Rucola Pflanzenschutz

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Artikel in Arbeit: Josef Schlaghecken

Alternaria Befall an einem Rucola Blatt. (Roswitha Ulrich)
Erdfloh Schaden an Rucoa Blätter. (J.Kreiselmaier)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Anbauverfahren beim Pflanzenschutz beachten

Rucola wird als Direktsaat Kultur oder als Pflanz Kultur, sowohl im Freiland als auch im Gewächhaus, angebaut. Der Anbau im Gewächshaus erfolgt vorwiegend als Pflanz Kultur. Im Gewächshaus Anbau erfolgt auch die Rucola Topf Kultur zur Ergänzung des Küchen Kräuter Angebotes. Vor der Anwendung vorbeugender Maßnahmen sowie bei der Auswahl von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln ist dies zu beachten.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Rucola Anbauplanung

  • Fruchtfolge bedenken, Fruchtwechsel optimieren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Rucola Erwerbsanbau
  • Die Möglichkeiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmittel im Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau überprüfen.

Sortenwahl

Für den Anbau von Rucola stehen eine ganze Reihe an guter Sorten zur Verfügung. Hilfreiche Informationen zur Sortenwahl gibt es bei den folgenden Links.

Fruchtwechsel

Die engsten Verwandten der Rucola Pflanzen aus der Familie der Brassicaceae werden vielfach von denselben Krankheiten und Schädlingen befallen. Aus diesem Grunde sind sie keine idealen Vorfrüchte. Innerhalb einer Fruchtfolge sollten sie deshalb möglichst selten vorkommen. Weniger als 20% (max. jedes fünfte Jahr) erscheint empfehlenswert.

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Nichtparasitäre Ursachen

An Rucola Bestände können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Starkregen Probleme

Rucola Parzelle mit Wasserstau Problemen in einer Bodensenke. (J.Schlaghecken)

Beim Anbau von Rucola auf Parzellen mit Bodensenken kann es in deren Bereich schnell zu Totalausfällen kommen.

Schadbild und Lebensweise

  • Im Bereich der Bodensenken staut sich Regenwasser.
  • Das Wachstum der Pflanzen stockt.
  • Es kommt zu Blattaufhellungen.
  • Meist behalten die Ruccola Pflanzen nach dem Wasser Rückzug einen erdigen Überzug.
  • Bei einem längeren Wasserstau kommt es zu einem Totalausfall.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Anbau auf Parzellen mit stärkeren Bodensenknen vermeiden.
  • auf eine gute Regenverdaulichkeit der Parzellen achten.
  • Eventuelle Bodenverdichtungen auflösen.
  • Den Humusgehalt anheben.
  • die Kalkvrsorgung optimieren.
  • Eine Parzellen Nivelierung in Erwägung ziehen.

Quellen

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Bakterienkrankheiten

An Rucola Beständen können Bakterienkrankheiten auftreten und Schaden anrichten.
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Pseudomonas Krankheit (Pseudomonas syringae pv. alisalensis)

Pseudomonas Befallsfoto an Eruca-Rucola
(P.Lopes, University of Massachustts Amherst).

Diese Bakterienkrankheit kann, insebesondere nach Hagel oder Starkregen, zu einem Problem werden.

Synonym (laut EPPO)

  • Pseudomonas syringae pv. alisalensis.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen kleine eckige, wassergetränkte Flecken von etwa 2-5 mm Größe.
  • Das Zentrum der Flecken ist hellbraun bis braun gefärbt.
  • Die Flecken sind von einem helleren Bereich umrandet.
  • Bei einem stärkeren Befall fließen die Flecken zusammen.
  • Große Nässe befördert den Befall.
  • Pflanzenverletzunge z.B. durch Hagel oder Starkregen begünstigt einen Befall.

Wirtspflanzen

  • Avena sativa, Brassica-Arten, Brassica oleracea, Eruca, Raphanus sativus, Rucola.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau nach befallenen Kulturen.
  • Bei der Beregnung die Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Befallene Bestandsrest alsbald schlägeln und einarbeiten.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Bakteriziden ist nicht möglich.

