Borretsch Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Datei:Borago officinalis mit Echter Mehltau-3-Josef Schlaghecken.jpg
Echter Mehltau Befall an einer Gurkenkraut Pflanze. (Josef Schlaghecken)
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Gurkenkraut (Borago officinalis) als Küchenkraut können Krankheiten und Schädlinge zu Qualitätsmängel oder sogar zu einem Totalausfall führen. Die auch Borretsch genannte Pflanzenart gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).

Vorbeugender Pflanzenschutz schon beim Gurkenkraut Bodenanbau

Datei:Borago officinalis 15-p.bot-bora.offi-010.jpg
Ziel: Erfolgreicher Gurkenkraut Anbau. (Ayotte, Gilles)
  • Dabei berücksichtigen, um welche Art des Anbaus es sich handelt.

Gurkenkraut Anbau als Bodenkultur

  • Hier sind vor allem die Folgenden Dinge zu beachten.
  • Fruchtwechsel optimieren. Siehe weiter unten und Hortipendium Artikel.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine Böden mit größeren Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken (Wasserstaugefahr) wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung (P, K, Mg, B, pH-Wert usw.) kontrollieren.
  • Auf eine gute Humusversorgung des Bodens achten.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräutern wählen.
  • Hochwertige, krankheitsfreies Saatgut verwenden.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Gurkenkraut Erwerbsanbau

Fruchtwechsel optimieren
Grundsätzlich zu Pflanzen Arten mit gleichen Krankheiten und Schädlingen einen möglichst weiten Fruchtwechsel einhalten.

Quellen

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

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Gurkenkraut Anbau als Topfkräuter Kultur im Gewächshaus

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Ziel: Erfolgreicher Gurkenkraut Topfkräuter Anbau.
(Eiku)
  • Hygienisch saubere Gewächshäuser.
  • Krankheitsfreie Töpfe.
  • Substrate mit ein für Gurkenkraut angepasstes Nährstoffangebot.
  • Krankheitsfreie Substrate.
  • Krankheitsfreies Saatgut.
  • Optimierte Klimaführung.

Welche zugelassenen Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

Quellen

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Virus Krankheiten

An Gurkenkraut Bestände können Viruskrankheiten auftreten, die zu einem Gesamtausfall führen können.
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Gurkenmosaikvirus (Cucumber mosaic virus) CMV

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Gurkenmosaikvirus Befall an einer Borretsch Pflanzen.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen, in Wetzlar)

Eine im Gemüsebau weit verbreitete Viruskrankheit, die auch an Gurkenkraut Pflanzen vorkommen kann. Die Bedeutung als Schaderreger ist bisher eher gering.

Synonyme bei EPPO

  • Cucumber mosaic cucumovirus
  • Cucumber virus 1.

Schadbild und Lebensweise

  • Sehr unterschiedliche Schadsymptome.
  • Auf den Blättern zeigen sich eine gelb-grüne Mosaikscheckung.
  • Es kommt zu einer Blattspreiten Verformung, Blasigkeit sowie Wuchshemmung.
  • Eine Übertragung erfolgt nicht persistent durch viele Blattlausarten.
  • Auch die verbreitete Pfirschblattlaus überträgt das Virus
  • Es genügt weniger als eine Minute für eine Übertragung.
  • Das Virus verbreitet sich systemisch in den Borretsch Pflanzen.
  • Das Virus gehört zur Gruppe der Cucomoviren.
  • Eine der gefährlichsten Pflanzenvirosen weltweit.
  • Eine Saatgutübertragung ist bei verschiedenen Pflanzenarten möglich, bei Borretsch jedoch noch nicht geklärt.

Wirtspflanzen

  • Es werden mehr als 100 Pflanzenfamilien und dabei rund 1.200 Pflanzenarten befallen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Keine Beikräuter und andere Wirtspflanzen im Nahbereich erlauben.
  • Erste befallene Pflanzen, soweit möglich, sicher entfernen und entsorgen.
  • Eventuelle Bedeutung einer Saatgutübertragung weiterhin prüfen.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.
  • Jeglichen Blattlausbefall ausschließen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln zur Blattlaus Regulierung erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Bakterien Krankheiten

An Borretsch Bestände können Bakterienkrankheiten auftreten, die Schäden hervorrufen können.
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Pseudomonas Fäule (Pseudomonas cichorii)

Datei:Pseudomonas.jpg
Pseudomonas Bakterien. (Anice Haney Carr)

Gefährliche Bakterien Krankheit mit vielen Wirtspflanzen.

