Einlegegurken Pflanzenschutz

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Artikel in Arbeit: Josef Schlaghecken

Datei:Komkommer valse meeldauw (Pseudoperonospora cubensis on Cucumis sativus).jpg
Falscher Mehltau an Gurken Pflanzen. (Autor unbekannt)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Einlegegurken oder Salatgurken (Cucumis sativus) im Freiland können unterschiedliche Krankheiten und Schädlinge auftreten und den Anbauerfolg schmälern. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit den möglichen Problemen zu beschäftigen und Vorbeugemaßnahmen zu ergreifen.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Freiland Gurken Anbauplanung

  • Fruchtfolge bedenken, Fruchtwechsel optimieren.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, Salzgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen, soweit möglich Resistenzen nutzen.
  • Weitere Information dazu im Hauptartikel Einlegegurken Erwerbsanbau

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Fruchtfolge Optimierung beim Freiland Gurken Anbau

Einlegegurken Bestand. (Josef Schlaghecken)

Beim Gurken Anbau im Freiland ist der Optimierung des Fruchtwechsels große Bedeutung beizumessen.

  • Möglichst kein Anbau von Gurken nach Gurken.
  • Möglichst eine Anbaupause von drei Jahre einhalten.
  • Bei Pflanzkulturen verringern sich die Fruchtfolgerisiken.
  • Durch sorgfältigste Feldhygiene können Fruchtfolgeprobleme verringert werden.
  • Nach der letzten Ernte alsbald die Bestandreste schlägeln und einarbeiten.

Weitere Infos

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Freilandgurken Sortenwahl

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Einlegegurke. (H.Zell)

Durch die richtige Sortenwahl beim Gurkenanbau im Freiland lässt sich so mancher Pflanzenschutzmittel Einsatz einsparen.

  • Soweit möglich resistente Sorten nutzen, steht dabei im Vordergrund.
  • Hilfreich ist es, vor Anbaubeginn das Sortenangebot aller aktuellen Zuchtfirmen sowie die bekannte Sorten-Anbauversuche genau zu studieren. * Zur Risikominderung evtl. mehr als eine Sorte anbauen.

Weitere Infos

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Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

Welche Pflanzenschutzmittel beim Anbau von Gurken im Freiland einsetzbar bzw. zugelassen sind kann in der PS-Datenbank recherchiert werden.

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Nichtparasitäre Ursachen

In diesem Kapitel werden Schadbilder aufgelistet, die nicht durch Pilze, Viren, Bakterien oder Schädlinge hervorgerufen werden. Ursache für diese Schadbilder sind in der Regel starke Temperaturschwankungen (Hitze- oder Kälteschock), starke Bodenfeuchteschwankungen, Mangelerscheinungen (Licht, Wasser und Nährstoffe) und/oder hohe Salzkonzentrationen durch Überdüngung.
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Abstoßen junger Gurken

Abgestoßener Fruchtansatz (Josef Schlaghecken)

Ein stressbedingtes Problem.
Schadbild und Beschreibung

  • Hier handelt es sich um eine nichtparasitäre Krankheit.
  • Durch eine Stress-Situation versucht die Pflanze sich selber vor einer Überlastung zu schützen.
  • Bei gut entwickelten Gurkenpflanzen kommt es oft zu einem massenhaften Fruchtansatz.
  • In den meisten Fällen sind solche Pflanzen nicht in der Lage, alle diese Früchte optimal zu versorgen bzw. voll auszubilden.
  • Kommt es dann auch noch Stress durch zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, ein zu viel oder zu wenig an Wasser bzw. Nährstoffen, schaltet die Pflanze auf einen "Notkonzept" um.
  • Ein Großteil der jungen Fruchtansätze wird nicht mehr ausreichend versorgt, so dass sie absterben.
  • Ein ähnliches Verhalten kennt man bei einigen anderen Pflanzenarten wir z.B. beim Apfelbaum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Pflanzen optimal pflegen und versorgen.
  • N-Überversorgung unbedingt vermeiden.
  • Bei übermäßigem Fruchtansatz kann es unter Umständen hilfreich sein, einen Teil des Fruchtansatzes zu entfernen.

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Bittere Gurken

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Alte Gurkensorten können bitter werden. (Dietmar Rabich)

Ein Stress- und Genetik bedingtes Problem!

Beschreibung

  • Die Früchte alter Gurkensorten können bei Stress bitter werden.
  • Extreme Trockenheit, Überdüngung, Nässe und anderer Stress können zur Bitterkeit führen.
  • Die Bitterstoffe der Gurken sind giftig.
  • Vor dem Essen bzw. Zubereiten der Früchte von alter Gurkensorten diese auf Bitterkeit prüfen.
  • Moderne Gurkensorten sind bitterfrei

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Da eine Bekämpfung nicht möglich ist, geht es hier um Vorbeugemaßnahmen.
  • Nur noch bitterfreie Sorten verwenden.

