Sellerie Pflanzenschutz

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Sellerie Kranheiten und Schädlinge
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Sellerie (Apium ssp.), sowie im Knollensellerie Lager können verschiedene Krankheiten und Schädlinge Probleme bereiten. Es ist deshalb zu empfehlen, schon vor Beginn des Anbaus, über eventuell notwendige und sinnvolle Vorbeugemaßnahmen nachzudenken. Kommt es während des Anbaus zu Problemen, so gibt es hier umfassende Informationen zu allen wichtigen Schadursachen.

Inhaltsverzeichnis

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Anbauplanung

Knollensellerie in guter Qualität. (Jamain, Belgien)
Stangensellerie in guter Qualität. (Josef Schlaghecken)

Im Folgenden die wichtigsten Kriterien zur Vorbereitung eines erfolgreichen Sellerie anbaus.

Hilfe für den Bio-Anbau sowie dem IP-Anbau (Integrierte Produktion)

  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten wählen.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Beim Knollensellerie anbau keine stark steinigen Parzellen verwenden.
  • Keine Böden mit Verdichtungen wählen.
  • Der Boden sollte nicht zu tonhaltig sein.
  • Böden mit einer guten Krümelstruktur bevorzugen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken wählen. Kann nach Regen Pflege- und Erntearbeiten empfindlich erschweren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Vor einem Sellerie Anbau insbesondere die Borversorgung überprüfen und optimieren.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräuter wählen.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel der beiden Sellerie Arten.
  • Knollensellerie und Bundsellerie Erwerbsanbau
  • Stangensellerie Erwerbsanbau

Fruchtwechsel optimieren

Grundsätzlich haben sehr eng verwandte Gemüsearten oftmals gleiche Krankheiten und Schädlinge. So ist es auch bei der hier behandelten Gemüseart, Sellerie, der zur der Pflanzenfamilie der Doldenblütler (Apiaceae) gehört.
Einige Schaderreger sind bodenbürtig, das heißt, sie überdauern im Boden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, innerhalb der Fruchtfolge möglichst weniger als 20% Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie anzubauen. Auf jeden Fall, wenn irgend möglich, so eng verwandte Pflanzenarten nie nacheinander anbauen. Im Folgenden die wichtigsten Arten der Familie der Doldenblütler.

Des weiter gibt es noch verschiedene Küchen- und Heilkräuter aus der gleichen Pflanzenfamilie.

Quellen

Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen

Die Sortenwahl hat beim Anbau von Sellrie eine großen Einfluß auf den Anbauerfolg.

Quellen

Die Möglichkeiten des Einsatzes an Pflanzenschutzmitteln schon vor dem Anbau prüfen!

Insbesondere in Regionen in den viel Gemüse angebaut wird, ist damit zu rechnen, dass auch für den Sellerie Anbau aktuelle Krankheiten und Schädlinge auftreten. Sind diese schon bekannt, lohnt es sich, schon vor dem Anbau zu prüfen, ob hilfreiche Pflanzenschutzmittel zu Bekämpfung bereitstehen.

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Nichtparasitäre Ursachen

An Sellerie Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die sogar zu einem Gesamtausfall führen können.
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Hagelschäden

Hagelkörner. (Josef Schlaghecken)

Durch Hagel können Sellerie Bestände stark geschädigt oder auch vernichtet werden. Besonders gefährdet sich Stangensellerie und Schnittsellerie.

Schadensbeschreibung

  • Bei leichtem Hagel wird das Laub geschädigt.
  • Bei einem starken Hagel kann das Laub extrem reduziert werden.
  • Stangensellerie und Schnittsellerie werden relativ schnell unverkäuflich
  • Bei extremem Hagel können auch die Knollen des Knollenselleries beschädigt werden.
  • Totalausfall ist möglich.
  • Hagelschläge gehen oft einher mit starken Niederschlägen, die zu einer Nitrat Verlagerung führen.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Möglichst nicht den gesamten Sellerie Anbau in einer Gemarkung durchführen.
  • Nach Hagel ohne größere Schäden an den Selleriebeständen Pflegemaßnahmen ergreifen.
  • Nach einem Hagelschlag verstärkte Kontrollen auf einen Krankheitsbefall durchführen.
  • Wegen der möglichen N-Auswaschung die N-Versorgung überprüfen.
  • Abschluß einer Hagelversicherung erwägen.

Quellen

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Herbizidschaden

Schaden an Knollensellerie auf Grund einer Herbizid Abdrift. (Joachim Ziegler)

Sellerie Pflanzen sind empfindlich bezüglich einer falschen Herbizidanwendung bzw. einer Herbizidabdrift.

Ursachen

  • Abdrift eines Herbizides vom Nachbarfeld.
  • Überdosierung bei einer Herbizidspritzung.
  • Falsches Stadium der Sellerie Pflanzen.

Schadbilder

  • Die Schadbilder sind sehr unterschiedlich.
  • Jeder Herbizid-Wirkstoff verursacht spezielle Schadbilder.
  • Bei einer Abdrift bilden sich meist nur leichte Schäden.
  • Einen Abdrift Schaden erkennt man unter anderem an dem Gradient der Schadsymptome.

Vermeidungsstrategien

  • Nur zugelassene Herbizide in der vorgesehenen Menge ausbringen.
  • Keine Herbizidausbringung bei Abdrift verursachendem Wind.
  • Sicherheitsabstand zu empfindlichen Kulturen einhalten.

Quellen

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Hohle Knollen

Hohle Knollen bei Knollensellerie. (Emilian Robert Vicol)

Bein Anbau von Knollensellerie kann ein stärkeres Auftreten von hohlen Knollen, den Marktwert schmählern.

Schadbild und Entstehung

  • In der Mitte der Knollen entsteht ein Hohlraum.
  • In einer Vorstufe davon bildet sich ein weiches, schwamminges Knollengewebe.
  • Hohle Knollen findet man vor allem in den sehr großen Knollen.
  • Ein sehr üppiges und schnelles Knollenwachstum erhöht das Befallsrisiko.
  • Insbesondere ein Luxusangbot an leicht verfügbarem Stickstoff ist riskant.
  • Die vorhandenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens

Vorbeugemaßnahmen

  • Weniger empfindliche Sorten wählen. (siehe Sortenversuche und Sortenempfehlungen)
  • Kein Luxusangebot an Stickstoff.
  • Vorsicht bei einer Vorfrucht mit sehr großen Mengen an Biomasse.
  • Vor jeder größeren N-Düngung die Nmin-Vorräte messen und anrechnen.

