Salat Beikrautregulierung

Aus Hortipendium
Wechseln zu: Navigation, Suche
Restunkräuter aus einem Salat Bestand entfernen. (J.Schlaghecken)

Die Beikrautregulierung beim Anbau von Salat erfordert einen beachtlichen Zeitaufwand und kostet viel Geld. Eine große Hilfe bietet in jedem Falle die optimierte Feldhygiene sowie das "Falsche-Saatbeet" bzw. das "Falsche Pflanzbeet". Diese beiden Verfahren sind zu ergänzen mit einer mechanischen Beikrautregulierung und im konventionellen Anbau durch den Einsatz von Herbiziden. Im Einzelfall kann auch der Anbau in Mulchfolie bzw. Mulchpapier hilfreich sein.

Beikräuter immer noch ein Problem beim Salatanbau

Extreme Greiskraut Vorkommen nach jahrelanger Kerb Anwendung. (J.Schlaghecken)
Giftige Greiskraut (Senecio vulgaris) in einem Babyleaf Bestand. (J.Schlaghecken)
  • Beim Anbau von Salat kommt es in vielen Fällen immer noch zu Ertragsverlusten durch eine zu starke Verunkrautung.
  • Durch den Einsatz von Herbiziden mit einer Wirkungslücke kann es bald zu einer Beikraut Selektion wie z.B zu einer Massenvermehrung des Gemeinen Greiskrautes (Senecio vulgaris) kommen.
  • Schwierig wird es auch, wenn man das Auftreten von Wurzelunkäuter übersieht.

Giftige Beikräuter gefährlich beim Babyleaf Anbau

  • Besonders kritisch zu beurteilen ist das Auftreten von giftigen Beikräutern wie Senecio vulgaris beim Anbau von Babyleaf Salate, die zur Ernte gemäht werden.

Quellen


Falsches-Saatbeet / Falsches Pflanzbeet

Falsches Saatbeet mit einem extremen Beikraut Auflauf. (J.Schlaghecken)

Beim "Falschen Saatbeet" werden die Felder schon 2-3 Wochen vor der geplanten Bepflanzung bzw. Saat hergerichtet. Durch diese Maßnahme regt man die Beikraut Samen in der obersten Bodenschicht zur Keimung an. Sind diese dann aufgelaufen, lassen sich die jungen Beikraut Sämlinge relativ einfach mechanisch, z.B. mit einem Striegel oder mit einem Abflammgerät sowie auch chemisch mit einem Herbizid vernichten. Bei extremem Unkrautdruck oder bei bes. wichtigen Kulturen, kann es in Einzelfällen sogar sinnvoll sein, die Unkrautkeimung im "Falschen Saatbeet" durch eine Zusatzberegnung anzuregen.

Grundregeln zur Nutzung der „Falsches Saatbeet-Technik“

  • Bereitung des Saatbeetes / Pflanzbeetes wie bei einer Hauptkultur.
  • In Trockenperioden Rückverdichtung des Saatbeetes zur besseren Nutzung der Bodenfeuchte
  • Wahl des Termins auf die Keimansprüche der wichtigsten Beikraut Arten abstimmen.
  • Allgemein sind Perioden mit Temperaturen von mehr als 10 °C oder besser 15°C zu bevorzugen.
  • Beikraut Auflaufsicherung evtl. durch eine Zusatzberegnung.
  • Bei einem extremen Beikrautvorkommen kann ein zweifaches „Falsches Saatbeet“ den Effekt noch verbessern.
  • Nach der Vernichtung der aufgelaufenen Beikräuter die oberste Bodenschicht zur Bestellung nicht mehr mit tieferen Bodenschichten vermischen.

