Basilikum Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Datei:Basilikum Zikadenschaden--Vietmeier-Andreas-LWK-NRW.jpg
Zikaden Schaden an Basilikum Blatt. (Andreas Vietmeier, LWK NRW)

Beim Anbau von Basilikum (Ocimum basilicum), dem Küchenkraut aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) können verschiedene Krankheiten und Schädlinge auftreten und großen Schaden anrichten. Vor Beginn eines Anbaus sollte man die wichtigsten Schadursachen kennen. Vorbeugende Überlegungen und Maßnahmen sind dringend anzuraten.

Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Basilikum Anbauplanung

Zunächst die Art des Anbaus bedenken

  • Einen großen Einfluss auf die Möglichkeiten der Kultursteuerung hängt von der Art des Anbaus ab.
  • Gewächshaus Anbau gibt es zur Erzeugung von Topfkräuter und Schnittware.
  • Daneben gibt es den Freilandanbau zur Belieferung von Frischmarkt- oder der Verarbeitungsindustrie.
  • Beim Boden Anbau die Fruchtfolge bedenken und den Fruchtwechsel optimieren.
  • Kein Anbau auf Parzellen mit einer hohen Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten und Schädlingen.
  • Kein Anbau auf Parzellen mit einem größeren Besatz an Wurzel Beikräuter.
  • Vor den Anbau die Nährstoffversorgung des Bodens überprüfen und optimieren.

Quellen

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Beim Fruchtwechsel die Pflanzenfamilie beachten

Inbesondere beim Basilikum Bodenanbau bedenken, dass die eng verwandten Pflanzen- bzw. Kräuterarten sehr oft von den selben Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Ein weiter Fruchtwechsel ist deshalb vorteilhaft. Wenn möglich sollte auch eine Anbau nebeneinander vermieden werden. Im Folgenden Fotos von den wichtigsten Lippenblütler Arten.

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Sortenwahl

  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen.
  • Soweit möglich robuste Sorten verwenden bzw. vorhandene Resistenzen nutzen.
  • Es gibt eine große Anzahl an Sorten, deren Eignung für die betriebseigenen Gegebenheiten zu prüfen ist.
  • Hilfreich bei der Sortenwahl sind die verschiedenen Sorten-Versuchsergebnisse, die man online in Hortigate.de lesen oder runterladen kann.
  • Hortigate: Basilikum Sorten

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Welche Pflanzenschutzmittel stehen zur Verfügung?

  • Bevor man mit dem Anbau von Basilikum beginnt, kann es vorteilhaft sein, sich zu informieren ob und welche Pflanzenschutzmittel zur Verfügung stehen.

Beim Basilikum Anbau im Freiland

Beim Basilikum Anbau im Gewächshaus

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Nichtparasitäre Ursachen

An Basilikum Pflanzen können nichtparasitäre Probleme auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Kälteschäden

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Kälte Nekrose an Basilikum. (Roswitha Ulrich)
Datei:Basilikum-Kälte Schaden-3-Roswitha-Ulrich.jpg
Kälte Chlorose an Basilikum. (Roswitha Ulrich)

Basilikum Pflanzen sind generell recht kälteempfindlich.

Schadbild und Entstehung

  • Es können sowohl Nekrosen als auch Chlorosen entstehen.
  • Bei einer Kälte Chlorose verlieren die Blattpartien ihr Blattgrün und verfärben gräulich.
  • Es können aber auch die Triebspitzen absterben, die dann bräunlich verfärben.
  • Bei entsprechenden Bedingungen können an den Blättern auch Nekrosen entstehen.
  • Bei einem stärkeren Frost werden die ganzen Pflanzen zerstört.
  • Bei etwa 12°C stellt Basilikum sein Wachstum ein.
  • Bei Temperaturen unter 10°C können schon Kälteschäden auftreten.
  • In einem Versuch kam es schon bei 7°C zu einem Totalschaden.
  • Teilweise ähneln die Schadsymptome denen eines Sonnenbrandes.

Wirtspflanzen

  • Ocimum basilicum und vielen andere Küchenkräuter und Gemüsearten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Pflanzenanzucht eine Mindesttemperatur von 12°C sicherstellen.
  • Für die Kultur werden 20°C empfohlen.
  • Beim Pflanzentransport im Winterhalbjahr können Kälteschäden auftreten.
  • Pflanzungen im Freiland erst, wenn die Temperaturen über 12°C betragen.
  • Für ungünstige Pflanztermine abgehärtete Pflanzen verwenden.
  • Notfalls kurzfristig ein Vlies auflegen.

Quelle

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Sonnenbrand

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Sonnenbrand an Basilikum. (Andreas Vietmeier, LWK NRW)
Sonnenbrand an Basilikum Pflanzen. (Andreas Vietmeier, LWK NRW)

Sonnenbrand kann in speziellen Situation einen Sonnenbrand an Basilikum Pflanzen hervorrufen.

Schadbild und Entstehung

  • Einige Partien der Blätter verfärben grau-bräunlich.
  • Das Blattgrün verschwindet.
  • Dadurch reduziert sich die Photosynthese-Leistung der Pflanzen.
  • Betroffen sind vor allen die Blatteile, die am stärksten der Sonne ausgesetzt sind.
  • Gefährdet sind vor allem schnell gewachsene, nicht abgehärtete Pflanzen.
  • Wassermangel erhöht das Sonnenbrand Risiko.
  • Risiko bes. bei Freilandpflanzungen mit nicht abgehärteten Pflanzen.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei Freiland Pflanzungen Jungpflanzen abhärten bevor sie starker Sonnenstrahlung ausgesetzt werden.
  • Wenn möglich, lieber einen weniger sonnigen Pflanztag wählen.
  • Pflanzungen am Spätnachmittag mit sofortiger Bewässerung sind weniger gefährdet.
  • Im Gewächshausanbau bei Bedarf schattieren.
  • Insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung auf eine ausreichende Wasserversorgung achten.

