfe Ihrer Dauerformen, wie z.B. bei Rhizoctonia oder Sclerotinia für viele Jahre im Boden überleben können. Was bei den einzelnen Schadursachen zu beachten ist, ist dort aufgeführt.

  • Colletotrichum
  • Fusarium
  • Korkwurzelkrankheit
  • Nematoden
  • Pythium
  • Rhizoctonia
  • Verticillium

Quellen

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Bodenkultur: Konsequente Feldhygiene.

Tomaten Bestandsreste entsorgen. (Jochen Kreiselmaier)
  • Auf Grund der beachtlichen Kulturdauer bei einem Tomatenanbau sind die Bestände zu Kulturende meist von gefährlichen Schädlingen und Krankheiten befallen.
  • Aus Hygiene Gründe sollten die Bestandst Reste sorgfältig entsorgt werden.
  • Vorteilhaft ist es, auch die Wurzel herauszuziehen und abzutransportieren.
  • Auch die am Boden liegenden Blätter und Früchte einsammeln und entfernen.
  • Beim Gewächshaus Anbau die Häuser (auch Wände, Glas usw.) nach Kulturende gründlich reinigen.
  • Aktuelle Krankheiten sind z.B. Didymella Stängelfäule, Korkwurzelkrankheit, Jordanvirus, Phytophthora Stängelgrundfäule und Sclerotinia Welke.
  • Aktuelle Schädlinge sind z.B. Minierfliegen (Liriomyza, Phytomyza), Rostmilben, Spinnmilben, Thripse und Weiße Fliegen.
  • Ein Abflammen der Gewächshausböden nach der Hausreinigung kann den Hygiene Effekt verbessern.
  • Keine aktuellen (bodenbürtigen) Krankheiten mit dem Maschinenpark, Kompost, Saatgut usw. in die Felder bringen.
  • Die Bestandsreste möglichst nicht auf Äcker entsorgen, die für den Gemüseanbau vorgesehen sind.

Quellen

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Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen.

Tomaten Sortenspektrum. (Josef Schlaghecken)
  • Beim Anbau von Tomaten hat die Sortenwahl einen besonders großen Einfluss auf den Anbauerfolg.
  • Die Fruchtgröße der Sorten hat einen beachtlichen Einfluss auf den Absatzerfolg.
  • Es gibt ein beachtliches Spektrum an Resistenzen, die man insbesondere bei der Bodenkultur von Bedeutung sind.
  • Durch eine gute Sortenwahl und Nutzung vorhandener Resistenzen kann in vielen Fällen der Einsatz von Pflanzenschutzmittel reduziert werden.

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Auf gesundes Saatgut achten.

Krankheitsfreies Tomaten Saatgut. (Josef Schlaghecken)

Verschiedene Krankheiten können mit dem Tomatensaatgut übertragen werden. Ein Kulturstart mit hochwertigem, möglichst Befalls freiem Saatgut ist deshalb eine der wichtigsten, Vorsorgemaßnahmen.

Saatgutübertragbare Tomatenkrankheiten

  • Clavibacter michiganensis subsp. michiganensis (Bakterienwelke).
  • Colletotrichum spp. (Antragnose).
  • Didymella lycopersici (Tomatenstängelfäule).
  • Fulvia fulva (Samtfleckenkrankheit).
  • Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici (Fusarium-Welke).
  • Phytophthora capsici (Blatt-, Frucht- und Wurzelfäule).
  • Phytophthora infestans (Kraut- und Braunfäule).
  • Phytophthora nicotianae (Wurzel -Stängelfäule).
  • Ralstonia solanacearum (Bakterienwelke).
  • Pseudomonas syringae pv. tomato (Tüpfelschwärze).
  • Tobacco mosaic virus (TMV).
  • Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV), Jordan-Virus (Quarantänekrankheit).
  • Tomato mosaic virus (ToMV).
  • Verticillium lycopersici (Welke).
  • Xanthomonas campestris pv. vesicatoria (Bakterien Blattflecken).

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Positive Effekte von veredelten Jungpflanzen bedenken.

Veredelte Tomaten Pflanze. (Josef Schlaghecken)

Die Verwendung von veredelten Tomaten Jungpflanzen kann beachtliche Vorteile mit sich bringen.

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Das Angebot an Nützlings Arten für den Gewächshausanbau prüfen.

Beim Anbau von Tomaten im Gewächshaus ist der Einsatz von Nützlingen inzwischen Standard.

Wichtige Nützlings Arten

  • Florfliegen, Gallmücken, Raubmilben, Raubwanzen, Schlupfwespen.

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Möglichkeiten des Einsatzes an Pflanzenschutzmitteln schon vor dem Anbau prüfen!

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Nichtparasitäre Ursachen

Auch durch nichtparasitäre Krankheiten können große Verluste entstehen. Im Vordergrund stehen die Blütenendfäule, Blütenmißbildungen, Grünkragen, Kälteschäden, Nährstoffmangel, Platzen, Sonnenbrand und die Wassersucht.
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Blütenendfäule

Blütenendfäule an Tomatenfrüchte. (Josef Schlaghecken)

Die Blütenendfäule kann bei ungünstigen Bedingungen große Ausfälle verursachen.

Beschreibung

  • Die sogenannte Blütenendfäule erkennt man an den braunen Fruchtflecken.
  • Der Schaden entsteht meist gegenüber dem Fruchtstiel, am ehemaligen Blütenansatz.
  • Verursacht wird der Schaden durch eine unzureichende Calcium-Versorgung in den Früchten.
  • Meist handelt es sich um einen Mangel in den Früchten obwohl genügend Ca im Boden vorhanden ist.
  • Bei ungünstigen Wetterlagen geraten die Pflanzen in eine Stress-Situation bei der die Calciumversorgung in den Fruchtenden nicht mehr ausreichend gesichert ist.
  • Wegen der ungenügenden Ca-Zufuhr entstehen dann geschwächte Zellwände, die dann stellenweise ihre Funktion verlieren.
  • Je kleiner und schwächer das Wurzelwerk, desto schwieriger wir die optimale Calciumversorgung der Pflanzen.
  • Je üppiger das Wachstum (N-Überschuss usw.) desto höher das Befalls Risiko.
  • Es gibt beachtliche Sortenunterschiede.

Vorbeugemaßnahmen

  • Hier sind nur vorbeugende Maßnahmen gefragt, ein vorhandener Befall kann nicht mehr geheilt werden.
  • Empfindliche Sorten vermeiden. Es gibt beachtliche Unterschiede.
  • Veredelte Tomatenpflanzen scheinen weniger anfällig.
  • Für ein gleichmäßiges Wachstum ohne N-Überangebote sorgen.
  • Der pH-Wert, die Bodengehalte insbesondere von Kali, Magnesium und Phosphor, sowie der Salzgehalt sollten im optimalen Bereich liegen
  • Eine gute Wurzelbildung ermöglichen. Ein Befall durch die Korkwurzelkrankheit schwächt die Wurzelaktivität.
  • Ein gleichmäßige und ausreichende Bodenfeuchte sicherstellen.
  • Gerade an heißen Tagen darf niemals ein Wassermangel vorkommen.

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Quellen

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Blütenmissbildung / Blütenfall

Abgestorbene Tomaten Blüten. (Josef Schlaghecken)

Bei sehr ungünstigen Kulturbedingungen wird die Blütenbildung gestört, so dass es zu Ertragsverlusten kommt.
Beschreibung

  • Blüten sterben ab und werden abgestoßen.
  • Bei Lichtmangel entstehen sogenannte "Haferblüten" und "Gerstenblüten.
  • Haferblüten sind Blüten mit sehr langen Kelchblättern, die sich nicht zurückbiegen.
  • Gerstenblüten sind Blüten, mit unzureichend ausgebildeten Blütenorganen.
  • Beide werden gefördert durch lichtarme Bedingungen z.B. bei extrem früher Pflanzung im Gewächshaus und ungünstigen Temperaturverhältnisse.
  • Ein "Abstoßen der Blüten" erfolgt vor allem in Stresssituationen
  • Eine Stresssituation entsteht z.B. bei einem zu hohen Salzgehalt im Boden.
  • Temperaturen über 30°C und unter 12°C erhöhen das Risiko eines Blütenabwurfs.
  • Ganz selten kommt es zu einer "Blüten Verbänderung". Die Ursachen dafür sind unbekannt.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Hier sind nur vorbeugende Maßnahmen möglich bzw. wirksam.
  • Lichtmangel vermeiden: evtl. später pflanzen, Gewächshaus Glas reinigen.
  • Insbesondere in Folienhäuser für eine ausreichende Lüftungsmöglichkeit sorgen.
  • Boden Salzgehalt kontrollieren und optimieren.

Quellen NL: bloemetjes fallen af, GB: blossom drop

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Grünkragen/Gelbkragen Fruchtprobleme

Starker Grünkragen an Tomaten Frucht. (J.Schlaghecken)
Offene Tomaten Frucht.

