Oregano Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Origanum vulgare-Blattläuse-1-Josef Schlaghecken.jpg
Oregano Pflanze (rechts) mit einem Blattlaus Befall.
(Josef Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Oregano(Origanum vulgare) als Küchenkraut oder Heilpflanze können Krankheiten und Schädlinge zu Qualitätsmängel oder sogar zu einem Totalausfall führen. Die Pflanzenart gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Vorbeugender Pflanzenschutz schon beim Oregano Bodenanbau

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Ziel: Erfolgreicher Oregano Anbau. (Stickpen)
  • Bedenken, das Oregano eine Pflanzenart aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) ist.
  • Dabei berücksichtigen, um welche Art des Anbaus es sich handelt.

Oregano Anbau als Bodenkultur im Freiland

  • Hier sind vor allem die Folgenden Dinge zu beachten.
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten und Hortipendium Artikel.
  • Grundsätzlich kein Oregano Anbau nach Lippenblütler.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine Böden mit größeren Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken (Wasserstaugefahr) wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (P, K, Mg, B, pH-Wert usw.) kontrollieren.
  • Auf eine gute Humusversorgung des Bodens achten.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.
  • Hochwertige, krankheitsfreies Saatgut verwenden.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Oregano Erwerbsanbau

Fruchtwechsel optimieren
Grundsätzlich haben sehr eng verwandte Gemüsearten gleiche Krankheiten und Schädlinge. So ist es auch bei der hier behandelten Gemüseart, dem Oregano, der zu der Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). gehört. Einige Schaderreger sind bodenbürtig, das heißt, sie überdauern im Boden. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, innerhalb der Fruchtfolge möglichst weniger als 20% Arten aus der gleichen Pflanzenfamilie anzubauen. Auf jeden Fall, wenn irgend möglich, so eng verwandte Pflanzenarten nie nacheinander anbauen. Im Folgenden die wichtigsten Arten der Familie der Lippenblütler.

Quellen

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Oregano Anbau als Topfkräuter Kultur im Gewächshaus

Ziel: Erfolgreicher Oregano Topfkräuter Anbau.
(Josef Schlaghecken)
  • Hygienisch saubere Gewächshäuser.
  • Krankheitsfreie Töpfe.
  • Substrate mit ein für Oregano angepasstes Nährstoffangebot.
  • Krankheitsfreie Substrate.
  • Krankheitsfreies Saatgut.
  • Optimierte Klimaführung.

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

Quellen

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Virus Krankheiten

An Oregano Bestände können Viruskrankheiten auftreten und Schaden anrichten.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Luzernemosaikvirus (Alfamovirus)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Typisches Alfamovirus Schadbild. Hier an Klee.
(James K. Lindsey)

Das Luzernemosaikvirus kann Oregano Pflanzen befallen und schädigen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Alfalfa mosaic alfamovirus.
  • Alfalfa mosaic virus.
  • Alfalfa virus 1 and 2.
  • AMV.

Schadbild und Lebensweise

  • Es entstehen sehr unterschiedliche Schadsymptome.
  • Gelblich weißliche Blattflecken, Blattmosaiken, Welkeerscheinungen, Missbildungen und Nekrosen.
  • Eine Virusart aus der Familie der Bromoviridae.
  • 1931 berichtete Weimer J.L. als Erster über AMV bei Luzerne (Medicago sativa).
  • Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch einige Blattlaus Arten wie Grüne Pfirsichblattläuse und über 10 weitere Arten.
  • Eine Samen Übertragung ist möglich.
  • Ein stärkerer Befall kann vermutlich den Pflanzengehalt an Cu-, Fe-, Mn-, P- und Zn verringern.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Entsprechend Saatgut Tests sind möglich.
  • Möglichst kein Anbau neben Wirtspflanzen Bestände.
  • Blattlaus Befall minimieren. (Die Wirkung zur Virus Befalls Reduzierung ist umstritten.)
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zur Blattlaus Regulierung erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Bakterien Krankheiten

An Oregano Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Pseudomonas Blattflecken (Pseudomonas syringae)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Pseudomonas syringae Befall an einer Oregano Pflanze.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)
Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Pseudomonas syringae Befall an Oregano Blätter.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)

Die bakterielle Blattflecken Krankheit kann großen Schaden an Oregano pflanzen hervorrufen.

