Porree Pflanzenschutz

Aus Hortipendium
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Krankheiten und Schädlinge an Porree
Vorbeugen ist besser als heilen.jpg

Beim Anbau von Porre (Allium porrum), auch Lauch genannt, können ernsthafte Krankheiten und gefährliche Schädlinge auftreten, die sogar zu Totalausfällen führen können. Eine genau Kenntniss aller Schaderreger ist deshalb angebracht.

Vorbeugender Pflanzenschutz schon bei der Porree Anbauplanung

Gut durchwurzelbare Böden wählen.
  • Fruchtwechsel optimieren.Siehe Hortipendium Artikel.
  • Grundsätzlich kein Porree Anbau nach Knoblauch, Schnittlauch und Zwiebeln.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Krankheiten.
  • Keine Parzellen mit einer größeren Belastung an aktuellen, bodenbürtigen Schädlingen (z.B. Nematoden).
  • Keine stark steinige Parzellen verwenden.
  • Keine Böden mit Verdichtungen wählen.
  • Keine Parzelle mit größeren Bodensenken wählen.
  • Die Böden vor Anbaubeginn auf ihre Nährstoffversorgung, Humusgehalt, Salzgehalt, pH-Wert usw. kontrollieren.
  • Keine Parzellen mit einem stärkeren Besatz an Wurzelunkräuter wählen.
  • Der Sortenwahl große Bedeutung beimessen, soweit möglich Resistenzen nutzen.
  • Weitere Information dazu siehe im Hauptartikel Porree
  • Die Möglickheiten eines Einsatzes an Pflanzenschutzmittel im Pflanzenschutz-Informationssystem Gemüsebau überprüfen.



Nichtparasitäre Probleme

Verschiedene Nichtparasitäre Probleme können beim Anbau von Porree große Probleme bereiten und sogar zu einem Totalausfall führen.

Hagelschäden

Hagelschaden an der verwandten Zwiebel.

Durch Hagel können Porree Bestände stark geschädigt oder auch vernichtet werden.

Schadbild und Beschreibung

  • Jeglicher Hagel kann Porree Bestände schädigen>
  • Von den auftreffenden Hagelkörnerrb bekommen die Porree Blätter fleckige Aufhellungen.
  • Die entstehend Flecken sind meist länglich (abrutschende Hagelkörner)
  • Die entstehende Blattflecken am Porree befinden sich meist an der Hauptwindseite des Hagels.
  • Hagelschäden begünstigen den Befall verschiedner Krankheiten.
  • Hagel geht oft einher mit starken Niederschlägen, die zu einer Nitratverlagerung führen.
  • Bei einem stärkeren Hagel werden die ganzen Porree Pflanzen zerschlagen.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Möglichst nicht den gesamten Porree in eine Gemarkung durchführen.
  • Nutzung der Warnwetter APP
  • Evtl. vor Hagelbeginn Vlies Auflage.
  • Nach einem Hagelschlag verstärkte Kontrollen auf einen Krankheitsbefall.
  • Wegen der möglichen N-Auswaschung die N-Versorgung überprüfen.
  • Abschluß einer Hagelversicherung.

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Herbizidschaden

Lentagran Herbizid Schaden an Porree

Porree Pflanzen sind empfindlich bezüglich einer falschen Herbizidanwendung bzw. einer Herbizidabdrift.

Ursachen

  • Abdrift eines Herbizides vom Nachbarfeld.
  • Überdosierung bei einer Herbizidspritzung.
  • Falsches Stadium der Porree Pflanzen.

Schadbilder

  • Die Schadbilder sind sehr unterschiedlich.
  • Jeder Herbizid-Wirkstoff verursacht spezielle Schadbilder.
  • Bei einer Abdrift bilden sich meist nur leichte Schäden.
  • Einen Abdrift Schaden erkennt man unter anderem an dem Gradient der Schadsymptome.

Vermeidungsstrategien

  • Zur zugelassene Herbizide in der vorgesehenen Menge ausbringen.
  • Keine Herbizidausbringung bei Abdrift verursachende Wind.
  • Sicherheitsabstand zu empfindlichen Kulturen einhalten.

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Nährstoffmangel und Düngerschaden

Schwefekmangel bei Allium-Art.
  • Durch Nährstoffmangel oder -Überversorgung kann es zu Ertragsminderunge kommen
  • Durch eine falsche Düngemittel-Auswahl und -Dosierung sind Schäden möglich.

Schadbild und Beschreibung

  • Vorsicht vor zu hoher Mineraldüngung direkt nach einer Lochpflanzung
  • Bei einer größer Mineraldüngermenge kann es zu Wurzelverbrennungen in den gestanzten Löchern kommen
  • Insbesondere chorhaltige Kalidüngemittel sind vorsichtig zu dosieren.
  • Bei zuviel Stickstoff kann es einen erhöhten Krankheitsbefall geben.
  • Einen gute Kaliumversorgung hat Einfluß auf die Frosthärte beim Überwinterungsanbau.
  • Bei der Düngeplanung auch die Schwefelversorgung mit einbeziehn.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Eine Nährstoffmangel vermeiden durch wiederholte Bodenanalysen.
  • Zur Berechnung der Nährstoffmengen die Bodenversorgung un den Pflanzenbedarf berücksichtigen.
  • Insbesondere eine Überversorgung mit Stickstoff vermeiden

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Schosser (zu frühe Blütenbildung

Zu frühe Schosserbildung bei Porree

Durch Schosserbildung können insbesondere bei Frühpflanzungen große Ertragausfälle entstehen.