Sortenempfehlungen nutzen

Quellen

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Nährstoffmangel und -Überversorgung

Bormangel an Knollensellerie (Josef Schlaghecken)

Nährstoffmangel, insbesondere Bor Mangel, oder auch eine Bor Überversorgung kann zu Schäden führen. Weitere Infos siehe Knollensellerie und Bundsellerie Erwerbsanbau

Schadbild und Beschreibung

  • Sellerie Kulturen haben hat ganz besondere Nährstoffansprüche.
  • Insbesonder auf ein eaisreichende borversorgun gis tzu achten
  • Bei einen Nährstoffmangel zeigen sich an den Pflanzen gut sichtbaren Schadymptomen.
  • Bei einem stärkeren Nährstoff-Mangel kommt es zu Ertrags- und Qualitätseinbußen.
  • Bei bedarfsgerechter Düngung und Berücksichtigung der Bodennähstoffvorräte kommt heute kaum noch zu Mangelerscheinungen.
  • Bei einer N-Überdüngung kann sich die Lagerfähigkeit verschlechtern.
  • Sellerie Pflanzen sind recht salzvertraglich.
  • Chlorhaltige Düngemittel wie Kaliumchlorid können wohl überlegt eingesetzt werden.
  • Durch rechtzeitige Boden- bzw. Nährstoffanalysen und bedarfsgerechter Düngung bzw. Nährstoffversorgung kann man sicherstellen, dass die aufgezeigten Schadsymptome nicht auftreten.

Vorbeugemaßnahmen

  • Überprüfung der Boden Nährstoffversorgung etwa alle drei Jahre.
  • Vor jeder Sellerie Kultur eine Nmin-Bodenuntersuchung durchführen.
  • Vor allem eine zu hohe N-Versorgung kann Nachteile mit sich bringen.
  • Der Borversorgung eine besonder Aufmerksamkeit widmen.
  • Vorsicht vor einem zu hohen Boden Salzgehalt zur Pflanzung.
  • Vorsicht bei der Verwendung einer hohen Dosierung von Kaliumchlorid Dünger.

Quellen

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Schosserbildung

Zu frühe Blütenbildung bei Knollensellerie.
Hier zum Glück nur bei einer Pflanze. (Josef Schlaghecken)

Beim Frühanbau von Sellerie kann es zu einer vorzeitigen Blütenbildung und damit zu einem Totalausfall kommen.

Schadbild und Beschreibung

  • Bevor die Bestände verkaufsfähig sind bildet sich Blütenstände.
  • Eine besonderes Anbaurisiko besteht beim extremen Sellerie Frühanbau.
  • Sellereipflanzen mit einer Blütenbildung sind nicht vermarktungsfähig.
  • Es gibt Sortenunterschiede.
  • Bei der Sortenwahl die Eignung für die gewünschte Jahreszeit beachten.

Vorbeugemaßnahmen

  • Sellerie Pflanzen für den Frühanbau benötigen eine "warme" Anzucht.
  • Für den Frühanbau schoßfestere Sorten wählen.
  • Frühsätze mit Vlies bedecken.
  • Ernte soweit möglich vor der Anlage eines sichtbaren Blütenstandes.

Sortenempfehlungen nutzen

Quellen

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Starkregen und Erosion

Starkregen Schaden im Selleriefeld. (Jochen Kreiselmaier)

Starke Niederschläge können, insbesondere in nicht ebenen Flächen, zu einer Erosion und damit zu großen Ausfällen führen.

Schadensbeschreibung

  • Der Boden wird verlagert und in tiefere Region geschwemmt.
  • Je mehr Gefälle desto größer der Erosionseffekt.
  • Je geringer die Regenverdaulichkeit desto früher die Erosion.
  • Insbesonder unbewachsene Parzellen in hängigem Gelände sind betroffen.
  • Insbesondere frisch ausgebrachte Düngemittel werden verlagert.
  • Eine verstärkte Gewässereutrophierung mit Nitrat ist zu befüchten.
  • Insbesondere neue Pflanzungen sind gefährdet.
  • Dammkulturen mit Hangneigung erhöhen das Erosionsrisiko.
  • Im Rahmen der Klimaveränderung ist mit einem vermehrtem Auftreten von Extremwetterlagen zu rechnen.

Vorbeugemaßnahmen

  • Parzellen mit größeren Bodensenken vermeiden.
  • Beetpflanzungen quer zur Feldneigung anlegen.
  • Regenverdaulichkeit des Bodens erhören.
  • Bodenverdichtungen beseitigen.
  • Warnwetter APP´s nutzen
  • Vor einer Beregnung die angekündigen Niederschläge berücksichtigen.

Quellen

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Virus Krankheiten

An Sellerie Bestände können Viruskrankheiten auftreten, die Schaden anrichten können.
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Selleriemosaikvirus (Celery mosaic virus) CeMV

Selleriemosaikvirus an Stangensellerie (rechts).
(Robarts - University of Toronto)

Viruskrankheit, die an Sellerie Beständen erheblichen Schaden anrichten kann.

Synonyme

  • Celery mosaic potyvirus.
  • Celery Western mosaic virus.

Schadbild und Beschreibung

  • CeMV ist ein Potyvirus aus der Familie der Potyviridae.
  • Es entsteht eine Wuchshemmung.
  • An den jungen Blättern kommt es zu Blattaderaufhellungen.
  • Die Blätter bekommen gelbliche Flecken und Streifen.
  • Übertragung durch verschiedene Blattlausarten.
  • Eine Infektionsquelle sind Doldenblütler Beikräuter.
  • Putzabfälle von Konllensellerie können eine Infektionsquelle sein.
  • Die Selleriesorten sind unterschiedlich anfällig.
  • Höhere Temperaturen sind für das Virus förderlich.

Wirtspflanzen

  • Anethum graveolens, Anthriscus cerefolium, Carum carvi, Coriandrum sativum, Daucus carota, Pastinaka sativa, Petroselium.

Vorbeugemaßnahmen

  • Eine saubere, befallsfreie Jungpflanzen Anzucht sicherstellen.
  • Doldenblütler Beikräuter so weit möglichst ausschalten.
  • Befallene Sellerie Pflanzen möglichst bald eleminieren.
  • Vorsicht vor Putzabfälle von Knollensellerie.
  • Befallenen Bestandsreste sobald möglich schlägeln und einarbeiten.
  • Blattlausbefall minimieren. Regulierung siehe bei "Blattläuse".
  • Eine direkte Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.

