Erden

Aus Hortipendium
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Gärtnerischen Erden entstehen durch die Kompostierung organische Ausgangsstoffe. Erden haben für die Pflanzenproduktion drei große Nachteile gegenüber einem Kultursubstrat:

  1. Erden sind in der Regel uneinheitlich zusammen gesetzt (zum Teil sind betriebseigene Mischungen vorhanden)
  2. Herstellung ist sehr zeitaufwendig
  3. Die organische Substanz der Erden wird schnell zersetzt, so dass der Lufthaushalt der Erde verschlechtert wird, eine unkontrollierte Nährstofffreisetzung eintritt und die gezielte Düngung erschwert wird.

Komposterde

Auf Grund der begrenzten Torfvorkommen und dem Biotopschutz erlang die Komposterde eine immer größere Bedeutung. Für den Einsatz als Kultursubstrat werden der Komposterde 50% Torf zugemischt, wodurch sie eine hohe Pufferkapazität erlangen. Sie sind in der Lage auftretende pH-Verschiebungen aufzufangen und überschüsse Nährstoffe zu binden. Als größeres Problem sind die zum Teil hohen Schwermetallbelastungen zu sehen.

Lauberde

Lauberden sind schwach-saure humose Erden. Die Zusammensetzung besteht aus kompostiertem Laub, das nach ungefähr 2 Jahren zu Erde verrottet ist.

Mischbeet- und Misterde

Mistbeeterde ist eine schwachsaure bis alkalisch humose Erde. Ihre Zusammensetzung besteht aus Pferdemist (ggf. auch Rindermist oder Laub) und Mutterboden der Mistbeetkästen. Im Herbst gemischte Erden können im nächsten Sommer verwendet werden.

Nadelerde

Nadelerden sind saure Humuserden. Dabei handelt es sich um natürliche Ablagerungen der Nadelwälder. Für die Produktion haben diese Erden keine Bedeutung, da die Entnahme aus den Wäldern verboten ist.

Literatur

Holger Seipel (2007): Fachkunde für Gärtner. Dr. Felix Büchner - Verlag Handwerk und Technik GmbH. Hamburg. ISBN 978-3-582-041555