Schadbild und Lebensweise (Bedlan und Hinrichs-Berger)

  • Zunächst entstehen winzig kleine hellgelbe bis hellbraune Tupfen auf den Blättern.
  • Die Flecken vergrößern sich und verbräunen.
  • Später können die Flecken schließlich die gesamte Blattspreite bedecken.
  • Das Bakterium wird mit dem Samen übertragen.
  • Der Erreger überwintert in infizierten pflanzlichen Rückständen im Boden.
  • Die Bakterien dringen durch Verletzungen, Stomata und die Wasserspalten (Hydatogen), die sich an den Blatträndern befinden, in das Blattgewebe ein.
  • Die Bakterien besitzen 1 bis 5 Geißeln, mit deren Hilfe sie sich zwischen den Zellen der Blatt- und Fruchtgewebe bewegen.
  • Bei günstigen Bedingungen vermehren sich die Bakterien sehr rasch.
  • Die optimale Wachstumstemperatur liegt bei 25 bis 28 °C.
  • Es muss aber auch eine höhere Luftfeuchtigkeit vorhanden sein.

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Origanum vulgare und anderen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Befallsfreie Pflanzen setzten.
  • Befallen Parzellen mindesten drei Jahre meiden.
  • Wiederholte Bestands Kontrollen.
  • Soweit mögliche erstbefallene Pflanzen sicher entsorgen.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Pilzkrankheiten

An Oregano Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Alternaria (Alternaria spp.)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Alternaria alternata Konidien. (Abdulghafour)

Die Alternaria Pilz Krankheit kann Oregano Pflanzen sehr stark schädigen und zum Totalausfall führen.

Aktuelle Arten

  • Alternaria alternata.
  • und weitere Arten.

Synonyme

  • Alternaria destruens, Alternaria fasciculatat, Alternaria rugosa, Alternaria tenuis.
  • Torula alternata.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern bilden sich zu Beginn punkförmige Flecken an den Pflanzen.
  • Die Befalls Flecken werden dan größer mit einem helleren Zentrum oft mit einem dunklen Hof.
  • Später bilden sich in den Flecken schwarze Konidien.
  • Bei Stress Situationen verfärben sich die Blätter rötlich.
  • Bei einem sehr starken Befall fließen die Befalls Flecken zusammen und ganze Blätter sterben ab.
  • Als Stressreaktion können die Blätter auch eine Rotfärbung aufweisen.
  • Die Pilz Infektion erfolgt über Stomata, Wunden oder direkt durch die Kutikula.
  • Die dunklen Konidien können durch Wind und Wasserspritzer verbreitet werden.
  • Feuchtwarme Witterung sowie größere Tag-/Nacht-Temperaturschwankungen fördern die Pilzentwicklung.
  • Die Pilz Krankheit ist durch Saatgut übertragbar.
  • Alternaria überdauert an Pflanzenmaterial im Boden bis zu 2 Jahre.
  • Es kommen Mischinfektionen mit anderen Alternaria Arten vor.


Wirtspflanzen

  • Allium, Amaranthus, Armoracia rusticana, Brassica oleracea, Capsicum, Cynara, Cichorium, Citrullus, Cucumis sativus, Cucurbita, Cucumis melo, Eruca, Origanum vulgare, Raphanus sativus, Spinacia oleracea, Solanum melongena, Solanum lycopersicum und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau neben Kulturen mit einem Befall.
  • Kein Anbau auf Parzellen in denen in den letzten zwei Jahren ein Befall vorkam.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Vorsicht bei Verwendung einer Vlies- oder Schutznetz Bedeckung. Die können den Befall verstärken.
  • Bedeckung und Abnahme nur bei total trockenen Pflanzen, da es oftmals unter Kulturschutznetzen zu einem verstärkten Befall kommt!
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Colletotrichum Blattflecken (Colletotrichum fuscum)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Die Pilzkrankheit kann große Schäden an den Oregano Pflanzen hervorrufen.

Schadbild und Lebensweise

  • Colletotrichum fuscum, verursacht regelmäßig nekrotische Flecken auf Oregano Blättern.
  • Die ovalen bis runden Befalls Flecken haben eine bräunliche Farbe.
  • Auch die Oregano Stängel können befallen werden.
  • Große Ernteverluste sind möglich.
  • Die Keimschläuche des Pilzes können durch die Spaltöffnungen in das Pflanzen Gewebe eindringen.
  • Bei 20-25°C ist mit einer schnellen Entwicklung des Pilzes zu rechnen.