Ertragsausfälle durch Grünkragen kamen früher häufiger vor. Durch moderne Sorten und professionellen Anbau kommt heute kaum noch zu Schäden.
Beschreibung

  • Im niederländischen spricht man von "Groenkragen"
  • Es gibt beachtliche Sortenunterschiede.
  • Werden gefördert durch hohe Temperaturen, insbesondere bei Werten über 35°C.
  • Im geschädigten Fruchtgewebe stoppt der Reifeprozess, die Stellen bleiben grün oder gelb.
  • Ein extremes Blattentfernen kann Grünkragen begünstigen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Hier helfen nur vorbeugende Maßnahmen
  • Empfindliche Sorten meiden
  • Sorten vom Typ Hellfrucht sind weniger empfindlich
  • Einmal aufgetretene Schäden können nicht mehr rückgängig gemacht werden.
  • Im Gewächshausanbau Lüftung optimieren und Extrem Temperaturen vermeiden.
  • Bei extremen Temperaturen schattieren.
  • Extrem schnelles Wachstum vermeiden
  • Eine N-Überversorgung sollte nicht vorkommen.

Quellen

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Hagelschaden

Hagelschaden an Tomatenfrüchte. (Dwight Sipler)

Hagel kann insbesondere beim Anbau von Freilandtomaten großen Schaden anrichten. Kommt es zu einem extremen Hagelschlag, kann er auch ganze Gewächshäuser samt der Tomatenbestände zerstören.

Beschreibung

  • Bei einem leichten Hagelschlag werden zunächst die Blätter beschädigt und auch zerfetzt.
  • Bei jungen Pflanzen kann das schon bald den Anbauerfolg gefährden.
  • Bei einem stärken Hagel können auch die Früchte beschädigt werden.
  • Tomatenbestände in Folienhäuser sich bei Hagel auch stark gefährdet.
  • Glasgewächshäuser schützen Tomatenbestände vor leichten Hagelschäden.
  • Bei einer Glaszertrümmerung richten die Glassplitter im Bestand und Boden einen besonders großen Schaden an.
  • Bei Extremhagel werden jedoch ganze Glashäuser zerstört

Vorbeugen

  • Arrondierte Betriebe sind bei einem Hagelschaden besonders stark betroffen.
  • Wenn möglich Anbau in verschiedenen Gemarkungen.
  • Hagelschutznetze über Freilandtomatenbestände.
  • Hagelversicherungen

Quellen

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Kälteschäden

Kälteschaden an Tomaten im Kalthaus.
(Jochen Kreiselmaier)

Tomatenpflanzen sind sehr frostempfindlich. Beim Anbau im Freiland oder im Kalthaus kann es, insbesondere bei frühen Pflanzungen, zu Kälteschäden kommen.

Kälteschäden im Freiland

  • Man unterscheidet die Kälteschäden im Frühjahr bei Neupflanzungen und die im Herbst bei Altbeständen.
  • Bei niedrigen Temperaturen, schon etwa ab 10°C, können sich die Blätter violett verfärben.
  • Niedrige Temperaturen erschweren die Phosphor Aufnahmen und führen zur Violett Färbung der Blätter.
  • Minusgrade zerstören die Blätter, danach verlieren sie ihre grüne Farbe.
  • Bes. gefährlich sind wenig abgehärtete Neupflanzungen im Frühjahr durch Spätfröste.
  • Auber auch Frühfröste im Herbst können vorzeitig eine Freiland Kultur beenden.

Kälteschäden im Kalthaus

  • Auch beim Tomaten Anbau im Kalthaus kann Frost zu großen Schäden führen.
  • Beim Frühanbau im Kalthaus sind wenig abgehärtete Jungpflanzen bes. gefährdet.
  • Aber auch abgehärtete Tomatenbestände können im Kalthaus Schaden erleiden. (Siehe Foto).

Vorbeugemaßnahmen

  • Hier helfen nur vorbeugende Maßnahmen.
  • Temperaturen unter 10°C möglichst vermeiden.
  • Gut abgehärtete Pflanzen sind nicht so empfindlich.
  • Beim Kalthausanbau nicht zu früh pflanzen.
  • Bei sehr kürzeren Kälteeinbrüchen kann eine Vliesbedeckung helfen.

Quellen (GB: Cold damage, NL: Koude schade in tomatenplanten)

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Nährstoffmangel

Magnesium Mangel an Tomatenpflanze. (Kali + Salz)

Nähstoffmangel kommt vereinzelt beim Anbau von Tomaten vor. Wohl am Häufigsten findet man einen Magnesium (Mg)-Mangel.

Schabeschreibung

  • Nährstoffmangel Symptome an Tomaten Pflanzensind relativ gut zu bestimmen.
  • Jeder Nährstoff Mangel hat seine typischen Schadsymptome.
  • Magnesium- und Kalimangel zeigt sich zunächst an den älteren Blättern.
  • Bei Mg-Mangel zeigen sich Blattaufhellungen zwischen den Blattadern, wie der Blattrand ost noch grünlich bleibt.
  • Bei K-Mangel zeigen sich Blattrandnekrosen.
  • Beim Stickstoffmangel verlieren die Blätter ihre dunkelgrüne Farbe und werden hellgrün.
  • Phosphormangel ist selten, bei einer Temperatur unter 10°C kann es aber zu einer Violett Färbung der Blätter kommen.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Jährlich Boden Analysen durchführen.
  • Insbesondere den P, K, Mg und Borgehalt feststellen.
  • Den ph-Wert sowie die Kalkversorgung und en Humusgehalt überprüfen.
  • Größere Mängel schon vor Kultur Beginn beseitigen
  • Zur Stickstoff Versorgung mehrmals vor und während der Kultur den Nmin-Gehalt überprüfen.

Quellen

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Platzer und Risse an den Früchten

Geplatzte Cherry Tomaten Früchte. (Josef Schlaghecken)

Insbesondere bei empfindlichen Sorten und ungünstigen Wachstumsbedingungen kommt es zu geplatzten Früchten.
Beschreibung

  • Reife oder unreife Tomatenfrüchte platzen bzw. bekommen Risse.
  • Damit sind sie für den Frischmarkt nicht mehr vermarktungsfähig.
  • Die Neigung der Tomatensorten zum Platzen ist sehr unterschiedlich.
  • Eine Ursache für das Platzen ist ein zu großer Wurzeldruck
  • Wenn bei sehr üppigem Wachstum die Wurzel mehr Wasser aufnehmen als sie über die Wasserverdunstung wieder abgeben können.
  • Solche Situationen entstehen, wenn dann plötzlich trübes Wetter mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit auftritt.
  • Schwierig für die Pflanzen wird dann auch, wenn wir die Verdunstungsflächen stark einkürzen, z.B. durch Köpfen der Pflanzen.
  • Eine zweite kritische Situation entsteht, wenn bei sehr langsamem Wachsen mit fester Schalenbildung plötzlich eine extremer Wachstumsschub kommt, z.B. durch hohe Temperaturen mit einem gleichzeitigen überhöhtem Stickstoffangebot.

Vorbeugen

  • Empfindliche Sorten vermeiden.
  • Auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte achten.
  • Im Gewächshausanbau extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen vemeiden.
  • Hohe N-Kopfdüngungs-Gaben vermeiden.

Quellen
Bei der Internet Suche folgende Suchwörter benutzen: D: Platzer, NL: Gescheurde fruchten, Barsten bij tomaten, GB: splitting tomatoes, cracket tomatoes.

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Sonnenbrand

Sonnenbrand an Tomate. (Josef Schlaghecken)

Schäden durch Sonnenbrand sind eher selten. Mit zunehmender Klimaerwärmung scheinen sie jedoch zuzunehmen.

Beschreibung

  • Bei extremen Temperaturen kann es bei stark besonnten Tomatenfrüchten zu einem Sonnenbrand kommen.
  • Fruchttemperaturen von über 40°C erhöhen das Risiko sehr stark
  • Bei großer Hitze ist insbesondere die direkte Sonneneinstrahlung schädlich.
  • Bei Fruchttemperaturen über 45°C genügt schon eine weniger lange, direkte Sonneneinstrahlung.
  • Eine unzureichende Wasserversorgung (Transpirationsstress) erhöht das Sonnenbrand-Risiko.

Vorbeugung

  • Ausreichende Wasserversorgung sicherstellen.
  • Im Gewächshausanbau Extremtemperaturen vermeiden
  • Leichte Schattierung

Quellen (Sonnenbrand, GB: Sunscald, NL: Zonnebrand tomaat)

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Wassersucht

Wassersucht Symptome an Tomate. (Josef Schlaghecken)

Wassersucht entsteht durch Störungen in der Fruchtentwicklung.

Beschreibung

  • Frucht-Gewebestörung und unzureichende Ausfärbung reifender Früchte.
  • Rot färbende Früchte gehalten grüne Flecken, die später gelb werden.
  • In den Problemzonen ist das Fruchtgewebe unzureichend ausgebildet.
  • An aufgeschnittenen Früchten sieht man untypische bzw. bräunliche Gewebe.
  • Groß fruchtige Sorten sind empfindlicher.
  • Niedrige Nachttemperaturen fördern das Auftreten.
  • Wenig Licht begünstigt das Auftreten.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Bildung von wässrigem Gewebe.
  • Extrem niedrige Salzgehalte im Boden erschweren die Bildung von starkem Fruchtgewebe.
  • Ungünstig ist es, wenn es nach trübem Wetter plötzlich sehr sonnig wird und dabei Wassermangel herrscht.
  • Generell ist ein sehr starkes vegetatives Wachstum ungünstig.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Ein zu schnelles, mastiges Wachstum vermeiden.
  • In erster Linie eine Stickstoff Überversorgung vermeiden.
  • Eine mehrmalige Kontrolle der Nmin-Werte kann dabei helfen.
  • Eine gute Kaliversorgung sicherstellen.

Quellen (NL: Waterziek)

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Viruserkrankungen

Tomatenpflanzen können von gefährlichen Viruskrankheiten befallen werden. Wohl auch durch die Globalisierung wird unser Tomatenanbau derzeit (2020) stark durch das importierte Jordanvirus (ToBRFV) bedroht. Totalausfälle kommen vor. Eine Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Bronzeflecken-Virus - Tomato spotted wilt virus (TSWV)

Bronzefleckenvirus Befall an Tomaten.
(DLR Rheinpfalz in Neustadt/Wstr.)

Diese Viruserkrankung kommt bisher vereinzelt vor und kann sehr große Schäden verursachen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Tomato spotted wilt orthotospovirus.
  • Tomato spotted wilt tospovirus.
  • TSWV.

Schadbild und Lebensweise (Roswitha Ulrich u.a.)

  • An den Pflanzen reichen die Symptome von keinen sichtbaren Schäden über unspezifischen, hellbraunen, abgestorbenen Blättern und Blattbereiche (Blattflecken) bis zu den für TSWV und anderen Viruserkrankungen typischen Mustern und Scheckungen.
  • Die Schäden an den Früchten können innerhalb der einzelnen Früchte einer Tomatenrispe, von einer leichten hellgrünen bis weißlichen, musterförmigen Scheckung bis hin zu braunen, tief eingesunkenen Nekrosen und starken Verformungen variieren.
  • Das Gewebe zwischen den oft kreisförmig angeordneten oder linienförmig gezonten Mustern ist erhaben.
  • Das Tomatenbronzefleckenvirus (Tomato spotted wilt virus, TSWV) kommt inzwischen weltweit vor.
  • Man findet es sowohl in den Subtropen als auch in den gemäßigten Breiten.
  • Es kann Tomatenbestände im Freiland sowie in Gewächshäusern befallen.
  • Es hat hunderte von Wirtspflanzen-Arten.
  • Die Ausbreitung wurde durch den internationalen Warenverkehr gefördert.
  • Ein wichtiger Überträger sind Thripse, insbesondere der Kalifornische Blütenthrips (Frankliniella occidentalis).
  • Im Bestand ist die Ausbreitung mit der Bewässerung und über zirkulierende Nährlösungen möglich.
  • TSWV kann an befallenen Pflanzenresten einige Wochen überleben.
  • Riskant ist eine Pflanzenanzucht und der Anbau in Gemischtbetrieben.

Vorbeugemaßnahmen (Roswitha Ulrich u.a.)

  • Keine direkte Bekämpfung möglich.
  • Resistente Sorten nutzen. Neue Virus-Varianten erschweren die Resistenzzüchtung.
  • Resistenzen: Code: TSWV, Effekt: IR
  • Thrips Befall ausschließen bzw. minimieren.
  • Thrips Befall mit Blautafeln kontrollieren.
  • Möglichst kein Anbau in der Nähe von anderen Wirtspflanzen.
  • Räumliche Isolierung aller zugekaufter Kräuter, Gemüse- und Zierpflanzen.
  • Eine zehn minütige Erhitzung bei mehr als 45°C führt zur Inaktivierung der Virose.
  • Befallene Pflanzen alsbald entfernen und außerhalb des Betriebes entsorgen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Thripse Regulierung.

Quellen

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Fadenblättrigkeit - Gurkenmosaik-Virus (GMV) plus Tomatenmosaik-Virus (TMV)

Beim Anbau von Tomaten kommt es manchmal auch zu Mischinfektion von verschiedenen Viruserkrankungen.

  • Die Blätter der Tomatenpflanzen sind durch fadenförmige, farnblattähnliche Veränderungen der Blätter auffällig deformiert.
  • Die Pflanzen werden im Wuchs gehemmt.
  • Die Früchte zeigen untypische Formen und Farben
  • Vermutlich wurde die Fadenblättrigkeit zum ersten Mal 1936 im badischen Tomatenanbau entdeckt und dann von Kotte beschrieben.

Vorbeugemaßnahmen

  • Resistente ToMV-Sorten nutzen.
  • Resistenzen: Code: ToMV, Rassen: 0,1,2, Level: HR

Quellen

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Gurkenmosaik-Virus - Cucumber mosaic virus (GMV)

Gurkenmosaikvirus Befall an Tomatenpflanze. (Elizabeth Bush, Virginia Polytechnic Institute and State University)

Das Gurkenmosaikvirus ist eine gefährliche Gurkenkrankheit und kann auch Tomaten befallen.

Schadbild und Lebensweise

  • Symptome für eine Mosaikvirus-Erkrankung an Tomaten sind Adern Aufhellungen.
  • Verstärkte Seitentriebausbildung, Blattveränderungen in Farbe (mosaikartige Schattierungen) und Form (Deformationen, Größe)
  • Verminderter Wuchs der Pflanzen, und Veränderungen der Früchte in Farbe und Gestalt.
  • Insgesamt führt eine Erkrankung zu einem geringeren Ernteertrag.
  • Es können Mischinfektionen z.B. als Fadenblättrigkeit vorkommen.

Bilder im Internet

Wirtspflanzen

  • Es werden mehr als 100 Pflanzenfamilien und dabei rund 1.200 Pflanzenarten befallen.

Vorbeugemaßnahmen

  • Es gibt keine resistente Tomatensorten.
  • Blattlausbekämpfung zur Reduzierung einer Übertragung.
  • Kranke Pflanzen alsbald entfernen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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JordanVirus - Tomato brown rugose fruit virus (ToBRFV)

JordanVirus Befall (Dr. Aviv Dombrosky)

Diese neue Virusart, bedroht etwa seit 2018 auch den deutschen Tomatenanbau.

Schadbild und Lebensweise

  • Eine neue Viruskrankheit aus der Gattung Tobamoviren.
  • Tritt in verschiedenen Ländern auf und wurde erst 2018 bekannt.
  • Befällt vor allem Tomaten, Paprika, Petunien und Ziertabak.
  • Symptome zeigen sich an den Früchten und Pflanzen.
  • Empfindliche Sorten sterben bei einem starken Befall ab.
  • Das Virus ist langlebig und überdauert an den verschiedensten Stellen.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.
  • Sogar eine Übertragung durch Hummel ist möglich.
  • Eine Verbreitung des Virus in Europa wird befürchtet

Befalls Symptome

  • An den Blättern zeigt sich eine Mosaikfärbung.
  • Die Blätter können auch ungewöhnliche Formen annehmen, sind z.B. blasig oder gewölbt.
  • Die Früchte werden runzelig und verfärben dabei bräunlich oder gelblich.
  • Bei starkem Befall welken und Vergilben die ganzen Pflanzen.
  • Neue Testmethoden erlauben eine Diagnose innerhalb einiger Tage.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vorsicht beim Einkauf von Früchten, Pflanzen und Saatgut.
  • Strengste Hygienemaßnahmen in Tomaten- und Paprikabetrieben.
  • Bei Befalls Verdacht Kontakt zu den Pflanzenschutzbehörden aufnehmen.
  • Inzwischen hat die Resistenzzüchtung begonnen. In Wildtomaten fand man ein Resistenzgen.

Videos

Quellen

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Tomatenmosaik-Virus - Tomato mosaic virus (T0MV)

Eine Tomaten Viruskrankheit, die etwa seit 1940 bekannt ist.

Schadbild und Lebensweise

  • An Tomatenblättern treten mosaikartige, hell- und dunkelgrüne Musterungen auf.
  • Es zeigt sich ein untypischer Wuchs mit Verschmälerung der Blätter.
  • Oft wird das Wachstum der Pflanzen gehemmt und es tritt Zwergwuchs auf.
  • die Früchte werden unförmig und fleckig.
  • Die Symptomausbildung variiert je nach Klima Verhältnisse, einschließlich Tageslänge und Lichtintensität.
  • ToMV kommt auch in Paprika, Kartoffel, Kirsche, Birne und Traube vor.

Bilder

Vorbeugung

  • Resistente Sorten nutzen.
  • Resistenzen: Code: ToMV, Rassen: 0,1,2, Effekt: HR.
  • Freies Saatgut benutzen.
  • Übertagung durch Kulturarbeiten vermeiden.
  • Befallene Pflanzen alsbald entfernen.
  • Pflanzenreste wegen der Übertragungsmöglichkeit sauber entsorgen.

