Pfefferminze Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Minzenblattkäfer auf einer Minzen Pflanze. (IfIFitsISits)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Pfeffermine (Mentha species) als Küchenkraut oder Heilpflanze können Krankheiten und Schädlinge zu Qualitätsmängel oder sogar zu einem Totalausfall führen. Die Pflanzenart gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Es empfiehlt sich schon vor Anbau Beginn mögliche Anbau Risiken zu kennen und mögliche Vorbeuge- und Bekämpfungsmöglichkeiten zu kennen.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon beim Pfefferminze Bodenanbau

Pfefferminze Bestand. (Forest and Kim Starr)
  • Bedenken, das die Pfefferminze eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) ist.
  • Dabei berücksichtigen, um welche Art des Anbaus es sich handelt.

Pfefferminze Anbau als Bodenkultur im Freiland

  • Hier sind vor allem die Folgenden Dinge zu beachten.
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten und Hortipendium Artikel.
  • Grundsätzlich kein Salbei Anbau nach Doldenblütler.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine Böden mit größeren Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken (Wasserstaugefahr) wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (P, K, Mg, B, pH-Wert usw.) kontrollieren.
  • Auf eine gute Humusversorgung des Bodens achten.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.

Fruchtwechsel optimieren
Grundsätzlich haben sehr eng verwandte Gemüsearten gleiche Krankheiten und Schädlinge. So ist es auch bei der hier behandelten Gemüseart, der Pfefferminze, die zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). gehört. Einige Schaderreger sind bodenbürtig, das heißt, sie überdauern im Boden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, innerhalb der Fruchtfolge möglichst weniger als 20% Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie anzubauen. Auf jeden Fall, wenn irgend möglich, so eng verwandte Pflanzenarten nie nacheinander anbauen. Im Folgenden die wichtigsten Arten der Familie der Lippenblütler.

Quellen

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

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Pfefferminze Anbau als Topfkräuter Kultur im Gewächshaus

Ziel: Erfolgreicher Pfefferminze Topfkräuter Anbau.
(Josef Schlaghecken)
  • Hygienisch saubere Gewächshäuser.
  • Krankheitsfreie Töpfe.
  • Substrate mit ein für Salbei angepasstes Nährstoffangebot.
  • Krankheitsfreie Substrate.
  • Krankheitsfreies Saatgut.
  • Optimierte Klimaführung.

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

Quellen

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Pilzkrankheiten

Verschiedene Pilzkrankheiten können den Pfefferminze Kulturen großen Schaden anrichten. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Echter Mehltau (Golovinomyces biocellatus-Komplex)

Golovinomyces biocellatus an Mentha sp. (Jerzy Opioła)

Eine Pilzkrankheit, die großen Schaden anrichten kann.

Synonyme von Golovinomyces biocellatus (bei EPPO)

  • Erysiphe biocellata.
  • Oidium erysiphoides.

Schadbild und Lebensweise (an Mentha x spicata)

  • Auf den Blättern bilden sich rundliche, hellgrüne Flecken.
  • Später entstehen größere helle Flecken und Chlorosen.
  • Kleine Bereiche in den Flecken verbräunen.
  • Bei einem sehr starken Befall verfärben sich ganze Blätter weißlich und sterben unter Nekrotisierung ab.
  • Der typische hellgraue Überzug aus Mycel und Konidien Träger findet man hier an den Blattunterseiten.
  • Eine Blattinfektion kann schon bei trockenen Oberflächen und 70-80% rel. Luftfeuchtigkeit erfolgen.

Wirtspflanzen

  • Lamiaceae, wie Glechoma hederacea; Lycopus, Nepetoideae, Mentha-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vorhandene Resistenzen prüfen und nutzen.
  • Soweit möglich, Infektionsdruck durch Rückschnitt reduzieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rost Krankheit (Puccinia menthae)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Typisches Puccinia menthae Befalls Schadbild.
(Peter de Lange)

Pilzkrankheit, die Pfefferminz Pflanzen schaden kann.

