Peronospora parasitica

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Falscher Mehltau
Peronospora parasitica
Synonyme
Hyaloperonospora parasitica
Peronospora-2-Brand.jpg
Peronospora an der Blume
Systematik
Abteilung Eipilze
Oomycota
Klasse Eipilze
Oomycetes
Ordnung Peronosporales
Familie Peronosporaceae
Gattung Peronospora

Peronospora parasitica, der Falsche Mehltau an Kohlgewächsen, hat weltweit eine große Bedeutung, aufgrund von Schädigung der Blätter und Qualitätsbeeinträchtigungen an der Blumen an Blumenkohl. In der Pfalz ist vor allem der Herbstanbau gefährdet, mit Befall ist jedoch während der ganzen Saison zu rechnen. Ohne eine Bekämpfung ist ein Totalausfall schon während der Anzucht möglich.

Inhaltsverzeichnis

Biologie

Konidiosporen von Hyaloperonospora parasitica (Falscher Mehltau) keimend auf einem Blatt von Arabidopsis thaliana, Aufnahme eines Fluoreszensmikroskopos
Mikroskopische Aufnahme eines Sporangium von Hyaloperonospora parasitica, gewachsen auf einem Blatt von Arabidopsis thaliana
. Der Falsche Mehltau Peronospora parasitica befällt nur Kreuzblütler (Brassicaceae). Infektionen werden über Konidien in der Luft übertragen oder über Oosporen, die im Boden, in Strünken oder Blattresten überdauern. Eine systemische Infektion der Blume ist möglich, jedoch von außen oft nicht sichtbar. Die Entwicklung ist in einem weitem Temperaturbereich möglich (Optima: Konidienkeimung: 8-12 °C, Infektion: 16 °C, Haustorienentwicklung: 20-24 °C, Symptomausprägung: 24°C). Temperaturen um 15°C bei hoher Luftfeuchte und längeren Tauperioden gelten als besonders pilzfördernd. Die Konidienkeimung erfolgt unter optimalen Bedingungen bei tropfbarem Wasser/wassergesättigter Luft innerhalb von 3 - 4 Stunden . Sporulation ist schon 4 - 5 Tage nach der Infektion möglich.

Schadbild

Peronospora parasitica am Blatt
Im Blumenkohlanbau auf dem Feld ist besonders der Befall der Blattstumpen, die mit vermarktet werden, und der Blumenbefall gefährlich.

Der Blattbefall äußert sich in gelblichen Flecken auf der Blattoberseite und einem weißlichen Sporenrasen auf der Blattunterseite. Bei einem Befall der Blume verfärbt sich das Gewebe im Inneren der Blume grau-schwarz und es kommt eventuell zu einer Sporulation.


Bekämpfung

Ein Fruchtwechsel mit Kreuzblütlern für mindestens 1 Jahr ist sinnvoll. Im Blumenkohlanbau gibt es beachtliche Sortenunterschiede. Robuste Sorten, wie z.B. Aviso und Amerigo, sind vor allem im Herbst zu bevorzugen. Das Saatgut muss gesund sein. Saatgutentseuchung durch Heißwasserbeize ist möglich, Beizmittel können helfen. In der Anzucht Blattnässe vermeiden, bzw. reduzieren. Es besteht ein erhöhtes Risiko in Folienhäusern und bei fehlender Lüftung. In der Anzucht vorbeugende Bekämpfung durch mehrfache Fungizidanwendung, vor allem bei Früh- und Spätsätzen 7- bis 14-tägig durchführen. Vor allem im Herbst und bei empfindlichen Sorten sollte man die Abstände erhöhen. Bei Bekämpfung auf dem Feld bei Bedarf 1 - 3 vorbeugende Fungizidbehandlungen ab der 3.- 4. Woche nach der Pflanzung machen. Auf eine gute Blattbenetzung sollte geachtet werden. Zusatzstoffe (Additive) wie z.B. Breakthru S 240 können benutzt werden.

Quellen

J. Schlaghecken und J. Kreiselmaier: Blumenkohl CD-ROM, Bild- und Textdokumentation. DLR Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße 2002.

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