Quellen

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Bakterien Krankheiten

Tomatenpflanzen können von verschiedenen Bakterienkrankheiten befallen werden. Eine Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.
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Bakterienfruchtflecken (Xanthomonas campestris pv. vesicatoria)

Eine wichtige Bakterienkrankheit mit verschiedenen Unterarten schädigt im Freiland- und Gewächshaus-Tomatenanbau. Es handelt sich um ein Quarantäne-Schaderreger.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Bakterium schädigt Blätter und Früchte.
  • Die Blätter bekommen zunächst gelbe Flecken, die später braun und dann schwarz werden.
  • Auf den Früchten entstehen leicht eingesunkene Flecken, bis zu 6 mm groß und einem anfänglichen wässrigen Hof.
  • Leben auf Solanum Pflanzenarten (vorwiegend Tomaten und Paprika) und überdauern auf deren Pflanzenreste.
  • Die Bakterienart liebt feuchtwarme Verhältnisse.
  • Die Bakterien können einige Wochen im Boden überleben.
  • Eine Samenübertragung ist möglich.
  • Die Übertragung erfolgt oft durch Wasserspritzter.
  • In die Pflanzen dringen die Bakterien meist über die Stomata und Wunden.
  • Etwa 5 Tage nach einer Infektion zeigen sich erste Symptome.

Der Erreger ist vermehrt in Glashäusern anzutreffen. Durch die Reduktion des Laubes werden bei einem Befall von Xanthomonas campestris pv. vesicatoria hohe Ertragseinbußen an Paprika sowie Tomate verzeichnet. Fruchtläsionen reduzieren zusätzlich die Qualität. Außerdem kommt es häufig zu einem induzierten Fruchtabwurf. Bei dieser Krankheit handelt es sich an Tomate und Paprika um eine ernstzunehmende Bakteriose.

Fotos

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Robuste Sorten bevorzugen.
  • Befallene Parzellen meiden. Fruchtwechsel einhalten
  • Gesundes Saatgut verwenden.
  • Längere Blattnässe vermeiden.
  • Tröpfchenbewässerung nutzen.
  • Bei Pflegearbeiten Übertragung minimieren.
  • Eine direkte Bekämpfung ist kaum möglich.

Quellen

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Bakterielle Tomatenwelke (Clavibacter michiganensis subsp. michiganensis)

Tomaten Fruchtbefall. (Goldlocki GFDL)

Eine wichtige Bakterienkrankheit, die großen Schaden, sowohl im Freiland- als auch im Gewächshausanbau anrichten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Krankheit entwickelt sich in den Leitungsbahnen und führt so zu einer Welke.
  • Anfangs werden nur einzelne Fiederblättchen befallen und welken.
  • Oft ist eine Hälfte des Blattes noch gesund und nur die andere welkt und stirb ab.
  • An den Pflanzenstängeln zeigen sich helle bräunliche Streifen.
  • Die Gefäße verfärben sich gelblich bis bräunlich.
  • Manchmal entstehen an den Früchten kleine Flecken mit einem Durchmesser von 2-4 mm.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben sie ganzen Pflanzen ab.
  • Die Übertragung der Krankheit erfolgt durch Pflanzenteile und Samen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weite Fruchtfolge (Nach einer ausgebrochenen Bakteriellen Tomatenwelke 5 Jahre keine Tomaten!)
  • Keine zu starke Befeuchtung der Pflanze, Bewässerung tagsüber, damit die Pflanzen schnell abtrocknen.
  • Entgeizen ohne Messer
  • Erkrankte Pflanzen schnellstmöglich aus dem Bestand nehmen.
  • Werkzeuge gut reinigen.
  • Keine Saatgutgewinnung aus befallenen Beständen.
  • Nach Kulturende, Gewächshäuser reinigen

Quellen

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Pilz Krankheiten

Tomatenpflanzen werden von einer ganzen Reihe gefährlicher Krankheiten befallen. Resistente Sorten und vorbeugende Maßnahmen und beim Gewächshausanbau eine optimierte Klimaführung stehen im Vordergrund. Ein Teil der Krankheiten ist bodenbürtig, so dass sich in den letzten Jahren auch die erdelose Kultur immer mehr durchgesetzt.
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Dürrfleckenkrankheit (Alternaria Arten)

Alternaria Blattflecken an Tomate. (Jerzy Opioła)

Eine Pilzkrankheit, die großen Schaden anrichten kann.

Aktuelle Arten (laut EPPO)

  • Alternaria alternata, (Syn. Alternaria tenuis).
  • Alternaria arborescens (Syn. Alternaria alternata f.sp. lycopersici).
  • Alternaria solani, (Syn. Alternaria porri f. sp. solani und Macrosporium solani).

Schadbild und Lebensweise

  • Bildet braune Blattflecken mit mehr oder wenigr gelblicher Randzone.
  • Unregelmäßige, oft rundliche Flecken, die manchmal von einer Blattader begrenzt werden.
  • Bei stärkerem Auftreten werden auch die Stängel befallen und zerstört.
  • Bei Fruchtbefall beginnt dieser oft am Stielansatz.
  • Günstige Wachstumsbedingungen ergeben sich bei nasser Blattoberflächen hoher Luftfeuchte und Temperaturen über 20°C.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Solanaceae, insbesondere dabei die Kartoffel.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel mit nicht Wirtspflanzen.
  • Resistente Sorten nutzen.
  • Resistenzen: Code AAl und As, Effekt: HR
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Blattoberflächen trocken halten.
  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Alte (kranke) Blätter entfernen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Beim Gewächshausanbau befallene Bestandsreste sorgfältig entfernen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Echter Mehltau (Oidium + Leveillula)

Echter Mehltau an Tomaten. (Jochen Kreiselmaier)

Eine neuere Tomatenkrankheit ist der Echt Mehltau, der auch Schönwetterpilz genannt wird.

Erreger (laut EPPO)

  • Oidium neolycopersici, wohl wichtigste Art.
  • Leveillula taurica (Syn. Erysiphe taurica, u.a.) eher selten.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Krankheit kann vor allem im Gewächshaus auftreten.
  • Der Pilz wächst vorwiegend auf den Blättern und zeigt sich dort als weiße Pustel.
  • Er entwickelt sich besonders gut bei 16-22°C.
  • Eine relative Luftfeuchtigkeit von 70-80% gilt als Echten Mehltau fördernd.
  • Im Volksmund heißt der Echte Mehltau such "Schönwetterpilz".
  • Schon nach wenigen Tagen bilden sich die Mehltaukolonien und produzieren Sporen.

Wirtspflanzen

  • Solanaceae (Tomaten, Auberginen und Tabak), Kürbisgewächse

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf: Resistente Sorten nutzen.
  • Resistenzen: Code: On, Effekt: IR.
  • Resistenzen: Code: Lt, Effekt: HR.
  • Wöchentlich Bestand kontrollieren.
  • Biologische Mittel beachten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassenen Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Befallen Bestandreste sauber entsorgen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Fusarium-Welke und Fußkrankheit (Fusarium oxysporum f. sp. lycopersici)

Stängel Symptome an Tomate. (DLR Rheinpfalz)

Eine gefährliche, bodenbürtige Fuß- und Welkekrankheit.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Welke und das Absterben der Pflanzen beginnen an den unteren Blättern, oft nur an einer Seite der Pflanze
  • Die verschiedenen Arten verursacht eine Wurzelsterben und eine Stängelfäule, die vor allem im unteren Bereich auftritt.
  • Die Früchte bleiben klein und werden teilweise abgestoßen.
  • Die Fußkrankheit tritt gerne bei niedrigen Bodentemperaturen, etwa 10-20°C, auf.
  • die Fusarium-Welke liebt hohe Bodentemperaturen von übe 27°C.
  • Meist erscheinen die ersten Symptome etwa 2 Monate nach der Pflanzung an 1,5 -2,0 m großen Pflanzen.
  • Im fortgeschrittenen Stadium bildet sich ein weißes oder rosa Myzel mit Konidien.
  • Mit Hilfe ihren Chlamydosporen überdauert der Pilz im Boden.
  • Auch das Saatgut kann den Pilz übertragen. Der Welke-Erreger bildet verschiedene Rassen, was bei der Verwendung resistenter Sorten zu beachten ist.

Wirtspflanzen

  • Solanum lycopersicum (Eichtigster Wirt).

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Bei Ausfällen den Anbau resistenter Sorten prüfen.
  • Resistenzen: Code: Fol, Rassen: 0,1,2, Effekt: HR
  • Resistenzen: code: For, Effekt: HR
  • Um einen Befall zu verhindern sind intensive Hygienemaßnahmen wichtig.
  • Eine Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Botrytis Stängel Befall an Tomate. (DLR-Rheinpfalz)

Eine weit verbreitete Pilzkrankheit, aktuell im Freiland- und Gewächshausanbau.

Schadbild und Lebensweise

  • Sporenzuflug kann Infektionsquelle sein.
  • Befall an Stängel und Früchten.
  • An den Früchten oft Befall an der Stielgrube, mit späterem Fruchtfall.
  • Auf der Fruchtschale oft kleine "Geisterflecken".
  • Der Pilz entwickelt sich bei Temperaturen von etwa 1-30°C.
  • Temperaturen im Bereich von 17-23°C sind bes. günstig für die Pilzentwicklung.
  • Hohe Luftfeuchte von über 97% fördert die Pilzentwicklung.
  • Befallen wird vor allem geschwächtes und abgestorbenes Gewebe.
  • Wunden dienen oft als Eindringspforte.