Quellen

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Virus Krankheiten

An Basilikum Bestände können Viruskrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Bronzefleckenkrankheit (Tomato spotted wilt virus)

Datei:Sweet basil (Ocimum basilicum) - Tomato spotted wilt virus (TSWV).jpg
Tomato spotted wilt virus Befall an Basilikum.
(Scot Nelson from Honolulu, Hawaii, USA)
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Thrips tabaci kann das Virus auf Basilikum übertragen..
(Alton N. Sparks, Jr.,)

Das an über 800 Wirtspflanzen vorkommende Virus kann Basilikum Pflanzen befallen und großen Schaden anrichten.

Synonyme (laut EPPO)

  • Tomato spotted wilt orthotospovirus.
  • Tomato spotted wilt tospovirus.
  • TSWV.

Schadbild und Lebensweise

  • Die befallen Blätter verändern ihre natürliche Form.
  • Leicht Blattwellung und beulige Erhebungen bzw. Vertiefungen kommen vor.
  • Es kommt zu einer stärkeren Mosaikbildung.
  • Bei einem starken Befall sterben die Pflanzen ab.
  • Das Virus kann von Zikaden wie Circulifer tenellus oder auch von Thrips tabaci übertragen werden.
  • Es handelt sich um ein Orthotospovirus.

Wirtspflanzen

  • Ageratum houstonianum, Amaranthus caudatus, Amaryllis sp., Anemone sp., Antirrhinum sp., Apium graveolens, Aster sp., Atropa belladonna, Begonia sp., Brassica-Arten, Calendula officinalis, Callistephus chinensis, Campanula pyramidalis, Capsella bursa-pastoris, Capsicum sp., Chenopodium album, Chrysanthemum sp., Cichorium endivia, Cichorium intybus, Convolvulus sp., Cordyline terrninalis, Coriandrum sativum, Cucumis sativus, Dahlia pinnata, Galinsoga parviflora, Lactuca sativa, Lycopersicon esculentum, Phaseolus vulgaris, Pisum sativum, Solanum nigrum, Sonchus oleraceus, Spinacia oleracea, Urtica dioica und viele andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Beim Bodenanbau Beikrautbewuchs (Wirtspflanzen) minimieren.
  • Zikaden auftreten minimieren.
  • Thripse Auftreten minimieren.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel zur Regulierung von Thripsen und Zikaden erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Bakterien Krankheiten

An Basilikum Pflanzen können Bakterienkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Bakterielle Blattflecken (Pseudomonas Arten)

Datei:Basilikum Bakterienflecken-JS-3.jpg
Bakterielle Blattflecken an Basilikum Blätter.
(Josef Schlaghecken)

Pseudomonas ist es sehr gefährliche, bakterielle Krankheit, die Basilikum Pflanzen stark schädigen kann.

Wichtige Arten (laut EPPO)

  • Pseudomonas cichorii, Synonyme: Phytomonas cichorii, Pseudomonas endiviae, Pseudomonas papaveris.
  • Pseudomonas syringae.
  • Pseudomonas viridiflava.

Schadbild und Lebensweise

  • Zu Beginn zeigen sich kleine dunkelbraune bis schwärzliche Flecken mit gräulichem Innenbereich.
  • Später werden die Befallsstellen größer.
  • Auch die Stängel werden befallen und verfärben schwärzlich.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben zunächst ganzen Pflanzentriebe oder sogar die ganzen Pflanzen ab.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit und geringe Luftbewegung begünstigen den Befall.
  • Befall oft nesterweise nach einer Nässeperiode.
  • Gewebeverletzungen (Insekten, Starkregen usw.) begünstigen einen Befall.
  • Die Krankheit Überdauert u.a. auch an befallenen Pflanzenresten.

Wirtspflanzen

  • Viele Kulturen und Unkräuter

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Bei Pflanzkulturen auf gesunde Jungpflanzen achten.
  • Kein Boden Anbau auf Parzellen mit Befall an der Vorkultur.
  • Blattnässe Zeiten minimieren.
  • Tropfbewässerung statt Überkopfbewässerung ist hilfreich.
  • Fortlaufende Bestandskontrollen und wenn möglich Beseitigung befallener Pflanzen.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

Quellen

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Pilzkrankheiten

An Basilikum Pflanzen können Pilzkrankheiten auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Falscher Mehltau (Peronospora belbahrii)

Der Falsche Mehltau ist eines der größten Probleme beim Anbau von Basilikum.