Quellen

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Mechanische Beikrautregulierung

Beispiel Hackgerät. (J.Schlaghecken)
  • Sowohl bei gepflanzten als auch bei direkt ins Feld gesätem Kopfsalat kann eine mechanische Unkrautbekämpfung hilfreich und sinnvoll sein.
  • Hilfreich ist es, den Reihenabstand der vorhandenen Hacktechnik anzupassen.
  • Lieber in den Reihen enger säen bzw. pflanzen und dafür weitere Reihenabstände wählen.
  • Je jünger die Unkräuter sind, desto leichter ist die mechanische Bekämpfung
  • Neue Hack-Techniken verbessern immer weiter den Jäteeffekt.
  • Neuartige Roboter-Hackkgeräte versprechen, jedes vorhandene Beikraut präzise zu zerstören.
  • Schwachpunkt der mechanischen Beikrautregulierung der behinderte Einsatz bei Gegenwetter und nassen Boden.
  • In niederschlagsarmen Regionen und auf leichteren Böden ist die mechanische Unkrautbekämpfung am ehesten erfolgreich.
  • In Kombination mit einer gezielten Feldhygiene und Anwendung der Falsche Saatbeet Technik kann die Mechnanische Beikrautregulierung gute ERfolge erzielen.

Videos

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Herbizideinsatz beim Salatanbau

Kreuzkraut Selektion. (J.Schlaghecken)
  • In konventionell arbeitenden Betrieben ist der Einsatz bzw. die Nutzung von Herbiziden üblich.
  • Um damit langfristig erfolgreich arbeiten zu können, sind die Zulassungsbedingungen zu beachten und ein ist sachgerechte Anwendung nötig.
  • Dazu gehört auch eine Begrenzung der Anwendungen innerhalb einer Fruchtfolge, um so die Selektion von nicht erfassten Unkrautarten zu verhindern.

Möglicher Einsatz von Herbiziden

Quellen

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Papier- oder Plastikmulch

Salatanbau in Mulchfolie. (J.Schlaghecken)
  • Zur Unkrautbekämpfung im Kopfsalat-Anbau ist die Pflanzung in Papier- oder Plastikmulch Materialien gut möglich.
  • Bei sachgerechter Anwendung erhält man weitgehend unkrautfreie Bestände.
  • Als Materialien ist z.B. Papier, schwarze Mulchfolie oder Vliesmaterial geeignet.
  • Damit das Unkraut nicht durch die Pflanzlöcher wächst, müssen diese so klein wie möglich gehalten werden.
  • Da die Radspuren weiterhin verunkrauten ist dort auf anderem Wege das Unkraut zu bekämpfen.
  • Im Freilandanbau hat sich das Mulch Verfahren nicht durchgesetzt.
  • Der Kostenaufwand, die Hitzeprobleme im Hochsommer, die Entsorgung beim Plastik sind wohl einige der negativen Argumente. <
  • Im Gewächshausanbau dagegen hat sich das Pflanzen in Mulchmaterial bewährt.
  • Sobald keine Herbizide zur Verfügung stehen gewinnt das Verfahren an Bedeutung.

Quellen
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Handjätung / Restbeikräuter

Beikraut Handjätung im Salat Bestand. (J.Schlaghecken)
  • Eine dauerhafte Reduzierung des Beikrautdrucks wird nur möglich, durch eine konsequenten Verhinderung der Samenbildung und Optimierung der Feldhygiene.
  • Eine besondere Rolle spielen dabei die sogenannten Rest Beikräuter.
  • Einzelne Beikräuter werden übersehen bzw. nicht ernst genommen.
  • Auf Grund der guten Wachstumsentwicklung entwickeln sich diese Beikrautpflanzen oft besonder üppig und bilden dann tausende von Samen, die später im ganzen Acker verteilt werden.
  • Wenn Herbizide und die mechanischen Jätearbeiten nicht ausreichen ist deshalb ein Jäten von Hand dringend zu empfehlen.
  • Auf jeden Fall, und auch die Rest Beikräuter vor der Samenbildung jäten.
  • Haben sich schon Samen an dne Pflanzen gebildet, die Beikräuter einsammenln und vom Feld tragen.
  • Beikräuter mit der Möglichkeit einer Adventiv Wurzelbildung können nach der Maschinenhacke wirder anwachsen, deshalb möglichst im frühen Beikrautstadium jäten.

Quellen

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Weitere allgemeine Informationen Online

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Autoren und Mitwirkende

  • Koch Ingeborg, Dr. Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.