Schadbild und Lebensweise (Ökolandbau.de)

  • Schäden treten etwa ab Ende April auf.
  • Es bilden sich unregelmäßige hellbraune Blattflecke mit gelbem Hof.
  • Später bilden sich kleine, schwarzbraune, Pyknidien.
  • Die an den Pflanzen sichtbaren violetten Rostpusteln sind die Fruchtkörper des Pilzes.
  • Daraus freiwerdende Sporen keimen auf den Pflanzen aus und bilden andere Sporen, welche weitere Pflanzen infizieren können.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben die Blätter ab.
  • Puccinia menthae ist nicht wirtswechselnd und schließt seinen vollständigen Entwicklungszyklus auf nur einer Wirtspflanze ab.
  • Im Frühjahr erfolgt die Infektion der Pflanzen über Sporen, die durch Wind und Wasserspritzer verbreitet werden.
  • Im Spätsommer entstehen dunkel gefärbte Sporen, die den Winter an den Pflanzen überdauern.
  • Im Frühjahr entstehen neue Sporen gebildet, welche die Bestände bei ausreichend feuchten Blättern erneut infizieren.
  • Feuchte Witterungsperioden fördern den Befall.

Wirtspflanzen

  • Mentha x piperita und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Sehr dichte Bestände vermeiden.
  • Fruchtfolge optimieren.
  • Kein Freilandanbau neben befallenen Beständen.
  • Soweit möglich, Erstbefall und befallene Bestandreste sicher entsorgen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Verticillium Welke (Verticillium dahliae)

Diese Welke Krankheiten kann schweren Schaden an Pfefferminze Pflanzen hervorrufen.

Schadbild und Lebensweise

  • Vielfach zeigen sich die Krankheits Symptome gegen Ende der Saison, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen.
  • Zu Beginn zeigt sich eine Wuchshemmung.
  • Dabei kommt es zu einer Stängel Verbräunung.
  • Manchmal entstehen auch Blatt Chlorosen.
  • Bei einem starken Befall welken ganze Triebe und sogar ganze Pflanzen und sterben ab.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Bodenanbau befallene Parzellen meiden.
  • Optimierung der Fruchtfolge, möglichst 5 Jahrelang kein Anbau.
  • Getreidearten und Mais scheinen eine gute Vorfrucht zu sein.
  • Soweit möglich, weniger empfindliche Pfefferminze Stämme bzw. Sorten verwenden.
  • Wenn nötig, den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Schädlinge

Verschiedene Schädlinge können großen Schaden an den Pfefferminze Pflanzen hervorrufen.

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Minzenblattkäfer (Chrysolina menthastri)

Datei:Chrysolina herbacea on a mint leaf.jpg
Minzenblattkäfer auf einer Minzen Pflanze. (IfIFitsISits)

Minzenblattkäfer können einen großen Schaden an den pflanzen hervorrufen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Chrysolina herbacea.
  • Chrysomela herbacea.

Schadbild und Lebensweise

  • Mit ersten Käfern ist in der Zeit von Ende April bis evtl. September zu rechnen.
  • Die Käfer findet man vor allem an den Triebspitzen.
  • Etwa ab Ende Mai können die fressenden Larven gefunden werden.
  • Bei einem stärkeren Auftreten kann es zu einem Kahlfraß kommen.
  • Zum Teil bleiben zunächst noch die blattrippen stehen.
  • Es finden sich mehrere Fraß Stellen pro Blatt mit Größen von 0,5 bis 1,5 Zentimeter.
  • Bei starkem Befall kommt es zum Kahlfraß, nur die Mittelrippen bleiben stehen.
  • Viele kleine schwarzbraune Kot Kügelchen deuten auch auf die gefräßigen Larven hin.
  • Die Käfer haben einen kurzen Körper mit hochgewölbten Flügeldecken und eine metallisch glänzende Färbung.
  • Die Larven haben eine erdbraune Färbung sowie einen schwarzen Kopf und werden ca. fünf mm lang.
  • Pro Jahr gibt es eine Generation.
  • Die Paarung der Käfer und Eiablage finden im Frühjahr statt.
  • Die ca. zwei mm langen, flachen, cremefarbenen bis orangebraunen Eier werden gruppenweise zu ca. 15 Stück an den Blattunterseiten gelegt.
  • Nach 8 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Nach einer Fraß Periode von vier bis sechs Wochen erfolgt die Verpuppung in der Erde, die leuchtendgelbe Puppe liegt in der oberen Bodenschicht.
  • Die Käfer schlüpfen nach einer 10 bis 14-tägigen Puppenruhe, fressen erneut an den Pflanzen und überwintern dann später im Boden.
  • Evtl. ist auch eine Überwinterung im Puppenstadium ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Menta-arten

