Spargelminierfliege

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Spargelminierfliege
Ophiomyia simplex
Spargelminierfliege Taxo.jpg
Minierfliege an Spargel
Systematik
Klasse Insekten
Insecta
Ordnung Zweiflügler
Diptera
Unterordnung Fliegen
Brachycera
Familie Minierfliegen
Agromyzidae

Die Spargelminierfliege (Ophiomyia simplex) ist ein ernstzunehmender Schädling an Spargel. Ihre Fraßtätigkeit, die sich auf die Oberfläche der Spargeltriebe beschränkt, führt zu Infektionen durch Fusariumpilze. Die Spargelminierfliege ist sehr wärmeliebend und ihr Auftreten verstärkt sich in Zeiten mit mehreren heißen aufeinanderfolgenden Sommern.

Sie kommt in zwei Generationen vor, die ersten Fliegen sind ab Mitte Mai an den austreibenden Spargeltrieben zu finden. Die Fliege ist schwarz gefärbt und glänzend. Sie ist bucklig geformt und ungefähr 2,5 bis 3,5 mm lang. Sie hat eine kurze Lebensdauer von 4 bis 5 Tagen. Sie legt ihre Eier an der Bodenoberfläche in die Stängel ab. Die Eier sind weiß gefärbt, 0,5 mm lang und 0,2 mm breit. Da sie mit der Zeit die Farbe des Spargelgewebes annehmen, sind sie fast unmöglich zu finden. Die Larven sind weiß und ca. 4 mm lang. Im dritten Larvenstadium besitzen die Tiere schwarze raspelnde Mundwerkzeuge und erreichen eine Größe von 5 mm. Im Puppenstadium hält die Spargelminierfliege eine Puppenruhe von vier Wochen oder verbleibt auch bis zur nächsten Saison im Boden. Im Normalfall überwintertn die Puppen er zweiten Generation. Die Fliegen der zweiten Generation treten unregelmäßig auf und legen ihre Eier Mitte Juli bevorzugt an den Sommertrieben ab. Die Schädigung der Spargelstangen ist bei diesem Vorgang nur sehr geringfügig.

Die jungen Larven fressen in Schlangenlinien zuerst triebaufwärts und anschließend wieder triebabwärts. So enstehen helle Fraßgänge auf dem ganzen Trieb. Normalerweise wird das Wachstum der Pflanze dadurch nicht beeinträchtigt.


Bekämpfung

Vorbeugend ist zu empfehlen, das Spargelkraut zum Jahresende hin gründlich einzuarbeiten. Diese Maßnahme hält die Population niedrig. Einige nützliche Schlupfwespen parasitieren die Spargelminierfliege. Hierzu gehören beispielsweise Dacnusa rondani, Dacnusa bathyzona, Sphegigaster sp. und Pleurotropis epigonus. Eine chemische Bekämpfung ist im Normalfall nicht notwendig, da die Pflanzenschutzmittel gegen die Spargelfliege positive Nebenwirkungen auf den Befall durch die Spargelminierfliege aufweisen.

Quellen

Krüger, G. (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-9


J. Ziegler, L. Aldenhoff, B. Borgmeyer (2002): Pflanzenschutz Spargel. DLR Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße. 

Weblinks