Schadbild und Lebensweise

  • Beginn evtl. schon an den Keimblättern, die fahl- bis gelbgrün verfärben.
  • Vor allem den Blattunterseiten bildet sich ein typischer filziger, graubrauner Belag.
  • Die Sporen des zu den Oomyceten gehörenden Pilzes keimen nach drei bis fünf Tagen und dringen direkt durch die Epidermis in das Blatt ein.
  • Die Sporenkeimung findet bei Temperaturen zwischen 5 und 28,5°C und bei einer Luftfeuchte über 85% statt.
  • Die höchste Keimrate wird bei 20°C und hoher Feuchte erreicht.
  • Bei niedrigeren Temperaturen wird eine längere Blattnässedauer benötigt.
  • Bei höheren Temperaturen wird das Maximum der Sporenproduktion bereits bei kürzeren Feuchteperioden erreicht.
  • Zu Schäden kommt es meist zwischen Juli und September, wenn in kühlen Nächten in schlecht oder nicht optimal klimatisierten Gewächshäusern bei hoher Luftfeuchte und Temperaturabsenkungen in der Nacht der Taupunkt unterschritten wird.
  • Die Verbreitung im Bestand und in benachbarte Gewächshäuser erfolgt durch die Luft, mit Wasserspritzern und bei Kulturarbeiten.
  • Die schnelle weltweite Verbreitung des Erregers ist auf die Übertragung und Verbreitung mit dem Saatgut zurückzuführen.
  • Bisher sind wohl alle Ocimum basilicum Sorten recht anfällig.

Wirtspflanzen

  • Verschiedene Lippenblütler (Lamiacae), beispielsweise verschiedene Salbei-Arten (Salvia), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Bohnenkraut (Satureja-Arten), Agastache spp., Buntnessel (Plectranthus scutellarioides) und Katzenminzen (Nepeta spp.) genannt.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Bei Pflanzkultur, nur befallsfreie Jungpflanzen setzen.
  • Trockenheit und trockene Bestände verhindern oder reduzieren die Weiterentwicklung der Erkrankung.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quelle

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Fusarium Welke (Fusarium oxysporum f.sp.basilici)

Datei:Basilikum Fusarium--Roswitha Ulrich.jpg
Fusarium Befall an junge Basilikum Pflanzen.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen)
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Fusarium Befall an Basilikum. (Josef Schlaghecken)

Die Fusarium Welke ist weltweit gesehen eine wichtige Pilzkrankheit, die auch Basilikum Bestände befallen und schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Befallene Pflanzenteile verfärben gelblich, kümmern und sterben ab.
  • Befallene Pflanzen Stiele verfärben oft rosa-orange und sterben mit der Zeit ab.
  • Die Leitungsbahnen verfärben und die befallenen Pflanzenteile welken.
  • Der Krankheitsbefall tritt oft einseitig an den Pflanzen auf.
  • Der Pilz braucht zur Entwicklung Temperaturen von über 16°C.
  • Pilz fördernde Bodentemperaturen liegen im Bereich von 25-30°C.
  • Eine Verbreitung der Krankheit ist möglich über befallene Pflanzenteile, mit dem Boden oder durch Luftbewegung.
  • Der Pilz überdauert für viele Jahre im Boden.
  • Eine Saatgutübertragung ist möglich.

Wirtspflanzen

  • Ocimum basilicum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreie Flächen bzw. Substrate auszuwählen.
  • Beim Bodenanbau Fruchtfolge optimieren.
  • Konsequente Kultur- und Feldhygiene.
  • Bei einem Befallsrisiko die unterschiedliche Sortenempfindlichkeit prüfen.
  • Biologische Bekämpfung mit Trichoderma viride erwägen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Grauschimmel (Botrytis cinerea)

Basilikum Topfpflanze mit einem starken Botrytis Befall.
(Dr. Jutta Gabler, JKI)

Bedeutende Pilzkrankheit, die immer wieder zu Ausfällen führt.

Synonyme (laut EPPO

  • Botryotinia fuckeliana.
  • Sclerotinia fuckeliana.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern zeigen sich zuerst braune bis dunkel-olivbraune, wässrige Blattflecken, die sich ausweiten und nekrotisieren.
  • Auf allen befallenen Pflanzenteilen bildet sich ein grauer, stäubender Konidien Trägerrassen.
  • Oft beginnt der Befall über geschwächte, vergilbende Blätter in zu dichten Beständen.
  • Eine Pilzkrankheit, die auch die Pflanzen Stängel zerstört.
  • In der Anzucht kann es zum Verbräunen und Umfallen der Keimlinge kommen.
  • Im fortgeschrittenen Stadium sterben ganze Pflanzenteile ab.
  • Der Pilz lebt saprophytisch auf abgestorbenem Pflanzenmaterial, auf Pflanzenresten oder als Parasit auf geschwächten Pflanzen.
  • Der Erreger ist nicht in der Lage, in gesundes Pflanzengewebe einzudringen (Schwächeparasit).
  • Eine lange Blattnässe über mehrere Stunden fördert den Befall.
  • Kühle Nachttemperaturen können die Infektion ebenfalls begünstigen.
  • Temperaturen von 15-25°C sind für die Pilzentwicklung bes. günstig.
  • Weitere Risikofaktoren sind überhöhte Stickstoffdüngung und schlechte Kalziumversorgung sowie Lichtmangel durch zu dichte Bestände.

Wirtspflanzen

  • Allium, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis, Cucumis, Cucurbita, Cynara, Daucus, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Pisum, Rumex, Solanum, Solanum, Valerianella, Vicia und viel andere Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Pflanzkultur auf befallsfreie Jungpflanzen achten.
  • Zu dichte Bestände vermeiden.
  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Auf eine gute Kalziumversorgung achten und eine Stickstoff Überversorgung vermeiden.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Eine vorbeugende Bekämpfung bei der Jungpflanzen Anzucht ist überlegenswert.
  • Beim Fungizid Einsatz die mögliche Resistenzbildung bedenken.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Pythium Welke (Pythium ssp.)

