Rechen

Aus Hortipendium
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Ein Rechen gehört in jede Standardausrüstung für Freizeitgärtner. In Zeiten geräuschvoller Laubsauger und Laubbläser ist dieses altehrwürdige Gartengerät nach wie vor unschlagbar! Doch Rechen ist nicht gleich Rechen.

Material und Verarbeitung

Gartenarbeit macht Spaß. Damit sie aber nicht zu anstrengend wird, ist gutes und sinnvoll einsetzbares Werkzeug unverzichtbar. Material und Verarbeitung sind mit der Handhabung und Haltbarkeit untrennbar verknüpft. Gute Holzstiele sind aus Eschen- oder Lindenholz. Achten Sie darauf, dass die Jahresringe des Holzes genau senkrecht verlaufen. Dadurch schwingt der Stiel und ist zudem weniger bruchgefährdet. Eine sauber geschliffene Oberfläche mit Leinölfirnis behandelt, steigert die Freude an der Handhabung. Achten Sie auch auf die Verarbeitung der Metallteile. Edelstahl ist rostfrei und langlebig. Aluminium ist leicht und spart Kräfte beim Dauereinsatz.

Holzrechen

Der Urvater der Rechen wurde schon seit der Römerzeit für die Gras- und Heuernte entwickelt. Auch heute wird er noch gerne verwendet. Ein Holzrechen ist leicht und liegt gut in der Hand. Im Gemüsegarten ist er für die Beetvorbereitung unverzichtbar. Mit dem geraden Joch lassen sich die Oberflächen der Beete glatt abziehen und durchgehende Saatrillen drücken. Mit den Zinken können Sie große Erdbrocken und Wurzeln beseitigen. Allerdings sollte man auf den Rechen keine großen Kräfte ausüben, weil die Holzzinken leicht brechen.

Eisenrechen

Die stabilen Eisenrechen mit den gekrümmten Zinken kommen bei schwierigeren Erdarbeiten zum Einsatz. Eisenrechen eignen sich zum Verteilen von Schotter, Kies und Erde. Im Gemüsegarten entfernt der Eisenrechen mühelos Steine und grobe Brocken und ebnet die Erdschollen umgegrabener Beete fast mühelos ein. Verwenden Sie zum Vertikutieren kleiner Rasenflächen einen Eisenrechen. Dies ist effektiver als der Einsatz eines Vertikutierers. Ein Eisenrechen entfernt schonend Moos und Rasenfilz und man kann im Frühjahr zeitiger den Rasen lüften als mit einem motorisierten Gerät. Zum Entfernen von Rasenschnitt wird der Rasenrechen verwendet. Er besitzt leicht gekrümmte, längere Zinken in einem engeren Abstand als ein gewöhnlicher Eisenrechen. Auf dem Rechenjoch sitzen Bügel, in denen sich wie in einem Fangzaun das geschnittene Gras sammelt.

Rosenrechen

Dieser Eisenrechen ist an den Seiten stark abgeflacht. Er eignet sich zum Einebnen und Entfernen von abgestorbenen Pflanzenteilen zwischen Sträuchern, Stauden und Rosen. Mit diesem Rechen kommt man bis in die letzten Winkel und schont empfindliche Veredelungen.

Fächerbesen

Der beste Laubbesen ist der Fächer-, Draht – oder Breitlaubbesen. Unbefestigte Wege und Rasenflächen lassen sich mit ihm bequem von trockenem Laub, großen Früchten und kleinen Ästen reinigen ohne den Untergrund zu beschädigen oder abzutragen. Fächerbesen gibt es mittlerweile in verschiedensten Ausführungen. Die gebogenen Federstahlzinken sollten aus gehärtetem Stahl bestehen, dann verbiegen sie sich auch nach intensiver Benutzung nicht. Praktisch ist ein sogenannter Verstellbesen. Hier lässt sich die Arbeitsbreite stufenlos einstellen. Zum Reinigen von Kiesflächen ist ein Fächerbesen aus Kunststoff empfehlenswert. Er entfernt Laub ohne die Kieselsteine aufzuwühlen. Fächerbesen gibt es auch als kleine Handrechen, die auch für die kleinsten Winkel im Garten eingesetzt werden können.

Gartenrechen aus Gummi

Gummi ist weich und biegsam. Wird Gummi bei Gartenrechen eingesetzt, hat dieses Material verschiedene Vorteile zu den unflexiblen Materialien. Die weichen Zinken rechen Laub sehr leise und schonend für den Untergrund zusammen. Pflasterbeläge und Terrassenplatten, aber auch empfindliche Pflanzen werden geschont und wie bereits erwähnt, lassen sich Kies- oder Sandflächen so problemlos „reinigen“.

Nicht zu viel Aufräumen und Reinigen!

Bei aller Euphorie über einen guten handlichen Gartenrechen. Lassen Sie im Herbst Laub auf Staudenbeeten, unter Bäumen und Sträuchern liegen. Es ist ein guter Winterschutz für Ihre Pflanzen und nicht zuletzt für Nützlinge und Kleintiere.

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