Quellen

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Bakterien Krankheiten

Sellerie Bestände können von Bakterienkrankheiten befallen werden, die einen beachtlichen Schaden anrichten können. Von größerer Bedeutung ist insbesondere der Erreger Pectobacterium.
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Bakterienweichfäule (Pectobacterium carotovorum subsp. carotovorum)

Diese Bakterieenkrankheit hat viele Wirtspflanzen und kann insbesondere auch Knollensellerie schädigen.

Bakterielle Weichfäule an Sellerie Knolle. (Joachim Ziegler)

Synonym (bei EPPO)

  • Erwinia carotovora subsp. carotovora.

Schadbild und Lebensweise

  • Diese Weichfäule kann im Feld und bei der Lagerung von Knollensellerie auftreten.
  • Der Befall begint meist an verletzten Stellen der Pflanzen bzw. Knollen.
  • Stauende Nässe im Feld fördert stark diese Krankheit.
  • Bei einem Pflanzenbefall welken die betroffenen Blätter und sterben ab.
  • Die Enzyme des Pilzes zerstören die Pektine in den Zellwänden, so dass eine Weichfäule entsteht.
  • Befallene Gewebepartien verfärben sich bräunlich.
  • Die zerstörten Gewebepartien werden matschig weich.
  • Auch im Lager kann sich die Fäulnis weiter entwickeln.
  • Temperaturen über 15°C sind sehr förderlich für Pectobacterium carotovorum.
  • Niedrige Temperaturen unter 5°C hemmen die Bakterienentwicklung stark.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica-Arten, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis sativus, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Lactuca Cucumis melo, Raphanus sativus, Rheum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwecsl optimieren
  • Möglicht keine der Wirtspflanzen als Vorfrucht wählen.
  • Staunässe vermeiden, Regenverdaulichleit der Böden verbessern.
  • Kaliversorgung optimieren.
  • Pflanzenverletzungen minimieren, schonende Knollenernte.
  • Den Befall bzw. Verletzungen durch Selleriefliegen Maden und anderen Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Bakteriziden ist nicht zugelassen.
  • Eingelagerte Knollen sollten gut abgetrocknet sein.
  • Möglichst kühle Lagerung bei etwa 0 bis 1°C.

Quellen

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Bakterienflecken (Pseudomonas syringae pv. apii)

Bakterielle Blattflecken an Sellerie Pflanze. (Kerstin Mahler)

Vor allem bei extrem feuchtwarmer Witterung in Kombination mit Gewebeverletzungen kann Pseudomonas auch an Sellerie Pflanzen Schaden anrichten.

Synonyme (bei EPPO)

  • Pseudomonas apii.
  • Pseudomonas jaggeri.

Schadbild und Beschreibung

  • An den Blätter entstehen kleine Flecken von etwa 1-34 mm Durchmesser.
  • Die Flecken wirken wasserdurchtränkt.
  • Im weiteren Verlauf stirbt das Gewebe ab und wird nekrotisch.
  • Bei einem starken Befall sterben ganz Blattpatien und sogar ganze Blätter ab.
  • Stengesellerie erscheint anfäliger als Knollensellerie.
  • Schon kleinste Gewebeverletzunge können bei warmfeuchter Witterung einen Befall begünstigen.
  • Solche Verletzungen entstehen z.B. durch Starkregen, in der Nähe von Regner und durch Schädlinge.
  • Temperaturen von über 12°C begünstigen die Krankheitsverbreitung.
  • Pseudomonas kann durch Saatgut übertragen werden.
  • Ist ein Bestand einmal ernsthaft befallen, überdauert das Bakterien an lebendem Pflanzengewebe.
  • Auch Pseudomonas cichorii kann ähnliche Schäden hervorrufen.

Wirtspflanzen

  • Apium-Arten

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine efektive chemische Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Gesundes Saatgut verwenden.
  • Befallsfreie Jungpflanzen.
  • Auf befallene Felder möglichst kein Sellerieanbau mehr.
  • Befallene Bestände möglichst schnell u. sorgfältig beseitigen, so dass die Erntereste rasch verrotten.
  • Pflanzenverletzungen minimieren.
  • Den Befall bzw. Verletzungen durch Fiegenmaden und anderen Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Übernässung der Kulturen vermeiden.
  • Regenverdaulichkeit der Felder optimieren.

Quellen

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Stolbur Krankheit (Candidatus phytoplasma solani)

Stolbur Krankheit an Sellerie. (Andreas Felber)

Eine neue Bakterien Krankheit, die auch an Sellerie Schaden anrichten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Erreger sind zellwandfreie Bakterien (Phytoplasmen).
  • Die befallenen Blätter verfärben sich vor allem gelblich.
  • Erste Schadsymptome mal an den ältesten, mal an den jüngsten Blättern.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung an den befallenen Pflanzen.
  • Die Wurzeln bilden sich untypisch, nekrotisch.
  • Oftmals zeigen einzelne Pflanzen im Bestand Schdsympthome.
  • Die Zahl der Wirtspflanzen ist sehr groß. Kartoffeln wurden schon oft befallen.
  • Die Ackerwinde ist oft befallen, wächst büschelig mit kleinen Blättern.
  • Verschiedene Zikadenarten gelten als Überträger des Erregers.
  • Wichtige Zikadenarten sind: Windenglasflügel (Hyalesthes obsoletus), Wiesendickkopfzikade (Anacerata gallia ribauti) und andere.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica oleracea var. gemmifera, Capsella bursa-pastoris, Cichorium intybus, Convolvulus arvensis, Cucumis sativus, Dianthus barbatus, Lactuca sativa, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Raphanus sativus, Senecio vulgaris, Solanum nigrum, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Zea mays un dviele andere, siehe Link.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beikräuter, die die Krankheit übertragen, soweit möglich frühzeitig ausschalten.
  • Besonders darauf achten, das keine Ackerwinden im Acker vorkommen.
  • Wichtig ist es, das Auftreten von Zikanden zu verhindern.
  • Bei Bedarf eine Zikadebekämpfung mit zugelassenen Insektiziden vornehmen.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Sellerie Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Cercospora-Blattflecken (Cercospora apii)

Cercospora Befall an Sellerie. (Scot Nelson)

Eine Pilzkrankheit, die Sellerie Bestände stark schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Schadbild kann mit dem von Septoria verwechselt werden.
  • Es entstehen Blattflecken.
  • Die ältesten Blätter zeigen meist zuerst einen Befall.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben ganz Blätter ab.
  • Die Pilzkrankheit hat einen höheren Temperaturanspruch als Septoria.
  • 15-30°C fördern das Pilzwachstum,
  • Das Temperatur Optimum liegt wohl bei 22-28°C.
  • Haufige Niederschläge und häufiges Beregnen förderrt das Pilzwachstum.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Capsicum, Cucurbita, Lactuca, Zea mays

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mindestes zwei Jahre Anbaupause nach dem anbasu einer Wirtspflanzen-Kultur.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Befallfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Bei der Bewässerung Blattnässezeiten minimieren.
  • Ernteverfrühung: Vlies-/Folienauflage nicht zulange liegen lassen.
  • Dei Abnahme der Bedeckung nurt bei trockenem Bestand.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzen.
  • Verschiedene Fungizide zur Septoria Bekämpfung haben eine Wirkung auf Cercospora.
  • Befallene Bestandsreste möglichst bald zerkleinern und tief einpflügen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Fusarium (Fusarium oxysporum f. sp. apii)

Fusarium Kultur in Petrischale. (Keith Weller, USDA-ARS)
Link zu einem Befalls Foto.