Wirtspflanzen

  • Campanula rapunculoides and Coreopsis lanceolata, Mahonia aquifolium, Origanum vulgare und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Boden Anbau kein Anbau neben befallenen Beständen.
  • Bei einem stärkeren Befall evtl. Bestand abschlägeln.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Echter Mehltau (Golovinomyces biocellatus)

Datei:Salvia nemorosa Echter Mehltau, Josef Schlaghecken.jpg
Typische Echte Mehltau Symptome. Hier aber an der verwandten Salbei Pflanze. (Josef Schlaghecken)

Pilzkrankheit, die auch Oregano Pflanzen befallen und schädigen kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Erysiphe biocellata.
  • Oidium erysiphoides.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern bildet sich zunächst dünne weißliche Kolonien.
  • Später entsteht ein dichter ein weißer Mycel Belag an beiden Seiten der Blätter.
  • Auch können sich die Blätter verformen.
  • Bei einem sehr starken Befall verlieren die Blätter ihre Funktion und altern vorzeitig.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare (Oregano) und andere Arten der Lippenblütler Familie.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Fusarium-Welke (Fusarium ssp.)

Datei:Basilikum Fusarium--Roswitha Ulrich.jpg
Typische Fusarium Befallssymptome. Hier an dem verwadten Basilikum. (Roswitha Ulrich)

Die Fusarium Welke ist weltweit gesehen eine wichtige Pilzkrankheit, die auch Oregano Bestände befallen und schädigen kann.

Aktuelle Arten

  • Fusarium avenaceum.
  • Fusarium culmorum.
  • Fusarium equiseti.
  • Fusarium oxysporum.

Schadbild und Lebensweise

  • Befallene Pflanzenteile verfärben gelblich, kümmern und sterben ab.
  • Befallene Pflanzen Stiele verfärben oft rosa-orange und sterben mit der Zeit ab.
  • Die Leitungsbahnen verfärben und die befallenen Pflanzenteile welken.
  • Der Krankheitsbefall tritt oft einseitig an den Pflanzen auf.
  • Der Pilz braucht zur Entwicklung Temperaturen von über 16°C.
  • Pilz fördernde Bodentemperaturen liegen im Bereich von 25-30°C.
  • Eine Verbreitung der Krankheit ist möglich über befallene Pflanzenteile, mit dem Boden oder durch Luftbewegung.
  • Der Pilz überdauert für viele Jahre im Boden.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare und viel andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Flächen bzw. Substrate auszuwählen.
  • Beim Bodenanbau Fruchtfolge optimieren.
  • Konsequente Kultur- und Feldhygiene.
  • Biologische Bekämpfung mit Trichoderma viride erwägen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Typischer Botrytis cinerea Befall an einem Kräuter Stängel mit einem starken Botrytis Befall. (Josef Schlaghecken)

Bedeutende Pilzkrankheit, die immer wieder zu Ausfällen führt.

Synonyme (laut EPPO

  • Botryotinia fuckeliana.
  • Sclerotinia fuckeliana.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern zeigen sich zuerst braune bis dunkel-olivbraune, wässrige Blattflecken, die sich ausweiten und nekrotisieren.
  • Auf allen befallenen Pflanzenteilen bildet sich ein grauer, stäubender Konidien Trägerrassen.
  • Oft beginnt der Befall über geschwächte, vergilbende Blätter in zu dichten Beständen.
  • Eine Pilzkrankheit, die auch die Pflanzen Stängel zerstört.
  • In der Anzucht kann es zum Verbräunen und Umfallen der Keimlinge kommen.
  • Im fortgeschrittenen Stadium sterben ganze Pflanzenteile ab.
  • Der Pilz lebt saprophytisch auf abgestorbenem Pflanzenmaterial, auf Pflanzenresten oder als Parasit auf geschwächten Pflanzen.
  • Der Erreger ist nicht in der Lage, in gesundes Pflanzengewebe einzudringen (Schwächeparasit).
  • Eine lange Blattnässe über mehrere Stunden fördert den Befall.
  • Kühle Nachttemperaturen können die Infektion ebenfalls begünstigen.
  • Temperaturen von 15-25°C sind für die Pilzentwicklung bes. günstig.
  • Weitere Risikofaktoren sind überhöhte Stickstoffdüngung und schlechte Kalziumversorgung sowie Lichtmangel durch zu dichte Bestände.

