Petersilie im Hausgarten

Aus Hortipendium
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Petersilie ist eine Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt und dort an feuchten, steinigen Standorten (Peter = Fels, Silium = Sellerie) zu finden ist.
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Standort

Unsere heutigen Kulturarten bevorzugen maritimes Klima mit gemäßigter Temperatur und hoher Luft- und Bodenfeuchte. Gerade diese Ansprüche werden in den hier oft trockenen, heißen Sommern nicht erfüllt. Der Boden sollte tiefgründig und humos sein, um eine gleichmäßig gute Wasserversorgung ohne Staunässe sicherzustellen. Eine Aussaat an halbschattigen Stellen im Garten wirkt sich günstig aus, denn während der Keim- und Auflaufphase, die mit vier bis fünf Wochen ausgesprochen lange andauert, dürfen die Keimlinge keinesfalls im Boden austrocknen.

Pflanzung

Treten trotz dieser Hinweise, die auch auf den Samenpackungen nachzulesen sind, künftig noch Probleme bei der Anzucht von Petersilie auf, sollte der Zukauf von Jungpflanzen in kleinen Erdpresstöpfchen erwogen werden. Diese kleinen Pflänzchen können in einem lockeren Boden eingepflanzt und bis zur Schnittreife weiter kultiviert werden. Die auf den Märkten und in Ladenketten angebotenen, von dünner bedruckter Folie umhüllten Kräutertöpfchen eignen sich nicht für eine Weiterkultur, weil diese Petersilienpflanzen meist nicht ausreichend abgehärtet sind. Zum Schluss der wichtigste Anbauhinweis: Petersilie ist hochgradig selbstunverträglich! Auf einer Fläche sind daher Anbaupausen von vier bis fünf Jahren unbedingt einzuhalten. In dieser Zeit sollten auch keine anderen Doldengewächse, wie Möhren, Sellerie oder Dill angebaut werden.

Probleme

In manchen Sommern bereiteten einige Kräuter, insbesondere Petersilie und Dill, Gartenbesitzern Probleme. Die beiden Kräuterarten wollen einfach nicht wachsen und kümmern so vor sich hin. Schließlich zeigen sie gelbe oder rötliche Blätter und sterben allmählich ab. Obwohl diese Symptome hauptsächlich bei Petersilie schon seit langem bekannt sind, ist die Ursache dieses Problems in den meisten Fällen unklar. Nur bei wenigen Proben gelingt es, die typischen Pilzkrankheiten dieser beiden Kräuter oder gar Schädlinge wie Fliegenmaden, Käferlarven, Milben oder Nematoden nachzuweisen. Weitaus häufiger lässt sich aber keine direkte Ursache an den vergilbten, kümmernden Kräuter erkennen. In diesen Fällen muss man davon ausgehen, dass die Wachstums- und Kulturbedingungen nicht optimal sind. Dies wird vor allem auch dann ersichtlich, wenn sich die Petersilie in Nachbars Garten - einige Schritte entfernt - in saftigem Grün präsentiert.