Ingwer Pflanzenschutz

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Datei:Ginger bacterial wilt 1 (5688705598).jpg
Bakterielle Fäule (Ralstonia solanacearuman) Ingwer. (Scot Nelson)

Der Ingwer (Zingiber officinale), gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae) und ist somit mit keiner unserer Gemüsearten verwandt. Bei dem möglichen Anbau können verschiedene Krankheiten und Schädlinge große Probleme bereiten.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Ingwer Gewächshaus Anbauplanung

  • Fruchtfolge bedenken, Fruchtwechsel optimieren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Dem Pflanzmaterial große Bedeutung beimessen, auf krankheitsfreies Material achten.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Ingwer Erwerbsanbau
  • Die Möglichkeiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmitteln überprüfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Ingwer

  • In der PSM-Datenbank PS-Info ist "Ingwer" als Gemüseart nicht aufgeführt (Stand: 1/2025). In der folgenden Voreinstellung wurde deshalb "Knollengemüse" als Kultur ausgewählt.
  • Integrierter Anbau von Ingwer im Gewächshaus: (PS-Info)
  • Aktuelle Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Integrierter Anbau von Ingwer im Freiland: (PS-Info)
  • Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

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Virus Krankheiten

An Ingwer Bestände können Viruskrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Gurkenmosaik Virus (Cucumovirus) CMV

Datei:Cucumovirus virion.svg
Gurkenmosaik Virus Partikel. (ViralZone)
Link zu Befalls Bilder an Ingwer.

Diese gefährliche Viruskrankheit kann auch Ingwer Pflanzen befallen und schädigen.

Synonyme bei EPPO

  • Cucumber mosaic cucumovirus.
  • Cucumber mosaic virus.
  • Cucumber virus 1.

Schadbild und Lebensweise

  • Gehört zur Familie der Bromoviridae.
  • Eine der gefährlichsten Pflanzenvirosen weltweit.
  • Sehr unterschiedliche Schadsymptome.
  • An den Blättern bilden sich Mosaikmuster aus hellem und dunklem Grün (oder Gelb und Grün).
  • Eine Übertragung erfolgt nicht persistent durch mehr als 80 Blattlausarten.
  • Es genügt weniger als eine Minute für eine Übertragung.
  • Das Virus verbreitet sich systemisch in den Ingwer Pflanzen

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinalis und viele andere.
  • Es werden mehr als 100 Pflanzenfamilien und dabei rund 1.200 Pflanzenarten befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Verwendung von zertifizierten, virusfreien Rhizomen.
  • Regelmäßige Überwachung der Pflanzen auf Blattläuse.
  • Soweit möglich, Unkraut entfernen, da es das Virus beherbergen oder als Überträger von Blattläusen dienen kann.
  • Vermeidung von unnötigen Pflanzenkontakt, da es mechanische Übertragung gibt.
  • Befallene Pflanzen, zusammen mit evtl. vorhandenen Blattläusen entfernen und durch Verbrennen vernichten.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Jeglichen Blattlausbefall ausschließen, Nützlinge einsetzen
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Blattlaus Regulierung

  • Vor der Anwendung der aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Bakterien Krankheiten

An Ingwer Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können.
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Rhizom Fäule und Welkekrankheit (Ralstonia solanacearum species complex)

Datei:Ginger bacterial wilt 12 (5688706632).jpg
Bakterielle Fäule (Ralstonia solanacearum) an Ingwer. (Scot Nelson)

Diese bakterielle Ingwer Rhizom Fäule (auch bekannt als Braunfäule der Kartoffel), ist eine sehr gefährliche Ingwer Krankheit. Am 20.07.2023 berichtet das JKI: Achtung: Ausbrüche der Quarantänekrankheit (Ralstonia pseudosolanacearum) beim Ingweranbau in Deutschland.

Species complex (laut EPPO)

  • Ralstonia solanacearum.
  • Ralstonia pseudosolanacearum.
  • Ralstonia syzygii.

Synonyme (laut EPPO)

  • Bacterium solanacearum.
  • Burkholderia solanacearum.
  • Pseudomonas solanacearum.
  • Ralstonia solanacearum sensu lato.