Wirtspflanzen

  • Allium, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Pisum, Rumex, Solanum, Solanum, Valerianella, Vicia und viel andere Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Pflanzkultur auf befallsfreie Jungpflanzen achten.
  • Zu dichte Bestände vermeiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Auf eine gute Kalziumversorgung achten und eine Stickstoff Überversorgung vermeiden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Eine vorbeugende Bekämpfung bei der Jungpflanzen Anzucht ist überlegenswert.
  • Beim Fungizid Einsatz die mögliche Resistenzbildung bedenken.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Schwarzfleckigkeit (Boeremia exigua var. exigua) früher Phoma exigua

Typische Boeremia exigua var. exigua Symtome, aber hier an Phaseolus.(Nancy Gregory, Universitiy of Delaware)
Link zu Befalls Fotos an Oregano.
Phoma exigua var. exigua Sporen. (Ninjatacoshell)

Die verschiedenen Phoma Krankheiten können Oregano Pflanzen stark schädigen.

Synonyme Boeremia exigua var. exigua) bei EPPO

  • Ascochyta hortorum, Ascochyta hydrangeae, Ascochyta nicotianae, Ascochyta phaseolorum.
  • Phoma exigua, Phoma exigua var. exigua, Phoma exigua var. solanicola, Phoma solanicola, Phoma tuberosa.
  • Phyllosticta hortorum, Phyllosticta hydrangeae.

Weitere Erreger Arten mit ähnlichen Schadsymptomen

  • Phoma leonuri. Bei EPPO nun: Leptosphaeria slovacica.
  • Phoma multirostrata. Bei EPPO nun: Ectophoma multirostrata.
  • Phoma versabilis. Bei EPPO nun: Sclerotiophoma versabilis.

Schadbild und Lebensweise (Phoma exigua var. exigua)

  • Mit Befalls Schäden ist vor allem im Frühjahr und Herbst zu rechnen.
  • Typisch ist das Welken und Absterben einzelner Pflanzen Triebe.
  • Die befallenen Stängel verfärben sich im Boden Bereich schwarz und sterben ab.
  • Die Blätter an den befallenen Stängeln sterben vom Stängel ausgehend ab und verfärben sich dabei dunkelbraun bis schwärzlich.
  • Bei einem stärkeren Befall bilden sich die Fruchtkörper der Pilzkrankheit auch Pyknidien genannt.
  • Mit Hilfe der Pyknidien kann der Pilz für einige Jahre im Boden überdauern.
  • Bei entsprechenden Bedingungen entlassen die Pyknidien ihre Sporen und verbreiten so die Krankheit.
  • Auf den Blättern ihrer Wirtspflanzen versuchen die zu keimen, um so in das Pflanzengewebe einzudringen.
  • Vorhandene Gewebe Verletzungen erleichtern dem Pilz das Eindringen.
  • Bei der Erregerbestimmung bedenken, das es z.T. Mischinfektionen mit anderen Erregern, wie Alternaria- und Fusarium Arten gibt.

Wirtspflanzen von Boeremia exigua var. exigua.

  • Cynara, Fragaria, Glycine max, Humulus lupulus, Ipomoea batatas, Lactuca, Medicago sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Solanum tuberosum, Triticum, Vicia faba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut bzw. Jungpflanzen verwenden.
  • Beim Bodenanbau befallene Parzellen möglichst für 3 Jahre meiden.
  • Sehr dichte Bestände vermeiden.
  • Erste Befalls Nester sorgfältig entsorgen.
  • Vorhandene Gewebe Verletzungen erleichtern dem Pilz das Eindringen.
  • Deshalb Verletzungen des Pflanzen Gewebes durch Insekten usw. verhindern.
  • Blattnässe Zeiten minimieren, wenn möglich, von unten Bewässern.
  • Eine Stickstoff Überversorgung ausschließen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Pythium Wurzel- und Stängelfäule (Pythium spp.)

Typischer Pythium Befalls Beginn einer Pflanzenwurzel. (Jochen Kreiselmaier)

Die Pythium Krankheit kann Oregano Pflanzen stark schädigen.

