Schleiereule

Aus Hortipendium
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Stellvertretend für die Familie der Eulen sei hier die Schleiereule Tyto alba vorgestellt.

Ernährung

Hauptnahrungsquelle der Schleiereule ist die Maus. Der nächtliche Jäger ernährt sich zu 90 % von Mäusen. In der Dunkelheit der Nacht und speziell bei Neumond ist die Eule bei der Jagd auf ihr Gehör angewiesen. Nur mit dem Gehör kann die Eule Mäuse orten. Das vermag sie mit ihrem Richtungshören. Dabei dient der Federkranz um ihr Gesicht wie eine Parabolantenne. Damit ihre eigenen Fluggeräusche sie beim Orten nicht stören, fliegt sie lautlos.

Abhängigkeit vom Nahrungsangebot

In Jahren mit schlechter Mäusepopulation brechen auch die Schleiereulenpopulation zusammen.

Brutverhalten

In Jahren mit vielen Mäusen ziehen sie hingegen 2 bis 3 Bruten hoch. Dabei können manche Bruten über 10 Eier betragen. Da die Eulen schon beim ersten Ei beginnen zu brüten, schlüpfen die Jungen sukzessiv und in den Nestern sitzen die Jungvögel dann wie die Orgelpfeifen.

Nestbau

Von eigentlichen Nestern kann man hier nicht sprechen, denn die Eier werden auf den nackten Boden gelegt. Ein Polster entsteht erst später durch das Gewölle.

Jungvögel

Bereits im Alter von 3 Wochen fressen die Eulenjungen selbstständig. Nach 2 Monaten verlassen sie das Nest und leben selbstständig. Sehr weit entfernen sie sich aber meist nicht von ihrer Kinderstube. Man sagt 66% der Jungeulen beziehen im Umkreis von 50 Kilometern ein eigenes Quartier.

Lebensraum

Um erfolgreich jagen zu können brauchen sie offenes mäusereiches Gelände. Ursprünglich lebten sie in Felshöhlen und Kluften. Dort wo diese natürlichen Unterkünfte rar sind, beziehen sie gerne Kirchtürme, Dachstühle und Scheunen.

Quellen

Jürgen Dahl und andere Rudolf L. Schreiber (Hrsg.) (1993): Tiere auf Wohnungssuche. Deutscher Landwirtschaftsverlag. Berlin. ISBN 3-331-00-660-2


Einzelnachweise


Weblinks