Quellen

Videos zu bittere Gurken und Zucchini

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Nährstoffmangel Erscheinungen

Durch einen Nährstoffmangel kommt es, je nach Nährstoff, an den Blättern oder Triebspitzen zu meist gut sichtbaren Schadsymptomen. Bei einem stärkeren Mangel können die Bestände großen Schaden erleiden. Durch rechtzeitige Boden- bzw. Nährstoffanalysen und bedarfsgerechter Düngung bzw. Nähstoffversorgung kann man sicherstellen, die aufgezeigten Schadsymptome nicht auftreten.

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Virus Krankheiten

An Gurkenbestände können Viruskrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Gurkenmosaik (Cucumber mosaic virus) CMV

Datei:Gurkenmosaikvirus.JPG
Gurkenmosaik Virus Blattsymptome an Gurken. (Dieter O)
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Gurkenmosaik Virus an Gurken Früchte. (William Brown)

Kann beim Freilandgurkenanbau gefährliche werden. Gefahr droht insbesondere beim Anbau von nichtresistenten Sorten. Im Bereich Freiland-Salatgurken Sorten fehlt es an resistenen Sorten.

Synonyme bei EPPO

  • Cucumber mosaic cucumovirus, Cucumber virus 1.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Virus gehört zur Familie der Bromoviridae.
  • Eine der gefährlichsten Pflanzenvirosen weltweit.
  • Sehr unterschiedliche Schadsymptome.
  • Auf den Blättern zeigen sich eine Mosaikscheckung.
  • Blattspreiten Verformung, Blattflecken, Wuchshemmung, Welken.
  • Eine Übertragung erfolgt nicht persistent durch mehr als 80 Blattlausarten.
  • Es genügt weniger als eine Minute für eine Übertragung.
  • Das Virus verbreitet sich systemisch in den Gurkenpflanzen.
  • Eine Übertragung ist auch durch Pflegearbeiten, z.B. mit dem Messer möglich.

Wirtspflanzen

  • Es werden mehr als 100 Pflanzenfamilien und dabei rund 1.200 Pflanzenarten befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Resistente Sorten testen und bei Erfolg nutzten.
  • Keine Beikräuter Wirtspflanzen und andere Wirtspflanzen im Nahbereich erlauben.
  • Erste befallene Pflanzen sofort beseitigen.
  • Übertragung durch Pflege und Erntearbeiten an befallenen Beständen ausschließen.
  • Eventuelle Bedeutung einer Saatgutübertragung weiterhin prüfen.
  • Eine direkte Bekämpfung der Virose ist nicht möglich.
  • Nützlingseinsatz kann helfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zur Regulierung der Blattläuse erwagen

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Wassermelonen-Mosaikvirus (Watermelon mosaic virus) WMV

Wassermelonenmosaik Virus an Gurken Blätter und Frucht.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)
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Befalls-Symptome vom Wassermelonenmosaik u.anderen.
(Aviv Dombrovsky and Elisheva Smith)

Ein erst in den letzten Jahren bekannt gewordene Viruskrankheit

Synonym (laut EPPO)

  • Watermelon mosaic virus 2.

Schadbild und Lebensweise

  • Ein Potyvirus.
  • Ein Befall beginnt vorwiegend ab einer 20 cm Sprosslänge.
  • Die Blätter sind verschmälern und verdreht.
  • Die Blätter sind blasig aufgewölbt.
  • Die Früchte bekommen ungewöhnliche Formen.
  • Die Früchte sind nicht mehr einheitlich grün.
  • Blattläuse übertragen das Virus nicht-persistent.
  • Schon nach kurzer Saugtätigkeit kann die Übertragung erfolgen.
  • Es besteht eine unterschiedliche Anfälligkeit der Sorten.

Wirtspflanzen

  • Chenopodium, Phaseolus, Pisum sativum, Glycine max, Daucus carota, Cucumis sativus, Cucumis, Solanum melongena, Capsicum, Lagenaria, Cucurbita, Solanum lycopersicum, Cucumis, Melo, Citrullus, Robinia.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Möglichst keine Wirtpflanzen in direkter Nachbarschaft.
  • Sortenunterschiede nutzen.
  • Pflanzen mit ersten Schadsymptomen sofort entfernen.
  • Eine direkte Bekämpfung der Virose ist nicht möglich.
  • Jeglichen Blattlausbefall vermeiden.
  • Nützlingseinsatz kann helfen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zur Regulierung der Blattläuse erwagen

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Zucchini-Gelbmosaik (Zucchini yellow mosaic virus) ZYMV

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ZYMV Blattsymptome an dem verwandten Zucchini. (Downtowngal)

In den letzten Jahren ein zunehmendes Schadensrisiko. Totalausfälle sind möglich.