Datei:Basilikum Pythium-1--Roswitha Ulrich.jpg
So kann Pythium ssp. Basilikum Keimlinge zerstören.
(Roswitha Ulrich, Pflanzenschutzdienst Hessen.)

Pilzkrankheit, die beim Anbau von Basilikum auftreten kann.

Aktuelle Pythium Arten laut E. Koch und K. Riesterer

  • Pythium irregulare (Globisporangium irregulare), P. sylvaticum, P. paroecandrum, P. oligandrum, P. ultimum, P. rostratum und P.intermedium.

Schadbild und Lebensweise

  • Kann schon bei der Keimung zum Problem werden.
  • An jungen Pflanzen wird die Basis weichfaul, die Pflanzen welken und sterben ab.
  • Die Wurzeln sind von der Spitze, oder den Seitenwurzeln ausgehend, zuerst glasig und später braun verfärbt.
  • An älteren, festeren Wurzeln lässt sich die Wurzelhaut leicht vom Zentralzylinder abziehen.
  • Lichtarmut und niedrige Temperaturen fördern die Sporenkeimung.
  • Die Krankheit gilt als Schwächeparasit.
  • Zu hohe Bodensalzgehalte (wie sie beim Gewächsausanbau vorkommen) erhöhen das Befallsrisiko.
  • Der Pilz überdauert mit seinen Oosporen im Boden für mehrere Jahre.

Wirtspflanzen

  • Allium, Brassica, Cucumis sativus, Daucus carota, Glycine max, Lactuca, Ocimum basilicum, Pastinaca sativa, Phaseolus, Pisum sativum, Solanum lycopersicum, Triticum, Valerianella und Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Optimale Bodenverhältnisse schaffen.
  • Übernässung vermeiden.
  • Vor allem im Gewächshausanbau überhöhte Salzgehalte vermeiden.
  • Befallsfreie Substrate und Töpfe verwenden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Rhizoctonia (Rhizoctonia solani)

Rucola solani Befall an Basilikum Keimling.
(Dr. Gerhard Bedlan)
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Rucola solani Befall an Basilikum Keimling.
(Dr. Gerhard Bedlan)
Rucola solani mit typischen Hyphen.
(Tashkoskip)

Eine weitverbreitete Pilzkrankheit, die inzwischen auch Basilikum Pflanzen schaden kann.

Formen

  • Rhizoctonia solani: Nebenfruchtform.
  • Thanatephorus cucumeris: Hauptfruchtform.

Schadbild und Lebensweise

  • Keimlinge und Jungpflanzen fallen um, die befallenen Stängel verfärben braunlich.
  • Rhizoctonia solani entwickelt sich bes. bei feuchtwarmen Bedingungen.
  • Gelegentlich werden die Blätter vor allem in Bodennähe von einem grauweißen, dichten, dünnen Myzel überzogen (durch die Hauptfruchtform Thanatephorus cucumeris hervorgerufen)
  • Bei Temperaturen unter 10°C findet kaum eine Infektion statt.
  • Bei 20°C und ausreichender Feuchte entwickelt sich der Pilz rasant.
  • Die optimale Temperatur zur Entwicklung dieses Pilzes liegt zwischen 25 und 30 °C.
  • Rhizoctonia solani bildet kleine Sklerotien aus, die jahrelang im Boden überdauern können.
  • Der Pilz kommt in verschieden angepassten Pathotypen vor. Infektionen erfolgen durch direkte Penetration des Pflanzengewebes.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anethum, Apium, Artemisia, Beta, Brassica, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Coriandrum, Cucumis, Cucurbita, Daucus, Diplotaxis, Eruca, Glycine, Helianthus, Lactuca, Lens, Ocimum, Phaseolus, Physalis, Pisum, Raphanus, Rosmarinus, Solanum, Spinacia, Thymus, Valerianella, Vicia und viele Weitere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Krankheitsfreies Substrat bei der Topfkultur
  • Befallsfreie Parzellen (ohne Sklerotien im Boden) beim Bodenanbau.
  • Fruchtfolge optimieren mit Nicht Wirtspflanzen
  • Optimierte Feldhygiene zur Minimierung der Sclerotienbildung, z.B. sofort nach der Ernte Bestandsreste zerkleinern und einarbeiten.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schwarzflecken Krankheit (Pseudocercospora ocimi-basilici)

Datei:Sweet basil - Ocimum basilicum - Pseudocercospora leaf spot.jpg
Pseudocercospora Befall an Basilikum. (Scot Nelson)
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Pseudocercospora an Basilikum. (Scot Nelson)

Eine Pilzkrankheit, die Basilikum Pflanzen stark schädigen kann.

Schadbild und Lebensweise

  • Auf den Blättern entstehen größere, rundliche Blattflecken.
  • Die Befalls Flecken werden durch die Blattadern begrenzt.
  • Die Befalls Flecken sind dunkelbraun.
  • Die Befalls Zentren der Flecken sind etwas heller.
  • Bei einem stärkeen Befall werden ganze blätter zerstört.
  • Eine längere Blattnässe befördert den Befall.
  • Bei Temperaturen von 20-25°C ist mit einem schnellen Pilzwachstum zu rechnen.

Wirtspflanzen

  • Ocimum basilicum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Blattnässezeiten minimieren.
  • Tropfbewässerung bzw. Untertopfbewässerung bevorzugen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Sklerotinia-Fäule (Sclerotinia sclerotiorum)

Typisch weißes Sclerotinia sclerotiorum Mycel mit beginnender Sklerotien Bildung. (Josef Schlaghecken)
Die schwarzen Sklerotien (Dauersporen).
(Josef Schlaghecken)

Gefährliche, bodenbürtige Pilzkrankheit, die vor allem bei einem Bodenanbau in enger gemüsebaulicher Fruchtfolge auftritt und großen Schaden anrichten kann.