Schadbild und Lebensweise

  • Als erste Schadsymptome rollen sich infizierte Blätter ein.
  • Später kräuseln die Blätter.
  • Man spricht im Anfangsstadium auch von der "Grünen Welke".
  • Danach vergilben die Blätter und werden nekrotisch.
  • Einzelne Pflanzentriebe werden braun und sterben ab.
  • Bei einem starken Befall verkümmern ganze Pflanzen und sterben ab.
  • Befallene Rhizome Teile verfärbt sich.
  • Die Rhizom Befall Stellen sind und wasserdurchtränkt und können innerlich verrotten.
  • Die Krankheit wird durch befallene Substrate verbreite.
  • Die Bakterien überleben im Boden und auf Pflanzenresten.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Krankheitsfreies Saatgut
  • Gesunde, zertifizierte Pflanzmaterial verwenden.
  • Wenn möglich, robustere Sorten anbauen.
  • Kein direkter Nachbau nach Ingwer.
  • Weiter Fruchtwechsel zu Wirtspflanzen aktueller Schadursachen.
  • Anbau bzw. Pflanzung auf gut drainierenden Böden.
  • Pflanzung von Ingwer auf Dämme.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Ingwer Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Fusarium Welke (Fusarium sp.)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Typische Fusarium oxysporum Befall, aber hier an einer Bananen Pflanze.Link zu Befalls Symptome an Ingwer.

Fusarium Krankheiten können, insbesondere bei einem direkten Ingwer Nachbau, schon bald zu einem großen Problem werden.

Aktuelle Arten

  • Fusarium oxysporum.
  • Fusarium solani.

Schadbild und Lebensweise

  • Zu Beginn zeigen die unteren Blätter gelbe Spitzen, zunehmend kommt es dann zu einer vollständigen Vergilbung.
  • Mit dem Fortschreiten der Krankheit werden auch die oberen Blätter gelb.
  • Später vertrocknen die Blätter und die ganzen Pflanzen verkümmern.
  • Befalle Rhizome verfärben bräunlich.
  • Bei mehrmaligem Nachbau kann schon bald mit einem Befall gerechnet werden.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinalis und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befalle Parzellen meiden.
  • Kein direkter Nachbau von Ingwer.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Fusarium Regulierung

  • Vor der Anwendung der Aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Phyllosticta Blattflecken (Phyllosticta zingiberis)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:

Blattfleckenkrankheit, die Ingwerpflanzen schädigen kann.

Synonym

  • Phoma zingiberis.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Ingwer Blättern bilden sich Flecken.
  • Die Flecken variieren in ihrer Größe. Einige sind klein und rundlich, einen Millimeter lang und einen halben Millimeter breit.
  • Andere sind oval oder länglich und haben eine Größe von 9-10 - 3-4 cm.
  • Die Flecken sind in der Mitte fast weiß und haben einen dunkelbraunen Rand.
  • Um den Fleck herum befindet sich ein Halo von gelblicher Farbe.
  • Der mittlere Teil ist dünn und papierartig und häufiger zerrissen.
  • In diesem Teil befinden sich auch eine Reihe von winzigen schwärzlichen Pyknidien.
  • Die Pyknidien bilden sich im Gewebe des Blattes des Blattes unter der Epidermis gebildet.
  • Später werden sie jedoch eruptiv und sind deutlich an der Oberfläche zu sehen, wenn das Mesophyll Gewebe zusammenbricht und das Blatt an den betroffenen Stellen dünn wird.
  • Die Flecken sind in der Regel isoliert, aber sie können aber auch zusammenfließen und große Flecken bilden.
  • Manchmal entwickelt sich eine große eine große Anzahl von Flecken auf einem Blatt und in der Folge wird das gesamte Blatt braun und trocknet ein.
  • Di Krankheit entwickelt sich besonders gut bei Temperaturn von etwa 20-28°C.
  • Die Pilzkrankheit kann im Boden überdauern.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinalis.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau, da die Krankheit bodenbürtig.
  • Befallene Parzellen für 3 Jahre meiden.
  • Sie Sorten sind unterschiedlich anfällig
  • In einem Sortenversuch waren „Humnabad local“ und „Maran“ weniger befallen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Quellen

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Pythium Weichfäule (Pythium sp.)

Ein Pythium Befall kann insbesondere an den Rhizomen eine Fäule hervorrufen, die zu einem Totalausfall führen kann.

Aktuelle Arten

  • Pythium aphanidermatum, Synonyme: Nematosporangium aphanidermatum, Pythium butleri.
  • Pythium myriotylum.