Eine Fusarium Unterart, die Sellerie befallen kann.

Synonym

  • Fusarium apii.

Schadbilder und Lebensweise

  • Es entsteht eine Wuchshemmung.
  • Es kommt zu einer Blattvergilbung.
  • Das wasserleitende Xylem verfärbt sich braun und behindert den Wassertransport.
  • Die Wurzelbildung ist gestört.
  • Bei einem starken Befall kann auch eine Fäulnis entstehen.
  • Befallenen Pflanzenteile können den Pilz übertragen.
  • Die Fusarium Chlamydosporen können mehrere Jahre im Boden überdauern.
  • Bodentemperaturen im Bereich von 17-20°C sind für den Pilz besonders förderlich.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.

Wirtspflanzen: Fusarium oxysporum

  • Apium graveolens.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärker befallene Parzellen meiden.
  • Ein Fruchtwechsel von 5 Jahre einhalten.
  • Einzelne befallenen Pflanzen sobald möglich hygienisch sauber entfernen.
  • Befallene Bestände nach der Ernte sobald zerkleiner und einarbeiten.
  • Es gibt teilresistente Sorten gegen die Rasse Foa 2

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Sortenempfehlungen nutzen

Quellen

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Mycocentrospora Fäule (Mycocentrospora acerina)

Weltweit eine wichtige, gefürchtete Pilzkrankheit, die auch Sellerie stark schädigen kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Centrospora acenina.
  • Cercospora acerina, Cercospora cari.

Schadbild und Lebensweise

  • Schon bei der Keimung können die Sellerie Sämlinge befallen werden und absterben.
  • Dringt gerne über Wunden in die Pflanze ein.
  • Im Frühbefall ähnliche Schadbilder wie einem Befall durch Alternaria.
  • Kann auch im Sellerie Lager große Schäden hervorrufen.
  • Schädigt auch noch bei Lagertemperatuen unter 1°C.
  • Im Lager beginnt der Befall meist an der Möhrenschulter und an den seitlichen Wurzelnarben.
  • Der Pilz verursacht braunlich schwarze Faulstellen
  • Die Infektion erfolgt meist schon auf dem Feld, z.B. über Wunden bei der Ernte.
  • Im Lager können sich befallen Sellerie Knollen gegenseitig infizieren.
  • Überständige Bestände sind wohl bes. anfällig.

Wirtspflanzen

  • Apium, Daucus, Lactuca, verschiedene Zierpflanzen usw.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel.
  • Minimierung von Wurzelverletzungen z.B. durch Fliegenmaden.
  • Erntefertige Bestände nicht überständig werden lassen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Septoria Blattflecken (Septoria apiicola)

Eine der gefährlichsten Pilzkrankheit, die großen Schaden an Selleriekulturen verursachen kann. Eine Verwechselung mit Cercospora Blattflecken ist möglich.

Septoria Blattflecken an Sellerie. (Jochen Kreiselmaier)

Schadbild und Lebensweise

  • An den Bättern bilden sich braune bis braungraue Flecken in unterschiedlicher Größe.
  • Auch die Stängel können befallen werden.
  • Eine lange Blattnässe und Temperaturen über 20°C begünstigen das Pilzwachstum.
  • Bei regnerisch warmem Wetter kann sich die Krankheit rasant entwickeln.
  • In wenigen Wochen können ganze Bestände vernichtet werden.
  • In den befallen Pflanzenpartien enstehen die punktartigen, schwärzlichen Pyknidien.
  • In den Pyknidien bilden sich massenweise Pilzsporen.
  • Mit einer Lupe kann man die Pygnidien gut erkennen.
  • Die Pilzkranbkheit kann mit dem Saatgut übertragen werden.
  • Die Sorten sind unterschiedliche anfällig.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Pilliertes Saatgut kann die Saatgutübertragung verringern.
  • Weniger empfindliche Sorten wählen.
  • Befallsfreie Jungpflanzen verwenden. Vor der Pflanzeng genau kontrollieren.
  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren. Möglichst eine dreijährige AnbaupAuse einhalten.
  • Lange Blattnässe von über 70 Stunden vermeiden.
  • Regenverdaulichkeit des Bodens verbessern.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzen.

Sortenempfehlungen nutzen

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Violetter Wurzeltöter (Helicobasidium brebissonii)

Violette Wurzeltöter an Knollensellerie. (Hinrichs Berger)

Der Violette Wurzeltöter kann beim Anbau von Sellerie zu Qualitäts- und Ertragsverlusten führen.

Synonyme

  • Helicobasidium purpureum.
  • Rhizoctonia crocorum, Rhizoctonia medicaginis, Rhizoctonia violacea.
  • Sclerotium crocorum.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Pilz befällt die Selleriepflanzen im Feld.
  • Die Befall der Sellerieknollen beginnt vom Boden her.
  • Auf den Befallsstellen bildet sich ein dunkelviolettes Pilzgeflecht.
  • Das befallene Knollenäußere leicht sich leicht abnehmen.
  • Oftmals tritt der Befall nesterartig auf.
  • Es können sich Dauersporen (Sclerotien) bilden, die mehrere Jahre überrleben.
  • Hohe ph-Werte begünstigen den Pilz.
  • Besonders Temperaturen über 20°C befördern die Pilzentwicklung.
  • Übernässung und Wasserstau förden den Pilz.
  • Im Knollensellerie Lager ist eine schnelle Weiterverbreitung des Pilzes möglich.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Beta, Cichorium, Daucus carotta, Medicago sativa, Petroselium, Solanum tuberosum, Trifolium, u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel von mindestens 4 Jahre.
  • Weniger Wirtspflanzen in der Fruchtfolge.
  • Eine gute Regenverdaulichkeit der Böden sicherstellen.
  • Ein zu mastiges Wachstum vermeiden. Nmin-Analysen nutzen!
  • Nur gesunde Sellerie Knollen einlagern.
  • Bei einer längeren Lagerung möglichst nahe 0°C.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Weißfäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Sclerotinia Befall an Sellerieknolle. (Josef Schlaghecken)

Gefährliche Pilzkrankheit, die vor allem bei Knollensellerie gegen Kulturende und bei ungünstigen Lagerbedingungen auftreten kann.