Synonyme (laut EPPO)

  • Phytomonas cichorii.
  • Pseudomonas endiviae.
  • Pseudomonas papaveris.

Schadbild und Lebensweise

  • Mit einem Befall ist vor allem im Frühjahr und Herbst zu rechnen.
  • Zu Befalls Begin entstehen zunächst kleine bräunlich schwarze Fleckchen.
  • Mit der Zeit werden die Befalls Flecken größer oder fließen zusammen.
  • Befallene Stängel verbräunen und sterben ab.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben ganze Pflanzen Triebe und evtl. auch die ganzen Pflanzen ab.

Wirtspflanzen (laut EPPO)

  • Borago officinalis, Capsicum annuum, Cichorium endivia, Cichorium endivia var. crispum, Cichorium endivia var. latifolia, Ficus benghalensis, Lactuca sativa, Nicotiana tabacum, Perilla frutescens, Pinellia ternata, Solanum lycopersicum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Feldhygiene optimieren.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Eine direkte Bekämpfung ist schwierig.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Gurkenkraut Bestände können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Brandpilz (Entyloma-Arten)

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Entyloma Borretsch Brand an einer Gurkenkraut Planze.
(Josef Schlaghecken)
Entyloma boraginis Befall an einem Gurkenkraut Blatt.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)
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Entyloma boraginis Befall an einem Gurkenkraut Blatt.
(Dr. Jan Hinrichs-Berger, LTZ Augustenberg)

Die Pilzkrankheit kann großen Schaden an Gurkenkraut Pflanzen hervorrufen.

Aktuelle Arten mit Wirtspflanzen

  • Entyloma boraginis an Boraginaceae.
  • Entyloma serotinum an Amsinckia, Borago, Symphytum.

Schadbild und Lebensweise (Bedlan und Hinrichs-Berger u.a.)

  • Auf Blättern bildet der Pilz kleine, runde, blassgelbe bis grünliche Flecken, die einen Durchmesser bis zu 7 mm haben können.
  • Mit einem Befall ist vom Frühsommer bis zum Herbst zu rechnen.
  • Schon die Keimblätter können befallen werden.
  • Die Befalls Flecken nekrotisieren und stark befallene Blätter sterben ab.
  • Der Pilz überdauert mit seinen Teleutosporen (es sind dies die Brandsporen) in befallenen Pflanzenteilen im Boden.
  • Im Frühjahr keimen dann aus den Teleutosporen Basidien aus, an denen sich Basidiosporen bilden, die mit Wind und verspritzende Wassertropfen verbreitet werden.
  • Die Basidiosporen infizieren Keimlinge und Neuaustriebe älterer Pflanzen über die Stomata.
  • Im Blattinneren werden erneut Brandsporen gebildet.
  • Die Sporen sind fast kugelig, dickwandig, durchsichtig und messen 9-15 µm im Durchmesser.
  • Eine Verbreitung über Konidien ist ebenfalls beschrieben worden.
  • Diese werden an Konidien Trägern gebildet, welche an den Befalls Stellen aus den Stomata auswachsen.
  • Beim Gewächshausanbau sind vor allem die lichtarmen Wintermonate Befalls fördernd.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau nach Borretsch.
  • Einen mindestens dreijährigen Fruchtwechsel einhalten.
  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Beim Freiland Anbau Bestandsreste alsbald zur Verrottung bringen.
  • Beim Gewächhausanbau Bestandreste sorgfältig sicher entsorgen.
  • Auf eine gute Kalkversorgung des Bodens achten.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Echter Mehltau (Golovinomyces cynoglossi)

Datei:Borago officinalis mit Echter Mehltau-3-Josef Schlaghecken.jpg
Echter Mehltau Befall an einer Gurkenkraut Pflanze.
(Josef Schlaghecken)

Eine Pilzkrankheit, die recht häufig auftritt und großen Schaden anrichten kann.

