Rucola im Hausgarten

Aus Hortipendium
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Rucolablätter

Bei Rucola, oder auch Rauke, handelt es sich um ein Blattgemüse, das in den letzten Jahren wiederentdeckt wurde und sich seither großer Beliebtheit erfreut.

Standort

Rucola stellt weder an das Klima, noch an den Boden hohe Ansprüche. Ideal sind sandig-lehmige Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Der Boden sollte eine gute Wasserversorgung ermöglichen, jedoch nicht zu Staunässe neigen.

Aussaat

Von Anfang April bis Anfang September kann in Reihen ausgesät werden. Die Saattiefe sollte etwa 0,5 cm betragen. Ideal ist ein Reihenabstand von 15 cm. Ab 15 bis 20 °C keimt Rucola. Aufgrund der sehr kurzen Kulturdauer ist ein satzweiser Anbau sinnvoll. Im Frühjahr und im Herbst kann nach 7 Wochen geerntet werden, im Sommer sogar schon nach 3 Wochen.

Kultur

Rucola gedeiht sowohl auf dem Beet im Freiland, als auch im Gewächshaus oder in Blumenkästen und -kübeln. Rucola wurzelt sehr flach und wird nur auf geringer Fläche angebaut. Aus diesem Grund bietet sich der Einsatz eines gut dosierbaren Flüssigdüngers an. Ob Nährstoffgaben erforderlich sind, lässt sich an hellen bis rötlichen Blattverfärbungen erkennen.

Ernte

Die Blätter werden bereits vor der Blüte geerntet. Wenn man die Blattrosetten bei einer ungefähren Länge von 10 cm nicht zu dicht über dem Boden abschneidet, wachsen wieder neue Blätter nach. Bei regelmäßigem Schnitt kann 2 bis 3 mal geerntet werden. Nach der Ernte sollte Rucola möglichst direkt verbraucht werden. Er kann etwa 2 Tage ohne wesentlichen Qualitätsverlust im Kühlschrank aufbewahrt werden, wenn man ihn in feuchtes Küchenpapier einwickelt.

Quelle

Bayerische Gartenakademie