Quellen

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Xanthomonas Adernschwärze (Xanthomonas campestris pv. raphani

Typisches Xanthomonas Symptom: Adernschwärze. (J.Schlaghecken) Link zu einem Befalls Foto an Rucola.

Eine der gefährlichsten Kohlkrankheiten, die auch an Rucola Beständen auftreten kann. Bisher wurden jedoch noch keine Großausfälle bekannt.

Aktuelle Arten (laut EPPO)

  • Xanthomonas campestris pv. campestris.
  • Xanthomonas campestris pv. raphani.

Schadbild und Lebensweise

  • Eine Bakterienkrankheit, die sich in den Blattern ansiedelt.
  • Befallene Blatt Adern verfärben bräunlich, daher der Name "Adernschschwärze".
  • Erste, sichtbare Symptome zeigen sich meist durch kleine v-förmige Vergilbungen bis Verbräungen an den Blatträndern.
  • Bei einem stärken Befall sterben ganze Blattpartien ab.
  • Bei den stark betroffenen Kohlarten erfolgte der Befall oft über befallene Samen. Bei Rucola ist das noch nicht nachgewiesen.
  • Befallenen Pflanzenreste können, solange sie nicht total verrottet sind, die Krankheit übertragen.
  • Feinste Blattverletzungen und Nässe befördern die Verbreitung der Krankheit.
  • Erste Schadymptome zeigen sich oft im Nahbereich der Kreiseregner.
  • Besonder gefährlich ist ein Frühbefall in der Jungpflanzenanzucht.
  • Hier können wenige befallen Samen, nach der Keimung, mit Hilfe der Beregnung Wasserspritzer, für eine schnelle Verbreitung sorgen.
  • Eine starke Bewässerung, wie sie in Trockenperioden üblich ist, kann die Entwicklung der Bakterienkran kheit stark fördern.

Wirtspflanzen

  • Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Crambe, Diplotaxis, Eruca, Juglans, Lactuca, Raphanus sativus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Bei einer Befallsvermutung spezielle Maßnahmen in der Jungpflanzenanzucht anwenden.
  • Bei Befallsverdacht bei Jungpflanzen mit Vliesauflage, das Vlies nicht feucht über die Pflanzen ziehen.
  • Parzellen mit Befall mindestens 1 Jahr, besser 2 Jahre, meiden.
  • Bei der Beregnung möglich kurze Blattnässe Perioden anstreben.
  • Strenge Beikrautregulierung, da eine Übertragung durch verwandte Beikräuter möglich erscheint.
  • Befallene Bestandsreste schnell zur Verrottung bringen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Rucola Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Alternaria Blattflecken (Alternaria brassicae)

Alteraria brassicae an einem Rucola Blatt.
(Roswitha Ulrich)
Alteraria brassicae Konidien
(Société royale de botanique de Belgique)

Durch einen Alternaria Befall kann es beim Anbau von Rucoal, vor allem im Herbst zu zu einer Qualitätsminderung und Ertragsausfällen kommen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Alternaria brassicae var. macrospora, Alternaria herculea.
  • Macrosporium brassicae

Schadbild und Beschreibung

  • Es bilden sich kleine, rundliche, eingesunkene Blattflecken.
  • Die Fleckchchen sind schwärzlich violett gefärbt.
  • Der Befall beginnt mit winzigen Fleckchen.
  • Schon ein geringer Befall macht das Erntegut unverkäuflich.
  • Die Verbreitung der Pilzsporen erfolgt mit dem Wind über weitere Strecken und auch mit den Niederschlägen im Bestand.
  • Zur Keimung der Konidien ist eine Blattfeuchte notwendig.
  • Bei 10°C vermehrt sich der Pilz noch.
  • Ein größeres Befallsrisiko besteht bei kühlfeuchten Perioden im herbst.
  • Bei Kohl und Raps wurde eine Saatgutübertragung nachgewiesen.
  • Der Pilz überdauert im Boden an befallen Rucola Reste aber auch an befallene Unkräuter.