Aktuelle Arten

  • Pythium aphanidermatum.

Schadbild und Lebensweise

  • Schon die Keimpflanzen können befallen und zerstört werden.
  • An den Stängeln, in Bodennähe, kommt es zu Verbräunungen und Einschnürungen, so dass die Pflänzchen umknicken und absterben.
  • Bei einem späteren Befall zeigt sich zu zunächst ein Welken der jungen Pflanzens Triebe.
  • Nach und nach vergilben dann die Blätter und sterben ab.
  • Im Boden sieht man, dass die Wurzeln von der Spitze her verbräunen und später ganz absterben.
  • Teilweise ist der Wurzelbefall auch fleckig und die Pflanzen versuchen sich durch eine verstärkte Weitenwurzel zu retten.
  • Mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit wächst der Pilz auch in den Stängel nach oben und die Blätter verfärben schwarz und sterben ab.
  • Zum Überdauern bildet der Pilz Sporangien aus denen sich später Sporen bilden um damit weitere Pflanzen zu infizieren.
  • Pythium Pilze entwickeln sich besonders gut bei Staunässe und Temperaturen im Bereich von 20-35°C.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Substrate und Jungpflanzen verwenden.
  • Beim Bodenanbau keine Anbau auf belasteten Parzellen.
  • Mehrjähriger Fruchtwechsel mit Wirtspflanzen.
  • Staunässe vermeiden.
  • Keine Stickstoff Überversorgung.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Rhizoctonia (Rhizoctonia solani)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Typischer Rhizoctonia solani Befall an einem Keimling.
(Dr. Gerhard Bedlan)
Datei:Mycelium and hyphae of the fungus Rhizoctonia solani.jpg
Rucola solani mit typischen Hyphen.
(Tashkoskip)

Eine weitverbreitete Pilzkrankheit, die auch Oregano Pflanzen schaden kann.

Formen

  • Rhizoctonia solani: Nebenfruchtform.
  • Thanatephorus cucumeris: Hauptfruchtform.

Schadbild und Lebensweise

  • Keimlinge und Jungpflanzen fallen um, die befallenen Stängel verfärben bräunlich.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei feuchtwarmen Bedingungen.
  • Gelegentlich werden die Blätter vor allem in Bodennähe von einem grauweißen, dichten, dünnen Myzel überzogen (durch die Hauptfruchtform Thanatephorus cucumeris hervorgerufen)
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.
  • Die optimale Temperatur zur Entwicklung dieses Pilzes liegt zwischen 25 und 30 °C.
  • Rhizoctonia solani bildet kleine Sklerotien aus, die jahrelang im Boden überdauern können.
  • Der Pilz kommt in verschieden angepassten Pathotypen vor. Infektionen erfolgen durch direkte Penetration des Pflanzengewebes.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anethum, Apium, Artemisia, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Coriandrum, Cucumis, Cucurbita, Daucus, Diplotaxis, Eruca, Glycine, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Physalis, Pisum, Raphanus, Rosmarinus, Solanum, Spinacia, Thymus, Valerianella, Vicia und viele Weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Krankheitsfreies Substrat bei der Topfkultur
  • Befallsfreie Parzellen (ohne Sklerotien im Boden) beim Bodenanbau.
  • Fruchtfolge optimieren mit Nicht Wirtspflanzen
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Sclerotienbildung, z.B. sofort nach der Ernte Bestandsreste zerkleinern und einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Rost Krankheiten (Puccinia menthae)

Datei:Origanum vulgare - mit Puccinua mentha - Dr Gerhard Bedlan, Wien.jpg
Puccinia methae Befall an Oregano Blätter.
(Gerhard Bedlan, Wien)
Puccinia menthae Befall an Oregano Blatt. (Cesar Calderon, USDA) Link zu einem Rost Befall an Oregano.

