Kamille Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Datei:Kamille (Matricaria chamomilla) mit Blattlausbefall-2-Josef Schlaghecken.jpg
Echte Kamillen Pflanze mit einem Blattlaus Befall. (Josef Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Echter Kamille (Matricaria chamomilla) als Heilpflanze können Krankheiten und Schädlinge zu Qualitätsmängel oder sogar zu einem Totalausfall führen. Synonyme sind laut EPPO: Chamomilla recutita, Chamomilla vulgaris, Matricaria recutita. Die Pflanzenart gehört zur Familie der Korbblütler. (Asteraceae).

Vorbeugender Pflanzenschutz schon vor Anbaubeginn

Datei:Matricaria recutita Y04.jpg
Ziel: Erfolgreicher Kamillen Anbau. (Yuriy75)
  • Bedenken, dass Kamille eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) sind.
  • Dabei berücksichtigen, um welche Art des Anbaus es sich handelt.
  • Grundsätzlich ist der Bodenanbau von der Topfpflanzen Kultur zu unterscheiden.

Echte Kamille Anbau als Bodenkultur im Freiland

  • Hier sind vor allem die Folgenden Dinge zu beachten.
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten und Hortipendium Artikel.
  • Grundsätzlich kein Kamillen Anbau nach Korbblütler Kulturen.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten (z.B. Rost
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine Böden mit größeren Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken (Wasserstaugefahr) wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (P, K, Mg, B, pH-Wert usw.) kontrollieren.
  • Auf eine gute Humusversorgung des Bodens achten.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.
  • Hochwertige, krankheitsfreies Saatgut verwenden.
  • Nur befallsfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Feldhygiene optimieren.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Kamille Erwerbsanbau

Beim Fruchtwechsel die Pflanzenfamilie beachten
Beim Anbau von Echter Kamille bedenken, dass vor allem die eng verwandten Pflanzen Arten oftmals von denselben Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Ein weiter Fruchtwechsel ist deshalb vorteilhaft. Wenn möglich sollte auch größerer Anbau nebeneinander vermieden werden. Im Folgenden die wichtigsten Verwandten aus Gattung Lactuca sowie wichtige Arten aus der gleich Korbblütler Familie.

Quellen

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

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Viren

Datei:Beet necrotic yellow vein virus (BNYVV).jpg
So schädigt das Beet necrotic yellow vein Virus an Rüben. (William M. Brown Jr.)

Viruskrankheiten können Kamille Bestände stark schädigen, sind jedoch nicht als die großen Anbauprobleme bekannt geworden.
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Beet necrotic yellow vein virus

Eine Viruskrankheit, die vor allem als Rübenkrankheit bekannt ist inzwischen aber auch an Kamille vorkommen kann.

Quellen

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Carrot red leaf virus

Eine Viruskrankheit, die vor allem als Möhrenkrankheit bekannt ist aber auch verschiedenen Doldenblütler Arten wie Kamille, Kerbel, Koriander, Sellerie usw. schädigen kann.

Quellen

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Pilze

Pilzkrankheiten können Kamille Pflanzen schädigen. ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Echter Mehltau (Golovinomyces cichoracearum)

Echter Mehltau (Golovinomyces cichoracearum) Befall nah. (Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen, in Wetzlar).
Link zu einem Befall an der Echten Kamille.

Wichtige Pilzkrankheit an Kamille Pflanzen, die bei langen Schönwetterperioden zu einem großen Problem werden kann. Sie führt zu einem verminderten Blütenansatz und damit zu deutlichen Ertragseinbußen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Erysiphe cichoracearum.
  • Erysiphe cichoracearum f. sp. cichorii.
  • Oidium asteris-punicei und Oidium tabaci.

Schadbild und Lebensweise (H.Blum)

  • Erste Symptome sind kleine weiße, punktförmige Flecken sowohl auf der Blattober- als auch auf der Blattunterseite, die rasch zu größeren Einheiten zusammenfließen.
  • Nur die Haustorien dringen in die Pflanze ein und sorgen für die Ernährung des Pilzes.
  • Das Myzel mit den Konidien wächst auf der Epidermis und wird als weißer Belag sichtbar.
  • Im Myzel werden die Fruchtkörper des Pilzes als gelbliche, später dunkelbraune Punkte sichtbar.
  • Die Blätter werden gelb, trocknen ein und sterben ab.
  • Die nachwachsenden Blüten sind teilweise klein und verkümmert.
  • Der Pilz lebt als obligater Parasit auf lebendem Pflanzenmaterial.
  • Die schnelle Verbreitung des Erregers im Bestand erfolgt durch die Ausbreitung der massenhaft gebildeten Konidien mit dem Wind.
  • Diese keimen ohne direkten Wasserfilm, aber bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit aus.
  • Temperaturen über 15 Grad und eine hohe relative Luftfeuchtigkeit über 80 Prozent begünstigen die Ausbreitung des Echten Mehltaus im Bestand.