Schadbild und Lebensweise

  • Es zeigt sich verkümmertes Pflanzenwachstum.
  • Blätter und Stängel vergilben.
  • Braune Verfärbung des wasserführenden Gewebes im Stängel.
  • Die befallenen Rhizom Partien verrottet.
  • Das Gewebe wird breiig und verfärbt sich schwarz.
  • Das verrottete Rhizom verströmt einen üblen Geruch.
  • Die Pilz Krankheit bevorzugt warme, feuchte Böden.
  • Die Verbreitung erfolgt in erster Linie durch die Verwendung infizierter Rhizome, die möglicherweise keine äußeren Anzeichen der Krankheit aufweisen.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinale und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Krankheitsfreie Parzellen verwenden.
  • Kein direkter Nachbau.
  • Ingwer in gut drainierende Böden oder auf Dämme pflanzen,
  • Krankheitsfreies Pflanze Gut verwenden
  • Rhizomstücke können mit heißem Wasser (50°C für 10 Minuten) behandelt werden.
  • Parzellen Unkrautfrei halten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Pythium Regulierung

  • Vor der Anwendung der Aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Rhizoctonia Welke (Rhizoctonia solani)

Rhizoctonia solani kann Ingwer Pflanzen schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • Der Krankheits Befall beginnt meist an der Basis der Stängel.
  • Die befallenen Stellen werden wasserfleckig und nekrotisch, wird dann braun und schrumpft.
  • Die befallenen Stellen an Blattscheiden werden mosaikartig.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit bildet sich an der befallenen Stelle ein fadenförmiges Spinnenmyzel, das sich teilweise zu dunkelbraunen Sklerotien zusammenschließt.
  • Im späteren Stadium werden die unterirdischen Stämme geschädigt, und die befallenen Teile werden braun und nekrotisch, gefolgt von Fäulnis oder Schrumpfung.
  • Die Rhizome werden von Spinnfäden umhüllt, ein Teil der Rhizome sinkt ein, und das innere Ingwerfleisch wird braun und verfault.
  • Der Erreger der Krankheit überdauert hauptsächlich als Sklerotien auf dem Boden oder überwintert mit Myzel und Sklerotien auf Feldunkräutern oder anderen Wirten.
  • Das Sklerotium wird durch fließendes Wasser verbreitet, wobei es Hyphen auskeimt, die infizieren und Krankheiten verursachen.
  • Bei heißem und feuchtem Wetter kann zu viel Stickstoffdünger die Krankheit leicht auslösen.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei kühlen und feuchten Bedingungen.
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinale und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befalle Parzellen meiden.
  • Kein direkter Nachbau von Ingwer nach Ingwer.
  • Befallsfreie Parzellen (ohne Mikrosklerotien im Boden) wählen.
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Mikro-Sklerotien Bildung. Alle Erntereste sammeln und abfahren.
  • Eine biologische Bekämpfung mit Antagonisten von Rhizoctonia kann Befalls mindernd sein.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Rhizoctonia Regulierung

  • Vor der Anwendung der Aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Schädlinge

An Ingwer Bestände können Schädlinge auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können.
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Asseln (Isopoda)

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Kellerassel (Porcellio scaber) 9–18 mm lang. (Arctanx).

Asseln können, insbesondere an Ingwer Rhizomen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Armadillidium vulgare.
  • Porcellio scaber (Kellerassel)
  • Haplophthalmus danicus, Haplophthalmus mengii, Hyloniscus riparius.
  • Trichoniscus pusillus

Schadbild und Lebensweise

  • Die Asseln fressen an den Blättern und den jungen Rhizomen.
  • An den Rhizomen entstehen Löcher.
  • An den Fraß Stellen kann es sekundär zu einer Fäulnis kommen.
  • Unverrottete oder unvollständig verrottete organische Masse lockt die Asseln an.
  • Die Tiere benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Asseln sind vor allem nachtaktiv.
  • Kontrollgänge am besten spät abends oder früh morgens durchführen.
  • Die Fraßschäden können mit denen der Schnecken verwechselt werden.

Wirtspflanzen

  • Zinginber officinale und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Große Mengen an verrottender organischer Masse vermeiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist normalerweise nicht nötig.

