Spargelfliege

Aus Hortipendium
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Spargelfliege
Platyparea poeciloptera
Spargelfliege02 DLR ZJ.JPG
Spargelfliege
Systematik
Klasse Insekten
Insecta
Unterklasse höhere Insekten
Pterygota
Ordnung Zweiflügler
Diptera
Unterordnung Fliegen
Brachycera
Familie Bohrfliegen
Tephritidae

Die Spargelfliege ist der Hauptschädling im Spargelanbau.

Biologie

Die Spargelfliege ist 7-8 mm groß, braun und hat dunkle und helle Streifen auf den Flügeldecken. Sie tritt bei Temperaturen über 24°C in Massen auf, während sie unter 15°C kaum zu finden ist. Die Puppen sind 6-8 mm lang und braun. Die Larven sind hellgelb, 8-10 mm lang und haben keinen Kopf und keine Beine.

Die Spargelfliege tritt mit einer Generation jährlich auf. Die Larven überwintern verpuppt im Boden auf Pflanzenresten. Anfang Mai schlüpfen die Fliegen und sind bis August unterwegs. Die Spargelfliege ist empfindlich gegen nasse und kalte Witterung. Die Weibchen legen mithilfe eines Lagestachels 70-80 Eier in das Pflanzengewebe im Spargelkopfbereich. Die Eier sind 1,2 mm lang, glatt und weiß. 3-4 Tage darauf schlüpfen die Larven und bohren sich in die Triebe hinein und beginnen mit dem Fraß, wobei mehrere Larven auf derselben Seite fressen, wodurch sich der Stängel verkrümmt. Die Larven fressen sich wochenlang im Mark abwärts bis unter die Bodendecke, hier verpuppen sie sich, nachdem sie Auswege gegraben haben, durch die sie später als Fliege ins Freie gelangen können. Erste Puppen sind meist ab Mitte Juni zu finden.

Schadbild

Besonders gefährdet sind Junganlagen im ersten und zweiten Standjahr und Ertragsanlagen des dritten Standjahres mit verfrühter Stechzeit aufgrund von Folienabdeckung. In Junganlagen und Ertragsanlagen reift das Laub viel früher ab. Die Triebspitze sind oft deformiert und zur Seite geneigt. Ansonsten gibt es kaum äußerliche Kennzeichen. Erst wenn ein Spargelstängel durchgeschnitten wird, werden senkrecht verlaufende Fraßgänge sichtbar, in denen sich Larven und brauner Kot befinden. Die stark befallenen Triebe sterben ab. Im Folgejahr fällt der Ertrag geringer aus.

Bekämpfung

Anlagen mit mehr als 40% befallener Pflanzen sollten im Folgejahr kontrolliert werden. Da die Flugzeit etwa von April bis August geht, sollte der Spargel möglichst bis zur Beendigung der Flugzeit gestochen werden. Befallene Triebe sollten möglichst tief abgeschnitten und sorgfältig entfernt werden. Das Laub sollte im Herbst beseitigt werden, damit möglichst viele Puppen in den Stängeln vernichtet werden. Es können noch vor Auftreten des Schädlings (also Anfang bis Mitte April) Kulturschutznetze ausgelegt werden. Zur chemischen Bekämpfung werden Dimethoat-Präparate verwendet.

Quellen

Krüger, G. (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Verlag Eugen Ulmer. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-9


J. Ziegler, L. Aldenhoff, B. Borgmeyer (2002): Pflanzenschutz Spargel. DLR Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße. 

Weblinks