Haarmücken

Aus Hortipendium
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Haarmücken
Bibionidae
Bibio.marci.-.lindsey.jpg
Bibio marci
Systematik
Klasse Insekten
Insecta
Ordnung Zweiflügler
Diptera
Unterordnung Mücken
Nematocera
Familie Haarmücken
Bibionidae


Den Namen Haarmücken erlangte diese Familie auf Grund der starken Körperbehaarung. Weltweit sind etwa 400 Arten beschrieben, von denen 25 Arten in Mitteleuropa bekannt sind.

Aussehen

Gartenhaarmücke an einer Spargelpflanze

Haarmücken (Bibionidae) sind vorwiegend schwarze, meist stark behaarte, kräftige kleine bis mittelgroße Mücken, die nicht stechen. Ihre Erscheinung ist leicht zu verwechseln mit Fliegen. Als Mücken werden sie nur durch die gleichmäßige Gliederung der Antennen deutlich. Bei manchen Arten lassen sich starke Geschlechtsunterschiede in Färbung und Behaarung beobachten. Die Larven sind walzenförmig und besitzen gut entwickelte Mundwerkzeuge. Sie werden max. 20 mm lang und haben eine deutliche Kopfkapsel. Im Gegensatz zu den Tipula-Larven sitzen die Tracheenöffnungen etwas weiter vorne auf dem Rücken.

Lebenweise

Die adulten Haarmücken sind oft für die Bestäubung von Obstbäumen von Bedeutung, da sie sich von Nektar und Honigtau ernähren. Im Frühjahr treten manche Arten massenhaft auf und erscheinen oft in großen Schwärmen an sonnigen Tagen. In der Regel sind die Larven der Haarmücken harmlos, da sie sich auf den Verzehr faulender Pflanzenteile konzentrieren. Die Gartenhaarmücke Bibio hortulanus kann zu einem Problem werden, wenn bei der organischen Düngung große Mengen an Stallmist ausgebracht werden. Die Weibchen legen in diese Fläche vermehrt ihre Eier ab und es kommt im nächstne Frühjahr zu einem Massenauftreten, bei denen auch die Wurzeln von lebenden Pflanzen angegriffen werden.

Quellen

W. Jacobs, M. Renner und K. Honomichl (1998): Biologie und Ökologie der Insekten. Gustav Fischer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8274-0799-0

D. V. Alford (1997): Farbatlas der Schädlinge an Zierpflanzen. Ferdinand Enke Verlag. Stuttgart. ISBN 3-432-27841-1