Zwei Problembereiche

  • Bei sehr früher Pflanzung im Frühjahr.
  • Bei überwinterten Beständen zur Erntezeit im Frühjahr

Schadbild und Beschreibung (Frühpflanzung)

  • Bei frühen Pflanzungen und ungünstigen Bedingungen bilden die Pflanzen Blütenstände und sind dann nicht zu vermarkten.
  • Flasche Sortenwahl
  • Zu kalte Pflanzenanzucht
  • Jungpflanzen für die Frühpflanaung zu extrem (kühl) abgehärtet.
  • Beim Frühanbau fehlende Bestandsbedeckung mit einem Vlies.

Vorbeugung

  • Richtige Sortenwahl.
  • Warme Junpflanzenanzucht.
  • Frühpflanzungen mit Vlies bedeclen

Schadbild und Beschreibung (Überwinterungsbestände)

  • Überwinterte und erntefertige Bestände bilden im Frühjahr Schosser.
  • Zunächst sind die Schosser nicht direkt sichtbar aber schon im Schaft.
  • Die Pflanzen sind nicht mehr vermarktungsfähig.
  • Unzureichende Winterhärte der Sorte.
  • Extreme kalter Winter.

Vorgeugung

  • Schossfeste Wintersorten.
  • Evtl. Vliebedeckuung im Winte.r
  • Erntetermin evtluell vorverlegen, bevor Schosser zu stark.

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Starkregen / Staunässe

Staunässe im Porree Bestand.
  • Auf Parzellen mit Bodensenken kann es nach Starkniederschlägen zu Staunässeschäden kommen.

Schadbild und Beschreibung

  • Starkregen kann insbesonder bei Felder mit Bodensenkten große Probleme bereiten.
  • Bei einer Übernässung ist mit einer N-Auswaschung zu rechnen.
  • Staunässe führt zu einem verstärkten Krankheitebefall, z.B. Pseudomonas und ähnliche.
  • Bei Wasserstau in Bodensenken wird die Feldbefahrung für Pflegemaßnahmen erschwert.
  • Bei längerem Wasserstau entsteht ein Totalausfall.

Vorbeugung und Maßnahmen

  • Bodensenken durch Bodennivellierung beseitigen.
  • Bodenverdichtungen beseitigen.
  • Regenverdaulichkeit der Böden verbessern.
  • Bei Bedarf Verbesserung der Humus- und Kalkversorgung durchführen

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Viruskrankheiten

Iris Yellow spot virus (IYSV)

Iris Yellow spot virus (IYSV) an der verwandten Zwiebel
  • Das Virus kann zu beachtliche Qualitäts und Ertragsausfällen führen und ist inzwischen auch in Deutschen Anbaugebieten aufgetreten. Betroffen sind vor allem Bundzwiebeln. Inzwischenist aber auch ein Befallvon Porree Pflanzen bekannt.

Schadbild und Beschreibung

  • Das Schadbild beginnt mit kleinen, meist länglichen, Läsionen an den Schlotten.
  • Die Form und Verfärbung der Läsionen kann sehr unterschiedlich sein.
  • Meistens färben sich die Läsionen hell, weißlich bis strohig.
  • Bei einem stärkeren Befall sterben ganz Schlotten oder sogar ganze Pflanzen ab.
  • Befallene Lauch Erntereste können das Virus übertragen.
  • Bei zu enger Fruchtfolge kann Zwiebeldurchwuchs das Virus übertragen.
  • Befallene Jungpflanzen können das Virus mitbringen.
  • Es gibt verschiedene Wirtspflanzen.
  • Auch Thripse können das Virus übertragen.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium fistulosum, Allium porrum, Allium sativum, Allium schoenoprasum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Pflanzen verwenden
  • Kein Nachbau auf Parzellen mit befallenen Bestandsresten (Zwiebel- oder Porree)
  • Thripsbefall minimieren.
  • Entwicklung resistenter Sorten vorantreiben.
  • Weniger empfindliche Sorten prüfen.
  • Eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist nicht möglich.

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Recherche Forschungsberichte


Bakterienkrankheiten

Porree Bestände können auch von verschiedenen Bakterienkrankheiten befallen und geschädigt werden. Oftmals auch als Sekundärbefall z.B. nach einer Primärschädigung durch Hagel, Lauchmotten oder Pilzkrankheiten.

Erwinia Weichfäule (Pectobacterium carotovorum)

Bakterielle Naßfäule an einem Porree Bestand.

Vor allem bei extrem, feuchtwarmer Witterung in Kombination mit Gewebeverletzungen können bakterielle Naßfäulen Schaden anrichten.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Erwinia carotivorum.
  • Besonders im Schaftbereich entstehen manchmal Stellen mit einer Weichfäule.
  • Bei einem stärkeren Befall können ganze Pflanzen unverkäuflich werden.
  • Gewebeverletzungen sind oft die Eintrittpforten für die Erreger.
  • Gewebeverletzungen entstehen z.B. durch verschiedene Schädlinge aber auch durch pilzliche Krankheiten.
  • Auch im Nahbereich der Regner kann es zu verstärktem Befall kommen.
  • Kommt es nach einer Gewebeverletzung zu einer längern Nässerperiode mit höheren Temperaturen, so haben die Erwinia Erreger optimale Bedingungen.