Wirtspflanzen

  • Beinahe alle Gemüsearten und viel andere Pflanzen.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Stabile, gut abgehärtete Pflanzen verwenden.
  • Im Gewächshaus eine gesättigte Luftfeuchtigkeit vermeiden.
  • Eine gute Bestandsdurchlüftung evtl. durch Blattentfernung fördern.
  • Taubildung bzw. Blattfeuchte-Zeiten minimieren.
  • Nährstoffversorgung optimieren.
  • Zuviel N ist schädlich, eine gute Kali- und Calciumversorgung wirkt Befalls mindernd.
  • Tropfbewässerung reduziert Befalls Risiko.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Korkwurzelkrankheit (Pseudopyrenochaeta lycopersici)

Geschädigte Tomaten Wurzel. (DLR-Rheinpfalz)

Eine Wurzelkrankheit, die bei langjährigem Anbau auf derselben Parzelle, sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus zum Totalausfall führen kann.

Synonym (laut EPPO)

  • Pyrenochaeta lycopersici.

Schadbild und Lebensweise

  • Nach einem langjährigen Anbau auf derselben Parzelle muss mit einem Befall durch die Korkwurzelkrankheit gerechnet werden.
  • Zunächst sterben die feinsten Seitenwurzeln ab, später findet man die absterbenden, verkorkten Hauptwurzeln.
  • Erste Symptome werden meist erst einige Monate nach der Pflanzung sichtbar.
  • Bei stärkerem Befall und höheren Temperaturen welken die Pflanzen.
  • Es kommt zu Ertragsverlusten.
  • Ungünstige Bodenverhältnisse wie Strukturproblem begünstigen die Korkwurzelkrankheit.
  • Wirtspflanzen sind: Auberginen, Gurken, Melonen, Paprika, Tomaten und Salat.
  • Der Pilz bildet verschiedene Stämme.
  • Die Korkwurzelkrankheit entwickelt sich insbesondere bei 15-20°C.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Capsicum annuum, Cucumis melo, Cucumis sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wenn aktuell resistente Sorten benutzen.
  • Resistenzen: Code: Pi, Effekt: HR.
  • Befallene Parzellen meiden.
  • Auf resistente Unterlagen veredelte Tomatenpflanzen haben Vorteile.
  • Eine Bekämpfung mit chemischen Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.

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Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)

Phytophthora an Tomaten Früchte. (Scot Nelson)

Wohl die bedeutendste Freilandtomaten Krankheit weltweit. Im Gewächshausanbau weniger gefährlich.

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Ende Juni ist mit einem Befall zu rechnen.
  • Tritt vor allem während oder nach feuchten Witterungsperioden auf.
  • Der Pilz bildet verschieden Stämme.
  • Es bilden sich anfangs grau-grüne, später braune Blattflecken; einzelne Fiederblättchen sterben ganz ab.
  • An den Blattstielen und am Stängel bilden meist scharf abgegrenzte dunkelbraune Stellen.
  • Die Früchte weisen graugrüne bis schmutzig braune, runzelige Stellen auf, an denen das Fruchtfleisch verhärtet.
  • Bei starkem Befall sterben alle Früchte ab.
  • Der Pilz benötigt feuchte Blätter um in ein Blatt einwachsen zu können.
  • Temperaturen von 13-18°C fördern die Pilzentwicklung.
  • Für eine Sporulation sind Temperaturen von 10-20°C und eine rel. Luftfeuchtigkeit von >90°C bes. günstig.

Wirtspflanzen

  • Capsicum annuum, Solanum lycopersicum, Solanum nigrum, Solanum melongena, Solanum muricatum), Solanum tuberosum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stark befallene Parzellen meiden.
  • Kein Anbau neben Kartoffel Beständen.
  • Weniger anfällige Sorten wählen.
  • Resistenz: Code: Pi, Effekt: IP.
  • Blattnässe minimieren.
  • Tropfbewässerung verringert Befalls Risiko.
  • Blätter mit ersten Symptomen aus dem Bestand entfernen.
  • Überdachung als Regenschutz verringert Befalls Risiko.
  • Gewächshausanbau verringert Befalls Risiko.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Es empfiehlt sich, Pflanzenschutzmittel schon bei Befalls Beginn einzusetzen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rhizoctonia-Stängelgrundfäule (Rhizoctonia solani)

Rhizoctonia solani Stängel Fäule an Paprika.
Link zu einem Befalls Bild an einer Tomaten Jungpflanze.

Rhizoctonia solani ist eine weitverbreitete Pilzkrankheit, die sehr viele Pflanzenarten schädigen kann und mit Mikrosklerotien im Boden überdauert.

Die Formen

  • Die asexuelle Form "Rhizoctonia solani" ist eine gefürchtete Pflanzenkrankheit.
  • Die geschlechtliche Form ist "Thanatephorus cucumeris".
  • Der Pilz bildet verschiedene genetische Anastomosis Gruppen (AG-) mit unterschiedlichen Wirtspflanzen.
  • Für Tomatenpflanzen gilt die Anastomosis Gruppe AG-3 und AG-4 als bes. aktuell.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Pilz dringt u.a. über Wunden in die Pflanzen ein.
  • Der Pilz entwickelt sich in einem weiten Temperaturbereich.
  • Die optimalen Temperaturen liegen im Bereich von 24-30°C
  • Bei frühzeitigem Befall kommt es zu einer Stängelfäule und Umknicken der Jungpflanzen.
  • Bei einem späteren Befall welken die unteren Blätter und es entstehen Wuchsdepression.
  • Typisch sind auch bräunliche, scharf abgegrenzte Stängelfäulen dicht unter der Bodenoberfläche oder auch höher.
  • Über dem zerstörten Stängel bilden sich zum Teil Adventivwurzeln.
  • Der Pilz liebt feucht warmes Wetter.
  • Der Pilz überdauert in Pflanzenresten im Boden und als Sklerotien.
  • Die Mini-Sclerotien sehen aus wie schwarze, feste Krümel mit einem Durchmesser ca. 0,5-2 mm.

Wirtspflanzen: Anastomosis Gruppe 4

  • Beta, Brassica napus, Brassica oleracea, Brassica rapa, Brassica rapa subsp. pekinensis, Cucumis, Daucus carota, Fagopyrum esculentum, Glycine max, Hordeum vulgare, Nicotiana, Phaseolus, Pisum, Solanum lycopersicum, Solanum tuberosum, Spinacia, Triticum, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stark befallene Parzellen meiden.
  • Vorbeugend weite Fruchtfolge einhalten.
  • Gesunde Jungpflanzen sind enorm wichtig.
  • Eine Überversorgung mit Stickstoff vermeiden.
  • Eine Übernässung des Bodens darf nicht vorkommen, Bodenverdichtungen beseitigen.
  • Stängelgrund vor Verletzungen (z.B. durch Drahtwürmer und andere Larven) schützen.
  • Bestandsreste nach Erntende sauber entsorgen.
  • Erdelose Kultur kann helfen.
  • Es gibt eine Reihe von Pflanzen Stärkungsmitteln, insbesondere auf der Basis von Bacillus subtilis.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Samtfleckenkrankheit (Fulvia fulva)

Samtflecken an der Blattunterseite des Tomatenblattes. (Magnus Gammelgard)

Eine Pilzkrankheit, die im Gewächshaus Anbau großen Schaden verursachen kann.

Synonyme

  • Cladosporium fulvum.
  • Mycovellosiella fulva.
  • Passalora fulva.

Schadbild und Lebensweise

  • Bei nichtresistenten Sorten sind große Ausfälle möglich.
  • Einen ernstzunehmenden Befall ist grundsätzlich nur im Gewächshausanbau zu befürchten.
  • Erst Schadsymptome treten meist erst mehrere Wochen nach der Pflanzung auf.
  • Zunächst zeigen sich gelbliche Flecken auf der Blattoberseite der älteren Blätter.
  • Auf der Blattunterseite bilden dann etwas später die typischen samtartigen Rasen (Sporenträger).
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Blätter ab.
  • Sporenkeimung bei Blattnässe oder einer rel. Luftfeuchte von > 85%.
  • Pilzwachstum in einem sehr weiten Temperaturbereich, optimal bei etwa 23°C.
  • Bei einer Temperatur über 30°C ist eine Infektion nicht mehr möglich.
  • Der Pilz überdauert als Sporen und Sklerotien auf Reste von befallen Pflanzen.
  • Die Verbreitung der Sporen erfolgt durch Wind, Spritzwasser oder Kulturarbeiten.
  • Eine Übertragung mit dem Samen ist möglich.
  • Eine relative Luftfeuchtigkeit von 75 bis 90 % ist erforderlich, wobei eine RH von 85 % optimal ist.
  • Die Krankheit entwickelt sich bei Temperaturen zwischen 4-32°C. optimal 22-24°C.
  • Unter 10 °C kann sich die Krankheit kaum oder gar nicht entwickeln.