Schadbild und Lebensweise

  • An den befallenen Knollen bildet sich zunächst stellenweise ein weißes Pilzgeflecht.
  • Bei einem starken Befall faulen die ganzen Knollen bzw. Pflanzen.
  • Bei einer Lagerfäule erfolgte die Infektion meist schon auf dem Feld.
  • Verletzungen des Pflanzengewebes erleichtern eine Infektion.
  • Im Lager kann es zu einer Weichfäule ohne ein weißes Myzel kommen.
  • Nach ein paar Wochen bilden sich die schwarzen Dauersporen (Sclerotien)
  • Der Pilz überdauert im Boden mit Hilfe seinen Dauersporen.
  • Besonders günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C.
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.
  • Der Pilz hat eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Apium, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium , Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viel andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Stärker befallene Parzellen meiden.
  • Den Fruchtwechsel optimieren.
  • Eine biologische Bekämpfung in Feld in Erwägung ziehen.
  • Nur gesunde Sellerie Knollen einlagern.
  • Zur Einlagerung der Knollen sollten diese gut abgetrocknet sein.
  • Im Lager möglichst tiefe Temperaturen, nahe 0°C anstreben.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Videos

Quellen

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Schädlinge

Eine beachliche Anzahl an Schädlingsarten können Selleriebestände schädigen.
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Blattläuse (Myzus persicae und andere)

Blattläuse an Sellerie. (Jochen Kreiselmaier)

Durch die Saugtätigkeit verschiedener Blattlausarten kann es zu Schäden am Sellerielaub kommen.

Bedeutende Arten

  • Pfirsichblattlaus (Myzus persicae)
  • Grünstreifige Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae).
  • Grüne Gurkenblattlaus (Aphis fragulae spp. gossypii).
  • Gierschlattlaus (Cavariella aegopodii) im Englischen auch "Carrot-willow aphid" genannt.
  • Braunschwarze Sellerieblattlaus. (Dysaphis apiifolia).

Schadbild und Lebensweise der Pfirsichblattlaus

  • Die Blattläuse bevorzugen die jungen Herzblätter.
  • Stärker befallene Blätter verkrüppeln, bleiben aber grün.
  • Ein Blattlaus Befall ist vor allem von Mai bis September zu erwarten.
  • Die ungeflügelten Tiere sind etwa 1,8-2,5 mm groß
  • Eine schnelle Verbreitung wird durch geflügelte Tiere möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert im Sommer 2 Wochen.
  • Pro Jahr gibte etwa 10 Generationen.
  • Die im Herbst gelegten Eiern dienen der Überwinterung.
  • Gefährlich ist insbesondere die Übertragung von Viruskrankheiten.
  • Ein starker Befall kann die Vermarktungsfähigkeit von Stangen- und Blattsellerie stören.
  • Ein starker Befall führt zu Ertragsverlusten.

Wirtspflanzen der Gierschblattlaus

  • Allium, Apium graveolens, Asparagus officinalis, Beta vulgaris, Borago officinalis, Brassica Arten, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Eruca, Glycine max, Ipomoea, Ipomoea batatas, Lactuca, Lens culinaris, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba und viele andere Zierpflanzen usw..

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattlausfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Bei Bedarf zugelassene Insektizide einsetzten.
  • Wiederholt Bestandskontrollen durchführen.
  • Bei starkem Befall den Einsatz von Insektziden prüfen.
  • Eingesetzte Insektizide sollten nützlingschonend sein.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Drahtwürmer (Elateridae)

Drahtwurm Schaden an Sellerie. (Jochen Kreiselmaier)

Drahtwürmer können Sellerie Bestände schädigen.

Schadbilder und Lebenweise

  • Drahtwürmer sind die Larven der Schnellkäfer.
  • Die Drahtwürmer starten klein mit weniger als 2 mm und werden dann bis zu 30 mm lang.
  • Die Käfer sind 8-10 mm groß.
  • Agriotes obscurus, lenatus und ustulatus und Athous hirtus sind wichtige Arten.
  • Der Name Schnellkäfer beschreibt die Möglichkeite der Käfer aus der Rücklage in die Luft zu schnellen.
  • Die gelb-orange Larve (Drahtwurm) besitzt drei Beinpaare und hat ein gut chitinisiertes Außenskelett.
  • Die Schnellkäfer schädigen in dem sie z.B. junge Kohlpflanzen im Boden anfressen und so zerstören.
  • Zieht man eine so welkende Pflanzen aus dem Boden findet man meist einen Drahtwurm.
  • Schnellkäfer haben einen drei- bis fünfjährigen Entwicklungszyklus.
  • Ihr üblicher Lebensbereich ist das Grünland.

Wirtpflanzen

  • Beta, Brassica, Daucus, Lactuca, Medicago, Pisum, Solanum, Trifolium, Vicia, Zea und andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Parzellen mit Drahtwurmbesatz für den Anbau von gefährdeten Gemüsearten wir z.B.Kohl, Salat, Sellerie usw. meiden.
  • Bei unklarem Befallsverdacht mit Köder (z.B. Kartoffeln) den Besatz ermitteln.
  • Mehrfache, feinkrümelige Bodenbearbeitung kann die trockenheitempfindlichen Eier und Larven schädigen bzw. auch zerstören.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Hasen oder Kaninchenfraß

Hasenfraß an Sellerie. (Jochen Kreiselmaier)

In Einzelfällen werden Sellerie Bestände durch den Fraß von Hasen und Kaninchen geschädigt.

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßbeginn meist am Feldrand.
  • Bevorzugt an Stellen, an denen ein schneller Rückzug möglich ist.
  • Erster Schaden am Laub.
  • Gerne auch Fraß an den Blattstielen.
  • Oft liegen dann die Blattstielreste am Boden.
  • Fraßschäden bes. bei allgemeiner Futterkanppheit in der Gemarkung.
  • Meist findet man Hasen- oder Kaninchen-Kot im Bereich der Fraßstellen.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten, Daucus carota, Apium graveolens und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Regulierung der Population im Rahmen der Jagdrechte.
  • Notfalls helfen Zäune.