Wirtspflanzen

  • Allium Porrum, Apium graveolens, Beta vulgaris, Brassica-Arten, Capsicum, Cichorium, Citrullus, Cucumis sativus, Cucurbita, Cynara, Daucus carota, Helianthus annuus, Ipomoea batatas, Lactuca Cucumis melo, Raphanus sativus, Rheum, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Gesunde Jungpflanzen verwenden.
  • Pflanzenverletzungen minimieren.
  • Verletzungen durch Schädlingen möglichst ausschließen.
  • Weniger empfindliche Sorten bevorzugen.
  • Übernässung der Kulturen vermeiden.
  • Regenverdaulichkeit der Felder verbessern.
  • Eine direkte Bekämpfung mit Pflanzenschutzmittel ist kaum möglich.
  • Nur gesunde Pflanzen einlagern.

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Pseudomonas (Pseudomonas syringae pv.)

Pseudomonas Befall an Porree.

Diese Bakterienkrankheit kann große Schäden hervorrufen.

Schadbild und Beschreibung

  • Zu Befallsbeginn entstehen wässerig erscheinende Flecken.
  • Später entstehen bräunliche, abgestobene Blattbereiche.
  • Eine Erstinfektion kann von befallenem Saatgut entstehen.
  • Befallene Pflanzenreste sind eine gefährliche Infektionsquelle.
  • Sehr niedrige pH-Werte scheinen den Befall zu fördern.
  • Oft beteht ein latenter Befall ohne Schadsympthome zu zeigen.
  • Zu eine Ausbruch der Krankheit kommt es bevorzugt bei Pflanzenverletzungen plus Nässe.
  • Ein hohes Befallsrisiko besteht nach Hagel, Starkregern und gererell bei nass-warmer Witterung.
  • Der Erreger ist ein begeißelter Einzeller, der sich bewegen kann.
  • Der Erreger kann an befallene Pflanzenreste überdauern.

Wirtspflanzen
Allium porrum und vermulich viele andere Pflanzenarten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Fruchtwechsel optimieren.
  • Parzelle mit guter Regenverdaulichkeit bevorzugen.
  • Parzellen mit größeren Bodensenken sind bei Starkregen ein beachtliches Befallsrisiko.
  • Mindestens eine zweijährige Anbaupaupause nach einem Auftreten einplanen.
  • Keine befallenen Porree Putzabfälle auf Gemüseäcker bringen.
  • Pflanzenverletzungen durch Mensch, Krankheiten und Schädling minimieren.

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Neueste Forschungsergenbisse



Pilzkrankheiten

Beim Anbau von Zwiebeln konnen Pizlrankheiten großen Schaden anrichten und sogar zum Totalausfall führen.

Blattflecken (Stemphylium vesicarium)

Stempyllium Blattflecken an Porree
Stemphylium vesicarium Perithezien

Diese Pilzkranheit kann zu Ertragsverlusten führen.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Pleospora allii
  • Synonym: Pleospora herbarum
  • Synonym: Stemphylium herbarum
  • Blattfleckenkrankheit, die an Porree unterschiedliche Läsionen von bräunliche bis gelblich hervorrufen kann.
  • In den Läsionen werden Perithezien gebildet.
  • Der Pilz überwintert als Pseudothezien, die sich auf dene befallenen Porree Pflanzen bilden.
  • Befallen werden Porree Bestände verstärkt befallen, wenn die Pflanzen bzw. das Pflanzengewebe schon geschwächt ist, z.B. vom anderen Krankheiten.
  • Eine Pilzkrankheiten, die an sehr unterschiedlichen Pflanzenarten, unterschiedlicher Pflanzenfamilien vorkommt. Verursacht z.B. auch die Purpurfleckenkrankheit des Spargels.
  • Allium fistulosum ist resistent.

Wirtspflanzen
Allium, Asparagus officinalis, Calendula officinalis, Helianthus annuus, Lactuca, Lupinus, Malus Medicago, Medicago sativa, Petroselinum crispum, Pyrus, Raphanus sativus, Spinacia oleracea Tanacetum cinerariifolium, Triticum, Vicia, Vicia faba und andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Unterschiedliche Empfindlichkeit der Sorten nutzen.
  • Feldhyginee beachten.
  • Kein Anbau von Porree neben befallenen Bestände wie z.B. Winterzwiebeln.
  • Befallene Erntereste möglichst bald einarbeiten bzw. verrotten lassen.
  • Blattnässe Zeiten minimieren z.B. durch günstige Betandsdichte, optimierte Bewässerung usw.
  • Wasserstau in der Parzelle vermeiden (Regenverdaulichkeit verbessern usw.)
  • Bei einem stärkren Befallaverdacht zugelassenen Fungizide einsetzten.

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Recherche Forschungsberichte


Botrytis Blattflecken (Botrytis squamosa)

Botrytis squamosa an Allium

Pilzkrankheit die zu Ertragsverlusten führen kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Botryotinia squamosa
  • Beginnend als winzige, kleine unscharfe weißliche Pünktchen.
  • Später einige Millimeter große, weißliche Flecken an den Porre Blättern.
  • Bei einem sehr starken Befall kann es zu Ertragseinbußen kommen.
  • Der Pilz überdauert mit Hilfe seiner Sklerotien im Boden .
  • Befallene Bestandsreste werden zum Risiko für Folfekultuen.
  • Die Sklerotien haben eine Lebensdauer von 2 Jahre oder evtl. auch länger.
  • Von den Sklerotien kommt es im Frühjahr zu neuen Sporenbildung.
  • Längere Feuchteperioden fördern stark die Pilzentwicklung.
  • Infektion erfolgen vor allem bei Temperaturen von 12-24°C
  • Eine optimale Pilzentwicklung ergibt sich bei ca. 14-16°C und entsprechender Feuchtigkeit.
  • Eine Verbreitung des Pilzes kann mit dem Wind erfolgen.
  • Die Pilzkranheit ist saatgutübertragbar.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium fistulosum, Allium porrum, Allium sativa

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel von mindestens 3 Jahre.
  • Befallene Parzellen möglichst meiden.
  • Be Bedarf Einsatz von zugelassenen Fungiziden.
  • Verbesserte Fungizidwirkung mit Hilfe von Additive.