Synonyme EPPO

  • Muskmelon yellow stunt virus.
  • Zucchini yellow mosaic potyvirus.

Schadbild und Lebensweise

  • Blätter gelb gescheckt und deformiert.
  • Früchte stark beulig und verdreht.
  • Übertragung durch Blattläuse nicht-persistent.
  • Eine gefährliche Blattlausarten ist Myzus persicae (Pfirsichblattlaus).
  • Eine gefährliche Blattlausart ist Aphis gossypii (Gurkenblattlaus).
  • Ein Befall mindert den Ertrag.
  • Es gibt unterschiedliche ZYMV-Stämme.
  • Eine Saatgutübertragung ist zumindest bei Zucchini möglich.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.

Wirtspflanzen

  • Begonia, Capsicum, Chrysanthemum, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Lagenaria, Luffa, Momordica, Nicotiana, Sechium, Trichosanthes.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Eine eventuelle Saatgutübertragung in Betracht ziehen.
  • Regelmäßige Befalls Kontrollen.
  • Erste befallene Pflanzen sofort entfernen.
  • Jeglichen Blattlausbefall vermeiden.

Quellen

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Bakterielle Krankheiten

Einige ernsthafte Bakteriosen können schweren Schäden an Gurkenbestände anrichten. Bakterienkrankheiten sind nicht direkt bekämpfbar.
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Eckige Blattfleckenkrankheit (Pseudomonas syringae pv. lachrymans)

Eckige Blattflecken-Krankheit an Gurkenpflanze.
(Josef Schlaghecken)

Eine bakterielle Blattkrankheit, die Schaden angerichten kann.

Synonyme (bei EPPO)

  • Pseudomonas lachrymans.

Schadbild und Lebensweise

  • Das Schadbild kann mit dem Falschen Mehltau verwechselt werden.
  • Pseudomonas syringae pv. lachrymans ist saatgutübertragbar.
  • Es entstehen wässerige Flecken an den Blättern, die später grau-braun verfärben.
  • Die Flecken sind oft von den Blattadern begrenzt.
  • Wegen der Saatgutübertragbarkeit evtl. schon Schadsymptome an den Keimblättern.
  • Bei Taubildung bildet sich an befallen Blattunterseiten ein Bakterienschleim, der bei Trockenheit eintrocknet.
  • Bei starkem Befall sterben ganze Blattpartien papierartig ab.
  • Später fällt das abgestorbene Gewebe aus den Blättern.
  • Befallene Früchte zeigen rundliche, dunkelgrüne, später bräunliche Flecken.
  • Die Fruchtflecken haben oft ein weißliches Zentrum und kleine Risse.
  • Bei der Ernte noch gesund aussehende Früchte können später noch Schadsymptome entwickeln.
  • Pflanzenverletzungen durch Hagel usw. erhöhen die Infektionsgefahr.
  • Nächtliche Taubildung, feuchtes Wetter und Temperaturen im Bereich von 24-20°C fördern den Befall.
  • Der Erreger kann an Pflanzenresten im Boden überdauern.
  • Auch durch Pflegearbeiten ist eine Übertragung möglich.
  • Kulturen im Freiland oder in Kalthäusern sind besonders gefährdet.

Wirtspflanzen

  • Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Citrullus.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Gesundes Saatgut verwenden.
  • Gesundes Pflanzgut bei Pflanazkultur.
  • Fruchtfolge: Nachbau frühestens nach drei Jahren.
  • Durch Hygienemaßnahmen sicherstellen, dass keine Übertragung aus Vorkulturen usw. erfolgt.
  • Bei der Bewässerung auf eine Minimierung der Blattnässe achten.
  • In Risikozeiten keine Überkopfbewässerung nach 15 Uhr.
  • Tropfbewässerung ist vorteilhaft.

Quellen

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Pilzliche Krankheiten

Verschiedene Pilzkrankheiten können Gurkenbestände stark schädigen. Ein Totalausfall ist möglich.
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Alternaria Blattflecken (Alternaria alternata)

Datei:Cucumis sativus - Alternaria alternata - Hinrichs-Berger.jpg
Alternaria alternata an einem Gurken Blatt.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)

Bedeutende Pilzkrankheit an Gurken Pflanzen. Eine Verwechselung mit Ulocladium-Blattflecken ist möglich.