Wirtspflanzen

  • Amoracia, Brassica Arten, Eruca, Rucola und Rhaphanus Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Bei Jungpflanzenzukauf auf Befallsfreie Ware achten.
  • Sortenunterschiede beachten.
  • Widerstandsfähigere Sorten wählen.
  • Feldhygiene optimieren.
  • Keine Pflanzung neben Befallene Bestände.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Botrytis-Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Grauschimmel (J.Schlaghecken)
Link zu einem Befall an Rucola. (Natur.com)

Die zwei Pilzkrankheiten können Rucola Bestände befallen und schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • Verbräunungen an den Wurzeln und Stängeln.
  • Insbesondere die ältesten Blätter verfärben und sterben ab.
  • Bei Botrytis bildet sich ein grauer Pilzrasen an den befallenen Stellen.

Wirtspflanzen

  • Rucola und die meisten anderen Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Pflanzkultur, befallsfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Zu dichte Bestände vermeiden
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Feldhygiene optimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Echter Mehltau (Erysiphe cruciferarum)

Erysiphe crucifererum an einem Blatt. (J.Schlaghecken)

Echter Mehltau kann Rucola Pflanzen befallen. Größere Schäden sind aber bisher noch nicht bekannt geworden.

Synonym (laut EPPO)

  • Erysiphe communis

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blätter bildet sich ein weißer Belag.
  • Bei einem stärkeren Befall bilden Blattaufhellungen und Nekrosen an den Blättern.
  • Ein Anbau im Gewächshaus begünstigt einen Befall.
  • Eine mittelhohe relative Luftfeuchtigkeit und Temperaturen im Bereich von 19-25°C begünstigen die Pilzentwicklung.
  • Da ein Befall erst relativ spät mit bloßen Augen feststellbar ist arbeit man an der Entwicklung eines digitalisierten Dedectors.
  • Die infizierten Blätter zeigten eine erhöhte Reflexion, die man mit einer Bildanalyse messen kann.
  • Im Jahre 2004 wurde ein erster Echte Mehltau Befall an Rukola in der Türkei festgestellt.
  • In Italien soll ein Befall gelegentlich vorkommen.
  • Mit zunehmender Klimaerwärmung kann der Echte Mehltau an Bedeutung gewinnen.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau neben Wirtspflanzen wie z.B. Grünkohl.
  • Eine vorbeugende Bekämpfung erscheint bisher nicht nötig.
  • Bei ernsthaftem Auftreten den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Quellen

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Falscher Mehltau (Hyaloperonospora parasitica)

Falscher Mehltau an einem Rucola Blatt.
(Tino Hedrich und Birgit Rascher)

Falscher Mehltau kann Rucola Bestände befallen. Sehr schnell kommte es zu einer Qualitäsminderung und die Ware wird unverkäuflich.

Synonym (laut EPPO)
Botrytis parasitica, Peronospora parasitica, Peronospora parasitica f. sp. raphani.

Schadbild und Lebensweise

  • Bei einem Frühbefall entstehen schon an den Keimblättern und ersten Echten Blättern Blattvergilbungen.
  • Auf der Unterseite der befallenen Blätter bildet sich ein weißgrauer Pilrasen.
  • Lange Blattnässe Zeiten erhöhen das Befallsrisiko stark.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Pilzentwicklung.
  • Zur Keimung der Konidien sind 8-12°C förderlich.
  • Das Eindringen des Pilzes in die Blätter der Rucolas ist bei 15-17°C besonders schnell möglich.
  • Der Falsche Mehltau kann sich an infizierten Blättern noch in den Verpackungen weiterentwickeln.
  • Die angebotenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich.