Wirtspflanzen

  • Calendula, Cynara scolymus, Cichorium intybus, Cichorium endivia, Lactuca ssp., Matricaria chamomilla, Taraxacum und weitere Asteraceae Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Anbau möglichst nicht neben Wirtspflanzen Bestände.
  • Wachstumsbedingungen optimieren
  • Mehrfache Befalls Kontrollen auf dem Feld.
  • Werden zunächst nur Einzelpflanzen befallen, diese alsbald sicher entfernen.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Falscher Mehltau (Paraperonospora leptosperma)

Der Falsche Mehltau ist ein wichtiger Schaderreger im Kamille Anbau, kann zu deutlichen Ertragsverlusten und zum vorzeitigen Zusammenbruch eines Bestandes führen.

Synonyme

  • Peronospora leptosperma, Peronospora achilleae.
  • Plasmopara achilleae, Plasmopara anthemidis, Plasmopara leptosperma.

Schadbild und Lebensweise (H.Blum)

  • Auf den Blättern sind bleiche, gelbe Aufhellungen zu sehen, die im weiteren Verlauf auch verbräunen können.
  • Die Blätter vergilben und sterben ab.
  • Auf den Blättern und Stängeln zeigt sich ein weißer Konidien Träger-/Sporenrasen.
  • Auch die Blütenköpfe können geschädigt werden, sie bleiben steril und faulen.
  • Es kann zu deutlichen Ertragsverlusten und zum vorzeitigen Zusammenbruch eines Bestandes kommen.
  • Nach dem Auskeimen der Dauersporen (Oosporen) werden Sporen freigesetzt, die über Wind oder Wasserspritzer verbreitet werden.
  • Der Erstbefall erfolgt meist durch zufliegende Sporen beispielsweise aus Überwinterungsbeständen oder von wilder Kamille.
  • Die Infektion des Pflanzengewebes findet besonders bei mittleren Temperaturen und ausreichender Feuchtigkeit statt, hervorgerufen beispielsweise durch starke Temperaturunterschiede.
  • Die Sporen gelangen über die Spaltöffnungen in die Pflanze und bilden dort ein Myzel aus.
  • Es entstehen die Konidien Träger, die wieder aus den Spaltöffnungen herauswachsen und als weißer Konidien Träger Rasen auf der ganzen Pflanze zu sehen sind.
  • Über die Konidien erfolgt die Massenverbreitung im Bestand, vor allem über Wasserspritzer, durch Wind und Kulturmaßnahmen.

Wirtspflanzen

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Kein Anbau neben Wirtspflanzen Bestände.
  • Geringe Bestandsdichten
  • Anbau in windoffene Lagen.
  • Stärker befallene Bestände möglichst bald beenden und zur Verrottung bringen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Blattverbräunungen (Rhexocercosporidium sp.)

Eine neue Pilzkrankheit, die 2016 erstmal an Kamillen Bestände beobachtet und beschrieben wurde.

Schadbild und Lebensweise

  • Erste Befalls Symptome können schon bald nach dem Auflaufen der Saaten auftreten.
  • Ein Befall tritt eher flächendeckend als nesterweise auf.
  • Beobachten man Verbräunungs-Schäden im Frühjahr so können diese mit einem Frostschaden verwechselt werden.
  • in einem dichten Bestand erkennt man eine Befalls Schaden nicht so gleich, weil die Pilz Befall an den unteren, ältesten blättern beginnt.
  • Im günstigsten Falle kann ein erster Befall durch ein kräftige Kamillen Wachstum wieder überdeckt werden.
  • Bei ungünstigen Bedingungen für den Kamille Bestand entwickelt sich der Pilz weiter, bildet massenhaft Sporen und infiziert immer mehr neues Pflanzengewebe.
  • Eine Erreger Bestimmung im Feld ist nicht möglich deshalb ein Laboruntersuchung vorsehen.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamomilla und andere Asteraceae.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau nach Kamille.
  • Bestandsreste alsbald zur Verrottung bringen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Septoria Blattflecken (Septoria matricariae)