Synonyme

  • Alternaria destruens, Alternaria fasciculatat, Alternaria rugosa, Alternaria tenuis.
  • Torula alternata

Schadbild und Lebensweise

  • Befall beginnt mit kleinen, wenige Millimeter großen Blattflecken.
  • Später werden die Blattflecken einige cm groß.
  • Die größeren Flecken sind teilweise auch durch Blattadern eckig begrenzt.
  • Zur Erregerbestimmung die Blattflecken im Gegenlicht betrachten.
  • Die größeren Flecken haben einen helleren, gelblichen Hof, der auch über die begrenzenden Blattadern hinaus geht.
  • Stressfaktoren für die Gurkenpflanzen erleichtern einen Alternaria Befall.
  • Stressfaktoren sind: Trockenheit, Übernässung und Temperaturextreme.
  • Beim Freilandgurken Anbau sind regenreiche Perioden Befalls fördernd.
  • Bei Arten Bestimmung die Form und Gestalt der Konidien beachten.

Wirtspflanzen

  • Allium, Amaranthus, Armoracia rusticana, Brassica oleracea, Capsicum, Cynara, Cichorium, Citrullus, Cucumis sativus, Cucurbita, Cucumis melo, Eruca, Raphanus sativus, Spinacia oleracea, Solanum melongena, Solanum lycopersicum und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Anbau von Gurken nach Gurken.
  • Fruchtwechsel: Möglichst drei Jahre oder mehr.
  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Auf eine Minimierung der Blattfeuchte Zeiten achten.
  • Tropfbewässerung ist vorteilhaft.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Brennfleckenkrankheit bzw. Anthraknose (Colletotrichum orbiculare)

Datei:Anthracnose Colletotrichum orbiculare - 1436111.png
Brennfleckenkrankheit an Gurkenblatt.
(Clemson University)

Bedeutende Krankheit an Gurken und anderen Arten in der Familie der Kürbisgewächse.

Synonym bei EPPO

  • Colletotrichum lagenarium, Gloeosporium lagenarium, Glomerella lagenarium

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern und Stängeln entstehen nekrotische Flecken, die oft rundlich, manchmal aber auch eckig sind.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben ganze Bestände ab.
  • Auf den Früchten entstehen eingesunkene, rundliche Flecken.
  • Auch nach der Ernte können befallenen Früchte unverkäuflich werden.
  • Auf dem befallenen Pflanzengewebe entstehen kleine Fruchtkörper, die massenhaft Konidien entlassen.
  • Die Krankheit wird auch über befallene Pflanzenteile verbreitet.
  • Gefährlich ist die Möglichkeit der Saatgutübertragung.
  • Die Pilzkrankheit bildet verschiedene Pathotypen.
  • Optimale Infektionsbedingungen herrschen bei 21-24°C und 2 Stunden lange Blattfeuchte.
  • Die vorhandenen Sorten sind unterschiedlich empfindlich.

Wirtspflanzen

  • Althaea, Capsicum, Citrullus, Cucumis melo und sativus, Cucurbita, Nicotiana tabacum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut wählen.
  • Eine Infektion durch Vorkulturen und Nachbarkulturen ausschließen.
  • Auf eine Minimierung der Blattfeuchte achten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Quellen

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Blattbrand (Corynespora cassiicola)

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Corynespora cassiicola an einem Gurken Blatt.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)

Diese Krankheit hat wegen der Resistenzzüchtung inzwischen weniger Bedeutung

Synonyme

  • Cercospora melonis, Cercospora vignicola, Corynespora melonis, Helminthosporium cassiicola, Helminthosporium papayae, Helminthosporium vignae, Helminthosporium vignicola.

Schadbilder und Lebensweise

  • Eine Pilzkrankheit, die vor allem in wärmeren Regionen vorkommt.
  • Beginn an den jüngeren Blättern.
  • Typische Befalls Symptome sind kleine, eckige Flecken an Blättern.
  • Die Flecken werden von den Blattadern begrenzt.
  • Auf den Flecken entstehen schwarze Sporenträger.
  • Junge Gurkenfrüchte können über die Blütenblätter und Narben infiziert werden.
  • Befallene Früchte schrumpfen an der Fruchtspitze ein.
  • Die Pilzkrankheit hat erstaunlich große Sporen.
  • Zur Sporenkeimung sind hohe Temperaturen um die 30°C vorteilhaft.
  • Der Pilz überdauert mit Hilfe der Sporen und an befallene Pflanzenreste.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Citrullus, Cucumis sativus, Glycine max, Ipomoea batatas, Ocimum, Phaseolus, Salvia, Solanum lycopersicum, Solanum melongena und weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Temperaturen über 25°C vermeiden.
  • Erste befallene Blätter usw. sofort beseitigen.
  • Mit Hilfe resistenter Sorten ist ein guter Schutz möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Quellen

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Echter Mehltau (Golovinomyces cichoracearum) und (Podosphaera fuliginea)

Echter Mehltau an einem Gurkenblatt.
(Josef Schlaghecken)

Echter Mehltau mit zwei Arten, die trotz teilresistenter Sorten Schaden anrichten können.