Synonym (laut EPPO)

  • Peziza sclerotiorum
  • Sclerotinia libertiana, Sclerotinia nicotianae, Sclerotium varium.
  • Whetzelinia sclerotiorum.

Schadbild und Lebensweise

  • Vor allen an den Pflanzenstängeln entstehen braune Verfärbungen und Absterbe-Erscheinungen.
  • Als Folge welkt der betroffene Pflanzen-Trieb.
  • Die Blätter welken und verfärben auch braun.
  • An den befallenen Stellen entwickelt sich ein weißes, watteartiges Myzel.
  • Später bilden sich die schwarzen Dauerkörper (Sclerotien)
  • Die Sklerotien haben einen Durchmesser von 3-4 mm
  • Die Dauerkörper können jahrelang im Boden überdauern.
  • Der Pilz wurde bis in einer Bodentiefe von 50 gefunden.
  • Der Pilz hat eine sehr große Anzahl an Wirtspflanzen.
  • Antagonistische Bodenpilze befallen die Sclerotinia Dauerkörper.
  • Aktuelle Antagonisten sind: Coniothyrium minitans und Gliocladium catenalatum.

Wirtspflanzen

  • Allium, Anthriscus cerefolium, Brassica, Capsicum, Cichorium, Cucumis melo, Cucumis sativus, Cynara, Dandelion, Daucus carota, Diplotaxis, Ipomoea batatas, Lactuca, Lepidium, Portulaca, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei einem Bodenanbau eine unbelastete Parzelle wählen.
  • Auf belasteten Parzellen ist eine Pflanzkultur sicherer als eine Direktsaat Kultur.
  • Bei Topfkulturen befallsfreie Substrate und Töpfe verwenden.
  • Eine biologische Bekämpfung mit zugelassenen Präparaten auf der Basis von Coniothryrium minitans ist grundsätzlich möglich.
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel in Erwägung ziehen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Video

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schädlinge

An Basilikum Pflanzen können Schädlinge auftreten, die zum Gesamtausfall führen können.
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Blattläuse (Aphis, Myzus u.a.)

Blattläuse können Basilikum Pflanzen besiedeln und so unverkäuflich machen.

Wichtige Arten

  • Aphis fabae (Schwarze Bohnenlaus)
  • Myzus persicae (Grüne Pfirsichblattlaus).

Wirtspflanzen

  • Ocimum basilicum und viele andere

Schadbild und Lebensweise

  • Blattläuse besiedeln die Basilikum Pflanzen.
  • Bei einem starken Befall verformen sich die Blätter und verkümmern.
  • Durch die Ausscheidungen der Blattläuse bildet sich "Honigtau" auf den Pflanzen und damit die Rußtaubildung.
  • Wenn geflügelte Blattläuse auftreten kommt es schnell zu einer stärkeren Besiedlung.
  • Bei Verdacht auf geflügelte Blattläuse vermehrte Kontrollen durchführen.
  • Bei den Kontrollen auch auf das Vorkommen von Nützlingen achten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Neupflanzungen möglichst nicht neben einer Parzelle mit Blattlausbefall.
  • Abgeernte Bestände alsbald bereinigen (schlägeln und einarbeiten)
  • Bei Bedarf den Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel erwägen.
  • Vor allen einen Frühbefall verhindern.
  • Wöchentlich Bestandskontrollen und Nutzung der regionalen Pflanzenschutz Warndienstmeldungen.
  • Beim Einsatz von Insektiziden unbedingt nützlingsschonende Mittel bevorzugen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Minierfliegen (Liriomyza, Scaptomyza u.a.)

Datei:Basilikum Strauch--Minierfliegen Befall.jpg
Minierfliegen Gänge in einem Strauchbasilikum Blatt.
(Josef Schlaghecken)

Minierfliegen Maden können Basilikum Blätter befallen und so Schaden anrichten.

Wichtige Arten

  • Chromamyia syngenesiae.
  • Liriomyza brassicae (Kohl Minierfliege), Synonyme: Agromyza brassicae, Liriomyza cruciferarum, Oscinis brassicae.

Schadbild und Lebensweise con Liriomyza

  • An den Blättern entstehen z.T. linienförmige Aufhellungen.
  • Die Larven der Minierfliegen fressen Gänge im Blattinneren.
  • Manchmal sieht man in den sichtbaren Gängen einzelne Larven.
  • Zur Kontrolle das befallene Blatt im Gegenlicht betrachten.
  • Sehr stark befallene Blattpartien vergilben und sterben ab.
  • Die Fliegen sind etwa 3 mm lang.
  • Befallen Blätter dürfen nicht ins Erntegut gelangen. Sie faulen schnell in der Verpackung.

Wirtspflanzen Liriomyza huidobrensis

  • Allium, Apium, Beta, Brassica, Capsicum, Cirsium, Cucumis, Cucurbita, Lactuca, Lycopersicum, Medicago, Ocimum, Phaseolus, Pisum, Raphanus, Septoria, Solanum, Spinacia, Spinacia, Stellaria, Vicia und andere.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Laufende Bestandskontrollen.
  • Eine Bekämpfung ist in den meisten Fällen nicht nötig.
  • Eine direkte Bekämpfung ist sehr schwierig.
  • Eingesetzte Insektizide zur Bekämpfung anderer Schädlinge haben teilweise eine Nebenwirkung.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Raupen (Autographa, Acronictis u.a.)

