Estragon Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Datei:Estragon-Artemisia dracunculus mit Septoria artemisiae Befall-Roswitha Ulrich.jpg
Estragon Pflanze mit einem Septoria Befall.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen, in Wetzlar)

Beim Anbau von Estragon (Artemisia dracunculus) als Küchenkraut können Krankheiten und Schädlinge zu Qualitätsmängel oder sogar zu einem Totalausfall führen. Die Pflanzenart gehört zur Familie der Korbblütler. (Asteraceae).

Vorbeugender Pflanzenschutz schon vor Anbaubeginn

Datei:Artemisia dracunculus 15zz.jpg
Ziel: Erfolgreicher Bohnenkraut-Anbau. (Ziarnek, Kenraiz)
  • Bedenken, dass Estragon eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist.
  • Dabei berücksichtigen, um welche Art des Anbaus es sich handelt.
  • Grundsätzlich ist der Bodenanbau von der Küchenkräuter Topfpflanzen Kultur zu unterscheiden.

Estagon Anbau als Bodenkultur im Freiland

  • Hier sind vor allem die Folgenden Dinge zu beachten.
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten und Hortipendium Artikel.
  • Grundsätzlich kein Estragon Anbau nach Korbblütler Kulturen.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten (z.B. Septoria.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine Böden mit größeren Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken (Wasserstaugefahr) wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (P, K, Mg, B, pH-Wert usw.) kontrollieren.
  • Auf eine gute Humusversorgung des Bodens achten.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.
  • Hochwertige, krankheitsfreies Saatgut verwenden.
  • Nur befdallsfreie Jungpflanzen verwenden.
  • Feldhygiene optimieren.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Estragon Erwerbsanbau

Beim Fruchtwechsel die Pflanzenfamilie beachten
Beim Anbau von Estragon bedenken, dass vorallem die eng verwandten Pflanzen Arten oftmals von denselben Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Ein weiter Fruchtwechsel ist deshalb vorteilhaft. Wenn möglich sollte auch größerer Anbau nebeneinander vermieden werden. Im Folgenden die wichtigsten Verwandten aus Gattung Lactuca sowie wichtige Arten aus der gleich Korbblütler Familie..

Quellen

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

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Estragon Anbau als Topfkräuter Kultur im Gewächshaus

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Estragon als Topf Küchenkraut. (Josef Schlaghecken)

Zur Marktversorgung mit Kerbel gibt es sehr unterschiedliche Marktprodukte mit ganz speziellen Anbaumethoden.

  • Hygienisch saubere Gewächshäuser.
  • Krankheitsfreie Töpfe.
  • Substrate mit ein für Bohnenkraut angepasstes Nährstoffangebot.
  • Krankheitsfreie Substrate.
  • Krankheitsfreies Saatgut.
  • Optimierte Klimaführung.

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

Quellen

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Pilze

Pilzkrankheiten können EstragonPflanzen schädigen. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Echter Mehltau (Leveillula und Golovinomyces)

Datei:Golovinomyces cichoracearum 204188750.jpg
Typisches Befalls Bild bei einem Golovinomyces Mehltau Befall. (T. Pedro Hafermann)

Eine Pilzkrankheit, die an Estragon Pflanzen vorkommt und Schaden anrichten kann.

Aktuelle Ereger

  • Golovinomyces macrocarpus.
  • Leveillula taurica.

Schadbild und Lebensweise

  • Es bilden sich weißliche Beläge an den Blättern.
  • Temperaturen von 10-32°C sind für das Pilzwachstum vorteilhaft.
  • Besonders günstige Temperaturen liegen im Bereich von 18-22°C.
  • Eine relative Luftfeuchtigkeit von 78-80" sind für den Pilz förderlich.
  • Schönwetterperioden im Spätsommer und Herbst sind förderlich für die Pilzentwicklung.
  • Allgemeine Pflanzenstress Situationen befördern die Befalleentwicklung.

Wirtspflanzen

  • Artemisia dracunculus weitere Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mehrfache Befalls Kontrollen auf dem Feld.
  • Anbau möglichst nicht neben Wirtspflanzen.
  • Wiederholte, kleinere Überkopf-Bewässerungsgaben hemmen etwas die Pilzentwicklung.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rhizoctonia (Rhizoctonia solani)

Datei:Ocimum basilicum mit Rhizoctinia solani, Gerhard Bedlan-2.jpg
Typischer Rhizoctonia solani Befall an einem Keimling.
(Dr. Gerhard Bedlan)
Datei:Mycelium and hyphae of the fungus Rhizoctonia solani.jpg
Rucola solani mit typischen Hyphen.
(Tashkoskip)

Eine weitverbreitete Pilzkrankheit, die auch Estragon Pflanzen schaden kann.