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Recherche Forschungsberichte


Cladosporium Blattflecken (Cladosporium allii und cepae)

Cladosporium an Porree

Pilzkrankheit, die beim Anbau von Porree zu Ertragsverluste führen kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Befall erscheint zunächst als kleine helle Blattflecken.
  • Später bilden sich unscharfe, meist längliche helle Flecken.
  • Später, bei einem stärkeren Befall, sterben ganze Blattpartien ab.
  • Sehr hohe Luftfeuchtigkeit fördert die Pilzentwicklung.
  • Geschwächtes und verletztes Gewebe fördern den Befall.
  • Sporenverbreitung durch die Luft
  • Der Pilz überdauert an Pflanzenreste.
  • Temperaturen von 20-25°C sind förderlich für das Pilzwachstum.
  • In Trockenperioden verbreitet sich Krankheit kaum.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium fistulosum, Allium porrum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau auf Befallsparzellen.
  • Bestandsreste nach der Ernte sobald möglich einarbeiten und eine schnelle Verrottung fördern.
  • Bei Bedarf zugelassene Fungizide einsetzten.

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Recherche Forschungsberichte


Fusarium Wurzelfäule (Fusarium culmorum)

Fusarium an junge Porree Pflanze

Pilzkrankheit, die beim Anbau von Porree zu Ertragsverlusten führen kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Tritt vor allen an frischen Pflanzungen auf.
  • An den Pflanzen entstehen Vergilbungen.
  • Es kommt zu einer Wuchshemmung.
  • Ein besonderes Merkmal ist das rötliche Myzel.
  • Pflanzenverletzungen sind willkommene Eintrittspforten.
  • Porree Pflanzen, die oftmals zur Pflanzung eingekürzt werden, sind gefärdet.
  • Auf leichten Böden scheint der Befall öfter aufzutreten.
  • Bei großer Hitze ist mit einem höheren Befallsrisiko zu rechnen.
  • Bei einem stärkeren Befall kann es auch zu einer Fäulnis kommen.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, allium, Allium sativa, Allium porrum, Asperagus officinalis,, Beta vulgaris, Cucurbita, Glycine max, Pisum sativum, Solanum tuberosum, Vicia faba.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein direkter Nachbau auf Befallsparzellen.
  • Bestandsreste nach der Ernte sobald möglich einarbeiten und eine schnelle Verrottung fördern.
  • Gesunde Junpflanzen.
  • Pflanzenverletzungen minimieren.
  • Keine Pflanzung bei extemer Hitze.
  • Eine direkte Bekämpfung ist nicht möglich.

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Recherche Forschungsberichte


Papierflecken Krankheit (Phytophthora porri)

Papierflecken Krankheit an Porree

Die Papierflecken Krankheit ist eine Krankheiten, die beim Anbau von Porree schaden kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Meist sieht man erste Schäden an den Porree Blattspitzen.
  • Die befallen Stellen werden weißlich und sterben ab.
  • Bei einem stärkeren Befall kommt es zu Ertragsverlusten.
  • Mit Schäden ist vor allem im Herbst zu rechnen.
  • Der Befall beginnt meist an Pflanzen in Stress Situationen.
  • Bodensenken mit zeitweiser Übernässung erhöhen das Befallsrisiko.
  • Regenreiche Perioden befördern den Befall.
  • Böden mit einer schlechen Bodengare befördern den Pilzbefall.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.
  • Der Pilz entwickelt sich bes. gut bei Temperaturen im Bereich von 12-22°C.
  • Der Pilz überdauert im Boden mit Hilfe seiner Dauersporen.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium sativum, Allium porrum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel von 5 jahre oder mehr..
  • Kein Anbau nach Knoblauch, Porree, Schnittlauch oder Zwiebeln.
  • Putzabfälle nicht auf Gemüseäcker ausbringen.
  • Bei Bedarf Einsatz zugelassener Fungizide-

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Recherche aktueller Forschungsberichte


Purpurfleckenkrankheit (Alternaria porri)

Alternaria an Porree Pflanze
  • Sehr ernst zu nehmende Pilzkrankheit, die zu großen Qualitäts- und Ertragsverlusten führen kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Es können sowohl die Blätter als auch der Schaft befallen werden.
  • Erste Befallssymtome treten meist an den ältesten Blättern im Spätsommer auf.
  • Großes Befallsrisiko bei häufigem Regen und langer Blattnässe.
  • Es bilden sich länglich, kleine, eingesunken und weißlich Flecken mit einem violetten Zentrum.
  • Die Pilzsporen können mit Spritzwasser und Wind transportiert werden.
  • Infektionsquelle sind befallene Pflanzenreste.
  • Der Pilz kann sich auch bei einer Porree Lagerung weiterentwickeln.
  • Die Pilzkrankheit ist saatgtuübertragbar.
  • Die Sorten sind unterschiedlich anfällig.
  • Die dunkelgrünen Wintersorten erscheinen generell robuster.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium sativum, Allium porrum.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfreies Saatgut verwenden.
  • Weiter Fruchtwechsel.
  • Wirtspflanze als Vorkultur.
  • Putzabfälle nicht auf Gemüsefelder ausbringen.