Wirtspflanzen

  • Solanum lycopersicum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Die Auswahl resistenter Sorten bietet einen guten Schutz.
  • Resistenzen: Code: Ff, Rassen: A-E, Effekt: HR.
  • Tropfbewässerung reduziert Befalls Druck.
  • Befallene Pflanzenreste einer Vorkultur sehr sauber entfernen.
  • Bei Bodenkultur den Boden nach Kulturende evtl. abflammen.
  • Bei Verdacht die ganze Gewächshauskonstruktion reinigen, z.B. mit Heißwasser oder Dampf.
  • Beim Anbau die Klimaführung optimieren, Blattnässe und hohe Luftfeuchtigkeit minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Sclerotinia-Welke (Sclerotinia sclerotiorum)

Sclerotinia Stängelfäule an Tomate. (DLR-Rheinpfalz)

Eine gefährliche Pilzkrankheit, die verschiedene Pflanzenarten befällt und mit ihrer Dauerform, den Sklerotien, viele Jahre im Boden überdauern kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Tritt im Freiland- und Gewächshausanbau auf.
  • An den Stängeln zeigen sich weißliche Stellen.
  • Oberhalb der Stellen stirbt die Pflanze ab.
  • In der Befalls Stelle findet man ein weißliche Pilzmyzel und später auch die schwarzen Sklerotien.
  • Geschwächte, vergeilte Pflanzen sind bes. anfällig.
  • Neupflanzungen können vom Boden über vorhandene Sklerotien befallen werden.
  • Ansonsten erfolgt die Infektion über Ascosporen, die über Wunden, abgestorbene Blütenblätter usw. eindringen.
  • Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium, Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung:

  • Befallen Parzellen meiden.
  • Starke Temperaturschwankungen vermeiden
  • Die Boden- und Pflanzenoberfläche möglichst trocken halten.
  • Tröpfchenbewässerung ist vorteilhaft
  • Erdelose Kultur kann helfen.
  • Zur Bekämpfung kann die antagonistische Pilzart "Coniothyrium minitans" (Contans WG) eingesetzt werden
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Stemphylium-Blattflecken (Stemphylium solani)

Blattflecken an Tomate. (Clemson University-USDA)

Stemphylium ist eine Tomatenkrankheit, die auch andere Solanaceae befällt. Die Früchte werden allgemein nicht geschädigt.

Synonym (laut EPPO)

  • Thyrospora solani.

Schadbild und Lebensweise

  • Im Anfangsstadium bilden sich kleine bräunliche Blattflecken (5-15mm) mit einer gelblichen Mitte.
  • Die Flecken sind beidseitig am Blatt sichtbar.
  • Im Laufe der Zeit werden die befallen Blattregionen grau und trocknen ein.
  • Bei extremem Befall verlieren die Pflanzen ihre Blätter.
  • Die Infektion erfolgt vorwiegend über Konidien.
  • Der Pilz überdauert an befallen Pflanzenresten und dem Saatgut.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit von über 85% zusammen mit einer achtstündigen Blattnässe fördert die Pilzentwicklung.
  • Bei hoher Luftfeuchte bilden sich schwarzbraune Sporenrasen.
  • Einen Fruchtbefall gibt es manchmal durch eine Infektion im Stielbereich.

Wirtspflanzen

  • Allium-Arten, Solanum-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Resistente Sorten sind vorhanden.
  • Resistenzen: Code: Ss, Effekt: HR
  • Hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Stemphylium Blattflecken (Stemphylium vesicarium)

Stemphylium vesicarium an Tomate (Dr. Monika Götz, JKI)

Eine weltweit bekannte Blattfleckenkrankheit, die 2021 erstmals an Tomaten in Deutschland dokumentiert wurde.

Synonyme (laut EPPO)

  • Pleospora allii, Pleospora frangulae, Pleospora herbarum, Pleospora labiatarum, Pleospora leguminum, Pleospora mali, Pleospora meliloti, Pleospora putrefaciens, Pleospora salsolae, Pleospora typhae.
  • Sphaeria herbarum.
  • Stemphylium herbarum.

Schadbild und Lebensweise (Roswitha Ulrich und Dr. Monika Götz)

  • An den Blättern entstehen unregelmäßige, zum Teil eckige Blattflecken.
  • Teilweise sind die Blattflecken von den Blattadern begrenzt.
  • Die später verbräunenden Flecken haben oft einen hellen, gelblichen Rand.
  • Im Laufe der Zeit laufen die Befalls Flecken zusammen.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die ganzen Blätter ab.
  • Auf den Befalls Flecken entstehen die Sporen (Konidien), die in Form schwarzer Pünktchen sichtbar werden.
  • Feuchtwarmes Wetter mit hoher Luftfeuchtigkeit begünstigen die Bildung der fahlbraunen bis olivbraunen Konidien.
  • Wunden an den Pflanzen z.B. durch Thrips Befall begünstigen den Pilzbefall.
  • Die Verbreitung der Sporen erfolgt durch Wind, Regen Wasserspritzer und Kulturarbeiten.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium porrum, Allium sativum, Asparagus officinalis, Calendula officinalis, Helianthus annuus, Glycine max, Lactuca, Lupinus, Malus, Medicago sativa, Petroselinum crispum, Pyrus communis, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Spinacia oleracea, Tanacetum cinerariifolium, Triticum, Vicia, Vicia faba und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Tropfbewässerung bevorzugen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Befallen Bestandsreste sicher entsorgen.

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Tomatenstängelfäule (Boeremia lycopersici)

Tomaten Stängelfäule in Bodennähe. (DLR-Rheinpfalz)

Eine Pilzkrankheit, die vor allem an älteren Pflanzen im Freiland- und evtl. auch im Gewächshausanbau zu einer Stängelfäule führen kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Ascochyta lycopersici.
  • Diplodina lycopersici.
  • Phoma lycopersici.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Pilz befällt bevorzugt die Tomatenstängel, aber auch die Blätter und Früchte.
  • Eingesunkene schwarze Zonen umfasst den Stängel in Bodennähe.
  • Durch den Befall werden die Leitungsbahnen zerstört und die Pflanzen sterben ab.
  • Bei Befall der unterirdischen Stängelteile oder der Hauptwurzeln bilden sich oft Adventivwurzeln, was zum Erhalt der Pflanze führen kann.
  • In diesem Falle zeigen sich Vergilbung der älteren Blätter und Minderwuchs.
  • An den befallenen Blättern bilden sich Flecken mit konzentrischen Ringen.
  • Bei einem Fruchtbefall bilden sich ein oder mehrere Faulstellen, oft am Stielansatz oder von der Blüte ausgehend.
  • Feuchte Witterung befördert den Befall.
  • Bodentemperaturen um die 15°C fördert den Befall, Temperaturen über 20°C hemmen die Befallsausbreitung.
  • An den Befalls Stellen bilden sich später kugelige Pyknidien (Sporenbehälter).
  • Der Pilz überdauert im Boden, an Pflanzenresten und auch in befallene Samen.
  • Die Schadsymptome können mit der Braunfäule verwechselt werden, unterscheiden sich aber durch die Bildung der Pyknidien.

Wirtspflanzen

  • Fragaria × ananassa, Solanum lycopersicum und weitere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befalle Parzellen meiden, weite Fruchtfolge einhalten" mindestens 3-4 Jahre.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Feldhygiene konsequent einhalten.
  • Vorbeugend untere Blätter entfernen.
  • Vorteilhaft ist eine Tropfbewässerung.
  • Befallene Pflanzen sofort mit allen Pflanzenteilen entfernen und vernichten.
  • Weniger empfindliche Sorten
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Verticillium-Welke (Verticillium albo-atrum)

Verticillium Blattsymptome an Tomate. (DLR-Rheinpfalz)

Vor allem bei langjährigem Bodenanbau auf dem gleichen Standort kann die schlimmen Welkekrankheit auftreten.

Synonym

  • Verticillium alboatrum.

Schadbild und Lebensweise

  • zuerst vergilben die unteren Blätter.
  • Später dann Welkeerscheinungen, bei weniger sonnigem Wetter kurzzeitige Erholung der Pflanze.
  • Braun-gelbe Verfärbung der Gefäßleitungen in welken Trieben.
  • Die Krankheit überdauert mit ihren Mikrosklerotien für viele Jahre im Boden.
  • Die Krankheit ist leicht mit Infektionen durch Fusarium oxysporum zu verwechseln.

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Ailanthus altissima
  • Solanum lycopersicum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen vermeiden
  • Weite Fruchtfolge einhalten (etwa 4-5 Jahre).
  • Erkrankte Pflanzen schnellstmöglich aus dem Bestand nehmen.
  • Arbeits-Werkzeuge gut reinigen.
  • Anbau resistenter Sorten.
  • Resistenzen: Code: V, Rassen: Va, Vd, Effekt: HR
  • Problem Minimierung durch erdelosen Anbau.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

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Schädlinge

Tomatenbestände können auch durch Schädlinge stark geschädigt werden. Von Bedeutung sind vor allem Minierfliegen, Nematoden, Raupen, Weiße Fliegen und Wanzen.
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Blattläuse (Myzus persicae u.a.)