Synonyme (laut EPPO)

  • Erysiphe asperifoliorum.
  • Erysiphe horridula.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern bildet sich ein auffällig weißer, fleckiger Belag.
  • Einen Befall findet man vor allem an den ältesten Blättern.
  • Der spinnwebartiger Myzel Belag bildet sich auf der Oberseite der Blätter.
  • Auch die Pflanzenstängel können befallen werden.
  • Die Konidien bilden sich in Ketten und sind elliptisch.
  • In der Pfalz findet man ganzjährig befallene Pflanzen.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beikraut Raublattgewächse, auch am Feldrand, vorbeugend minimieren.
  • Bei einem vereinzelt Erstbefall, diesen sicher entsorgen.
  • Häufiges Bewässern Überkopf kann das Befalls Risiko etwas vermindern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sclerotinia Fäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Datei:Borago officinalis mit Sclerotinia sclerotiorum Befall-Roswitha Ulrich.jpg
Borretsch Keimlinge mit einem teilweisen Totalausfall durch Sclerotinia sclerotiorum. (Roswitha Ulrich)

Pilzkrankheit, die schon im Keimstadium, aber auch später gefährlich werden kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Mit einem Befalls Beginn ist in Bodennähe zu erwarten.
  • Das befallen Stängel Gewebe wird weich und wässrig, die Blätter welken und sterben ab.
  • Tritt der Befall schon bei der Keimung auf, sterben die Sämlinge.
  • Mit der Zeit bildet sich ein weißliche Pilzmyzel.
  • Nach ein paar Wochen bilden sich darauf die schwarzen Dauersporen
  • Die Dauersporen (Sclerotien) können viele Jahre im Boden überdauern.
  • Neupflanzungen können vom Boden her über vorhandene Sclerotien befallen werden.
  • Günstige Infektionsbedingungen herrschen bei 15-21°C.
  • Zur Auskeimung der Ascosporen benötigt der Pilz eine Feuchteperiode von 16-72 Stunden.

Videos

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus, Borago officinalis, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cynara, Daucus, Diplotaxis, Helianthus, Ipomoea, Lactuca, Lens, Lepidium, Phaseolus, Pisum, Portulaca, Raphanus, Solanum, Solanum, Vicia und viele andere.

Vorbeugen und Bekämpfen

  • Beim Bodenanbau befallsfreie Parzellen wählen.
  • Bestandsreste bald zur Verrottung bringen.
  • Bei der Anzucht befallsfreie Substrate einsetzten.
  • Bestandsreste im Gewächshaus sauber entsorgen.
  • Eine biologische Bekämpfung mit Coniothyrium minitans ist möglich.
  • Die Bodenbehandlung mit Coniothyrium minitans sollte rechtzeitig vor der Borretsch Pflanzung erfolgen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Recherche Forschungsberichte

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Schädlinge

An Gurkenkraut Bestände können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Aphis fabae u.a.)

Datei:Formica glacialis sur colonie de pucerons..JPG
Schwarze Bohnenlaus auf Borretsch Pflanze mit Ameisen "Melkerin". (Mylène Durant)

Blattläuse können, insbesondere bei einem größeren Auftreten, die Verkaufsfähigkeit der Gurkenkraut Ware reduzieren.

Aktuelle Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus).
  • Brachycaudus helichrysi und Brachycaudus cardui.
  • Myzus persicae (Grüne Pfirschblattlaus).
  • Ovatomyzus boraginacearum.

Schadbild und Lebensweise

  • Insbesondere die jüngsten Triebe werden von den Blattläusen bevorzugt.
  • Bei Befalls Kontrollen insbesondere die Vegetations Spitzen der Pflanzen untersuchen.
  • Blattläuse können Viruskrankheiten übertragen.
  • Die Schwarze Bohnenlaus ist wirtswechselnd.
  • Aphis fabae überwintert erfolgt als Eier am Pfaffenhütchen und am Gewöhnlichen Schneeball.
  • Die geflügelten Läuse fliegen im April unter anderem zu den Borretsch Pflanzen.