Eine Pilzkrankheit, die öfter an Kamillen Bestände vorkommt, jedoch eher selten einen großen Schaden anrichtet.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Befall tritt meist nesterweise auf.
  • Am Kamille Laub entstehen Blattflecken.
  • Später bilden sich Pyknidien.
  • Der Pilz überdauert mit Pyknidien auf abgestorbenem Pflanzengewebe.
  • Bei geeigneten klimatischen Bedingungen infizieren die Sporen wieder Pflanzen
  • Die Pilzkrankheit wurde erstmals 1910 beschrieben, spielte über viele Jahre zunächst mal eine untergeordnete Rolle.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamomilla und andere Asteraceae.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau nach Kamille.
  • Bestandreste alsbald zur Verrottung bringen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rost Krankheit (Puccinia matricariae)

Datei:Puccinia lagenophorae 106681777.jpg
Typische Puccinia Befalls Symptome von einer verwandten Puccinia Art. (Michel Langeveld)
Link zu einem Puccinia Befall an Kamille.

Pilzkrankheit, die Kamille Pflanzen schädigen kann, bisher aber kaum zu Problemen geführt hat.

Schadbild und Lebensweise

  • An den befallen Pflanzen findet man zunächst punkartige, braune Stellen.
  • Dies Rost Art bildet nur Uredinien und Telien.
  • Die blassbraunen Uredinien bilden sich auf den Blättern und Stängeln.
  • Die schwarzen Telien bilden hauptsächlich an den Stängeln.
  • Die Sporen sind zweizellig, verrukös, auf einem ausdauernden Stiel von 60-100 µm.
  • Der hat einen verkürzten Entwicklungszyklus, und lebt wirtsspezifisch auf der Echten Kamille.
  • Es gibt kein Wechsel der Wirtspflanzen.
  • Ein starker Befall führt zu einer Wuchshemmung und hat Qualitätsmängel zur Folge.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamomilla sowie weitere Asteraceae Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Sehr dichte Bestände vermeiden.
  • Fruchtfolge optimieren.
  • Kein Freilandanbau neben befallenen Beständen.
  • Soweit möglich, Erstbefall und befallene Bestandreste sicher entsorgen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

Schädlinge können Kamille Pflanzen schädigen. ooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Blattläuse (verschiedene Arten)

Datei:Kamille (Matricaria chamomilla) mit Blattlausbefall-2-Josef Schlaghecken.jpg
Blattlaus Befall an Kamillen Pflanze. (Josef Schlaghecken)

Kamillen Bestände werden recht häufig von Blattläusen befallen. Durch einen Blattlaus Befall können Kamillen Pflanzen ernsthaft geschädigt werden.

Aktuelle Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus), wohl wichtigste Art.
  • Brachycaudus helichrysi (Grüne Zwetschgenblattlaus) mit Prunus-Arten als Wirtspflanzen.

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Mitte Mai besiedeln oftmals Blattläuse die Kamillen Pflanzen.
  • Die Blattläuse saugen an den Pflanzen und es kommt zu Deformierungen an den Pflanzen.
  • Bei einem sehr starken Befall kommt e zu Laub Verbräunungen und Absterben der Blätter.
  • Bei Brachycaudus helichrysi entstehen bei den Verkrüppelungen z.B. als Blasenbildung
  • Brachycaudus helichrysi können Viruskrankheiten übertragen.
  • Durch die Ausscheidungen der Blattläuse entsteht man auf den Blättern den sogenannten Honigtau.
  • Auf dem Honigtau könne sich Schwärzepilze ansiedeln.
  • Nach einiger Zeit siedeln sich auch Nützlinge an.
  • Eine wichtige Nützlings Art ist der Marienkäfer.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamomilla und viele andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Möglichst kein Anbau neben Pflanzen Bestände mit größeren Blattlaus Vorkommen.
  • Kein Anbau in der Nähe von Prunus Gehölzbestände.
  • Nützlings Vorkommen im Betrieb fördern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Beim Insektizid Einsatz im Betrieb nur nützlingsschonende Mittel verwenden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Kamillenglattkäfer (Olibrus aeneus)

Kamillenglattkäfer (Olibrus aeneus) ca. 2 mm.
(Mick Talbot)

Ein Schädling, der bei einem massenhaften Auftreten großen Schaden anrichten können.