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Recherche Forschungsberichte


Rost (Puccinia allii)

Puccinia allii an Porree

Pilzkrankheit, die beim Anbau von Porree Probleme bereiten kann.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym 1: Puccinia porri
  • Synonym 2: Uromyces ambiguus.
  • Es bilden sich längliche orangefarbene Flecken an den Porree Blättern.
  • Bei einem stärkeren Befall ergeben sich Wuchshemmungen.
  • Ein stärkerer Befall ergibt Qualitätsmängel bei der Vermarktung.
  • Temperaturen im Bereich von 15-20°C erscheinen besonders förderlich.
  • Die Sporenkeimung wird durch eine hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt.
  • Andauernde Blattnässe hemmt das Pilzwachstum.
  • Eine Infektion von benachbarten Beständen ist gut möglich.
  • Die Porree Sorten sind unterschiedlich anfällig.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium porrum, Allium sativum

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Bestandrestee nach der Ernte sobald möglich beseitigen.
  • Bei Neupflanzungen sollten keine befallenen Bestände in der Nähe vorkommen.
  • Die Teilresistenz verschiedener Sorten nutzen.
  • Bei Bedarf Fungizideinsatz mit zugelassenen Mitteln.

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Schmutzfleckenkrankheit (Colletotrichum circinans)

Schmutzfleckenkrankheit an Porree
  • Seltene Pilzkrankheit, die junge Pflanzen zerstören kann und später evtl. auch ältere Pflanzen schädigt. Schäden sind ehrer beim Anbau von Zwiebeln und Schnittlauch zu erwarten.

Schadbild und Beschreibung

  • An Porree Pflanzen entstehen erst kleine, dann auch größere, dunkel gefärbte Flecken.
  • Temperaturen von 10-32°C sind förderlich.
  • Bei feucht warmer witterung kann sich der Pilz rasant entwickeln.
  • Der Pilz überdauert an den Pflanzenresten als Konidien.
  • Bei einem direkten Nachbau ist mit einem Befall zu rechnen.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium sativum, Allium porrum und wohl alle anderen Allium-Arten.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Kein Nachbau auf befallenen Flächen.
  • Weiter Fruchtwechsel.
  • Kein ganzjähriger satzweiser Porree Anbau einer Gemarkung.

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Recherche Forschungsberichte


Wurzelfäule (Setophoma terrestris)

Setophoma terrestris Befall an Zwiebel

Eine gefürchtete Zwiebelkrankheit (Pink root)in wärmeren Region wie Griechenland, Israel und Spanien. Mit zunehmender Klimaerwärmung kann sie bei uns an Bedeutung gewinnen. In der Pfalz wurde 2016 ein Befall zum ersten mal ein Befall an Zwiebeln und Porree beschrieben.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Phoma terrestris und Pyrenochaeta terrestris.
  • Eine wärmeliebende Pilzkrankheit, die erst bei Bodentemperaturen von über 20°C gefährlich werden kann.
  • Krankheit, die eine Wurzelfäule bei Porree und Zwiebeln hervorruft.
  • Zunächst sterben die Wurzeln ab und das Pflanzenwachstum wird gestört.
  • Die befallenen Wurzeln bekommen später die typische rosa Färbung.
  • Bei einem stärkeren Befall welken die Pflanzen und sterben ab.
  • Ihre Konidien und Pyknidien überdauern im Boden.
  • Der Pilz Überdauert auch an Pflanzenreste.

Wirtspflanzen

  • Asparagus officinalis, Allium cepa, Allium sativa, allium porrum, Brassica napus, Cucurbita, Solanum lycopersicum, Zea mays

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Nach einem Befall 5 Jahre Anbaupause.
  • Putzabfälle nicht auf Zwiebel- bzw. Wirtspflanzen-Äcker.
  • Eine biologishe Bekämpfung mit Trichoderma virens erscheint möglich.

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Recherche Forschungsberichte


Schädlinge

Schädlinge können beim anbau von Ziebeln einen großen Schaden anrichten und sogfar zu einem Totalausfall führen.

Drahtwürmer/Schnellkäferlarven (Elateridae)

Drahtwurm

Die Larven aus der Familie Schnellkäfer(Elateridae)können Porree Pflanzen erheblich schädigen.

Schadbild und Beschreibung A. segetum

  • Wichtige Arten sind Agriotes hirtus, Agriotes lineatus, Agriotis obscurus und Agriotes ustulatus.
  • Junge Porre Sämling können schnell im Boden angefressen und zerstört werden.
  • Schäden wurden bisher sind vor allem in den Monaten Mai bis Juli zu befürchten.
  • Nach einem Grünlandumbruch ist mit vielen Drahtwürmern zu rechnen
  • Die Larven sind auf Grund ihres Chitinpanzers relativ steif und hart. Daher der Name Drahtwurm.
  • An den Larven findet man drei Beinpaare.
  • Die bräunlichen, ca. 8-10 mm lange Käfer beginnen im Frühjahr mit der Eiablage.
  • Ein Lebenszyklus dauert ein oder mehrere Jahre.
  • Es gibt z.B. bei Ariotes obscurus um die 10 Larvenstadien.
  • Für das Puppentadium benötigen sie ca. 15 Tage.