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Mäuse (Wühlmäuse und Feldmäuse)

Mäuse Fraßschaden an einer Sellerie Knolle.
(Jochen Kreiselmaier)

Feldmäuse und Wühlmäuse können Fraßschäden insbesondere an den Knollen hervorrufen.

Feldmäuse: Microtus arvalis

  • Die Mäuse fressen an den Knollen.
  • Die Knollen sind dann in kürze unverkäuflich.
  • Sie bewegen sich vorwiegend oberirdisch.
  • Ihre Laufwege sind gut zu sehen.
  • Ihr Fell ist einfarbig dunkelgrau bis hellgrau oder braun.
  • Die Tiere sind meist 9-12 cm lang.
  • Die Ohren sind abgerundet und fallen kaum auf.
  • Die Schwanzlänge entspricht etwa 1/3 der Körperlänge.
  • Mit Schäden rechnet man, wenn mehr als 1.000 Tiere pro ha auftreten.
  • Die Populationsdichte wechseln stark von Jahr zu Jahr.
  • Pro Jahr gibt es etwa 3-6 würfe mit 4-5 Nachkommen.
  • Insbesondere Wurzelgemüse kann stark angefressen und geschädigt werden.

Wühlmaus (Schermaus): Arvicola terrestris

  • Typisch sind die aufgeworfenen Erdhaufen.
  • Mit 12-23 cm Länge größer als die Feldmaus.
  • Ihr Fell ist braun bis schwarzbraun.
  • Die Ohren sind kurz.
  • Der Schwanz hat ungefähr die halbe Körperlänge.
  • Insbesondere Wurzelgemüse kann stark angefressen und geschädigt werden.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Gewanne mit starkem Mäusevorkommen meiden.
  • Zuzugsregionen beweiden (Bodenverdichtung).
  • Fallen.

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Minierfliege (Napomyza + Liromyza)

Sellerieminierfliegen Larven Schaden.
(Jochen Kreiselmaier)

Schädlinge, die durch die Miniertätigkeit ihrer Larven in den Sellerie Pflanzen schädigen können.

Aktuelle Arten

  • Napomyza carotae (Möhrenminierfliege).
  • Liriomyza trifolii (Floridaminierfliege).
  • Liriomyza huidobrensis (Südamerikanische Minierfliege).

Schadbild und Lebensweise von Napomyza

  • Die Maden minieren in den Blättern und Stängeln.
  • Die Befallen Blattparien verlieren ihr Blattgrün und verfärben weißlich.
  • Die Minierfliegen stechen das Blätter oder Blattsiele an, saugen den Planzensaft auf und legen ihre Eier ab.
  • Die Eier sind ca. 0,4 mm lang.
  • Nach etwa 5 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Nach dem Schlüpfen minieren die Larven die Bätter und Blattstiele.
  • Es gibt zwei Generationen pro Jahr.
  • Erste Generation erscheint etwa Mai/Juni, die zweite etwa Aug./Sep.
  • Die Verpuppung erfolgt in den Fraßgängen.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, rassica, Cucumis, Daucus carota, Lactuca und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Anbau von Knollensellerie sind Minierfliegen Schäden meist ohne ein größeren, negativen Effekt.
  • Eine Bekämpfung ist evtl. beim Anbau von Schnittsellerie und Stangensellerie notwendig.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Nematode: Wurzelgallennematode (Meloidogyne hapla, incognita und arenaria)

Meloidogyne ssp. mit der typischen Gallenbildung.
(Scot Nelson)

Eine Nematodenart, die insbesondere bei einer ungünstigen Fruchtfolge großen Schaden anrichten kann und sich in wärmeren Perioden bes. gut entwickelt.

Schadbild und Lebensweise

  • Befall meist nesterartig.
  • Es bildet sich keine normale Knollen.
  • Es bilden sich kleine Gallen an den Seitenwurzeln.
  • Die Gallen sind nur wenige mm groß.
  • Bei einem stärkeren Befall entsteht ein Totalausfall.
  • Die Nematodenart liebt wärmere Sommer.
  • Temperaturen über 10°C sind förderich für die Entwicklung.
  • Pro Jahr sind drei Generationen möglich.
  • Verbreitung meist durch Pflanzenmaterial, Boden, Fahrzeuge und Schuhe.
  • Sehr viele Wirtspflanzen Arten.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica, Capsicum, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Daucus carota, Glycine max, Hordeum vulgare, Ipomoea batatas, Lactuca, Medicago sativa, Nicotiana tabacum, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba, Zingiber.

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Vorbeugemaßnahmen

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Möglichst kein Anbau nach einer Wirtspflanzen-Art.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

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Nematode: Stängelälchen (Ditylenchus dipsaci)

Ditylenchus dipsaci Weibchen. (Ulrike Ipach)

Nematodenart, die Selleriebestände vor allem im Spätsomme rund Herbst schädigt.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Blattstiele verdicken und verfärben sich.
  • An den Knollen entstehen Spalte und Risse.
  • Bei einem starken Befall verlieren die Knollen ihre Festigkeit und vermorschen.
  • Die Nematoden dringen durch die Stomatas in das Selleriegewebe ein.
  • Regenreiche Perioden und Beregnung fördern die Nematodenentwicklung.
  • Schwerere Böden sind vorteilhaft für die Nematoden.
  • Sekundär wird das geschädigte Selleriegewebe oft von Krankheiten befallen.
  • Bei günstigen Bedingungen dauert ein Entwicklungszyklus der Nematoden 7-20 Tage.
  • Die Nematoden können problemlos kalte Winter überstehen.
  • Der Befall erfolgt oft herdenartig.
  • Veschiedene Beikräuter begünstigen die Nematodenvermehrung.
  • Die Verbreitung erfolgt durch Bestandsreste, Putzreste, Beikräuter, Arbeitsgeräte und Wind.
  • Im Stadium J4 konnen die Nematoden viele Jahre überdauern.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Avena sativa, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica species, Capsicum, Cichorium, Hordeum vulgare, Medicago sativa, Phaseolus, Pimpinella anisum, Pisum sativum, Secale cereale, Solanum, lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Vicia faba, Zea mays

Vorbeugemaßnahmen

  • Befallsfreie bzw. befallsarme Parzellen wählen.
  • Empfohlener Fruchswechsel 4 Jahre.
  • Auf verseuchten Flächen alle Wirtspflanzen für ein paar Jahre weglassen.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kaum möglich.