Eine Pilzkrankheit, die Oregano Pflanzen schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise (Dr. Gerhard Bedlan)

  • Ab Mai/Juni sind vor allem die orangeroten bis zimtbraunen Uredosporenlager sichtbar.
  • Blattoberseits sind gelbe, von den Blattadern begrenzte Flecken zu sehen, die später nekrotisieren.
  • Uredosporenlager auf der Blattunterseite, zerstreut, rundlich, ¼ bis ½ mm im Durchmesser, zimtbraun, mitunter kreisförmig um ein zentrales Lager.
  • Im Herbst entstehen blattunterseits polsterförmige dunkelbraune bis schwarze Rostpustel mit den Wintersporen (Teleutosporen).
  • Teleutosporenlager meist schon ab Juli blattunterseits, ¼ bis 1 mm, regellos zerstreut, mitunter etwas zusammenfließend, früh nackt, schwarz, polsterförmig, pulverig, doch ziemlich kompakt.
  • Stark befallene Blätter vertrocknen und fallen ab.
  • Puccinia menthae ist nicht wirtswechselnd.
  • Im Frühjahr erfolgt die Infektion der Pflanzen über Basidio Sporen, die von Basidien gebildet werden, die wiederum aus den Teleutosporen erwachsen.
  • Die Basidio Sporen werden durch Wind und Wasserspritzer verbreitet.
  • Meist sind jedoch nur Uredo- und Teleutosporen ausgebildet. Spermogonien und Äzidien sind sehr selten.
  • Die Uredosporenlager sind zimtbraun, auf bräunlichen Flecken, oft kreisförmig angeordnet.
  • Die hell gelbbraunen Uredosporen sind stachelig und messen 17-28 x 14-21 μm.
  • Die Teleutosporenlager erscheinen im Juli. Sie sind braunschwarz und polsterförmig.
  • Die Teleutosporen sind warzig und messen 26-35 x 19-25 μm. Uredosporen- und -Teleutosporenlager in der Regel blattunterseits.
  • Lange Blattfeuchte und ein dichter, schattiger Bestand fördern den Rostpilzbefall. Die Ausbreitung des Befalls erfolgt an der Pflanze von unten nach oben, zuerst werden die älteren Blätter befallen.

Wirtspflanzen

  • Bystropogon canariensis, maderensis, origanifolius, plumosus, punctatus; Clinopodium acinos, alpinum, grandiflorum, menthifolium & subsp. adscendens, nepeta & subsp. glandulosum, serpyllifolium & subsp. fruticosum, vulgare; Lycopus europaeus; Melissa officinalis; Melittis melissophyllum; Mentha aquatica, arvensis, longifolia, x piperita, pulegium, x rotundifolia, spicata, x verticillata, x villosa, x villoso-nervata; Micromeria hyssopifolia, varia subsp. hierrensis; Monarda fistulosa; Nepeta cataria; Origanum vulgare & subsp. virens; Satureja hortensis, macrantha, thymbra.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Gesunde Jungpflanzen verwenden
  • Wenn möglich robustere Sorten verwenden.
  • Kein Anbau neben mit Rost befallenen Beständen.
  • Blattnässe Zeiten minimieren
  • Beim Bodenanbau Fruchtfolge optimieren
  • N-Überversorgung vermeiden.
  • Wenn möglich Ernteschnitt vorverlegen.
  • Vor Massenbefall Laub abschlägeln
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Integrierter Anbau von Origanum im Freiland: (PS-Info)
  • Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Schädlinge

An Oregano Bestände können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Blattläuse (Aphis, Myzus u.a.)

Datei:Origanum vulgare-Blattläuse-1-Josef Schlaghecken.jpg
Blattlaus Befall an der rechten Oregano Pflanze.
(Josef Schlaghecken)

Blattläuse können, insbesondere bei einem größeren Auftreten, Schaden anrichten und schon bald die Verkaufsfähigkeit der Ware reduzieren.

Aktuelle Arten

  • Aphis origani (Oregano Blattlaus).
  • Myzus persicae (Pfirsich Blattlaus).
  • und weitere Arten.

Schadbild und Lebensweise

  • Insbesondere die Blattunterseiten der jüngsten Triebe werden von den Blattläusen bevorzugt.
  • Durch die Saugtätigkeit kommt es zu einer Blattkräuselung.
  • Die erwachsenen Tiere variieren ihre Farbe von grünlich-gelb bis dunkelgrün gesprenkelt.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare und bei Myzus persicae viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nützlings Vorkommen im Betrieb fördern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Nur nützlingsschonende Mittel verwenden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Raupen (Autographa u.a.)

Oregano Pflanzen können von den Raupen verschiedener Falter angefressen und geschädigt werden. Eine Bekämpfung ist in den meisten Fällen nicht notwendig.