Datei:Autographa gamma 08 (HS).jpg
Gammaeulen Raupe. (Harald Süpfle)

Basilikum Pflanzen können von den Raupen verschiedener Falter angefressen und geschädigt werden.

Aktuelle Arten u.a.

  • Autographa gamma (Gammaeule)
  • Acronictis rumicis, Synonym: Viminia rumicis (Ampfer-Rindeneule)

Schadbild und Lebensweise der Gammaeule

  • Von März bis November können die Gammaeulen auftreten.
  • Zunächst kommt es zu einem Lochfraß.
  • Bei einem starken auftreten entsteht ein Kahal- und Skelettierfraß.
  • Die Larven sind 30 bis 40 mm lang, grün oder bläulichgrün, mit grünem Kopf, feinen weißen Rückenlinien und einer gelbgrünen Seitenlinie.
  • An der Seite finden sich zudem schwärzliche Streifen.
  • Die ersten beiden Afterfußpaare fehlen, daher bewegen sich die Raupen ähnlich den Spannern.
  • Die tag- und nachtaktiven Falter sind graubraun bis rötlich und weisen eine Flügelspannweite von 35 bis 40 mm auf.
  • Die Vorderflügel tragen je ein deutliches silberweißes „Gammamakel“.
  • Die Gammaeule ist ein Wanderfalter und fliegt in Mitteleuropa in zwei bis drei sich überlappenden Generationen von Mai bis November.
  • Sie legt ihre Eier an die Blattunterseiten.
  • Während der Falterflugzeit sind auch ständig Raupen vorhanden.
  • Die Raupen verpuppen sich in einem Gespinst auf der Wirtspflanze.
  • Die Überwinterung kann in allen Stadien erfolgen, meist jedoch im Larvenstadium.

Wirtspflanzen

  • Ocimum basilicum und viele andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Bestandskontrollen.
  • Die Hinweise der örtlichen Pflanzenschutz Warndienste nutzen.
  • Bei Bedarf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Schnecken (Arion, Derocera u.a.)

Datei:Basilikum Schneckenfraß-2.jpg
Nacktschnecke mit Fraßschaden an Basilikum.
(Josef Schlaghecken)

Schnecken können an Basilikum Pflanzen Fraßschäden verursachen.

Aktuelle Arten

  • Ackerschnecken wie Derocera teticulatum und D. agreste.
  • Wegschnecken wie Arion-Arten.

Schadbild und Lebensweise

  • Schnecken ernähren sich gerne von sehr schnell gewachsene (weiche) Blätter.
  • Schnecken haben eine mit Zähnen besetzte Raspelzunge.
  • Schnecken schaden durch Fraß, durch Kot oder durch Besatz im Erntegut.
  • Gefährdet sind vor allem Bestände neben Grasraine, Gräben, Hecken usw.
  • Zur Befallskontrolle sind bes. Zeiten der Taubildung, z.B. abends um 11 Uhr, geeignet.
  • Wegschnecken Zwitter und befruchten sich gegenseitig.
  • Je nach Art legen sie einhundert und mehr Eier im Boden ab.
  • Je nach vorhandener Temperatur schlüpfen z.B. die Garten-Wegschnecken innerhalb von 20-40 Tagen.
  • Eine Überwinterung aller Stadien ist. z.B. bei der Garten Wegschnecke, möglich.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Bei der Feldauswahl prüfen ob ein starker Schneckenbesatz von der Vorkultur vorhanden.
  • Bei der Pflanzung einen Schutzstreifen neben Gräben usw. frei lassen.
  • Bei Zuwanderungsrisiko, sofort nach der Pflanzung Schneckenkorn z.B. am Feldrand ausbringen.
  • Bei Bedarf Molluskizide, sofern zugelassen, ausbringen.
  • Schneckenmittel nie auf die Pflanzen sondern immer nur in und zwischen den Reihen ausbringen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Thripse (Frankliniella und Thrips)

Thrips tabaci (Jochen Kreiselmaier)

In sehr warmen und trockenen Perioden kann es zu einem starken Thrips Befall kommen.

Wichtige Arten

  • Frankliniella occidentalis.
  • Thrips tabaci, Synonym: Thrips communis.

Schadbild und Lebensweise (Thrips tabaci)

  • Die Thripse sind kleiner als 1 mm.
  • Ihre Farbe kann sich je nach Temperatur im Bereich von gelb bis braun verändern.
  • Thrips tabaci kommt an verschiedenen Pflanzenarten vor.
  • Ein stärkerer Befall durch Thripse erkennt man an dem silbrigen Aussehen der Basilikum Blätter.
  • Stark befallene Pflanzen wachsen langsamer und die grüne Blattfarbe verändert sich in gräulich.
  • Thripse legen ihre Eier ins Pflanzengewebe.
  • Pro Saison sind etwa 4-6 Generationen möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert bei 20°C etwa 21-28 Tage und bei 30°C etwa 10-14 Tage.
  • Die Tiere überdauern auf den Wirtspflanzen, auf Pflanzenreste aber auch im Boden.
  • Die Verbreitung der Thripse erfolgt bevorzugt durch Wind.
  • Das größte Befalls Risiko besteht bes. von Juni bis August.
  • Thripse können auch bedeutende Viruskrankheiten wie z.B. das "Tomato spotted wilt virus" übertragen.