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Nematode: Wandernde Wurzelnematoden (Paratylenchus-, Paralongidorus- und Pratylenchus-Arten)

Pratylenchus Nematoden (A.Hermann, LfL)

Die verschiedenen Arten der "Wanderndern Wurzelnematoden" können großen Schaden an Sellerie Bestände hervorrufen.

Wichtige Arten

  • Paralongidorus maximus.
  • Paratylenchus bukowiensis, Paratylenchus projectus und andere.
  • Pratylenchus penetrans.

Schadbild und Lebensweise Paratylenchus spp.

  • Die auch als "Möhrenmüdigkeit" bezeichnete Krankheit könnte man auch "Selleriemüdigkeit" nennen.
  • Ein Erstbefall tritt eventuell nesterweise auf.
  • Es entstehen unterschiedliche Schadymptome.
  • Auffallend ist zunächst die Wachstumsdepression.
  • Zur näheren Bestimmung sollte man einige Pflanzen ausgraben.
  • Insbesondere bei Knollensellerie wird die ungewöhnlich starke Feinwurzelbildung gut sichtbar.
  • Die Nematoden saugen an den Feinwurzeln.
  • Im Laufe der Zeit verfärben sich die Wurzeln rostbraun.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Wurzeln ab.
  • Es gibt eine erstaunlich große Anzahl an Wirtspflanzen.

Wirtspflanzen von Pratylenchus penetrans

  • Allium, Anethum graveolens, Apium graveolens, Brassica species, Cucumis melo, Cucumis sativus, Daucus carota, Festuca, Glycine max, Hordeum vulgare, Lactuca, Medicago sativa, Nicotiana tabacum, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Scorzonera hispanica, Sinapis alba, Solanum lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Zea mays, Zingiber u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf den Befallsgrad einer Parzelle untersuchen lassen.
  • Stärker befallenen Flächem meiden.
  • Wirtspflanzen in der Fruchtfolge stark reduzierren.
  • Auf befallene Flächen Anbau von weniger attraktiver Pflanzenarten.
  • Anbau von Tagetes als Feindpflanze prüfen.
  • Biofumigation mit Ölrettich usw. in Betracht ziehen.
  • Eine sinnvolle Bekämpfung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist kam möglich.

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Raupenfraß (Agrotis und andere Arten)

Extrem starker Raupenfraß an Sellerie.
(Jochen Kreiselmaier)

Verschiedene Raupenarten fressen gerne an Doldenblütler Blätter und damit auch Sellerie Pflanzen. Eine größerer Schaden ist eher selten. Im Einzelfall kann es aber zu einem Totalausfall kommen.

Einige vorkommende Arten

  • Agrotis exclamationis (Ausrufungszeichen).
  • Agrotis ipsilon (Ypsiloneule).
  • Agrotis segetum (Saateule).
  • Agrotis vestigialis (Kiefernsaateule).
  • Autographa gamma (Gammaeule, Gamma-Eule).

Schadbild und Lebensweise

  • Verschiedene Falter legen ihre Eier am Laub der Selleriepflanzen ab.
  • Die schlüpfenden Raupen ernähren sich vom Laub der Selleriepflanzen.
  • Die Raupen können auch die Pflanzenherzen zerstören.
  • Auch die Blattstiele werden angefressen.
  • Bei einem starken Raupenvorkommen kann es zu eeinem Totalausfall kommen.

Wirtspflanzen

  • Amium graveolens, Daucus carota und andere Doldenblütler.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Es sind keine besonderen Vorbeugemaßnahmen nötig.
  • Eine wöchentliche Bestandskontrolle ist empfehlenswert.
  • Wenn mögliuch, den regionalen Warndienst genutzen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Insektiziden erwägen.
  • Nützlingsschonende Insektizide bevorzugen.
  • Die Insektizide wirken am besten im Jugendstadium der Raupen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Schnecken (Arion, Deroceras u.a.)

Ackerschnecke an einem Sellerieblatt. (Josef Schlaghecken)

Schnecken können Sellerie Kulturen schädigen. Ein Schaden ist vor allem beim Anbau von Bundsellerie, Schnittsellerei und Stangensellerie zu erwarten.

Die wichtigsten Nacktschnecken Arten

  • Ackerschnecken (Deroceras-Arten).
  • Egelschnecken (Limax-Arten).
  • Kielnacktschnecken (Milax-Arten).
  • Wegschnecken (Arion-Arten).

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an Blätter oder Blattstiele.
  • Schleimspuren weisen auf eine Schneckenfraß hin.
  • Bei Befallsverdacht frühzeitig Besatzkontrolle durchführen.
  • Kontrollgänge sind spät abends oder früh morgens empfehlenswert.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Neben riskannten Rückzugsorten einen Pflanzstreifen frei lassen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Schneckenkorn erwägen.
  • Kalkstickstoff hat eine Nebenwirkung.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Selleriefliege (Euleia heraclei) + Möhrenfliege (Chamaepsila rosae)

Die Maden der Selleriefliegen können großen Schaden anrichten. (Hectonichus)

Die Maden der Sellerie- und Möhrenfliegen können großen Schaden, insbesondere an den Sellerie Knollen, hervorrufen und sogar einen Totalausfall bewirken. Die Lebensweise der Selleriefliegen ist ähnlich der von den Möhrenfliegen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Möhrenfliege: Musca rosae, Psila rosae.
  • Selleriefliege: Acidia heraclei, Philophylla heraclei.

Schadbild und Lebensweise der Möhrenfliege

  • Die Möhrenfliege ist in Europa heimisch.
  • Die Fliegen sind etwa 4-5 mm groß
  • Sie haben einen gelblichen Kopf, rote Augen, eine schwarze Brust, einen schwarzen Hinterleib, gelbe Beine und durchsichtige Flügel.
  • Die Fliegen erscheinen etwa ab Anfang Mai, Fraßschäden etwa ab Juni.
  • Die Fliegen legen ihre Eier am Grunde der oberirdischen Pflanzenteile ab.
  • Die schlüpfenden Larven schädigen insbesondere an den Sellerie Wurzeln.
  • Bei einem stärkeren Befall bleiben die Pflanzen im Wuchs zurück.
  • Die Blattstiele der befallen Pflanzen verfärben sich im unteren Teil z.B. violett und die Wurzeln rostbraun.
  • Später gibt es auch Fraßgänge mit Verfärbungen an den Knollen.
  • Sekundär kann dann auch noch eine Fäulnis entstehen.
  • Die Larven können überwintern.