Wirtspflanzen

Wirtspflanzen

  • Borago officinalis und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Nützlings Vorkommen im Betrieb fördern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.
  • Nur nützlingsschonende Mittel verwenden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Minierfliegen (Pegomyza, Scaptomyza u.a.)

Datei:Borago officinalis mit Minierfliegen Befall-Roswitha Ulrich.jpg
Minierfliegen Schäden an Borretsch Blätter.
(Roswitha Ulrich)

Minierfliegen Maden können Borretsch Blätter befallen und einen großen Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Pegomyza beta (Rübenminierfliege).
  • Scaptomyza flava (Rapsminierfliege).

Schadbild und Lebensweise (R.Ulrich und Ch.Pokoj. u.a.)

  • Etwa ab Juni ist mit Minierfliegen Schäden an Borretsch zu rechnen.
  • An den Befalls Stellen entstehen Blatt Aufhellungen.
  • Die Maden fressen im Inneren der Blätter.
  • Die Larven der Minierfliegen fressen Gänge im Blattinneren.
  • Manchmal sieht man einzelne Larven.
  • Zum Auffinden der Larven die Blatt Oberhaut auftrennen und abziehen.
  • Sehr stark befallene Blattpartien verfärben braun und sterben ab.
  • Die Fliegen sind etwa 2,5 mm groß.
  • Befallen Blätter dürfen nicht ins Erntegut gelangen.
  • Besonders in einer Verpackung faulen sie schnell.

Wirtspflanzen

  • Borago officinalis und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung (R.Ulrich und Ch.Pokoj. u.a.)

  • Sorgfältige Kontrolle bei Jungpflanzen Zukauf.
  • Nachbarschaft von Kreuzblütler Bestände meiden.
  • Laufende Bestandskontrollen.
  • Soweit möglich erste Befalls Stellen sicher entsorgen.
  • Bestandsreste alsbald zur Verrottung bringen.
  • Eine direkte Bekämpfung ist sehr schwierig.
  • Nützlings Vorkommen z.B. von Kurzflugkäfer, Schlupfwespen, Raubwanzen usw. fördern.
  • Eingesetzte Insektizide zur Bekämpfung anderer Schädlinge haben teilweise eine Nebenwirkung.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

  • Integrierter Anbau von Borretsch im Freiland: (PS-Info Link)
  • Zulassungssituation zur Bekämpfung.
  • Ökologischer Anbau: In der obigen Anwendung den Button: "Ökologischer Anbau" aktivieren.

Quellen

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Raupen (Arctia caja und andere)

Datei:Brauner Bär ( Arctia caja (Linnaeus, 1758)) - Raupe - 170521 (34786276696).jpg
Die Raupen des Brauen Bärs fressen auch an Borretsch Pflanzen. (Armin S Kowalski)

Durch Raupen Fraß können Borretsch Pflanzen geschädigt werden. Einen größeren Schaden durch die Raupen des Braunen Bären ist eher nicht zu befürchten. Die Art ist geschützt, was beim Borretsch Anbau zu berücksichtigen ist.

Wichtige Arten

  • Arctia caja (Brauer Bär).
  • Cnephasia Arten.
  • Diachrysia chrysitis (Messingeule).
  • Phlogophara meticulosa (Achateule).

Schadbild und Lebensweise (Arctia caja)

  • Die Falter fliegen von Juli bis September und haben eine Spannweite von 45 bis 65 Millimetern.
  • Die Hinterflügel sind zinnoberrot mit großen, schwarzen oder auch schwarz gerandeten blauen Punkten.
  • Die Falter legen abgeflachte, weißlich bis grünliche Eier.
  • Etwa ab August ist mit den etwa 6 cm langen, langhaarigen Raupen zu rechnen.
  • Die Puppen sind schwarzbraun.
  • Vor einer möglichen Bekämpfung unbedingt die Art der Raupen bestimmen

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Vermehrte Bestands Kontrollen, bes. ab Ende April.
  • Schutznetze können vor einen Raupenfraß schützen. Ein Einsatz ist jedoch eher unrentabel.
  • Eine Bekämpfung vorhandener Raupen ist meist wegen der geringen Anzahl nicht nötig.
  • vor einem Pflanzenschutz Einsatz überprüfen ob die Art nicht unter Schutz gestellt wurde.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Trauermücken (Bradysia, Lycoriella) und andere

Totalausfall durch Trauermücken Larven
(Frank Korting, DLR Neustadt/Wstr.)
Trauermücken Larve. (Rainer Wahl, DLR Neustadt/Wstr.)