Wirtspflanzen (laut PestInfo)

  • Brassica, Camelina sativa, Diplotaxis, Eruca, Iberis, Lepidium, Matthiola, Raphanus sativus

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Weniger empfindliche Sorten bevorzugen.
  • Beiner Pflanzkultur die Vorbeugemaßnahmen insbesondere auf die Jungpflanzenanzucht ausrichten.
  • Blattfeuchte Zeiten minimieren.
  • Bei der Pflanzenanzucht die Taubildung vermeiden.
  • Nach einer Überkopf-Bewässerung für eine schnelles Abrocknen sorgen.
  • Eine Sonneneinstrahlung von 5 oder mehr Stunden kann die Konidien zerstören.
  • Bei Feldauswahl weiter Fruchtwechsel mit den Wirtspflanzen.
  • Kein Anbau neben Wirtspflanzen.
  • Eine Ernteverfrühung mit Folie und Vlies kann den Befall fördern.
  • Eine ganztägige Abnahme der Bedeckung bei Sonnenschein kann den Befall minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Fusarium Welke (Fusarium oxysporum)

Die Fusarium -Welke ist weltweit gesehen eine wichtige Pilzkranheit, die auch Rucola Bestände befallen und schädigen kann. In England wurde ein Fusarium-Welke Befall zum ersten mal dokumentiert. Mit zunehmender Klimaerwärmung kann die Krankheit an Bedeutung gewinnen.

Aktuelle Arten

  • Fusarium oxysporum f.sp.conglutinans.
  • Fusarium oxysporum f.sp.raphani.
  • Fusarium oxysporum f.sp.specialis.

Schadbild und Lebensweise

  • Ältere Blätter vergilben und sterben ab.
  • Befallene Leitungsbahnen verfärbte sich.
  • Die älteren Blätter vergilben teilweise halbseitig.
  • Der Pilz braucht zur Entwicklung Temperaturen von über 16°C.
  • Pilz fördernde Bodentemperaturen liegen im Bereich von 25-30°C.

Wirtspflanzen

  • Brassica-Arten, Diplotaxis tenuifolia und Raphanus-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Flächen auszuwählen.
  • Fruchtfolge optimieren.
  • Konsequente Feldhygiene.
  • Bei einem Befallsrisiko die unterschiedliche Sortenempfindlichkeit prüfen.
  • Eine chemische Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Biologische Bekämpfung mit Trichoderma viride erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae)

Kohlhernie Befall an Rucola.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, Augustenberg)
Typischen Kohlhernie Wurzelverdickungen an Rucola.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, Augustenberg)

Auch Rucola kann von Kohlhernie befallen werden.

Schadbild und Beschreibung

  • An den Rucola Wurzeln bilden sich verdickte Wurzeln.
  • Bei einem stärkeren Befall, insbesondere an warmen, sonnigen Tagenn welken die Pflanzen.
  • Das Laub der Pflanzen ist bei einem Befall blaugrün getönt.
  • Bei einer stärkeren Bodenverseuchung ist mit einem Totalausfall zu rechnen.
  • Es handelt sich um einen Schleimpilz, der einzellige Schwärmsporen bildet.
  • Im Bodenwasser können sich die Schwärmsporen frei bewegen.
  • Der Pilz kann viele Jahre, auch 10 Jahre und länger im Boden überdauern.
  • Der Befall an den Wurzeln tritt in einem Bereich zwischen 9 und 35 °C auf, die meisten Infektionen erfolgen bei Temperaturen zwischen 23 und 25 °C.
  • Leichte Böden sind für den Pilz günstiger als schwere Böden.
  • Ein niedriger pH-Wert des Bodens ist förderlich für die Pilzentwicklung.
  • Plasmodiophora brassicae kann auch an einigen Beikräutern vorkommen.
  • Der Pilz bildet eine ganze Anzahl an Pathotypen.
  • Der Erreger wird mit Erde, die an Geräten und Fußbekleidungen haften bleibt, verbreitet, aber auch mit Erdkrümel, die durch den Wind verfrachtet werden.