Golovinomyces cichoracearum

  • Synonym: Erysiphe cichoracearum und Erysiphe cichoracearum f. sp. cichorii, Oidium asteris-punicei und Oidium tabaci.
  • Vor allem im Freiland auftretend
  • Wirtspflanzen: Cichorium, Cucumis sativus, Cucurbita, Cucumis melo, Citrullus, Echinace, Helianthus annuus, Helianthus tuberosus, Lactuca, Lagenaria, Matricaria recutita, Nicotiana tabacum, Salvia, Solanum tuberosum.

Podosphaera fuliginea

  • Synonym: Sphaerotheca fuliginea, Alphitomorpha fuliginea, Erysiphe fuliginea.
  • Vor allem im Gewächshaus auftretend.
  • Wirtspflanzen: Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita

Schadbilder und Lebensweise beider Arten

  • Auf den Blättern entstehen weiße mehlartige Flecken.
  • Später überzieht ein nun leicht grau erscheinender Belag das ganze Blatt und bringt es vorzeitig zum Absterben.
  • Beide Pilzarten können auch gemeinsam vorkommen.
  • Die Mehltaupilze leben auf den Blattoberflächen der Gurkenpflanzen.
  • Mit Hilfe ihrer Haustorien holen sie sich die nötigen Nährstoffe aus den Gurkenblättern.
  • Bei sonnigem, trocknem Wetter entwickeln sie sich besonders gut.
  • Eine Luftfeuchtigkeit von weniger als 70% fördert die Pilzentwicklung.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Resistenten Sorten prüfen und wo möglich nutzen.
  • Gesunde Jungpflanzen verwenden.
  • Erstbefall erschweren durch weiten Abstand von Wirtspflanzen.
  • Beikraut Wirtspflanzen minimieren bzw. ausschalten.
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit von 80% oder höher hemmt die Pilzentwicklung.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Natürliche Gegenspieler wie Ampelomyces quisqualis in Überlegungen einbeziehen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Falscher Mehltau (Pseudoperonospora cubensis)

Falscher Mehltau an Gurkenblatt. (Josef Schlaghecken

Eine sehr gefährliche Pilzkrankheit beim Freiland Gurkenanbau.

Synonym (EPPO)

  • Peronospora cubensis.

Schadbild und Lebensweise

  • Erste Schadymptome sind gelbe Flecken auf der Blattoberseite.
  • Die Blattflecken sind durch die Blattadern eckig begrenzt.
  • An der Blattunterseite sind die Flecken zunächst wasserdurchtränkt, dann bräunlich.
  • Bei einem starken Befall sterben die Blätter ab.
  • Die Verbreitung der Pilzkrankheit erfolgt u.a. durch einen Sporenflug.
  • Die Sporangien Bildung erfolgt bei Temperaturen von 10-27°C.
  • Die Keimung der Sporen erfolgt bes. bei Temperaturen von 8-30°C.
  • Optimale Bedingungen zur Verbreitung der Krankheiten herrschen bei 15-20°C.
  • Eine nächtliche Taubildung verstärkt das Befalls Risiko stark.
  • Bei ungünstigen Bedingungen kann die Krankheit innerhalb von 2-3 Wochen einen ganzen Bestand zerstören.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.

Wirtspflanzen

  • Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Citrullus, Humulus lupulus, Lagenaria, Luffa, Momordica, Sechium, Trichosanthes.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Resistente Sorten prüfen und wenn möglich nutzen.
  • Blattnässe, wo irgend möglich, minimieren.
  • Bei einer Pflanzkultur nur gesunde Jungpflanzen verwenden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Quellen

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Schädlinge

Verschiede Schädlinge können Gurkenbestände beim Gewächshausanbau stark schädigen. Ohne Regulierungsmaßnahmen ist ein Totalausfall möglich.
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Blattläuse (Aphis, Aulacorthum und Myzus)

Blattläuse an Gurkenpflanze. (Josef Schlaghecken)

Bedeutende und gefährliche Schädlinge beim Anbau von Freilandgurken.