Wirtspflanzen (Thrips tabaci)

  • Allium, Armoracia rusticana, Asparagus officinalis, Avena sativa, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cucumis sativus, Cucurbita, Glycine max, Lactuca, Ocimum basilicum, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Triticum, Zea mays und viele andere Zierpflanzen usw.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Wöchentliche Kontrollen der Bestände.
  • Zur Befallskontrolle können Gelbtafeln hilfreich sein.
  • Nutzung der örtlichen Pflanzenschutz-Warndienste.
  • Eventuelle Sortenunterschiede nutzen.
  • Häufiges Beregnen mit kleinen Wassergaben mindert den Befall.
  • Spezielle Untersaaten können den Befall mindern, führen aber zu Ertragsverlusten.
  • Eine Auflage von Schutznetzen kann helfen, hat sich aber in der Praxis nicht durchgesetzt.
  • Natürlich vorkommende Nützlinge können im Idealfall größere Thripsschäden verhindern.
  • Bei Bedarf den Einsatz von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln erwägen.

Raubmilbeneinsatz im Gewächshausanbau (Martina Barbi)

  • Bewährt hat sich der Einsatz von Raubmilben "Amblyseius cucumeris" (Synonym: Amblyseius cucmeris) und Amblyseius barkeri.
  • Die Raubmilben werden meist in Kleie geliefert und dann über die Kultur ausgestreut.
  • Statt einer regelmäßigen, 14-tägigen Anwendung, in der aufgrund der verbleibenden Kleie auf dem Laub die Gefahr von Botrytis steigt, wird einmalig ausgestreut.
  • Eine Woche nach der Keimung werden dabei 100 Tiere/m² freigelassen.
  • Diese Menge an Raubmilben reicht aus, um Basilikum in der folgenden Kulturzeit von 3 Wochen vor Thripsschäden zu schützen.
  • Die Raubmilben ernähren sich von Thrips Larven, nicht von adulten Thripsen.
  • Die kritische Temperatur für Amblyseius - Raubmilben ist < 15°C, dies sollte aber in der Kultur von Basilikum sowieso nicht der Fall sein.
  • Die Raubmilben sind nicht abhängig von der Tageslänge, daher kann bei ganzjähriger Kuturführung auch ein ganzjähriger Einsatz erfolgen.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

Recherche Forschungsberichte

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Trauermücken (Bradysia, Lycoriella) und andere

Totalausfall durch Trauermücken Larven
(Frank Korting, DLR Neustadt/Wstr.)
Trauermücken Larve. (Rainer Wahl, DLR Neustadt/Wstr.)

Trauermücken Larven können bei der Topfkräuter Kultur großen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Bradysia coprophila, Bradysia impatiens, Bradysia praecox, Bradysia paupera und weitere.
  • Lycoriella ingenua.
  • Sciara militaris.

Schadbilder Beschreibung

  • Befallene Pflanzen welken.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Die Pflanzen Stängel im Bodenbereich werden zerstört und verfärben braun.
  • Im Wurzelbereich findet man die beinlosen Larven.
  • Stark befallene Pflanzen sterben.
  • Normal leben die Trauermücken Larven von Pilzmyzelien sowie von sich zersetzendem organischen Material.
  • Pflanzenschädigende Trauermücken Arten fressen jedoch auch an den verschiedenen Topf-Küchenkräutern.

Trauermücken Merkmale (Beispiel Bradysia)

  • Die Familie der Trauermücken (Sciaridae) gehört zur Ordnung der Zweiflügler (Diptera).
  • Ebenso wie zum Beispiel bei Fliegen oder Stechmücken ist das zweite Flügelpaar der Trauermücken zu sog. Schwingkölbchen oder Halteren umgebildet, mit deren Hilfe das Insekt die Schwerkraft wahrnehmen kann.
  • Viele aktuelle Trauermückenarten gehören zur Gattung Bradysia an.
  • Die Mücken sind etwa 1-8 mm groß und haben längliche und dunkel gefärbt.
  • An den rel. kleinen Köpfen befinden sich fadenförmigen Antennen.
  • Die Augen sind oberhalb der Fühler durch einen schmalen Steg miteinander verbunden.
  • Fühler und Beine sind lang und zart gebaut.
  • Die weiß gefärbten, beinlosen Larven sind schlank und haben eine dunkle Kopfkapsel.
  • Die Larven sind z.T. durchsichtig, so dass der Verdauungstrakt sichtbar ist.
  • Die Larven werden bis zu sechs mm groß.
  • Viele Trauermückenarten gehören der Gattung Bradysia an, die auf allen Kontinenten vertreten ist.
  • Für einen ganzen Entwicklungszyklus brauchen Trauermücken der Gattung etwa drei Wochen.
  • Bei günstigen Bedingungen kann eine Trauermücke 70 oder mehr Eiser ablegen.
  • Ein Entwicklungszyklus von Bradysia impatiens dauert etwa 25-30 Tagen.

Vorbeugemaßnahmen und Bekämpfung

  • Da sich Trauermücken nur im feuchten Substrat gut entwickeln können jegliche Übernässung und Wasserstau vermeiden.
  • Bei Topfkulturen kann eine Bewässerung von unten den Befalls Druck mindern.
  • Die Anbauflächen frei von Algen und Unkraut halten.
  • Unvollständig verrottetes organischem Material begünstigen das Auftreten von Trauermücken.
  • Substratvorräte durch eine Bedeckung vor eine Besiedlung schützen.
  • Die Aktivitäten der fliegenden Trauermücken kann man mit Hilfe von gelben Leimtafeln überwachen.
  • Bekämpfung von Trauermücken im Larvenstadien kommen Bacillus thuringiensis, Nematoden (Steinernema feltiae) und Raubmilben (Hypoaspis sp.) in Frage. Der Wirkungsgrad ist sehr unterschiedlich.
  • Die umherfliegenden adulten Trauermücken können mit Hilfe von gelben Leimtafeln (sog. Gelbfallen) kontrolliert werden.