Blattläuse an einem Tomatenblatt. (Josef Schlaghecken)

Bei einem stärkeren Auftreten können Blattläuse auch in Tomatenkulturen Schaden anrichten.

Schadbild und Lebensweise

  • Ihre Ausscheidungen können die Fruchtqualität mindern.
  • Sie können Viruskrankheiten übertragen und damit mit großen Schaden anrichten.
  • Blattläuse stechen mit ihrem Saugrüssel die Leitbündel der Pflanzen an.
  • Sie saugen von dem Phloem Saft und benötigen vor allem die enthaltenen Aminosäuren.
  • Die im Phloem Saft enthaltenen Kohlehydrate werden zum großen Teil wieder ausgeschieden.
  • Die Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau) locken u.a. Insekten.
  • Auf den Ausscheidungen siedeln sich gern Rußtaupilzen an.

Wichtige Blattlausarten

Im Gewächshausanbau ist eine Regulierung mit Nützlingen möglich

  • Florfliegen: Chrysoperla carnea (gegen alle Arten).
  • Gallmücken: Aphidoletes aphidimyza (gegen alle Arten).
  • Schlupfwespen: Aphidus colemani (gegen Pfirschblattlaus).
  • Schlupfwespen: Aphidus ervi (gegen Kartoffelblattlaus).

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Minierfliegen (Liriomyza huidobrensis und andere)

Minierfliegengänge im Tomatenblatt. (DLR-Rheinpfalz)

Mininierfliegen Larven können in den Blättern der Tomatenpflanzen minieren und so Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Liriomyza bryoniae (Tomatenminierfliege).
  • Liriomyza huidobrensis (Südamerikanische Minierfliege).

Schadbild und Lebensweise (Liriomyza huidobrensis)

  • Sie stamm aus Südamerika. 1987 wurde sie zum ersten mal in Europa bestimmt.
  • Die erwachsenen Weibchen stechen mit ihrem Legebohrer Löcher ins Blattgewebe und legen ihre 100-120 Eier in das Blattgewebe ab.
  • Nach Schlüpfen brauchen die Eier 2-5 Tage.
  • Larve: transparent weiß, später verfärbt sich der Kopf gelb.
  • Nach dem Schlüpfen fressen sich die Larven in ein Blatt und beginnen mit dem Miniergänge-Fraß.
  • Zur Verpuppung verlassen die Larven das Blatt und fallen zu Boden.
  • Auf oder im Boden erfolgt dann das Puppenstadium.
  • Die frisch geschlüpften Fliegen-Weibchen sind schon nach 24 Stunden befruchtet und beginnen mit der Eiablage.
  • Bei den optimalen 25°C dauert ein Lebenszyklus etwa 17 Tage.
  • Schon bei 20°C dauert die Entwicklung erheblich länger und die Vermehrungsrate sinkt.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Im Gewächshausanbau ist die Bekämpfung mit folgenden Nützlingen Standard.
  • Schlupfwespen: Diglyphus isaea.
  • Schlupfwespen: Dacnusa sibirica.
  • Schlupfwespen: Mischung von Beiden.
  • Raubwanzen: Macrolophus pygmaeus.
  • Bei Bedarf auch den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

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Nematoden: Meloidogyne Arten)

Gallenbildung an Tomatenwurzeln. (Scot Nelson)

Die verschiedenen Gall-Nematoden-Arten können Tomatenbestände, vor allem im Gewächausanbau, erheblich schädigen.

Aktuelle Arten

  • Meloidogyne arenaria.
  • Meloidogyne incognita (Südliches Wurzelgallenälchen).
  • Meloidogyne javanica (javanisches Wurzelgallenälchen).

Schadbild und Lebensweise

  • Die Nematoden besiedeln die Wurzeln und stören damit die Wasseraufnahme.
  • Es kommt zu Wachstumshemmungen.
  • An den Wurzeln bilden sich Gallen.
  • Junge Pflanzen können absterben bevor sich die Gallen bilden.
  • Meloidogyne Nematoden wurden 1850 zum ersten Mal entdeckt.
  • Meloidogyne incognita ist wohl die wichtigste Art.
  • Meloidogyne hat vier verschiedene Rassen.
  • Mit einem stärkeren Befall ist zu rechnen, wenn über viele Jahre hintereinander Wirtspflanzen angebaut werden.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Citrullus lanatus, Solanum lycopersicum u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärker befallen Parzellen notfalls meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Teilresistente Sorten verwenden.
  • Resistenzen: Code: Ma, Mi, MJ, Effekt: IR.
  • Eine Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist nur sehr begrenzt möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Raupenfraß (Gemüseeulen und Andere)

Raupen Fraß an Tomaten Blatt und Frucht. (Flex)

Raupenfraß kann in vereinzelten Fällen an Tomaten Beständen zu Schäden führen.

Wichtige Arten

  • Gemüseeulen (Lacanobia oleracea).
  • Kohleulen (Mamestra).
  • Tomaten-Goldeule (Chrysodeixis chalcites).

Schadbild und Lebensweise

  • Vor allem bei Gewächshaustomaten kann es im Hoch- und Spätsommer bis in den beginnenden Herbst hinein zu Fraßschäden an den Tomatenfrüchten und an den Blättern kommen.
  • Beim ersten Hinschauen findet man die versteckt lebenden Tiere oft nicht, sondern sieht nur ihre Fraßspuren und die auffälligen schwarzbraunen bis dunkelgrünen Kotkrümel.
  • Die genannten Fraßschäden werden meist von verschiedenen Schmetterlingslarven verursacht.
  • Häufig sind die bräunlichen oder grünlichen Raupen der sogenannten Gemüseeulen zu finden, die sich bei Berührung auffällig zusammenrollen, wie es auch bei den Erdraupen bekannt ist.
  • Die erwachsenen Schmetterlinge sind nachtaktive unscheinbare meist grau oder braun gefärbte, plumpe Falter, die fälschlicherweise oft als Motten bezeichnet werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Im Gewächshausanbau kann man den Falter Zuflug durch Insektenschutznetze verhindern.
  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Bei Raupenbefall frühzeitig mit der Bekämpfung beginnen.
  • Biologische Bekämpfung u.a. mit BT-Mittel.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Tomatenminiermotte (Tuta absoluta)

Schaden der Tomatenminiermotten Larven (Metin Gulesci)

Die Larven der Tomatenminiermotten können große Schäden an Blätter, Stängel und Früchte anrichten. Der Schädling aus Südamerika gilt dort als bes. gefährlich.

Synonyme (laut EPPO)

  • Gnorimoschema absoluta.
  • Phthorimaea absoluta.
  • Scrobipalpula absoluta.
  • Scrobipalpuloides absoluta.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Schaden entsteht durch den Larvenfraß sowie deren Kot.
  • Erste Schäden findet man vor allem im Kopf der Tomatenpflanzen bzw. an den jungen Pflanzenteilen.
  • Die Larven fressen nur die Zellen innerhalb der Blätter wobei die Blatthaut unverletzt bleibt.
  • Befallene Triebe werden ausgehöhlt, so dass die oberen Teile absterben.
  • Schon ein geringer Fraß an den Früchten macht diese unverkäuflich.
  • Unter optimalen Bedingungen (im wärmeren Bereich) können sich pro Jahr bis zu 12 Generationen entwickeln.
  • In unseren Breiten gelten die Klimate nicht als optimal, so dass eine Überwinterung des Schädlings nur im Gewächshaus möglich ist.
  • Die Motten sind nachtaktiv, was die Früherkennung erschwert.
  • Die Falter sind etwa 6-7 mm groß.
  • die Flügelspannweite beträgt etwa 8-10 mm.
  • Die Eiablage der Weibchen erfolgt vor allem an der Blattunterseite sowie den Stängeln der Tomatenpflanzen, aber auch auf den noch kleinen, grünen Früchten.
  • Die Eier der Miniermotten sind etwa 0,4 mm lang, bei einem Durchmesser von etwa 0,2 mm.
  • Die Larven mit ihrem schwarzen Kopf entwickeln sich über 4 Stadien haben erst eine Größe von etwa 4 mm und später von etwa 8 mm.
  • Die Puppen von Tuta absoluta sind bräunlich bei einer Größe von 4-6 mm.

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Amaranthus spinosus, Beta vulgaris, Citrullus lanatus, Datura ferox, Datura stramonium, Medicago sativa, Nicotiana glauca, Oxybasis rubra, Phaseolus vulgaris, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum nigrum, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea und weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vor Kulturbeginn Gewächshäuser sorgfältig reinigen.
  • Insektensichere Gewächshäuser schützen vor einen Zuflug.
  • Zur rechtzeitigen Schädlingserkennung empfiehlt sich das Aufstellen von Pheromon Fallen.
  • Befallenes Pflanzen Material sobald möglich sicher entsorgen.
  • Eine biologische Bekämpfung wird empfohlen.
  • Der Einsatz des Schlupfwespen Nützlings "Necremnus tutae" kann den Schädlingsbefall reduzieren.
  • Wöchentliche Spritzungen mit dem "Phthorimaea-operculella-Granulosevirus" kann einen Schädlingsbefall zusätzlich eindämmen.
  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist schwierig.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Weiße Fliege ( Trialeurodes vaporariorum)

Weiße Fliege. (Dr. Guido Bohne)

Weißen Fliegen werden besonders im Gewächshausanbau, aber auch im Freiland zum Problem.