Aktuelle Blattlausarten

  • Grüne Gurkenblattlaus (Aphis frangulae ssp. gossypii), Synonyme: * Aphis cucumeris, Cerosipha gossypii.
  • Grüne Pfirsichblattlaus (Myzus persicae)
  • Grünfleckige Kartoffelblattlaus (Aulacorthum solani)

Schadbild und Lebensweise

  • Eine wichtige Art ist die Grüne Gurkenblattlaus oder Baumwollblattlaus Aphis frangulae ssp. gossypii.
  • Die Blattläuse besiedeln vor allem die Triebspitzen der Gurkenpflanzen.
  • Der Schaden entsteht durch die Saugtätigkeit.
  • Es entstehen verkrüppelte Blätter.
  • Es kann zu Blattaufhellungen kommen.
  • Durch das Übertragen von Viruskrankheiten kann großer Schaden entstehen.
  • Die Entwicklungszeit beträgt bei 10°C 20 Tage, bei 16°C 9,6 Tage, bei 28°C 6,5 Tage und bei 30°C 4 Tage.
  • Gefährlich wird es vor allem wenn geflügelte Tiere auftreten.

Wirtspflanzen

  • Brassica oleracea, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Ipomoea batatas, Lactuca, Lagenaria, Phaseolus, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Vicia faba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Das Nützlingsvorkommen im Anbaubereich fördern.
  • Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Die verwendeten Blattlausmittel sollten nützlingsschonend sein.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Videos

Quellen

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Schnecken (Arion, Deroceras, Milax u.a.

Schneckenfraß an Gurkenpflanze. (Josef Schlaghecken)

Schnecken können insbesondere junge, weiche Gurkenpflanzen schädigen.

Schadbild und Lebensweise

  • An den Blättern zeigen sich Fraß Stellen.
  • Schleimspuren weisen auf Schnecken als Verursacher hin.
  • Befallskontrolle am besten bei hoher Luftfeuchtigkeit.
  • Ein günstiger Kontrolltermin ist spätabends, auch mit Hilfe einer Taschenlampe.
  • Schnecken brauchen viel Feuchtigkeit oder zumindest eine hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Um Trockenzeiten zu überstehen (oft tagsüber) brauchen sie sichere (feuchte) Verstecke).
  • Verschiedene Schneckenarten können schädigen.
  • Kleinnacktschnecken Arten der Gattung Milax
  • Egelschnecken der Gattung Deroceras.
  • Wegschnecken der Gattung Arion.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Schneckenmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Spinnmilbe bzw. Rote Spinne (Tetranychus urticae)

Spinnmilben können auch bim Freiland Gurkenanbau Schäden hervorrufen. Insbesondere in sehr trockenen und heißen Perioden vermehren sie sich rasch. Befallsbeginn erfolgt meist an den Feldrändern und Stellen mit unzureichender Wasserversorgung.

Schadbilder und Lebensweise

  • Spinnmilben schädigen durch ihre Saugtätigkeit.
  • Befallene Blätter zeigen zunächst punktuelle, weißliche Vergilbungen.
  • Später werden ganz Blattpartien zwischen den Blattadern immer heller und sterben ab.
  • Die Blattadern bleiben auffallend grün.
  • Bei einem starken Befall werden die Blätter von einem feinen Gespinst überzogen.
  • Die vielen winzigen Spinnmilben sieht man erst richtig gut mit einer Lupe.
  • Tetranchus urticae Spinnmilben sind sehr klein und haben eine Größe von 0,3-0,6 mm
  • Sie überwintert ausschließlich in Form der orangeroten "Winterweibchen" und können Fröste gut überleben.
  • Die Weibchen produzieren im Laufe ihres zwei- bis fünfwöchigen Lebens etwa 50 bis 100 Eier.
  • Tetranychus urticae durchläuft die Entwicklungsstadien: Ei, Larve, Protonymphe, Deutonymphe und adultes Tier.
  • Die Eier befinden sich meist an der Blattunterseite zu finden.
  • Ihre Farbe variiert von orange, hellgelb oder hellgrün bis dunkelgrün, rot, braun oder nahezu schwarz.
  • Charakteristisch sind die zwei dunklen seitlichen Flecken.
  • Spinnmilben lieben Temperaturen über 20°C und eine niedrige Luftfeuchtigkeit.
  • In Hitze- und Trockenperioden besteht ein größeres Befalls Risiko.
  • Der Erstbefall erfolgt oft vom Feldrand her, da wo die Bewässerung weniger optimal ist.