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Zikaden (Empoasca,Eupteryx Arten u.a.)

Datei:Basilikum Zikadenschaden--Vietmeier-Andreas-LWK-NRW.jpg
Zikaden Schaden an einem Basilikum Blatt.
(Andreas Vietmeier, LWK NRW.)

Zikaden können an Basilikum Pflanzen Schaden anrichten.

Aktuelle Arten

  • Emelyanoviana mollicula (Schwefelblattzikade).
  • Empoasca decipiens (Gemüse Blattzikade oder Grüner Blatthüpfer).
  • Eupteryx atropunctata (Bunte Kartoffelblattzikade) .
  • Eupteryx decemnotata (Ligurische Blattzikade).
  • Eupteryx florida (Gartenblattzikade).
  • Eupteryx melissa (Kräuter Blattzikade).

Schadbild und Lebensweise

  • Etwa ab Mitte Mai können auftretende Zikaden Basilikum Pflanzen schädigen.
  • Beim Annähern und berühren der Pflanzen, springen kleine Insekten weg.
  • Die Zikaden saugen an ihren Wirtspflanzen.
  • An den Blättern entstehen weiße Saugstellen mit silbergrauem Glanz.
  • Besonders bei milder und trockener Witterung ist mit einem Schaden zu rechnen.
  • Die Blätter wirken weiß gesprenkelt, später fahlgrün, bis hin zum vollständigen Verschwinden des Blattgrüns.
  • Nach stärkerer Saugtätigkeit entstehen größere, weißliche Flecken auf den Blättern.
  • Die erwachsenen Tiere haben nur eine Länge von 3-4 mm.
  • Nach 2-4 Tagen schlüpfen die Larven.
  • Empoasca decipiens durchläuft 5 Nymphenstadien.
  • Erst im letzten Nymphen-Stadium bilden sich Flügel.
  • Günstige Temperaturen sind 20-25°C.
  • Ein ganzer Lebenszyklus erfolgt je nach Umständen in 2-5 Wochen.

Wirtspflanzen

  • Capsicum, Chrysanthemum, Cucumis sativus, Malus, Ocimum basilicum, Phaseolus, Prunus dulcis, Solanum tuberosum, Vicia faba, Vitis, Zea mays.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Mit Gelbtafeln lässt sich der Befall kontrollieren.
  • Beim Freilandanbau kein Anbau neben befallene Altbestände.
  • Der Eiparasitoid Anagrus atomus kann als Nützling helfen.
  • Die Pilze Metarhizium anisopliae, Paecilomyces fumosoroseus und Beauveria bassiana können evtl. bei der Bekämpfung helfen.

Videos

Möglicher Einsatz von Pflanzenschutzmittel

Quellen

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Siehe auch in Hortipendium

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Quellen Offline

Buch-Pflanzenschutz-im-Gemüsebau-Crüger.jpg
  • Crüger Gerd (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Eugen Ulmer-Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-4
  • Hoffman Günter, Nienhaus Franz, Schönbeck Fritz, Weltzien Heinrich, Wilbert Hubert (2002): Lehrbuch der Phytomedizin (2.Auflage). Paul Parey. Berlin. ISBN 3-8001-3191-4
  • Krug Helmut (1986): Gemüseproduktion. Paul Parey-Verlag. Berlin. ISBN 3-489-54222-3
  • Laber Hermann, Lattauschke Gerald (2000): Gemüsebau. Ulmer-Verlag. Stuttgart. ISBN 978-3-8186-1831-5.
  • Schlaghecken, Josef (2019): Rund um das Saatgut: Basilikum. In: Gemüse. Nr. 3. Seite 43-44. 
  • Schlüpen, Matthias, Dr. (2022): Wirken alternative Mittel gegen Falschen Mehltau an Basilikum?. In: Gemüse. Nr. 2. Seite 23-24. 
  • Vogel Georg (1996): Handbuch des speziellen Gemüsebaus. Eugen Ulmer-Verlag. Stuttgart. ISBN 3-489-60626-4

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Quellen Online

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Autoren und Mitwirkende

Fehler beim Erstellen des Vorschaubildes:
Forschen für eine erfolgreiche, umweltfreundliche Lebensmittel Produktion. G. Brändle. Agroscope
  • Barbi Martina, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Gabler Jutta, Dr., Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen (BAZ) - Institut für Resistenzforschung und Pathogendiagnostik (IRP), Quedlinburg.
  • Gärber Ute, Dr., JKI, Quedlinburg.
  • Groos Ulrich, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Griesheim
  • Mahler Kerstin, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lampe Isabelle, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Laun Norbert, Dr., Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Lutz Frieder, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Mondani Willi, Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH), Wiesbaden.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Schneller, Harald, LTZ Augustenberg.
  • Ulrich Roswitha, Pflanzenschutzdienst Hessen.
  • Vietmeier Andreas, Landwirtschaftskammer NRW, Bonn.
  • Weinheimer Sebastian, Queckbrunnerhof, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum, Neustadt/Wstr.