Wirtspflanzen beider Arten

  • Apium graveolens, Daucus carota, Pastinaca sativa und Petroselinum crispum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weiter Fruchtwechsel mit Nicht-Wirtspflanzen.
  • Anbau in Regionen mit wenig Möhren-, Pastinaken-, Petersilie- und Sellerieanbau.
  • Anbau in windoffenen Lagen.
  • Bedecklung der Bestände mit einem Insektenschutznetz, Maschenweite 1,2 x 1,6 mm.
  • Kontrolle der Flugaktivitäten mit Hilfe von Gelbtafeln.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Insektiziden erwägen.

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Spinnmilbe bzw. Rote Spinne (Tetranychus urticae)

Spinnmilbe Tetranychus urticae an Sellerie.
(Jochen Kreiselmaier)

Spinnmilben können, insbesondere in sehr trockenen und heißen Sommer- und Herbstmonaten, Sellerie Bestände schädigen. Mit zunehmender Klimaerwärmung könnte der Schädling noch an Bedeutung gewinnen.

Schadbilder und Lebensweise

  • Spinnmilben schädigen durch ihre Saugtätigkeit.
  • Befallene Blätter zeigen zunächst punktuelle, weißliche Vergilbungen.
  • Später werden ganz Blattpartien zwischen den Blattadern immer heller und sterben ab.
  • Die Blattadern bleiben auffallend grün.
  • Bei einem starken Befall werden die Blätter von einem feinen Gespinst überzogen.
  • Die vielen winzigen Spinnmilben sieht man erst richtig gut mit einer Lupe.
  • Tetranchus urticae Spinnmilben sind sehr klein und haben eine Größe von 0,3-0,6 mm
  • Sie überwintert ausschließlich in Form der orangeroten "Winterweibchen" und können Fröste gut überleben.
  • Die Weibchen produzieren im Laufe ihres zwei- bis fünfwöchigen Lebens etwa 50 bis 100 Eier.
  • Tetranychus urticae durchläuft die Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Protonymphe, Deutonymphe und adultes Tier.
  • Die Eier befinden sich meist an der Blattunterseite.
  • Ihre Farbe variiert von orange, hellgelb oder hellgrün bis dunkelgrün, rot, braun oder nahezu schwarz.
  • Charakteristisch sind die zwei dunklen seitlichen Flecken.
  • Spinnmilben lieben Temperaturen über 20°C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
  • Auch Freilandgurkenbestände können befallen und geschädigt werden.
  • In Hitze- und Trockenperioden besteht ein größeres Befallsrisiko.
  • Der Erstbefall erfolgt oft vom Feldrand her, da wo die Bewässerung weniger optimal ist.

Wirtspflanzen

  • Bohnen, Gurken, Kürbis, Melonen, Sellerie Zucchini und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung im Feiland

  • Vor allem in Hitzeperioden eine ausreichende Bewässerung sicherstellen.
  • Eine häufiger Bewässerung zur Erhöhung der Luftfeuchte und Temperatursenkung ist hilfreich.
  • Die Möglichkeit der Zuwanderung von benachbarten Wirtspflanzen minimieren.
  • Bei Befallsverdacht ständige Befallskontrolle.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassenen Mitteln erwägen.
  • Eine Bekämpfung mit Insektizide ist generell sehr schwierig.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Wanzen (Halyomorpha, Lygus, Nezara u.a.)

Wanzenschaden am Selleriepflanzenherz. (Jochen Kreiselmaier)

In den letzten jahren kommt es verstärkt zu Wanzenschäden an verschiedenen Gemüsearten.

Aktuelle Wanzenarten

  • Halyomorpha halys (Marmorierte Baumwanze)
  • Lygus pratensis (Gemeine Wiesenwanze
  • Nezara viridula (Grüne Reiswanze)
  • und verschiedene andere

Schadbild und Lebensweise am Beispiel Marmorierte Baumwanze

  • Mißbildungen im Bereich der jüngsten Herzblätter.
  • Es entstehen kleine bräunliche Nekrosen an den Blättern.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Herzblätter ab.
  • Die Wanzen sind sehr scheu und verstecken sich sofot bei einer Annäherung.
  • Eine Verwechselung mit einem Calcium/Bor-Mangel ist möglich.
  • Die Marmorierte Baumwanze überwintert als erwachsenes Tier (Imago).
  • Sie werden aktiv, wenn die Temperaturen 14°C überschreiten.
  • Die Eiablage beginnt etwa, wenn die Temperaturen über 15°C liegen.
  • Erste Schäden sind etwa ab Juni zu erwarten.
  • Die Marmorierte Baumwanze bildet ein bis zwei Generationen pro Jahr.
  • Die Klimaerwärmung fördert die Population der Wanze.

Wirtspflanzen

  • Apium graveolens, Daucus carota, Phaseolus, Physalis, Solanum, Zea mays und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Schutznetze können helfen sind aber kaum prakikabel.
  • Bei Bedarf Einsatz von zugelassenen Insektiziden.
  • Sicherstellen, dass die Spritzbrühe auch gut die Herzblätter benetzt.
  • Bewährt hat sich dabei eine Erhöhung der üblich Wassermengen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Aktuelle Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Sellerie

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Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

In der Datenbank PS-INFO findet man einfach und schnell, für die jeweils ausgwählte Gemüsekultur, die aktuell zugelassenen Pflaanzenschutzmittel.

Logo PS Info.jpg



Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

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Siehe auch in Hortipendium

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Autoren und Mitwirkende

  • Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Freising.
  • Felber Andreas, Landwirtschaftskammer Niederösterreich, St. Pölten.
  • Gammelgaard Magnus, Dänemark. (https://plante-doktor.dk)
  • Herbener Martin, GBZ Straelen/Köln-Auweiler.
  • Hermann Andreas, Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Freising.
  • Hetterling Ursula, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Hinrichs-Berger Jan, Dr. Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Karlsruhe.
  • Julius-Kühn-Institut (JKI), Quedlinburg.
  • Keferböck Josef, Landwirtschaftskammer, St. Pölten, Niederösterreich.
  • Koch Ingeborg, Dr. Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Krauthausen Hermann-Josef, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Nachtigall Gerlinde, JKI, Braunschweig.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Wolck Anja, JKI, Braunschweig.
  • Weitere Autoren und Helfer sind willkommen und könnten das Angebot sicherlich noch verbessern.

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Quellen Offline

  • Gerd Krüger (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-9
  • Josef Schlaghecken (2016): Rund um das Saatgut: Sellerie. In: Zeitschrift "Gemüse". 52. Nr. 1. Seite Basiswissen. 

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Quellen Online