Trauermücken Larven können bei der Topfkräuter Kultur großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Bradysia coprophila, Bradysia impatiens, Bradysia praecox, Bradysia paupera und weitere.
  • Lycoriella ingenua.
  • Sciara militaris.

Schadbild und Beschreibung

  • Befallene Pflanzen welken.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Die Pflanzen Stängel im Bodenbereich werden zerstört und verfärben braun.
  • Im Wurzelbereich findet man die beinlosen Larven.
  • Stark befallene Pflanzen sterben.
  • Normal leben die Trauermücken Larven von Pilzmyzelien sowie von sich zersetzendem organischen Material.
  • Pflanzenschädigende Trauermücken Arten fressen jedoch auch an den verschiedenen Topf-Küchenkräutern.

Trauermücken Merkmale (Beispiel Bradysia)

  • Die Familie der Trauermücken (Sciaridae) gehört zur Ordnung der Zweiflügler (Diptera).
  • Ebenso wie zum Beispiel bei Fliegen oder Stechmücken ist das zweite Flügelpaar der Trauermücken zu sog. Schwingkölbchen oder Halteren umgebildet, mit deren Hilfe das Insekt die Schwerkraft wahrnehmen kann.
  • Viele aktuelle Trauermückenarten gehören zur Gattung Bradysia an.
  • Die Mücken sind etwa 1-8 mm groß und haben längliche und dunkel gefärbt.
  • An den rel. kleinen Köpfen befinden sich fadenförmigen Antennen.
  • Die Augen sind oberhalb der Fühler durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.
  • Fühler und Beine sind lang und zart gebaut.
  • Die weiß gefärbten, beinlosen Larven sind schlank und haben eine dunkle Kopfkapsel.
  • Die Larven sind z.T. durchsichtig, so dass der Verdauungstrakt sichtbar ist.
  • Die Larven werden bis zu sechs mm groß.
  • Viele Trauermückenarten gehören der Gattung Bradysia an, die auf allen Kontinenten vertreten ist.
  • Für einen ganzen Entwicklungszyklus brauchen Trauermücken der Gattung etwa drei Wochen.
  • Bei günstigen Bedingungen kann eine Trauermücke 70 oder mehr Eiser ablegen.
  • Ein Entwicklungszyklus von Bradysia impatiens dauert etwa 25-30 Tagen.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Da sich Trauermücken nur im feuchten Substrat gut entwickeln können jegliche Übernässung und Wasserstau vermeiden.
  • Bei Topfkulturen kann eine Bewässerung von unten den Befalls Druck mindern.
  • Die Anbauflächen frei von Algen und Unkraut halten.
  • Unvollständig verrottetes organischem Material begünstigen das Auftreten von Trauermücken.
  • Substratvorräte durch eine Bedeckung vor eine Besiedlung schützen.
  • Die Aktivitäten der fliegenden Trauermücken kann man mit Hilfe von gelben Leimtafeln überwachen.
  • Bekämpfung von Trauermücken im Larvenstadien kommen Bacillus thuringiensis, Nematoden (Steinernema feltiae) und Raubmilben (Hypoaspis sp.) in Frage. Der Wirkungsgrad ist sehr unterschiedlich.
  • Die umherfliegenden adulten Trauermücken können mit Hilfe von gelben Leimtafeln (sog. Gelbfallen) kontrolliert werden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Autoren und Mitwirkende

Datei:Forscher im Feld.jpg
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Bedlan, Gerhard, Dr., Wien.
  • Hinrichs-Berger, Jan, Dr., Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg.
  • Holzinger Achim, Bioland, Landesverband Niedersachsen/Bremen.
  • Korting Frank, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Maler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Pokoj Christine, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Wahl, Rainer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Bedlan Gerhard (2012): Gemüsekrankheiten. Österreichischer Agrarverlag. Wien. ISBN 10=3704-0114-95
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online

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