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Neue Kulturen möglich nicht neben alten Anlagen anlegen.
  • Ein früher Ernteschnitt kann die Vermehrungsrate der Käfer reduzieren.
  • Kulturschutznetze können schützen, wenn die Käfer nicht schon im Boden oder Bestand sind.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Raupen (Pyrausta aurata und andere)

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Goldzünsler (Pyrausta aurata) Raupe. (Line Sabroe)

Verschiedene Schmetterlingsdraupen können Schaden an Minzekulturen anrichten.

Aktuelle Arten

  • Pyrausta aurata (Goldzünzler)

Schadbild und Lebensweise

  • Fraß an den Blättern.
  • Flügelspannweite 18-20 mm, Vorderflügellänge von 8-9 mm.
  • Grundfarbe der Vorderflüge purpurrot bis rotbraun mit wenigen gelben Flecken.
  • Flecken Vorkommen sehr ist variabel.
  • Eier ist länglich und grünlich-gelblich gefärbt.
  • Raupen etwa 13 mm lang, hellgrün, dunkelgrün, hellbraun, schwarzgrau oder auch rötlich gefärbt mit einer dunklere Rückenlinie.
  • Kopf und das Nackenschild bräunlich schwarz.
  • Die Puppe ist schlnak rotbraun bis schwarzbraun.

Wirtspflanzen

  • Calamintha, Melissa officinalis, Mentha, Nepeta cataria, Origanum vulgare, Salvia pratensis,Thymus,

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel.
  • Kein Anbau neben anderen Wirtspflanzen Feldern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Trauermücken (Bradysia, Lycoriella) und andere

Totalausfall durch Trauermücken Larven
(Frank Korting, DLR Neustadt/Wstr.)
Trauermücken Larve. (Rainer Wahl, DLR Neustadt/Wstr.)

Trauermücken Larven können bei der Topfkräuter Kultur großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Bradysia coprophila, Bradysia impatiens, Bradysia praecox, Bradysia paupera und weitere.
  • Lycoriella ingenua.
  • Sciara militaris.

Schadbild und Beschreibung

  • Befallene Pflanzen welken.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Die Pflanzen Stängel im Bodenbereich werden zerstört und verfärben braun.
  • Im Wurzelbereich findet man die beinlosen Larven.
  • Stark befallene Pflanzen sterben.
  • Normal leben die Trauermücken Larven von Pilzmyzelien sowie von sich zersetzendem organischen Material.
  • Pflanzenschädigende Trauermücken Arten fressen jedoch auch an den verschiedenen Topf-Küchenkräutern.

Trauermücken Merkmale (Beispiel Bradysia)

