Zweikeimblättrige

Aus Hortipendium
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Keimling von Jacaranda, deutlich erkennbar sind die zwei rundlichen Keimblätter
Die Klasse der Zweikeimblättrigen (Dicotyledoneae) gehören wie die Einkeimblättrigen (Monocotyledoneae) in die Abteilung der Bedecktsamer (Agiospermae). Dadurch gehören sie zu den Pflanzen, die bisher die höchste Entwicklungsstufe erreicht haben.

Merkmale

Unterscheidung Ein- und Zweikeimblättrige

Charakteristisch und Namensgebend für diese Klasse sind die zwei Keimblätter. Die Laubblätter sind meist netzartig und gestielt und die Hauptwurzeln besitzen Seitenwurzeln. Während bei Einkeimblättrigen die Leitbündel unregelmäßig angeordnet sind, sind bei Zweikeimblättrigen die Leitbündel immer ringförmig angeordent. Zwischen dem Xylem und dem Phloem liegt das Kambium. Ein weitere Unterschied liegt im sekundären Dickenwachstum, welches bei Einkeimblättrigen nicht vorhanden ist. In diese Klasse gehören fast alle Blütenpflanzen.


Gruppen

Die Angiosperm Phylogeny Group (APG) unterteilt nach neusten wissenschaftlichen Kenntnissen die Zweikeimblättrigen in zwei Untergruppen:

Die taxonomische Einteilung nach Schmeil-Fitschen wurde durch diese neue Systematik abgelöst.

Quellen

Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold (2002): Zander - Handwörterbuch der Pflanzennamen. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. ISBN 3-8001-3573-6

Hans Jessen und Helmut Schulze (1997): Botanik in Frage und Antwort. Verlag M. & H. Schaper. Alfeld-Hannover. ISBN 3-7944-0186-7

Holger Seipel (2007): Fachkunde für Gärtner. Dr. Felix Büchner - Verlag Handwerk und Technik GmbH. Hamburg. ISBN 978-3-582-041555

Andreas Besinsky, Christian Körner, Joachim W. Kadereit, Gunther Neuhaus, Uwe Sonnewald (2008): Strasburger - Lehrbuch der Botanik. 36. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag. Heidelberg. ISBN 978-3-8274-1455-7