Quellen

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Nematoden (Radopholus similis)

Datei:Radopholus similis (01).jpg
Radopholus similis Nematode. (Scot Nelson)

Diese Nematoden Art kann Ingwerpflanzen stark schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • Zu Befalls Beginn vergilben erste Blätter und verkümmern.
  • Die Zahl der sich bildenden Triebe verringert sich.
  • Die Pflanzen wachsen langsam. Die obersten Blätter vertrocknen und sterben ab.
  • An den befallenen Rhizomen zeigen sich kleine, wassergetränkte, flache Stellen, die sich braun verfärben, zusammenwachsen und sich zu Fäulnis entwickeln, die die Rhizome zerstört
  • Der Schaden wird durch die Nematoden die die Wurzeln angreift und in die Rhizome eindringen.
  • Die Nematoden Eier werden in den Wurzeln und Rhizomen abgelegt. Aus ihnen schlüpfen nach etwa 10 Tagen Jungtiere, die sich im Laufe ihres Wachstums mehrmals häuten. Es gibt Männchen und Weibchen, aber die erwachsenen Männchen fressen nicht.
  • Die Zeit vom Ei bis zum erwachsenen Tier beträgt etwa 3 Wochen bei 25-30 °C.
  • Die Nematoden dringen an den Wurzelspitzen in die Wurzeln ein, wandern in die Wurzel und dann in das Rhizom.

Während sie sich zwischen den Zellen bewegen, benutzen sie einen spießartigen Stachel in ihrem Mund, um die Zellen anzustechen und sich von deren Inhalt zu ernähren.

  • Wenn die Zellen absterben, bilden sich in den Wurzeln und Rhizomen Hohlräume, in die Pilze, Bakterien und andere Arten von Nematoden eindringen.
  • Es bilden sich Flecken, die zunächst rot und später schwarz sind.
  • Wenn aus den Rhizomen Stücke neue Triebe wachsen, werden auch diese befallen.
  • Die Ausbreitung des Nematoden über kurze Entfernungen erfolgt im Wasser zwischen den Bodenpartikeln und im Oberflächenwasser.
  • Über größere Entfernungen werden die Nematoden in der Erde an Schuhen und Rhizomen sowie in befallenen Rhizomen, die zum Anpflanzen verwendet werden, verbreitet.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vorsicht vor einer Übertragung durch Frischwaren Ingwer im Handel.
  • Befalls freie Parzellen verwenden.
  • Minimum dreijährige Fruchtfolge mit nicht Wirtspflanzen.
  • Nur befallsfreies Pflanzmaterial verwenden.
  • Da viele Unkräuter Wirtspflanzen sind, diese wo möglich ausschalten.
  • Weniger empfindliche Sorten sind nicht bekannt.
  • Bei Bedarf Rhizom Pflanzmaterial vor der Pflanzung mit heißem Wasser (für 10 Minuten bei 51°C) behandeln. Das verringert das Schadrisiko.

Quellen

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Nematoden (Meloidogyne spp. )

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Wurzeln mit Meloidogyne incognita Gallen.
(David B. Langston, University of Georgia)

Meloidogyne Nematoden aus der Familie der Familie der Heteroderidae können Ingwerpflanzen stark schädigen.

Aktuelle Arten

  • Meloidogyne incognita.
  • Meloidogyne javanica.
  • Meloidogyne thailandica.

Schadbild und Lebensweise

  • Ein Befall führt zu umfangreichen Gallen Bildung an den Wurzeln und damit zu Ertragsverlusten.
  • Es bilde sich wassergetränkte Läsionen an den Rhizomen, die sich später braun verfärben.
  • Die Gallen haben einen Durchmesser von bis zu 3,3 cm, sind jedoch meist kleiner.
  • Befallene Pflanzen zeigen oberirdisch Symptome von Wasser- und Nährstoffstress, Vergilbung, Verwelken und Verkümmerung, bes. bei heißem Wetter.
  • Dieser Fadenwurm ist eine der vier weltweit am häufigsten vorkommenden Arten und hat zahlreiche Wirte.
  • Die Nematoden können nach chemischen Hinweisen suchen, die sie zu bestimmten Wurzeln führen können.
  • Ist weltweit weit verbreitet und kommt in vielen verschiedenen Bodentypen vor.
  • Befallen viele Pflanzenarten, sowohl ein- als auch zweikeimblättrige Pflanzen.
  • Die Wurzelspitzen sind der primäre Infektionsort.
  • Einmal in der Wurzel angekommen, wandern die J2 durch das Rindengewebe in Richtung der Gefäßzone, wo sie eine permanente Fraß Stelle, die Riesenzelle, anlegen.
  • Es folgen drei weitere Häutungen: J2 wird zu J3, J4 und schließlich zum erwachsenen Tier.
  • Die Weibchen bekommen einen kugelförmigen Körper, während die Männchen wurmförmig werden und die Wurzeln verlassen.
  • Meloidogyne incognita benötigt bei 20-21°C etwa 37 Tage für einen Lebenszyklus.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinale.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Fruchtwechsel mit nicht Wirtspflanzen.
  • Bei Bedarf widerstandsfähige Sorten erwägen.
  • Rhizomstücke vor der Pflanzung mit heißem Wasser (51°C für 10 Minuten) behandeln verringert das Schadrisiko.
  • Zur biologischen Bekämpfung werden einige Pilz Arten wie z.B. Paecilomyces lilacinus, die die Nematoden Eier parasitieren, geprüft.

Quellen

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Raupenfraß (Helicoverpa armigera u.a.)

Datei:Helicoverpa armigera larva.jpg
Ältere Raupe des Baumwoll-Kapseleulen Falters.
(Gyorgy Csoka, Hungary Forest Research Institute,)

Verschiedene Raupenarten können durch ihren Fraß Schäden an Ingwer Kulturen hervorrufen.

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an den Jungen Trieben und Blättern.
  • Raupen verschiedener Arten an den Pflanzen.
  • Bei Nachtfalter Arten (wie z.B. der Baumwoll-Kapseleulen Falter) sind die Raupen tagsüber z.T. schwerer zu finden.
  • Die Baumwoll-Kapseleulen Falter haten eine Flügel Spannweite von 30 bis 40 mm.
  • Die Färbung der Raupen variieren farblich von graugrün über verschiedene bräunliche Tönungen bis zu rostrot.
  • Die Puppen sind rotbraun gefärbt und haben zwei lange Dornen.

Wirtspflanzen

  • Zingiber officinalis und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bestände wiederholt auf Fraßschäden kontrollieren.
  • Einzelne Raupen ablesen und sicher entsorgen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Raupen Regulierung

  • Vor der Anwendung der Aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Schnecken (Agris, Derocera u.a.)

Datei:Schnecken Fraß an einem Zucchini Blatt.jpg
Schneckenfraß an einer anderen Pflanze (J.Schlaghecken)

Schnecken können durch ihren Fraß an den Ingwer Rhizomen Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Derocera teticulatum und Derocera agreste.
  • Agris Arten.

Schadbild und Lebensweise

  • Die Schnecken fressen an den Rhizomen.
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Zur Befalls Kontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. spät abends, geeignet.
  • Wegschnecken sind Zwitter und befruchten sich gegenseitig.
  • Je nach Art legen sie Einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. die Garten-Wegschnecken innerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vor der Anpflanzung prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen, sondern immer nur in und zwischen den Reihen ausbringen.

Bedingt möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Schnecken Regulierung

  • Vor der Anwendung der Aufgeführten Mittel, den Einsatz mit der amtlichen Pflanzenschutzberatung abstimmen.
  • Integrierte Anbau von Ingwer im Gewächshaus: PS-Info Suche >> Kultur: Wurzelgemüse"
  • Bedingt mögliche Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Ingwer Lagerprobleme

Datei:Ginger bacterial wilt 14 (5688706846).jpg
Bakterielle Fäule an Ingwer Rhizom. (Scot Nelson)

Geerntete Ingwer Rhizome werden üblicherweise für mehrere Monate gelagert, um so eine ganzjährige Marktvesorgung zu ermöglichen. Dabei können verschiedene Schadursachen zu großen Ausfällen führen.

Wichtige Schadursachen

  • Acrostalagmus luteo-albus, Acremonium murorum, Alternaria tenuissima, Aspergillus niger, Chaetomium sp., Curvularia geniculata, Epicoccum sp., Fusarium sp., Lasiodiplodia theobromae, Mucor hiemalis, Nigrospora oryzae, Penicillium commune, Sclerotium rolfsii, Verticillium.

Schadbild Beschreibung

  • Fäulnis an den Rhizomen.
  • Fraßschäden
  • Gewebeverfärbungen in gräulich bis bräunlich Farbe.
  • Mycel Bewuchs z.B. weißlich.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfungsmöglichkeiten

  • Nur gesunde Ware für eine längere Lagerung verwenden.
  • Krankheitsfreie Lagerräume.
  • Lagerbedingungen optimieren.
  • Wiederholt die Rhizom Qualität im Lager überprüfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel bei der Ingwer Lagerung

Quellen

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Autoren und Mitwirkende

Forschen für eine erfolgreiche, Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Bedlan, Gerhard, Dr., Wien.
  • Dahlin Paul, Agroscope Wädenswil, Schweiz.
  • Hallmann Johannes, Dr., Prof., JKI Braunschweig.
  • Hedrich Tino, LWG-Bayern, Bamberg.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Nitsch Carola, LWG-Bayern, Bamberg.
  • Rascher Birgit, LWG-Bayern, Bamberg.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Sturhan Dieter, BBA, Münster.

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online

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