  • Die Familie der Trauermücken (Sciaridae) gehört zur Ordnung der Zweiflügler (Diptera).
  • Ebenso wie zum Beispiel bei Fliegen oder Stechmücken ist das zweite Flügelpaar der Trauermücken zu sog. Schwingkölbchen oder Halteren umgebildet, mit deren Hilfe das Insekt die Schwerkraft wahrnehmen kann.
  • Viele aktuelle Trauermückenarten gehören zur Gattung Bradysia an.
  • Die Mücken sind etwa 1-8 mm groß und haben längliche und dunkel gefärbt.
  • An den rel. kleinen Köpfen befinden sich fadenförmigen Antennen.
  • Die Augen sind oberhalb der Fühler durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.
  • Fühler und Beine sind lang und zart gebaut.
  • Die weiß gefärbten, beinlosen Larven sind schlank und haben eine dunkle Kopfkapsel.
  • Die Larven sind z.T. durchsichtig, so dass der Verdauungstrakt sichtbar ist.
  • Die Larven werden bis zu sechs mm groß.
  • Viele Trauermückenarten gehören der Gattung Bradysia an, die auf allen Kontinenten vertreten ist.
  • Für einen ganzen Entwicklungszyklus brauchen Trauermücken der Gattung etwa drei Wochen.
  • Bei günstigen Bedingungen kann eine Trauermücke 70 oder mehr Eiser ablegen.
  • Ein Entwicklungszyklus von Bradysia impatiens dauert etwa 25-30 Tagen.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Da sich Trauermücken nur im feuchten Substrat gut entwickeln können jegliche Übernässung und Wasserstau vermeiden.
  • Bei Topfkulturen kann eine Bewässerung von unten den Befalls Druck mindern.
  • Die Anbauflächen frei von Algen und Unkraut halten.
  • Unvollständig verrottetes organischem Material begünstigen das Auftreten von Trauermücken.
  • Substratvorräte durch eine Bedeckung vor eine Besiedlung schützen.
  • Die Aktivitäten der fliegenden Trauermücken kann man mit Hilfe von gelben Leimtafeln überwachen.
  • Bekämpfung von Trauermücken im Larvenstadien kommen Bacillus thuringiensis, Nematoden (Steinernema feltiae) und Raubmilben (Hypoaspis sp.) in Frage. Der Wirkungsgrad ist sehr unterschiedlich.
  • Die umherfliegenden adulten Trauermücken können mit Hilfe von gelben Leimtafeln (sog. Gelbfallen) kontrolliert werden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Integrierter Anbau von Pfefferminze im Freiland: (PS-Info)
  • Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Zikaden (Empoasca, Eupteryx Arten u.a.)

Zikaden mit Schaden an einem Blatt. (Elke Freese.)
Link zu einem Schadbild an Mentha × piperita

Zikaden können an Pfefferminze Pflanzen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Emelyanoviana mollicula (Schwefelblattzikade).
  • Empoasca decipiens (Gemüse Blattzikade oder Grüner Blatthüpfer).
  • Eupteryx atropunctata (Bunte Kartoffelblattzikade) .
  • Eupteryx decemnotata (Ligurische Blattzikade).
  • Eupteryx florida (Gartenblattzikade).
  • Eupteryx melissa (Kräuter Blattzikade).

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Mitte Mai können auftretende Zikaden Pfefferminze Pflanzen schädigen.
  • Beim Annähern und berühren der Pflanzen, springen kleine Insekten weg.
  • Die Zikaden saugen an ihren Wirtspflanzen.
  • An den Blättern entstehen weiße Saugstellen mit silbergrauem Glanz.
  • Besonders bei milder und trockener Witterung ist mit einem Schaden zu rechnen.
  • Die Blätter wirken weiß gesprenkelt, später fahl Grün, bis hin zum vollständigen Verschwinden des Blattgrüns.
  • Nach stärkerer Saugtätigkeit entstehen größere, weißliche Flecken auf den Blättern.
  • Die erwachsenen Tiere haben nur eine Länge von 3-4 mm.
  • Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Empoasca decipiens durchläuft 5 Nymphen Stadien.
  • Erst im letzten Nymphen-Stadium bilden sich Flügel.
  • Günstige Temperaturen sind 20-25°C.
  • Ein ganzer Lebenszyklus erfolgt je nach Umständen in 2-5 Wochen.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Chrysanthemum, Cucumis sativus, Malus, Mentha, Ocimum basilicum, Phaseolus, Prunus dulcis, Solanum tuberosum, Vicia faba, Vitis, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Befall kontrollieren.
  • Beim Freilandanbau kein Anbau anlegen neben befallene Altbestände.
  • Der Eiparasitoid Anagrus atomus kann als Nützling helfen.
  • Die Pilze Metarhizium anisopliae, Paecilomyces fumosoroseus und Beauveria bassiana können evtl. bei der Bekämpfung helfen.

Videos

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Autoren und Mitwirkende

Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Barbi Martina, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Bomme Ulrich, Dr., Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), Freising.
  • Gabler Jutta, Dr., Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) - Institut für Resistenzforschung und Pathogendiagnostik (IRP), Quedlinburg.
  • Gärber Ute, Dr., JKI, Quedlinburg.
  • Groos Ulrich, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Griesheim.
  • Hedrich Tino, FiBL, Frick, Schweiz.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Mondani Willi, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Wiesbaden.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Schneller, Harald, LTZ Augustenberg.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Vietmeier Andreas, Landwirtschaftskammer NRW, Bonn.

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online

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