Wildschaden an Spargel

Aus Hortipendium
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Massive Fraßschäden an Spargel sind oftmals auf Wildtiere, wie zum Beispiel Hamster, Feldhasen, Kaninchen und Wühlmäuse zurückzuführen. Wildschäden führen oftmals zu enormen Ertragsausfällen. Besonders große Schäden entstehen bei Fraß in jungen Pflanzungen.
Probleme mit Hamstern sind selten, sie treten normalerweise nur in Lössgebieten auf. Die von ihnen verursachten Schäden sind jedoch sehr schwerwiegend, da sie nicht nur junge, sondern auch ausgewachsene Triebe abfressen.
Hauptschädlinge sind Feldhasen und Kaninchen, die frische, grüne Spargeltriebe lieben. Sie werden somit vor allem in Junganlagen zum Problem. Fraßschäden durch Kaninchen treten vor allem neben Heckenstreifen und Böschungen auf, Hasenfraß dagegen eher im freien Feld. Massive Fraßschäden sind das ganze Jahr über möglich, vor allem aber im Frühjahr (April-Juni), wenn das natürliche Futterangebot noch gering ist.
Fraßschäden durch Mäuse sind an Spargel eher selten. Sie sind meist nur unter Folie zu finden.

Bekämpfung

In Befallslagen sollten vor allem Junganlagen vorbeugend eingezäunt werden, da Hasen oder Kaninchen sich bei verspäteter Einzäunung an den Futterplatz gewöhnen und sich immer wieder Zugang verschaffen. Junganlagen sollten unbedingt wöchentlich auf Schäden untersucht werden. Sachgemäßes Einzäunen von gefährdeten Flächen mit Elektrozäunen oder Maschendrahtzäunen ist die sicherste Methode. Hierbei sollte beachtet werden, dass die Maschenzäune auch ein Stück eingegraben werden müssen, da die Hasen sich ansonsten untendrunter durchgraben.
Eine chemische Bekämpfungsmethode ist das Aufhängen von Lappen an Stöcken in 0,5 bis 1,0 m Höhe, die mit je 20 ml Arbin (Repellentien) getränkt sind. Der Abstand der Stöcke sollte hierbei 3 bis 6 m betragen. Eine Zulassung von speziellen Repellentmitteln ist zur Zeit nicht gegeben.
Mäuselöcher können mit Ködern ausgelegt werden.

Quellen

J. Ziegler, L. Aldenhoff, B. Borgmeyer (2002): Pflanzenschutz Spargel. DLR Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße.