Zuckererbse

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Zuckererbse
Pisum sativum subsp. sativum Macrocarpon-Gruppe
Linné
Synonyme
Kefe, Zuckerschoten, Pisum sativum subsp. sativum convar. axiphium
DSCF2359.JPG
Zuckererbsen
Systematik
Klasse Bedecktsamer
Magnoliopsida
Gruppe Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung Schmetterlingsblütenartige
Fabales
Familie Hülsenfrüchtler
Fabaceae
Gattung Erbsen
Pisum

Die Zuckererbse oder auch Zuckerschote (Pisum sativum subsp. sativum Macrocarpon-Gruppe) ist eine Art in der Gattung der Erbsen (Pisum sativum). Den Namen Zuckerschoten bekamen sie auf Grund ihres süßlichen Geschmacks. Zuckererbsen werden vor der Ausbildung der Pergamentschicht in der Hülse geerntet. Sie sind süß und werden mit der ganzen Hülse verzehrt, während bei ihren Verwandten, den Markerbsen und Palerbsen nur die Samen, auch Erbsen genannt) verzehrt werden. Zuckererbsen gehören wie alle Erbsen und Bohnen zur Familie der Hülsenfrüchtler.

Zuckererbsen Fotos


Saattechnik

Der Anbau von Zuckererbsen erfolgt als Direktsaatkultur im Freien.

Bewässerung

Düngung


Pflanzenschutz

Beim Anbau von Erbsen können zahlreiche Krankheiten und Schädlinge den Ertrag und die Qualität stark mindern. Ohne Bekämpfungmaßnahmen kann es zu einen Totalausfall kommen.
Folgene Krankheiten und Schädlinge kommen vor.
Falscher Mehltau, Echter Mehltau, Erbsenrost, Erbsenläuse, Erbsenthrips, Erbsenwickler, Erbsenkäfer, Bohnenkäfer.


Bohnenkäfer an Erbsen

Zur Vermehrung von Zuckererbsen müssen die Samen getrocknet und gelagert werden. Dabei können die Samen schnell vom Bohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus) befallen werden. Insbesondere ungeschützte Partien sind gefährdet. Die Käfer vermehren sich schnell und durch den Käfer und Larven-Fraß kann es innerhalb weniger Wochen zu einem Totalausfall kommen. Aus diesem Grunde, die Saatgut Vorräte gut schützen und öfter auf Befall kontrollieren. Umfassende Informationen zur Biologie des Schädlings und der Befallsvermeidung siehe den Hortipendium Artikel: "Bohnenkäfer".

Zuckererbsen Unkrautbekämpfung

Beispiel Restunkräuter

Die Unkrautbekämpfung beim Anbau von Erbsen erfordert einen beachtlichen Zeitaufwand und kostet viel Geld. Eine große Hilfe bietet in jedem Falle die optimierte Feldhygiene sowie das "Falsche-Saatbeet". Diese beiden Verfahren sind zu ergänzen mit einer mechanischen Unkrautbekämpfung (Striegeln) und im konventionellen Anbau durch den Einsatz von Herbiziden.

Feldhygiene

Falsches Saatbeet

Hierbei geht es um vorbeugende Maßnahmen. Dauerunkräuter möglichst schon beim ersten Auftreten ausschalten und nicht warten bis sich schon große Unkraut-Bestände gebildet haben. Zur Eindämmung des Samenunkräuter Drucks, diese nie Samen bilden lassen. Wird das konsequent durchgeführt, verringert sich der Unkrautdruck von Jahr zu Jahr. Nähere Infos zur Feldhygiene gibt es unter den folgenden Links.

Falsches-Saatbeet

Striegel-Gerät

Eine sofortige, große Erleichterung bei der Unkrautbekämpfung bringt das "Falsche-Saatbeet". Da Erbsen jedoch sehr früh im Frühjahr gesät werden sind die Vorteile des "Falschen Saatbeetes" hier im Laufe der Fruchtfolge nutzbar.Nähere Infos zur Anwendung gibt es unter dem folgenden Link.

Mechanische Unkrautbekämpfung

Im Stadium der auflaufenden Erbsen kann eine mechanische Unkrautbekämpfung in Form des Striegelns hilfreich und sinnvoll sein.

  • Auf das noch verträgliche Keimlings-Stadium der Keimlinge achten
  • Trockene und sonnigen Termine bevorzugen

Video zum Striegeln im Erbsenbestand

Herbizideinsatz

Herbizid Effekt Unkraut

In konventionell arbeitenden Betrieben ist der Einsatz bzw. die Nutzung von Herbiziden üblich. Um damit langfristig erfolgreich arbeiten zu können, sind die Zulassungsbedingungen zu beachten und ein ist sachgerechte Anwendung nötig. Dazu gehört auch eine Begrenzung der Anwendungen innerhalb einer Fruchtfolge, um so die Selektion von nicht erfassten Unkrautarten zu verhindern. Nähere Infos zu Herbiziden und deren Einsatz gibt es unter den folgenden Links.

Link zur Indikationssuche im Gemüsebau 


Ernte

Da die Ernte und Vermarktung von Zuckererbsen mit Hülse erfolgt, ist die Handernte Standard.

Lagerung


Vermarktung



Erbsen Anbau in Deutschland

Wie sich der Erbsen Anbau in Deutschland entwickelt hat, zeigt die folgende Tabelle. Ein Großteil der Anbaufläche umfaßt den Anbau für die industrielle Verarbeitung in Frostereien oder Naßkonservenbetriebe. Die Anbaufläche schwankt sehr stark. Sie betrug 3.663 ha im Jahre 1992. Den größten Anbau gab es im Jahre 2004 mit 5.503 ha.
Nur ein kleiner Teil der Anbaufläche umfaßt den Anbau von Markerbsen mit Hülsen. Im Jahre 2016 waren es 608 ha. Der Anbau von Zuckererbsen, die auch mit Hülsen geertnet werden spielt keinen nennenswerte Rolle.

Erbsen Anbauflächenentwicklung in Deutschland in ha
Jahr ha
1992
  
3663
1996
  
2951
2000
  
4412
2004
  
5503
2008
  
5265
2012
  
4609
2016
  
5010
Quelle: Statistisches Bundesamt


Wert als Nahrungsmittel

Der Verzehr von Zuckererbsen kann einen wertvollen Betrag zur gesunden Ernährung des Menschen leisten. So empfehlen z.B. die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ und die „Deutsche Krebsgesellschaft“ im Rahmen der Kampagne „5 am Tag“, fünf Mal am Tag eine Portion Obst und Gemüse zu essen.
Einen umfassenden Überblick über gesundheitliche Wirkungen von Gemüse findet man über die Internetseite „Gemüse-ist-mehr als eine Nahrungsmittel“. Hier werden Forschungsergebnisse aus der ganzen Welt in knapper, gut lesbarer Form aufgelistet und die vorbeugende Wirkung von Gemüse auf viele, meist chronische Erkrankungen dargelegt.


Siehe auch in Hortipendium


Quellen

  • Ulrich Sachweh (1989): Der Gärtner - Baumschule, Obstbau, Samenbau, Gemüsebau. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. ISBN 3-8001-1148-9
  • Andreas Besinsky, Christian Körner, Joachim W. Kadereit, Gunther Neuhaus, Uwe Sonnewald (2008): Strasburger - Lehrbuch der Botanik. 36. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag. Heidelberg. ISBN 978-3-8274-1455-7
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold (2002): Zander - Handwörterbuch der Pflanzennamen. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. ISBN 3-8001-3573-6


Weblinks