Formen

  • Rhizoctonia solani: Nebenfruchtform.
  • Thanatephorus cucumeris: Hauptfruchtform.

Schadbild und Lebensweise

  • Keimlinge und Jungpflanzen fallen um, die befallenen Stängel verfärben bräunlich.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei feuchtwarmen Bedingungen.
  • Gelegentlich werden die Blätter vor allem in Bodennähe von einem grauweißen, dichten, dünnen Myzel überzogen (durch die Hauptfruchtform Thanatephorus cucumeris hervorgerufen)
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.
  • Die optimale Temperatur zur Entwicklung dieses Pilzes liegt zwischen 25 und 30 °C.
  • Rhizoctonia solani bildet kleine Sklerotien aus, die jahrelang im Boden überdauern können.
  • Der Pilz kommt in verschieden angepassten Pathotypen vor. Infektionen erfolgen durch direkte Penetration des Pflanzengewebes.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anethum, Apium, Artemisia, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Coriandrum, Cucumis, Cucurbita, Daucus, Diplotaxis, Eruca, Glycine, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Origanum, Phaseolus, Physalis, Pisum, Raphanus, Rosmarinus, Solanum, Spinacia, Thymus, Valerianella, Vicia und viele Weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Krankheitsfreies Substrat bei der Topfkultur
  • Befallsfreie Parzellen (ohne Sklerotien im Boden) beim Bodenanbau.
  • Fruchtfolge optimieren mit Nicht Wirtspflanzen
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Sclerotienbildung, z.B. sofort nach der Ernte Bestandsreste zerkleinern und einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Rost Krankheit (Puccinia ssp.)

Datei:Puccinia tanaceti.jpg
Puccinia Befdall an Estragon. Cesar Calderon)

Pilzkrankheit, die Estragon Pflanzen stark schädigen kann.

Aktuelle Arten

  • Puccinia dracunculina.
  • Puccinia menthae.
  • Puccinia tanaceti.

Schadbild und Lebensweise

  • Gelbliche bis weißliche Blattverfärbungen.
  • Leuchtend gelbe bis orange Uredinia-Pustel
  • Die Rost Pustel bilden sich vorwiegend an den Blatt Unterseiten, z.T aber auch an der Blatt Oberseite und an den Stängeln.
  • Der Befall führt zu Wachstumshemmungen
  • Bei einem stärkerem Befall kommt es zu einem Blattfall.

Wirtspflanzen

  • Artemisia dracunculus und je nach Puccinia-Art weitere Lippenblütler sowie andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Sehr dichte Bestände vermeiden.
  • Fruchtfolge optimieren.
  • Kein Freilandanbau neben befallenen Beständen.
  • Soweit möglich, Erstbefall und befallene Bestandreste sicher entsorgen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Septoria Blattflecken (Septoria artemisiae)

Datei:Estragon-Artemisia dracunculus mit Septoria artemisiae Befall-Roswitha Ulrich.jpg
Estragon Pflanze mit einem Septoria Befall.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen, in Wetzlar

Diese Pilzkrankheit kann Estragon Pflanzen stark schädigen.

Weitere Septoria Arten können auftreten

  • Septoria artemisiae-maritimae.
  • Septoria globosa (S. artemisiana Garb., S. kriegeriana Bres., S. moeszii Smarods).
  • Septoria artemisiae-japonicae.

Schadbild und Beschreibung (Gerhard Bedlan und Roswitha Ulrich

  • Auf den Blättern rundliche bis längliche dunkelbraune Flecken.
  • Auf diesen Flecken bildet der Pilz seine Fruchtkörper aus. Es sind Pyknidien.
  • Die Pyknidien werden auf den Blattflecken blattoberseits gebildet und messen (36)60-100 μm im Durchmesser.
  • Die hyalinen Konidien sind fadenförmig, gebogen und einzellig (lt. Protolog).
  • Manchmal meint man auch, eine undeutliche Mehrzelligkeit zu sehen.
  • Die Konidien messen 30-33 x 1,5 μm.

Wirtspflanzen

  • Artemisia dracunculus.

Vorbeugemaßnahmen

  • Bei Saatvermehrung auf befallsfreies Saatgut achten.
  • Gesundes Pflanzmaterial verwenden.
  • Kein Anbau neben befallenen Wirtspflanzen.
  • Blattnässezeiten minimiren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Schädlinge

Schädlinge können Estragon Pflanzen schädigen. oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Blattläuse (verschiedene Arten)

Datei:Aphids May 2010-3.jpg
Schwarze Bohnenläuse an einem Pflanzenstängel (Alvesgaspar)

Durch einen Blattlaus Befall können Estragon Pflanzen geschädigt werden.