Wirtspflanzen

  • Alle Kreuzblütler-Arten, insbesondere Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Grünkohl, Kohlrabi, Kopfkohl. Rucola und Rosenkohl.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Parzellen auswählen.
  • Weiter Fruchtwechsel mit Kreuzblütler.
  • Vor anbaubeginn sollten der pH-wert des bodens im oberen Bereich liegen.
  • Versuche mit 100 dt/ha Brandkalk je ha, rechtzeitig vor der Pflanzung ausgebracht, ergaben eine beachtliche Ertragsverbesserung bei einem starkem Kohlhernie Befall.
  • Kalkstickstoff Einsatz kann helfen ist jedoch wegen der Nitratproblematik umstritten.
  • Eine Rucola Pflanzkultur mit gesundem Pflanzmaterial kann kann auf befallenen Parzellen das Befallsrisiko erheblich vermindern.

Videos

Quellen

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Rhizoctonia (Rhizoctoni solani)

Rucola solani (Thanatephorus cucumeris) Befall an Rucola
Dr. Jan Hinrichs-Berger)

Eine weitverbreitete Pilzkrankheit, die inzwischen auch an Rucola aufgetreten ist. In einem großen italienischen Anbaugebiet wurde 2004 erstmalig ein Befall dokumentiert.

Formen

  • Rhizoctonia solani: Nebenfruchtform.
  • Thanatephorus cucumeris: Hauptfruchtform.

Schadbild und Lebensweise

  • Befallene Pflanzen zeigen eine Wuchshemmung.
  • Die Blätter vergilben.
  • Nekrotische Läisonen an der Blattrosette und der Hauptwurzel.
  • Schon bei der Keimung kann eine Infektion erfolgen.
  • Verletzungen z.B. durch Schädlinge können einen Befall befördern.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei feuchtwarmen Bedingungen.
  • Gelegentlich werden die Blätter vor allem in Bodennähe von einem grauweißen, dichten, dünnen Myzel überzogen (durch die Hauptfruchtform Thanatephorus cucumeris hervorgerufen)
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.
  • Rhizoctonia solani bildet Sklerotien aus, die jahrelang im Boden überdauern können.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anethum, Apium, Artemisia, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Coriandrum, Cucumis, Cucurbita, Daucus, Diplotaxis, Eruca, Glycine, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Physalis, Pisum, Raphanus, Rosmarinus, Solanum, Spinacia, Thymus, Valerianella, Vicia und viele weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Parzellen (ohne Sklerotien im Boden) wählen.
  • Fruchtfolge optimieren z.B. durch Wechsel mit Getreideanbau.
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Sklerotienbildung, z.B. sofort nach der Ernte Bestandsreste zerkleiner und einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sklerotinia Fäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Sklerotinia Befall: Typisch weißes Mycel und schwarze Sklerotien. (J.Schlaghecken)

Eine Pilzkrankheiten, die insbesondere bei ungünstigen Fruchtfolgen zu einem Ausfällen führen kann. Besonders gefährlich im Gewächshausanbau. Im Jahre 2003 wurde in zum ersten Mal in Italien ein Befall dokumentiert.

Schadbild und Lebensweise

  • Tritt im Freiland- und Gewächshausanbau auf.
  • Befallene Pflanzen erkennt man daran, das sie welken un dsterben ab.
  • Es entwickelt sich ein weißliche Pilzmyzel.
  • Nach ein paar Wochen bildet der Pilz seine Dauersporen, die schwärzlich Sklerotien.
  • Die Rucola Pflanzen können vom Boden über vorhandene Sklerotien befallen werden.
  • Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C.
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago, Brassica, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium , Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viel andere.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Befallsfreie Parzellen wählen.
  • Fruchtwechsel mit Nichtwirtspflanzen.
  • Ein Anbau im Wechsel mit Getreide erscheint vorteilhaft.
  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Eine biologische Bekämpfung ist mit mit Coniothyrium minitans(z.B. Contans WG) möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Planzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Weißer Rost (Albugo candida)

Weißer Rost an Rucola (Eruca sativa) Blätter.
(Roswitha Ulrich)
Link zu einem Foto: Weißer Rost an Rucola Blätter.