Schadbild und Lebensweise

  • Auch Gewächshausmottenschildlaus genannt.
  • Meist findet man sie an den Blattunterseiten der Tomatenpflanzen.
  • Bei Berührung der Pflanzen fliegen die Tiere weg.
  • Bei stärkerem Befall bildet sich auf den Blättern und Früchten ein klebriger Belag (Honigtau), der sich sehr bald schwarz färbt, wenn sich dort Rußtaupilze ansiedeln, die sich vom Honigtau ernähren.
  • Die Weibchen legen insgesamt rund 150-200 Eier.
  • Die Eiablage erfolgt oft ringförmig.
  • Generationsdauer: Bei 15°C rund 50 Tage. bei 20°C rund 30 Tage, bei 25°C rund 20 Tage.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit fördert, niedrige hemmt die Entwicklung.
  • Wirtspflanzen: Neben Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen auch sehr viele andere Gemüse- und Zierpflanzen.
  • In Gemischtbetrieben mit Überwinterung verschiedener Pflanzenarten besteht ein besonders großes Befalls Risiko.

Wirtspflanzen Trialeurodes vaporariorum
Allium, Brassica oleracea, Capsicum, Chrysanthemum, Cichorium, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Euphorbia, Fragaria, Fuchsia, Gerbera, Glycine max, Lactuca, Nicotiana tabacum, Pelargonium, Phaseolus, Rosa, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Tagetes, Vicia faba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Verbesserte Bestandskontrolle mit Hilfe von Leimtafeln.
  • Frühzeitiger Einsatz von Nützlingen.
  • Erzwespen: Encarsia formosa oder Erzwespen: Macrolophus pygmaeus.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Quellen

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Wanzen (Grüne Reiswanze + Marmorierte Baumwanze)

Wanzen Schaden an Cherry-Tomaten Früchte.
(Josef Schlaghecken)
Grüne Reiswanze. (Juan Emilio)

Wanzenschäden an Tomaten werden immer öfter zu einem Problem. Drei Arten sind im Gartenbau besonders gefürchtet. Es sind die "Marmorierte Baumwanze", die "Grüne Reiswanze" und die Grüne Stinkwanze. Der internationale Handel und die Klimaerwärmung werden wohl das Problem vergrößern.

Schadbilder

  • Schäden vor allem an den Früchten.
  • Die Früchte werden fleckig.
  • Die Wanzen saugen Saft aus den Früchten.
  • Ein Weibchen legt etwa 40-120 Einer auf einmal ab.
  • Es gibt verschiedene Nymphen Stadien, die sehr unterschiedlich gefärbt sind.
  • Die erwachsenen Wanzen werden 12 bis 16 mm groß.
  • Etwa seit 1979 wurde ihr erscheinen in Deutschland beschrieben.

Tomaten Befalls Bilder im Internet

1) Grüne Reiswanze "Nezara viridula"

  • Gehört zur Familie der Baumwanzen.

Merkmale

  • Körpergröße 12-17 mm
  • Verwechselbar mit der Grünen Stinkwanze (Palomena prasina).
  • Am vorderen Rand des Schildchens (Dreieck) drei bis fünf weiße Punkte (Unterscheidungsmerkmale).
  • Die weißen Punkte werden an beiden Seiten durch einen schwarzen Punkt begrenzt (Unterscheidungsmerkmal).
  • Blass gefärbte Flügelmembrane.
  • Sehr große Farbvariation, insbesondere bei den Nymphen Stadien.

Lebensweise

  • Befällt vor allem Tomaten, Paprika, Peperoni, Gurken, Zucchini und Bohnen.
  • Die Grüne Reiswanze entwickelt zwei Generationen pro Jahr.
  • Die Eiablage beginnt etwa, wenn die Temperaturen über 15°C liegen.

Videos

Quellen zur Grünen Reiswanze

2) Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys)

Marmorierte Baumwanze am 8.Aug. 2018 in Neustadt/Wstr. (J.Schlaghecken
  • Gehört zur Familie der Baumwanzen.

Merkmale

  • Werden auch Stinkwanze genannt.
  • Körperlänge 12-17 mm.
  • Hat schwarz-weiß gestreifte Antennen.
  • Weiß am Ende des Vierten und am Anfang des fünften Elementes.
  • Am oberen Rand des großen Dreiecks (Scutellum) 3 bis 5 orangegelbe Punkte. (Wichtiges Bestimmungsmerkmal)
  • Der Kopf hat eine rechteckige Form.
  • Die Membranflügel (hinten) zeigen verschwommene Längsstreifen.

Lebensweise

  • Diese Wanzenart ist aus Ostasien eingewandert.
  • Sie 2004 zum ersten Mal in der Schweiz gefunden.
  • Die Marmorierte Baumwanze überwintert als erwachsenes Tier (Imago).
  • Sie werden aktiv, wenn die Temperaturen 14°C überschreiten.
  • Die Eiablage beginnt etwa, wenn die Temperaturen über 15°C liegen.
  • Die Marmorierte Baumwanze bildet ein bis zwei Generationen pro Jahr.
  • Die Klimaerwärmung fördert die Wanzen.
  • Hat über 200 Wirtspflanzen, wie z.B. Tomaten, Paprika, Auberginen, Zucchini, Bohnen, Äpfel, Birnen, Kirschen, Himbeeren usw.

Videos

Quellen zur Marmorierten Baumwanze

Wanzen Vorbeugung und Bekämpfung

  • Im Gewächshausanbau mit Hilfe von Insektenschutznetzen den Zuflug verwehren.
  • Ein Nützlingseinsatz ist in geschlossenen Räumen (Gewächshäuser) möglich.
  • Insektenparasitierende Pilzerreger könnten helfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Allgemeine Infos zu Wanzen-Schädlinge

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Zugelassene Pflanzenschutzmittel für den Tomaten Anbau

PS Info Gartenbau.jpg

In der verlinkten, deutschen Datenbank PS Info kann jederzeit herausgefunden werden, welche Pflanzenschutzmittel für eine Bekämpfung zugelassen sind. Dazu in der Spalte "Schaderreger" den gewünschten, wie z.B. "Phytophthora-Arten" auswählen.

Integrierter Tomaten Anbau

Ökologischen Tomaten Anbau

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Siehe auch in Hortipendium

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Internet Recherchen: Bereich "Tomaten"

Hortigate Logo.jpg

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Autoren und Mitwirkende

  • Andrae Stephan, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Gammelgaard Magnus, Dänemark.
  • Götz, Monika, Dr., JKI Braunschweig.
  • Hagendorf-Mehr, Gartenbauzentrum Geisenheim.
  • Hinrichs-Berger, Jan, LTZ Augustenberg, Karlsruhe.
  • Ipach Ulrike, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Kali & Salz GmbH, Kassel.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lindner Ulrike, LWK Nordrhein-Westfalen, GBZ Straelen/Köln-Auweiler.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Ollig Werner, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Perkons Ute, Versuchszentrum Gartenbau Straelen/Köln-Auweiler, LWK Nordrhein-Westfalen.
  • Scharf Michael, LWK Hamburg.
  • Schifferstein Katarina, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Scholz-Döbelin, Heike, LWK, Nordrhein-Westfalen, Straelen.
  • Sutter Louis, Dr., Agroscope, Schweiz.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Vieweger Anja, FiBL, Frick, Schweiz.
  • Wahl Rainer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Anbau und Sortenhinweise für den Gemüsebau 2003/2004, Neustadter Hefte, DRL Rheinpfalz in Neustadt/Wstr. 10/2002, von Josef Schlaghecken, Gerhard Engl, Achim Maync, Joachim Ziegler.
  • Gemüseproduktion, Paul Parey Verlag Berlin, 1986, ISBN= 3-489-54222-3, von Helmut Krug u.a.
  • Handbuch des speziellen Gemüsebaues, Verlag Ulmer, Stuttgart, 1996, ISBN=3-8001-5285-1, von Georg Vogel.
  • Nützlingseinsatz im geschützten Anbau - Hungrige Räuber gegen Blattläuse, Spinnmilben und Thripse. in Zeitschrift Gemüse, 2/2022, Seite 18-21, von Julia Appel.
  • Pflanzenschutz im Gemüsebau, Verlag Ulmer, Stuttgart, 2002, ISBN=3-8001-3191-9, von Crüger Gerd und andere.
  • Raubmilben gegen die Tomatenrostmilbe, Zeitschrift Gemüse, 2/2024, Basiswissen, von Perkons, Ute, Dr. (LWK NRW)
  • Rund um das Saatgut: Tomaten, in Zeitschrift Gemüse 10/2016, Basiswissen, von Josef Schlaghecken.

Quellen Online