Aktuelle Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus), wohl wichtigste Art.???
  • und andere.

Synonyme (laut EPPO)

  • Aphis papaveris.
  • Doralis fabae.

Schadbild und Lebensweise

  • Blattläuse besiedeln Bohnenkraut Pflanzen.
  • Die Blattläuse saugen an den Pflanzen.
  • Durch ihre Ausscheidungen findet man auf den Blättern den sogenannten Honigtau.
  • Auf dem Honigtau könne sich Schwärzepilze ansiedeln.
  • Nach einiger Zeit siedeln sich auch Nützlinge an.
  • Eine der wichtigsten Nützlings Arten sind die Marienkäfer.

Wirtspflanzen

  • Alle Küchenkräuter und Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nützlings Vorkommen im Betrieb fördern.
  • Beim Insektizid Einsatz im Betrieb nur nützlingsschonende Mittel verwenden.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Trauermücken (Bradysia, Lycoriella) und andere

Totalausfall durch Trauermücken Larven
(Frank Korting, DLR Neustadt/Wstr.)
Trauermücken Larve. (Rainer Wahl, DLR Neustadt/Wstr.)

Trauermücken Larven können bei der Topfkräuter Kultur großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Bradysia coprophila, Bradysia impatiens, Bradysia praecox, Bradysia paupera und weitere.
  • Lycoriella ingenua.
  • Sciara militaris.

Schadbilder Beschreibung

  • Befallene Pflanzen welken.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Die Pflanzen Stängel im Bodenbereich werden zerstört und verfärben braun.
  • Im Wurzelbereich findet man die beinlosen Larven.
  • Stark befallene Pflanzen sterben.
  • Normal leben die Trauermücken Larven von Pilzmyzelien sowie von sich zersetzendem organischen Material.
  • Pflanzenschädigende Trauermücken Arten fressen jedoch auch an den verschiedenen Topf-Küchenkräutern.

Trauermücken Merkmale (Beispiel Bradysia)

  • Die Familie der Trauermücken (Sciaridae) gehört zur Ordnung der Zweiflügler (Diptera).
  • Ebenso wie zum Beispiel bei Fliegen oder Stechmücken ist das zweite Flügelpaar der Trauermücken zu sog. Schwingkölbchen oder Halteren umgebildet, mit deren Hilfe das Insekt die Schwerkraft wahrnehmen kann.
  • Viele aktuelle Trauermückenarten gehören zur Gattung Bradysia an.
  • Die Mücken sind etwa 1-8 mm groß und haben längliche und dunkel gefärbt.
  • An den rel. kleinen Köpfen befinden sich fadenförmigen Antennen.
  • Die Augen sind oberhalb der Fühler durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.
  • Fühler und Beine sind lang und zart gebaut.
  • Die weiß gefärbten, beinlosen Larven sind schlank und haben eine dunkle Kopfkapsel.
  • Die Larven sind z.T. durchsichtig, so dass der Verdauungstrakt sichtbar ist.
  • Die Larven werden bis zu sechs mm groß.
  • Viele Trauermückenarten gehören der Gattung Bradysia an, die auf allen Kontinenten vertreten ist.
  • Für einen ganzen Entwicklungszyklus brauchen Trauermücken der Gattung etwa drei Wochen.
  • Bei günstigen Bedingungen kann eine Trauermücke 70 oder mehr Eiser ablegen.
  • Ein Entwicklungszyklus von Bradysia impatiens dauert etwa 25-30 Tagen.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Da sich Trauermücken nur im feuchten Substrat gut entwickeln können jegliche Übernässung und Wasserstau vermeiden.
  • Bei Topfkulturen kann eine Bewässerung von unten den Befalls Druck mindern.
  • Die Anbauflächen frei von Algen und Unkraut halten.
  • Unvollständig verrottetes organischem Material begünstigen das Auftreten von Trauermücken.
  • Substratvorräte durch eine Bedeckung vor eine Besiedlung schützen.
  • Die Aktivitäten der fliegenden Trauermücken kann man mit Hilfe von gelben Leimtafeln überwachen.
  • Bekämpfung von Trauermücken im Larvenstadien kommen Bacillus thuringiensis, Nematoden (Steinernema feltiae) und Raubmilben (Hypoaspis sp.) in Frage. Der Wirkungsgrad ist sehr unterschiedlich.
  • Die umherfliegenden adulten Trauermücken können mit Hilfe von gelben Leimtafeln (sog. Gelbfallen) kontrolliert werden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Thripse (Thrips ssp.)

Datei:Frankliniella occidentalis 5364132-LGPT.jpg
Frankliniella occidentalis.
(Frank Peairs, Colorado State University)

Beim Anbau von Estragon, insbesondere in wärmeren und trockneren Regionen können sich durch einen starken Thrips Befall sowohl Qualitätsminderungen sowie Ertragsverluste ergeben.