Pilzkrankheit, die vor allem in kühleren und feuchteren Regionen, bevorzugt im Herbst auftritt. Bisher beim Anbau von Rucola nur gelegentlich aufgetreten.

Schadbild und Lebensweise an Eruca sativa (R.Ullich)

  • Zu Beginn zeigen sich an der Blattoberfläche kleine gelblich hellgrüne Flecken.
  • Später werden die Flecken gelblich und es bilden sich hellbraune Nekrosen.
  • Vor allem an der Blattunterseite bilden sich Erhebungen, die später aufplatzen.
  • Nach dem Aufplatzen sind weiße Pusteln zu sehen.
  • Die Pustel sind gefüllt mit Sporangien.
  • Ein Pflanzenbefall ist sowohl örtlich als auch systemisch möglich.
  • Albugo Wird nicht den Rostpilzen zugeordnet, gehört zu den Falschen Mhltaupilzen (Peronosporaceae).
  • Der Pilz bildet verschiedene Rassen.
  • Der Pilz kann sich bei 0-25°C entwicklen, optima ist jedoch 10-15°C.
  • Albugo candida überdauert an befallenem, lebenden Pflanzengewebe oder als Oosporen.
  • die Oosporen können viel Jahre im boden überdauern.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Brassica napus, Brassica oleracea, Camelina sativa, Capparis, Eruca, Eutrema japonicum, Lunaria, Raphanus sativus, Rucola.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Kein anbau auf Parzellen mit einem Befall in den lettzen jahren.
  • Fruchtwechsel mit nicht Wirtspflanzen.
  • Kein Anbau neben Brassicaceae Gründüngungskulturen.
  • Feldhygiene: Befallene Bestandsreste so bald möglich schlägeln und einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Video

Quellen

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Schädlinge

An Rucola Bestände können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Myzus persicae und andere )

Pfirsichblattlaus geflügelt. (James K. Lindsey)

Blattläuse können Rucola Bestände befallen und Schaden anrichten.

Schadbild und Beschreibung

  • Besonders gefährlich ist die Pfirschblattlaus (Myzus persicae), die hier näher beschrieben wird.
  • Synonyme: Aphis dianthi, Aphis malvae, Myzodes persicae und Myzus tabaci.
  • Ein starker Befall kann die Vermarktungsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Tritt vor allem im Spätsommer und Herbst auf.
  • Die ungeflügelten Tiere sind etwa 1,8-2,5 mm groß.
  • Eine schnelle Verbreitung wird durch geflügelte Tiere möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert im Sommer ca. 2 Wochen.
  • Pro Jahr gibt es etwa 10 Generationen.
  • Die im Herbst gelegten Eiern dienen der Überwinterung.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium graveolens, Asparagus officinalis, Beta vulgaris, Borago officinalis, Brassica Arten, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Eruca, Glycine max, Ipomoea, Ipomoea batatas, Lactuca, Lens culinaris, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Rucola, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Spinacia oleracea, Vicia faba und viele andere Zierpflanzen usw..

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Laufend, sorgfältige Bestandskontrollen, die Blattläuse schwer zu erkennen sind.
  • Nützlinge in der Gemarkung fördern.
  • Schutznetze können schützen sind aber kaum praktikabel.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassene Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Die verwendeten Insektizide sollten nützlingsschonend sein.

Videos

Quellen

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Erdflöhe (Psylliodes Arten)

Erdfloh Schaden an Rucola Blätter. (J.Kreiselmaier)

Erdflöhe können Rucola Bestände schnell sehr stark schädigen. Die sogenannten Erdflöhe sind Käfer.

Aktuelle Arten

  • Phyllotreta cruciferae (Gewöhnlicher Erdfloh).
  • Phyllotreta undulata (Geschweiftstreifiger Kohlerdfloh).