Wirtspflanzen

  • Bohnen, Gurken, Kürbis, Melonen, Zucchini und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung im Gewächshaus

  • Vorbeugend für eine höhere Luftfeuchtigkeit von 70% oder mehr sorgen.
  • Bei der üblichen Tropfbewässerung die dabei entstehende trocknere Luft bedenken.
  • Eine Zuwanderung von benachbarten Wirtspflanzen erschweren.
  • Das Nützlingsvorkommen wie Marienkäfer, Florfliegen, Schlupfwespen usw. fördern.
  • Bei Bedarf dene Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Nützlingsschädigende Pflanzenschutzmittel vermeiden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Videos

Quellen

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Wanzen (Halyomorpha, Lygus und Nezara)

Datei:Cucumis sativus - mit Wanze-Josef Schlaghecken.jpg
Wanze an einer Gurken Pflanze (Josef Schlaghecken)

Scheint zunehmend zu einem Problem zu werden, auch wegen invasiver Arten und der Klimaerwärmung.

Wichtige Arten

  • Insbesondere: Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys).
  • Aber auch: Behaarte Wiesenwanze (Lygus rugulipennis) und Grüne Reiswanze (Nezara viridula).

Schadbild und Lebensweise <br

  • Vor allem im Kopfbereich, an den sich entfaltenden Triebspitzen, werden die Wanzen aktiv.
  • Da die Wanzen sehr scheu sind, kann man die Tiere nur schwer zu beobachten.
  • An den jungen Gurkenblättern findet man Einstichstellen.
  • Die Blätter haben kleine Löcher.
  • Ganz Triebspitzen können absterben.
  • Bei einem stärkeren Befall durch die Behaarte Wiesenwanze können die Blüten geschädigt werden, so dass diese sogar abgestoßen werden.
  • Insbesondere die ganz jungen Gurkenfrüchte werden angestochen.
  • Es entstehen deformierte krumme Gurkenfrüchte.
  • Im Jahre 2017 kam es in einem Schweizer Bio-Gurkenbestände durch die Marmorierte Baumwanze zu einem Ausfall von 60%.
  • Wanze lieben warmen Sommer.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Glycine max, Helianthus annuus, Phaseolus, Pisum sativum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Sorghum, Vicia faba, Zea mays und viele andere Ackerfrüchte, Gehölze und Zierpflanzen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallskontrolle ist mit Pheromonen-Fallen möglich.
  • Bekämpfung mit zugelassenen Insektiziden möglich aber schwierig.
  • Gewächshäuser können mit Insektenschutzgitter (1,0-1.5 mm) geschützt werden.
  • Nützlingseinsatz: Schlupfwespen und Raubwanzen können helfen.
  • Fangpflanzen wie Luzerne erscheinen hilfreich. Im Nahbereich anbauen und mit Insektiziden behandeln.
  • Nützliche Pilzarten wie Beauveria bassiana und Metarhizium anisopliaeauf könnten helfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum)

Datei:Aleyrodidae P1560600a.jpg
Weiße Fliege. (Robert Webster)

Kann in einzelfällen Schaden anrichten.

Schadbild und Lebensweise

  • Gewächshaus Schädlich, der z.T. auch im Freiland Probleme bereitet.
  • Schädigt durch ihre Saugtätigkeit und den Honigtau Ausscheidungen.
  • Auf dem Honigtau bilden sich oft Schwärzepilze.
  • So kommt es zu einer Verschmutzung der Früchte.
  • Die Weißen Fliegen überwintern an Pflanzen, die im Winter in den Gewächshäusern stehen.
  • Gerne wandern sie auch von benachbarten Gewächshäusern zu.
  • An den Blattunterseiten finden sich ringförmige Eigelege und die schildlausartigen Larven.
  • Pro Jahr gibt es vier bis fünf Generationen.
  • Temperaturen zwischen 20 und 30°C fördern die Schädlingsentwicklung.

Wirtspflanzen

  • Allium, Brassica oleracea, Capsicum, Chrysanthemum, Cichorium, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Euphorbia, Fragaria, Fuchsia, Gerbera, Glycine max, Lactuca, Nicotiana tabacum, Pelargonium, Phaseolus, Rosa, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Tagetes, Vicia faba, Vigna u.a.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen
  • Bekämpfung mit zugelassenen Insektiziden schwierig.
  • Mittel wie Rapsöl und Kaliseifen können auch helfen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Wurzelgallenälchen (Meloidogyne incognita u.a.)

Können beim langjährigen Anbau in ungünstiger Fruchtfolge zum Problem werden.