Auswahl aktuelle Arten

  • Agrynnis paphia (Kaisermantel).
  • Autographa gamma (Gammaeule).
  • Maniola jurtina (Großes Ochsenauge).
  • Xestia xanthographa (Amanthes xanthographa).

Schadbild und Lebensweise der Gammaeule

  • Von März bis November können die Gammaeulen auftreten.
  • Zunächst kommt es zu einem Lochfraß.
  • Bei einem starken auftreten entsteht ein Kahl- und Skelettierfraß.
  • Die Larven sind 30 bis 40 mm lang, grün oder bläulich grün, mit grünem Kopf, feinen weißen Rückenlinien und einer gelbgrünen Seitenlinie.
  • An der Seite finden sich zudem schwärzliche Streifen.
  • Die ersten beiden Afterfußpaare fehlen, daher bewegen sich die Raupen ähnlich den Spannern.
  • Die tag- und nachtaktiven Falter sind graubraun bis rötlich und weisen eine Flügelspannweite von 35 bis 40 mm auf.
  • Die Vorderflügel tragen je ein deutliches silberweißes „Gammamakel“.
  • Die Gammaeule ist ein Wanderfalter und fliegt in Mitteleuropa in zwei bis drei sich überlappenden Generationen von Mai bis November.
  • Sie legt ihre Eier an die Blattunterseiten.
  • Während der Falterflugzeit sind auch ständig Raupen vorhanden.
  • Die Raupen verpuppen sich in einem Gespinst auf der Wirtspflanze.
  • Die Überwinterung kann in allen Stadien erfolgen, meist jedoch im Larvenstadium.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Die Hinweise der örtlichen Pflanzenschutz Warndienste nutzen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Trauermücken (Bradysia, Lycoriella) und andere

Totalausfall durch Trauermücken Larven
(Frank Korting, DLR Neustadt/Wstr.)
Trauermücken Larve. (Rainer Wahl, DLR Neustadt/Wstr.)

Trauermücken Larven können bei der Topfkräuter Kultur großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Bradysia coprophila, Bradysia impatiens, Bradysia praecox, Bradysia paupera und weitere.
  • Lycoriella ingenua.
  • Sciara militaris.

Schadbild und Beschreibung

  • Befallene Pflanzen welken.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Die Pflanzen Stängel im Bodenbereich werden zerstört und verfärben braun.
  • Im Wurzelbereich findet man die beinlosen Larven.
  • Stark befallene Pflanzen sterben.
  • Normal leben die Trauermücken Larven von Pilzmyzelien sowie von sich zersetzendem organischen Material.
  • Pflanzenschädigende Trauermücken Arten fressen jedoch auch an den verschiedenen Topf-Küchenkräutern.

Trauermücken Merkmale (Beispiel Bradysia)

  • Die Familie der Trauermücken (Sciaridae) gehört zur Ordnung der Zweiflügler (Diptera).
  • Ebenso wie zum Beispiel bei Fliegen oder Stechmücken ist das zweite Flügelpaar der Trauermücken zu sog. Schwingkölbchen oder Halteren umgebildet, mit deren Hilfe das Insekt die Schwerkraft wahrnehmen kann.
  • Viele aktuelle Trauermückenarten gehören zur Gattung Bradysia an.
  • Die Mücken sind etwa 1-8 mm groß und haben längliche und dunkel gefärbt.
  • An den rel. kleinen Köpfen befinden sich fadenförmigen Antennen.
  • Die Augen sind oberhalb der Fühler durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.
  • Fühler und Beine sind lang und zart gebaut.
  • Die weiß gefärbten, beinlosen Larven sind schlank und haben eine dunkle Kopfkapsel.
  • Die Larven sind z.T. durchsichtig, so dass der Verdauungstrakt sichtbar ist.
  • Die Larven werden bis zu sechs mm groß.
  • Viele Trauermückenarten gehören der Gattung Bradysia an, die auf allen Kontinenten vertreten ist.
  • Für einen ganzen Entwicklungszyklus brauchen Trauermücken der Gattung etwa drei Wochen.
  • Bei günstigen Bedingungen kann eine Trauermücke 70 oder mehr Eiser ablegen.
  • Ein Entwicklungszyklus von Bradysia impatiens dauert etwa 25-30 Tagen.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Da sich Trauermücken nur im feuchten Substrat gut entwickeln können jegliche Übernässung und Wasserstau vermeiden.
  • Bei Topfkulturen kann eine Bewässerung von unten den Befalls Druck mindern.
  • Die Anbauflächen frei von Algen und Unkraut halten.
  • Unvollständig verrottetes organischem Material begünstigen das Auftreten von Trauermücken.
  • Substratvorräte durch eine Bedeckung vor eine Besiedlung schützen.
  • Die Aktivitäten der fliegenden Trauermücken kann man mit Hilfe von gelben Leimtafeln überwachen.
  • Bekämpfung von Trauermücken im Larvenstadien kommen Bacillus thuringiensis, Nematoden (Steinernema feltiae) und Raubmilben (Hypoaspis sp.) in Frage. Der Wirkungsgrad ist sehr unterschiedlich.
  • Die umherfliegenden adulten Trauermücken können mit Hilfe von gelben Leimtafeln (sog. Gelbfallen) kontrolliert werden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Zikaden (Empoasca, Eupteryx Arten u.a.)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Zikaden Schaden an einer Oregano Pflanze.
(Josef Schlaghecken)