Schadbild und Beschreibung

  • Vor allem die erwachsenen Tiere fressen kleine Löcher in die Blätter der Rucola Blätter.
  • Im Keim- und Sämlings Stadium ist schnell ein Totalschaden möglich.
  • Im Frühstadium gefressene Löcher werden mit dem Blattwachstum größer.
  • Die erwachsenen Erdflöhe sind ungefähr 1,5-3,0 mm lang.
  • Die Käfer legen ihre Eier im Boden ab.
  • Die Käfer überwintern im Boden und wechseln im Frühjahr zu den Rucola Beständen.
  • Bei Temperaturen ab 15 °C nimmt die Fraß Tätigkeit der Käfer zu.
  • Die Erdfloh Larven ernähren sich von den Wurzeln der Pflanzen.
  • Die Entwicklung vom Ei bis zum Käfer dauert ca. 3 Monate.
  • Erdflöhe können das gefährliche Turnip yellow mosaic Virus übertragen.
  • Im Mai kommt es in der Pfalz gewöhnlich zu den größten Schäden der ersten Generation.
  • Ab Ende Juli / Anfang August tritt schließlich noch eine zweite Käfergeneration auf.

Wirtspflanzen

  • Brassica oleracea, Brassica napus und andere, Eruca, Raphanus sativus, Rucola und Sinapsis alba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Für den Anbau eine Gemarkung mit wenige oder besser keinen Wirtspflanzen auswählen.
  • Besonders problematisch sind Nachbarbestände von Ölrettich, Senf usw.
  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Zuflug kontrollieren.
  • Schutznetze mit einer Maschenweite von 0.8 mm schützen.
  • Vor der Auflage der Schutznetze muss die Parzelle Befalls frei sein.
  • Kein direkter Rucola Anbau nach einander, da die Erdfloh-Larven im Boden leben.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Insektizide erwägen.
  • Die verwendete Insektizide sollten Nützlings schonend sein.

Video

Quellen

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Minierfliegen (Liriomyza, Scaptomyza u.a.)

Minierfliegen Larven Befall an einem Rucola Blatt. (Josef Schlaghecken)

Minierfliegen Maden können Rucola Blätter befallen und Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Liriomyza brassicae (Kohl Minierfliege), Synonyme: Agromyza brassicae, Liriomyza cruciferarum, Oscinis brassicae.
  • Scaptomyza flava (Kreuzblütler Minierfliege), Synonyme: Drosophila flava, Scaptomyza apicalis, Scaptomyza flaveola.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern entstehen linienförmige oder flächige Aufhellungen.
  • Manchmal sieht man im veränderten Blattgewebe einzelne Larven.
  • Zur Kontrolle das befallene Blatt im Gegenlicht betrachten.
  • Die Larven minieren im Blattgewebe und schädigen es.
  • Stärker befallene Blattpartien sterben ab.
  • Die Minierfliegen sind etwa 3 mm lang.
  • Befallen Blätter dürfen nicht ins Erntegut gelangen.
  • In der Verpackung können geschädigte Blätter schnell faulen.

Wirtspflanzen Liriomyza huidobrensis

  • Allium, Apium, Beta, Brassica, Capsicum, Cirsium, Cucumis, Cucurbita, Lactuca, Lycopersicum, Medicago, Ocimum, Phaseolus, Pisum, Raphanus, Septoria, Solanum, Spinacia, Spinacia, Stellaria, Vicia und andere.

Video

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Laufende Bestandskontrollen.
  • Eine Bekämpfung ist in den meisten Fällen nicht nötig.
  • Eine direkte Bekämpfung ist sehr schwierig.
  • Eingesetzte Insektizide zur Bekämpfung anderer Schädlinge haben teilweis eine Nebenwirkung.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rapsglanzkäfer (Brassicogethes aeneus)

Rapsglanzkäfer an den Blüten. (J.Schlaghecken)

Rapsglanzkäfer können an Rucoa Beständen mit Blütenanlagen Probleme bereiten.

Synonym (laut EPPO)

  • Meligethes aeneus.