Schadbild und Lebensweise

  • Durch den Käfer Larvenfraß an den Blütenkörbchen werden auch die Röhrenblüten geschädigt und verfärben braun.
  • In den Blütenkörbchen findet man Fraß Gänge.
  • Später werden ganze Blüten Köpfchen zerstört.
  • Die Larven sind ca. 4 mm lang, weißlich gelb, haben zwei Brustbein Paare und eine gelbe Kopfkapsel.
  • Die Käfer haben eine schwarze bis metallisch grüne Färbung und sind 1,8 bis 2,5 mm groß und treten etwa ab Mai bis Juli auf.
  • Die Käfer legen ihre weißen, ca. 0,75 mm großen Eier in die Blüten und Stängel
  • Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Larven und fressen vor allem am Blütenboden.
  • Eine Larve kann mehrere Blütenköpfchen schädigen.
  • Es gibt vier Larven Stadien, danach erfolgt die Verpuppung im Boden.
  • Im Herbst schlüpfen die Käfer und überwintern dann.
  • Pro Jahr gibt es eine Generation.

Wirtspflanzen

  • Cladanthus mixtus, Matricaria chamomilla, Tanacetum vulgare.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Durch angepasste Saattermine den Blühbeginn vorverlegen da dann weniger Befalls Druck.
  • Insekten Schutznetze können helfen, der Einsatz jedoch umstritten.
  • Maschinelles abschütteln der Käfer von den Pflanzen wird diskutiert.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Kamillenstängelrüssler (Microplontus rugulosus)

Datei:Kaldari Ceutorhynchus americanus 01.jpg
Rüsselkäfer dieser Gattung können Schäden an Kamille Pflanzen anrichten. (Kaldari)

Schädling, der großen Schaden anrichten kann

Synonym

  • Ceutorhynchus rugulosus.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Käferlarven fressen im Inneren der Pflanzen Stängel.
  • Gelegentlich kommt auch zu einem Fraß in den Blütenköpfchen.
  • Als Folge des Larven Fraßes verfärben sich die Blüten Stängel erst rötlich und dann bräunlich.
  • Die Blüten Entwicklung wird stark geschädigt.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamomilla und weitere Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wiederholte Feldkontrollen.
  • Bei Bedarf dne Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Raupen (Verschiedene Arten)

Datei:Cucullia chamomillae larva FvL.jpg
Kamillen-Mönch Raupe an Kamillen Pflanze. (Fvlamoen)

Durch Raupenfraß können Kamillen Pflanzen stark geschädigt werden.

Aktuelle Arten

  • Cucullia chamomillae (Kamillen-Mönch)

Schadbild und Lebensweise

  • Angefressene Blätter.
  • Die Falter fliegen so etwa von April bis Juli.
  • Raupen findet man ab Ende Mai bis Mitte Juli, manchmal auch noch späte.
  • Älteren Stadien verstecken sie sich tagsüber oft an der Basis der Nahrungspflanze
  • Jüngere Raupen sind meist gut sichtbar an den Pflanzen
  • Die Puppen überwintern meist schon teil- bis fast ganz entwickelt in einem Kokon am oder im Boden.

Wirtspflanzen

  • Matricaria chamolilla andere Arten der Asteraceae.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel, kein direkter Nachbau nach Korbblütler
  • Öftere Bestandskontrollen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4
  • Schlaghecken Josef (2020): Rund um das Saatgut: Echte Kamille. In: Gemüse. 56. Nr. 6. Seite 29-30. 

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Quellen Online

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Autoren und Mitwirkende

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Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G.Brändle. Agroscope
  • Bedlan, Gerhard, Dr., Wien.
  • Blum Hanna, DLR-Rheinpfalz.
  • Carron Claude-Alain Carron, Agroscope, Conthey, Schweiz.
  • Gabler Jutta, Dr., Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ), Quedlinburg.
  • Gärber Ute, Dr., JKI Quedlinburg.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Hommes Martin, Dr., JKI, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Braunschweig.
  • Jung Kerstin, JKI Quedlinburg.
  • Koller Martin, FiBL, Frick, Schweiz.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mondani Willi, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Wiesbaden.
  • Nickel Herbert, UNI Göttingen.
  • Pude Ralf, Dr., UNI Bonn (INRES).
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Schneller, Harald, Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ), Karlsruhe.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.

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