Zikaden können an Oregano Pflanzen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Emelyanoviana mollicula (Schwefelblattzikade).
  • Empoasca decipiens (Gemüse Blattzikade oder Grüner Blatthüpfer).
  • Eupteryx atropunctata (Bunte Kartoffelblattzikade) .
  • Eupteryx decemnotata (Ligurische Blattzikade).
  • Eupteryx florida (Gartenblattzikade).
  • Eupteryx melissa (Kräuter Blattzikade).

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Mitte Mai können die auftretenden Zikaden Oregano Pflanzen schädigen.
  • Beim Annähern und berühren der Pflanzen, springen kleine Insekten weg.
  • Die Zikaden saugen an ihren Wirtspflanzen.
  • An den Blättern entstehen weiße Saugstellen mit silbergrauem Glanz.
  • Besonders bei milder und trockener Witterung ist mit einem Schaden zu rechnen.
  • Die Blätter wirken weiß gesprenkelt, später fahl grün, bis hin zum vollständigen Verschwinden des Blattgrüns.
  • Nach stärkerer Saugtätigkeit entstehen größere, weißliche Flecken auf den Blättern.
  • Die erwachsenen Tiere haben nur eine Länge von 3-4 mm.
  • Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Empoasca decipiens durchläuft 5 Nymphen Stadien.
  • Erst im letzten Nymphen-Stadium bilden sich Flügel.
  • Günstige Temperaturen sind 20-25°C.
  • Ein ganzer Lebenszyklus erfolgt je nach Umständen in 2-5 Wochen.

Wirtspflanzen

  • Origanum vulgare, andere Lippenblütler und viele andere.

Videos

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Freilandanbau kein Anbau anlegen neben befallene Altbestände.
  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Befall kontrollieren.
  • Der Eiparasitoid Anagrus atomus kann als Nützling helfen.
  • Die Pilze Metarhizium anisopliae, Paecilomyces fumosoroseus und Beauveria bassiana können evtl. bei der Bekämpfung helfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Suche aktuelle Forschungsberichte

TTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTTT

Autoren und Mitwirkende

Datei:Forscher im Feld.jpg
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G.Brändle. Agroscope
  • Bedlan, Gerhard, Dr., Wien.
  • Blum Hanna, DLR-Rheinpfalz.
  • Carron Claude-Alain Carron, Agroscope, Conthey, Schweiz.
  • Gabler Jutta, Dr., Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ), Quedlinburg.
  • Gärber Ute, Dr., JKI Quedlinburg.
  • Groos Ulrich, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Griesheim.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Hommes Martin, Dr., JKI, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Braunschweig.
  • Jung Kerstin, JKI Quedlinburg.
  • Koller Martin, FiBL, Frick, Schweiz.
  • Korting Frank, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Maler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mondani Willi, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Wiesbaden.
  • Nickel Herbert, UNI Göttingen.
  • Pude Ralf, Dr., UNI Bonn (INRES).
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Schneller, Harald, Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Karlsruhe.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Siehe auch in Hortipendium

Logo-hortipendium.jpg

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Quellen Online