Wichtige Arten

  • Meloidogyne incognita und eher selten auch Meloidogyne arenaria bzw. hapla.
  • Synonyme von M.incognita: Meloidogyne acrita und Meloidogyne kirjanovae
  • Meloidogyne hapla kommt vor allem in wärmere Region vor.

Schadbild und Lebensweise M.incognita

  • An Gurkenpflanzen zeigt sich ein Befall meist erst nach 4-5 Wochen.
  • Stärker befallen Pflanzen welken bei starker Sonneneinstrahlung.
  • Zur Bestimmung der Schadursache die Wurzel auf eine Gallenbildung überprüfen.
  • Das Temperaturoptimum liegt wohl bei 25-23°
  • Vermutlich die gefährlichste Gallenälchen-Art.
  • Unter 10°C stoppen die Nematoden ihre Entwicklung.
  • Ein vollständiger Lebenszyklus dauert bei 21°C etwa 37 Tage.
  • Schädigung an den Gemüsepflanzen etwa ab 15°C.

Wirtspflanzen

  • Allium, Amaranthus, Apium graveolens, Asparagus officinalis, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica oleracea, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cucurbita, Daucus carota, Eruca, Glycine max, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Ipomoea, Lactuca, Lens culinaris, Nasturtium officinale, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Portulaca, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Solanum, Spinacia oleracea, Vicia faba und viele andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bodenanbau: Fruchtwechsel mit Arten, die nicht befallen werden.
  • Bei Temperaturen von 45-50°C tötet die Nematoden.
  • Eine Regulierung mit Pflanzenschutzmittel ist weniger realistisch.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Zikaden (Empoasca decipiens)

Zikaden Schaden an einem Gurken Blatt.
(Jochen Kreiselmaier)

Ein Schädling, der erstmals 1997 auf der Insel Reichenau großen Schaden an Gurken anrichtete.

Schadbilder und Lebensweise

  • Empoasca decipiens wird auch "Grüner Blatt Hüpfer" genannt.
  • Die Zikaden saugen an ihren Wirtspflanzen.
  • Durch den Speichel der Zikaden verstopfen die Leitungsbahnen.
  • In den Leitungsbahnen wird der Kohlehydrate-Transport gestört.
  • Nach stärkerer Saugtätigkeit verfärben die Blätter, zunächst vom Rand her.
  • Es kommt zu Wachstumsstockungen.
  • Befallene Früchte bekommen eine unnatürliche Form.
  • Bei einem starken Befall sterben die Pflanzen ab.
  • Die erwachsenen Tiere haben nur eine Länge von 3-4 mm.
  • Die Weibchen legen ihre Eier mit einem Legebohrer in die Gurkenblätter.
  • Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Empoasca decipiens durchläuft 5 Nymphen Stadien.
  • Erst im letzten Nymphen-Stadium bilden sich Flügel.
  • Günstige Temperaturen sind 20-25°C.
  • Ein ganzer Lebenszyklus erfolgt je nach Umständen in 2-5 Wochen.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Chrysanthemum, Cucumis sativus, Malus, Phaseolus, Prunus dulcis, Solanum tuberosum, Vicia faba, Vitis, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Befall kontrollieren.
  • Der Eiparasitoid Anagrus atomus kann als Nützling helfen.
  • Die Pilze Metarhizium anisopliae, Paecilomyces fumosoroseus und Beauveria bassiana können evtl. bei der Bekämpfung helfen.
  • Eine Bekämpfung mit Insektiziden ist sehr schwierig.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

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Siehe auch in Hortipendium

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Autoren und Mitwirkende

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Boko, Halem, Niederlande.
  • Gammelgaard Magnus, Dänemark. (https://plante-doktor.dk)
  • Hebbe Ginette, LELF Brandenburg.
  • Hetterling Ursula, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Hommes Martin, Dr., JKI, Institut für Pflanzenschutz im Gartenbau und Forst, Braunschweig.
  • Kali & Salz GmbH, Kassel.
  • Koch Ingeborg, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Krauthausen Hermann-Josef, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Ulrich, Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen, Wetzlar.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Crüger Gerd, Georg Friedrich Backhaus, Martin Hommes, Silvia Smoltka und Heinrich-Josef Vetten. (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau, 4. völlig bearbeitete und erweiterte Auflage. Eugen Ulmer. Stuttgart-Hohenheim. ISBN 3-8001-3191-9
  • Schlaghecken, Josef (2016): Rund um das Saatgut: Gurke. In: Zeitschrift "Gemüse". 52. Nr. 2. Seite 49-50. 
  • Vogel, Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-5285-1

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Quellen Online


Gewährleistung

Alle Angaben ohne Gewähr!