Schadbild und Beschreibung

  • Weit verbreiteter Schädling in Europa.
  • Die Rapsglanzkäfer findet man an den blühenden Rucola Beständen, sie fressen die Blütenpollen.
  • Sie verursachen keine Blatt Fraßschäden wie die Erdflöhe, können aber trotzdem Probleme bereiten.
  • Bei einer maschinellen Ernte können Käfer mit in die Vermarktungs Schalen gelangen.
  • Die Käfer sind etwa 2-3 mm groß.
  • Die Käfer legen ihre Eier in die ungeöffneten Blüten.
  • Die Verpuppung erolgt im Boden.
  • Je nach Entwicklungsbedingen dauert ein Lebenszyklus 25-30 Tage.
  • Die üblicherweise vorkommende zweite Generation überwintert.

Wirtspflanzen

  • Barbarea, Brassica oleracea, Brassica napus, Rucola, Sinapsis alba

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Rucola in Gewanne mit wenig blühenden Wirtspflanzen anbauen.
  • Zuflug genau beobachten und Schadschwelle bedenken.
  • Zuflug wohl erst bei 15°C oder wärmer.
  • Bei Bedarf den einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Zur Blütezeit ist bes. auf den Bienenschutz zu achten.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

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Raupen (Pieris Arten u.a.)

Kohlweißlings Raupen fressen Rucola Blätter (J.Ziegler)
Link zu einem Raupenfraß Foto an Rucola.

Rucola Pflanzen können durch Raupenfraß geschädigt werden. Auf Grund der kurzen Kulturdaur sind Schäden jedoch erher selten zu erwarten.

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an den Blättern.
  • Die Falter legen ihre Eier senkrecht in die Blätter.
  • Der Kleine Kohlweißling legt seine Eier einzeln ab.
  • Der Große Kohlweißling legt seine Eier in Gruppen ab.
  • Bei starkem Befall Totalschaden.

Wirtspflanzen

  • Alle Kreuzblüter Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Verpackungsprobleme

Rucola wird meist in Plastikboxen vermarkten. Bei einer falschen Marktaufbereitung und Lagerung kann es zu Problemen kommen. ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Bakterielle Fäule

Bakterielle Fäulnis an Rucola in einer Plastikbox. (J.Schlaghecken)

Rucola, angeboten in Plastikboxen, kann bei falscher Behandlung, von einer bakteriellen Fäunis befallen werden.

Schadbild und Lebensweise

  • Insbesondere an den Schnittstellen und gequetschten Blattstellen kommt es zu einer Verfärbung
  • Eine bakterielle Fäulnis zerstört das Gewebe.
  • Bei einem stärkeren Befall verfärben sich die Blattstiele bräunlich.
  • Das zerstörte Blattgewebe wird weich und schmierig.
  • Solche bakteriellen Fäulen entwicklen sich bes. gut bei großer Blattnässe, hoher Luftfeuchte und ungekühlten Lager- und Verkausräumen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nur gesunde Blattware in geschlossenen Kleinverpackungen verwenden.
  • Das Rucola Erntegut sollte ohne Blattnässe in die Verpackung gehen.
  • Rucola in Kleinverpackungen sollte opmal gekühl werden.
  • Eine geschlossene Kühlkette von dere Ernte bis zum Verbraucher ist vorteilhaft.
  • Bei sachgerechter Aufbereitung und Behandlung sind heutzutage, die in den Quellen aufgeführten Mängel zu vermeiden.

Quellen

Technische Hilfen

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Siehe auch in Hortipendium

Quellen Offline

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  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4


Quellen Online

Autoren und Mitwirkende

  • Bedlan Gerhard, Dr., Institut für Pflanzenschutz, BOKU, Tulln, Österreich.
  • Hedrich Tino, LWG-Bayern, Bamberg.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Landes Angela Dr., BOLAP, Speyer.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Pauz Ewald, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Rascher Birgit, LWG-Bayern, Bamberg.
  • Sauer Heike, LVG Heidelberg.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Stein Andreas, LVG Heidelberg.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.