Aktuelle Arten

  • Frankliniella occidentalis (Kalifornischer Blütenthrips)
  • Thrips nigropilosus
  • Thrips setosus

Schadbild und Beschreibung

  • Die Thripse sind kleiner als 1 mm.
  • Ihre Farbe kann sich je nach Temperatur im Bereich von gelb bis braun verändern.
  • Junges Pflanzengewebe beliebt bei den Thripsen.
  • Die Thripse ernähren sich von den Säften der besuchten Pflanzen.
  • Ein stärkerer Befall durch Thripse erkennt man an dem silbrigen Aussehen der Blätter.
  • Stark befallene Pflanzen wachsen langsamer und die grüne Blattfarbe verändert sich in gräulich.
  • Thripse legen ihre Eier ins Pflanzengewebe.
  • Pro Saison sind etwa 4-6 Generationen möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert bei 20°C etwa 21-28 Tage und bei 30°C etwa 10-14 Tage.
  • Die Tiere überdauern auf den Wirtspflanzen, auf Pflanzenreste aber auch im Boden.
  • Die Verbreitung der Thripse erfolgt bevorzugt durch Wind.
  • Das größte Befalls Risiko besteht bes. in der Zeit von Juni bis August.

Wirtspflanzen

  • Allium, Armoracia rusticana, Artemsisia dracunculus, Asparagus officinalis, Avena sativa, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cucumis sativus, Cucurbita, Glycine max, Lactuca, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Triticum, Zea mays und viele andere Zierpflanzen usw.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Keine Pflanzung neben Nachbarbestände wie Zwiebel oder Porree Bestände.
  • Thrips freie Planzen setzten.
  • Wöchentliche Kontrollen der Bestände.
  • Nutzung der örtlichen Pflanzenschutz-Warndienste.
  • Häufiges Beregnen mit kleinen Wassergaben mindert den Befall.
  • Spezielle Untersaaten können den Befall mindern, führen aber in Versuche zu Ertragsverluste.
  • Eine Auflage von Schutznetzen kann helfen, hat sich aber in der Praxis nicht durchgesetzt.
  • Natürlich vorkommende Nützlinge können im Idealfall größere Thripsschäden verhindern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

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Zikaden (Exitianus exitiosus u.a.)

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Typischer Zikaden Schaden. Hier an einer Thymian Pflanze. (Jochen Kreiselmaier, Pflanzenschutzberater)

Zikaden können an Estragon Pflanzen Schaden anrichten.

An Artemisia gefundene Arten

  • Emelyanoviana mollicula (Schwefelblattzikade).
  • Empoasca decipiens (Gemüse Blattzikade oder Grüner Blatthüpfer).
  • Eupteryx artemisiae (Strandwermut-Blattzikade).
  • Eupteryx atropunctata (Bunte Kartoffelblattzikade) .
  • Eupteryx decemnotata (Ligurische Blattzikade).
  • Eupteryx melissa (Kräuter Blattzikade).
  • Exitianus exitiosus (Graue Rasen-Zikaden).
  • Laburrus handlirschi (Zirkelzirpe).
  • Macropsidius sahlbergi (Beifußmaskenzikade).

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Mitte Mai können die auftretenden Zikaden Estragon Pflanzen schädigen.
  • Beim Annähern und berühren der Pflanzen, springen kleine Insekten weg.
  • Die Zikaden saugen an ihren Wirtspflanzen.
  • An den Blättern entstehen weiße Saugstellen mit silbergrauem Glanz.
  • Besonders bei milder und trockener Witterung ist mit einem Schaden zu rechnen.
  • Die Blätter wirken weiß gesprenkelt, später fahl grün, bis hin zum vollständigen Verschwinden des Blattgrüns.
  • Nach stärkerer Saugtätigkeit entstehen größere, weißliche Flecken auf den Blättern.
  • Die erwachsenen Tiere haben nur eine Länge von 3-4 mm.
  • Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Empoasca decipiens durchläuft 5 Nymphen Stadien.
  • Erst im letzten Nymphen-Stadium bilden sich Flügel.
  • Günstige Temperaturen sind 20-25°C.
  • Ein ganzer Lebenszyklus erfolgt je nach Umständen in 2-5 Wochen.

Wirtspflanzen

  • Artimesia dracunculus und viele andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Freilandanbau kein Anbau anlegen neben befallene Altbestände.
  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Befall kontrollieren.
  • Der Eiparasitoid Anagrus atomus kann als Nützling helfen.
  • Die Pilze Metarhizium anisopliae, Paecilomyces fumosoroseus und Beauveria bassiana können evtl. bei der Bekämpfung helfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online