Wirtspflanzen

  • Allium-arten, Beta vulgaris, Brassica, Lactuca, Phaseolus, Solanum lycopersicum, Solanum tuberosum, Triticum, Zea mays und andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallene Parzellen meiden.
  • Bei Verdacht mit einem Kartoffelköder den Drahtwurmbesatz ermitteln.
  • Nach Wiesenumbruch oder Kleegras Einsaaten vier Jahre keine empfindliche Kulturen wie Kartoffeln, Möhren, Salat, Zwiebeln oder Porree.
  • Eine Bekämpfung mit Insektizide ist kaum möglich.

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Recherche Forschungsberichte


Erdraupen (Agrotis segetum und Agrotis ipsilon)

Erdraupen Fraß

Die Larven verschiedener Agrotis-Arten können insbesondere Porree Junpglanzen stark schädigen.

Schadbild und Beschreibung A. segetum

  • Der Fraßschaden bei Porree erfolgt oft knapp über dem Boden.
  • Abgebissene Pflanzenteile liegen oft am Boden.
  • Mit einen Falterflug rechnet man Ende Mai/Anfang Juni.
  • Pro Jahr gibt es eine Generation.
  • Die Falter sind nachtaktiv.
  • Die Falter legen winzige, gelbliche Eier (0,5 mm Ø), die später bräunlich werden.
  • Die Raupen sind etwa 40 mm lang, graubraun gefärbt und haben hellere Rückenstreifen.
  • Junge Raupen haben zwei Bauchbeinpaare, ältere haben vier Bauchbeinpaare.
  • Überwintere Erdraupen werden im Frühjahr etwa ab einer Bodentemperatur von 10°C aktiv.
  • Die Raupen sind vorwiegend nachtaktiv, nach Regen oder Bewässerung aber auch tagsüber aktiv.

Wirtspflanzen

  • Allium, Apium, Beta vulgaris, Brassica, Cichorium, Lactuca, Nicotiana tabacum, Phaseolus, Raphanus , Solanum tuberosum, Spinacia¸ Zea mays und andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Feine Bodenbearbeitung stört die Erdraupenentwicklung.
  • Intensive Bewässerung kann insbesondere die Larvenentwicklung im Jugendstadium hemmen.
  • Bestände ohne Beikräuter sind weniger attraktiv für die Eiablage der Falter.
  • Eine biologische Bekämpfung mit Bacillus thringiensis Nematoden (Steinernema carpocapsae) wird diskutiert.
  • Bei starkem Befall evtl.zugelassene Insektizide einsetzen.
  • Notwendige Spritzungen möglichst spät abends (nachts) durchführen.

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Recherche Forschungsberichte


Lauchmotte (Acrolepiopsis assectella)

Fraßschäden an Porree

Es schädigen die Raupen des Falters. Im frühen Befallsstadium sind die kleinen Räupchen nur schwer zu erkennen.

Schadbild und Beschreibung

  • Die kleinen Räupchen der Falter können durch ihren Fraß Schaden anrichten.
  • Die Larven dringen in die Planze ein und fressen dort.
  • Es gibt je nach Region und Jahr etwa 2 bis 3 Generationen.
  • Die erste Generation fliegt etwa Mitte April bis Mitte Juni, die zweite etwa zwei Monate später.
  • Neben den Falter-Puppen können auch die Falter der letzten Generation überwintern.
  • Mit ausgebreiteten Flügeln beträgt die Spannweite etwa 15-18 mm.
  • Die Falter legen 80 oder mehr kleine Eier mit einem Größe von 0,5 mm.
  • Je nach Wetter schlüpfen die winzigen Larven (13 mm) schon noch wenigen Tagen.
  • Der Schaden entsteht durch den Raupenfraß sowie eventueller sekundärer Fäulnisbildung.
  • Je mehr Wirtspflanzen (Allium-Arten) in der Gemarkung desto größer das Befallsrisiko.

Wirtspflanzen

  • Allium sp.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Laufende Bestandskontrollen, nach Erstbefall wöchentlich oder öfter.
  • Die Hinweise der regionalen Warndienste nutzen.
  • Flugkontrolle mit Hilfe von Pheromonfallen.
  • Eine Bestandsbedeckung mit einem Insektenschutznetz kann schützen.
  • Eine biologische Bekämpfung mit Bacillus thuringiensis Präparate ist möglich.
  • Einsatz zugelassener Pflanzenschutzmittel.

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Minierfliege (Napomyza gymnostoma)

Minierfliegenschaden an Porree und Schnittlauch (Foto: Noé López Gutierrez).

Die Minierfliege Napomyza, auch Lauchminierfliege oder auch Allium leafminer genannt ist kein Großschädling. Die Larven können aber im Einzelfall beachtlichen Schaden anrichten.

Schadbild und Beschreibung

  • Synonym: Napomyza gymnostoma.
  • Die Minierfliegen sind etwa 3 mm groß.
  • Die Fliegen legen ihre Eier an der Spitzen der Zwiebelschlotten ab.
  • Zur Eiablage stechen die Minierfliegen das Pflanzengewebe an.
  • Die Larven fressen sich durch das Gewebe bis in die Zwiebeln.
  • Schäden gibt es vor allem im April/Mai und im August/September.
  • Die Verpuppung erfolgt z.T. auch in der Zwiebel.
  • Die Tönnchenpuppen sind etwa 3-4 mm lang.
  • Es sind zwei Generationen möglich.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, allium porrum, allium sativa:

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Ständige Bestandskontrollen.
  • Auf die kleinen Einstichstellen der Eiablage an den Schlottenspitzen achten.
  • Warndiensthinweise beachten.
  • Bei einem stärkeren Befall zugelassene Insektizide einsetzten.
  • Die zur Thripsbekämpfung zugelassen MIttel haben grundsätzlich auch eine Wirkung auf Minierfliegen.

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Nematoden (Ditylenchus dipsaci und andere)

Ditylenchus Schaden an der verwandten Zwiebel

In ungünstigen Fruchtfolgen können Stängelächen (Ditylenchus dipsacii) Porree Kulturen schädigen.

Schadbild und Beschreibung Ditylenchus dipsaci

  • Porree kann von verschiedenen Nematodenarten befallen werden, von denen Ditylenchus dipsaci wohl der wirtschaftlich bedeutendste ist.
  • Oberirdisch sichtbare Symptome sind ein gestörtes Wachstum bis hin zum Absterben der Pflanze.
  • Verdrehungen und Verformungen des Schaftes können auf einen Nematodenbefall hinweisen.
  • Die Nematoden dringen durch die Stomatas in das Porree Gewebe ein.
  • Regenreiche Perioden und Beregnung fördern die Nematodenentwicklung.
  • Schwerere Böden sind vorteilahft für die Nematoden.
  • Sekundär wird das geschädigte Porre Gewebe von Krankheiten befallen.
  • Befallene Porree Pflanzen riechen untytisch und unangenehmen.
  • Bei günstigen Bedingungen dauert ein Entwicklungszyklus der Nematoden 7-20 Tage.
  • Die Nematoden können problemlos kalte Winter überstehen.
  • Der Befall erfolgt oft herdenartig.
  • Veschiedene Beikräuter begünstigen die Nematodenvermehrung.
  • Die Verbreitung erfolgt durch Bestandsreste, Putzreste, Pflanzgut, Beikräuter, Arbeitsgeräte und Wind.
  • Im Stadium J4 können die Nematoden viele Jahre überdauern.

Wirtspflanzen

  • Allium cepa, Allium sativum, Allium porrum, Avena sativa, Beta vulgaris, Brassica napus, Brassica species, Capsicum, Cichorium, Hordeum vulgare, Medicago sativa, Phaseolus, Pimpinella anisum, Pisum sativum, Secale cereale, Solanum, lycopersicum, Solanum tuberosum, Trifolium, Triticum, Vicia faba, Zea mays

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Befallsfrei bzw. befallsarme Parzellen wählen.
  • Empfohlener Fruchswechsel 4 Jahre.
  • Auf verseuchten Flächen alle wirtspflanzen für ein paar Jahre weglassen.
  • Steckzwiebeln können durch Warmwasserbehandlung von ? Stunden mit 45°C befallsfrei gemacht werden.
  • An befallenem Erntegut kann man mit einer 30°C Lagerung ein Großteil der Nematoden ausschalten.

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Schnecken (Wegschnecken, Ackerschnecken u.a )

Schneckenfraß an Porree Pflanze.

Schnecken können Porree Pflanzen schädigen. Gefährdet sind Kultur an Parzellenränder neben Rückzugsbebiete der Schnecken wie z.B. Gräben.

Die wichtigsten Nacktschneckena Aten

  • Ackerschnecken (Deroceras-Arten)
  • Egelschnecken (Limax-Arten)
  • Kielnacktschnecken (Milax-arten)
  • Wegschnecken (Arion-Arten

Schadbild und Lebensweise

  • Fraßschäden an den Herzen der Pflanzen .
  • Besonders beliebt sind die jungen Herzblätter.
  • Schleimspuren weisen auf eine Schneckenfraß hin.
  • Bei Befallsverdacht frühzeitig Besatzkontrolle durchführen.
  • Kontrollgänge sind spät abends oder früh morgens empfehlenswert.

Wirtspflanzen

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Neben riskannten Rückzugsorten einen Pflanzstreifen frei lassen.
  • Schneckenkorn einsetzten.
  • Kalkstickstoff hat eine Nebenwirkung.

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Spinnmilben (Tetranychus urticae)

Spinnmilben

Spinnmilben Schäden an Zwiebeln sind eher selten. Mit zzunehmender Klimaerwärmung können sie jedoch an Bedeutung gewinnen.

Schadbild und Beschreibung

  • Die Spinnmilben stechen das Pflanzengewebe an und saugen den zuckerhaltigen Zellsaft.
  • Auf Grund der vielen Anstiche wird das Pflanzengewebe stark geschädigt.
  • Bei einem sehr starken Befall kann es zu Ertragsverlusten kommen.
  • Die Spinnmilben sind etwa 0,3 bis 0,6 mm groß
  • Die Farbe der Tiere wechselt von durchsichtig hell über fleckig bis zu rot ab dem Spätherbst.
  • Jungtiere im ersten Larvenstadium haben 6 Beine, die folgenden Stadien haben 8 Beine.
  • Unter günstigen Bedingungen (trocken und heiß) kann aus einem Ei ein erwachsenes Tier entstehen.
  • Pro Saison kann es etwa 6-9 Generationen geben.


Wirtspflanzen

  • Cucumis, Helianthus, Phaseolus, Pisum, Solanum und viel andere

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Unbedingt die in der Natur vorkommenden Nützlinge wie Florfliegen, Marienkäfer, Raubmilden, Schwebfliegen usw. fördern.

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Tripse (Thrips tabaci)

In wärmeren und trockneren Region kann sich durch einen starken Thripsbefall ein Qualitätsminderung sowie ein Ertragsverlust ergeben.

Thrips tabaci an Zwiebelschlotte.

Schadbild und Beschreibung

  • Die Thripse sind kleiner als 1 mm.

+ Ihre Farbe kann sich je nach Temperatur im Bereich von gelb bis braun verändern.

  • Thrips tabaci kommt an verschiedenen Pflanzenarten vor.
  • Junges Pflanzengewebe beliebt bei den Thripsen.
  • Die Thipse ernähren sich von den Säften der besuchten Pflanzen.
  • Ein stärkerer Befall durch Thripse erkennt man an dem silbrigen Aussehen der Porree Blätter.
  • Stark befallene Pflanzen wachsen langsamer und die grüne Blattfarbe verändert sich in gräulich.
  • Thripse legen ihre Eier ins Pflanzengewebe.
  • Pro Saison sind etwa 4-6 Generationen möglich.
  • Ein Lebenszyklus dauert bei 20°C etwa 21-28 Tage und bei 30°C etwa 10-14 Tage.
  • Die Tiere überdauern auf den Wirtspflanzen, auf Pflanzenreste aber auch im Boden.
  • Die Verbreitung der Thripse erfolgt bevorzugt durch Wind.
  • Das größte Befallsriesiko besteht bes. von Juni bis August.

Wirtspflanzen

  • Allium, Armoracia rusticana, Asparagus officinalis, Avena sativa, Brassica napus, Brassica oleracea, Capsicum, Cucumis sativus, Cucurbita, Glycine max, Lactuca, Phaseolus, Pisum sativum, Raphanus sativus, Solanum lycopersicum, Solanum melongena, Solanum tuberosum, Triticum, Zea mays und viele andere Zierpflanzen usw.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Keine Pflanzun gneben Nachbarbestände wie Winterzweibel oder ältere Porre Bestände.
  • Thripsfreie Porree Pflanzen setzten.
  • Die Sortenunterschiede nutzen.
  • Wöchentliche Kontrollen der Bestände.
  • Nutzung der örtlichen Pflanzenschutz-Warndienste.
  • Häufiges Beregnen mit kleinen Wassergaben mindert den Befall.
  • Spezielle Untersaaten können den Befall mindern, führen aber zu Ertragsverlusten.
  • Eine Auflage von Schutznetzen kann helfen, hat sich aber in der Praxis nicht durchgesetzt.
  • Natürlich vorkommende Nützlinge können im Idealfall größere Thripsschäden verhindern.
  • Im Extremfall zugelassene Insektizide einsetzen. Aber Vorsicht vor nützlingsschädigenden Insektiziden.

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Zwiebelfliege (Delia antiqua)

Ziebelfliegen Maden können beim Anbau von Zwiebeln Schaden anrichten.

Zwiebelfliegen Maden in an Zwiebel

Schadbild und Beschreibung

  • Die Zwiebelfliegn legen ihre Eiern an die Pflanzen.
  • Die Maden fressen an den jungen Pflanzen oder auch in den sich entwickelnden Zwiebeln.
  • Stärker befallene Pflanzen welken und befallene Zweibeln fäulen au Grund sekundär auftretender Fäulinskrankheiten.
  • Zwiebelfliegen sind 5-7 mm groß.
  • Etwa ab Ende April schlüpfen die ersten Fliegen aus den überwinterten Puppen.(Faustregel: Mit Beginn der ersten Löwenzahnblüten)
  • Zwiebelfliegen Eier sind oval und etwa 1 mm groß.
  • Bei günstigen Bedingungen schlüpfen nach 3-8 Tage die Maden.
  • Die Maden fressen sich in das Planzengewebe.
  • Nach etwa 14-21 Tagen wandern die Maden zur Verpuppung in den Boden.
  • Die Puppen ruhen für 2-3 Wochen, dann schlüpft die Fliege.
  • In unseren Breiten gibt es pro Saison 2 bis drei Generationen.

Wirtspflanzen

  • Allium sp.

Vorbeugung und Bekämpfung

  • Fruchtwechsel und Anbau in Regionen mit wenig Wirtspflanzen.
  • Kulturschutznetze können helfen haben sich aber nicht generell durchgesetzt
  • Be starkem Befallsdruck den einsatz zugelassener INsektizide in Erwägung ziehen.
  • Prognosemodelle nutzen.

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Immer aktuallisierte Pflanzenschutzempfehlung zum Anbau von Porree


Aktuell möglicher Einsatz von Pflanzschutzmitteln

In der Datenbank PS-INFO findet man einfach und schnell, für die jeweils ausgwählte Gemüsekultur, die aktuell zugelassenen Pflanzenschutzmittel.

Logo PS Info.jpg


{{Hortigate |Suchbegriff = Pflanzenschutzempfehlungen Rheinland-Pfalz - Porree DLR |Text = Pflanzenschutzempfehlungen Rheinland-Pfalz - Porree



Siehe auch in Hortipendium


Autoren und Mitwirkende

  • Gutierrez Noe Lopez, Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau, Sachsen-Anhalt.
  • Kreiselmaier Jochen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Schlaghecken Josef, Neustadt/Wstr.
  • Schwarz Howard, Colorado State University
  • Wahl Rainer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.
  • Wikimedia: Mehrere Fotos.
  • Ziegler Joachim, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR-Rheinpfalz), Neustadt/Wstr.


Quellen

  • Gerd Crüger (2002): Pflanzenschutz im Gemüsebau. Ulmer Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3191-9


Weblinks