Obst und Gemüse – Studien zu Krebs

Aus Hortipendium
Wechseln zu: Navigation, Suche

Krebs allgemein

[1]Täglich dreimal Gemüse als Ergebnis einer Krebsstudie in Taiwan
Nach Abschluss einer 12 Jahre dauernden Untersuchung mit 40.000 Erwachsenen empfehlen die taiwanesischen Gesundheitsbehörden ihren Bürgern, täglich 500 g Gemüse zu sich zu nehmen bzw. dreimal pro Tag den Mahlzeiten Gemüse hinzuzufügen. Die Studie ergab, dass regelmäßiger und häufiger Gemüseverzehr im Vergleich zu seltenem Verzehr das Risiko für Lungenkrebs um 75%, für Leberkrebs um 60 % und für Darmkrebs um 40 % absenkte. Wer pro Woche nur zwei Gemüsemahlzeiten einnimmt, hat ein 1,5 bis 10 mal höheres Krebsrisiko im Vergleich zu den Personen, die pro Tag zweimal Gemüse essen. Dr. Chen Chien-jen vom Nationalen Wissenschaftsrat, der die Studie leitete, nannte als Gemüsearten, die besonders zur Krebsvorbeugung beitragen: Grüne Blattgemüse sowie Möhren, Tomaten und Blumenkohl.

[2]Sulforhaphan in Brokkoli als Krebshemmstoff gefunden
Nachdem man nachweisen konnte, daß durch Gemüseverzehr - insbesondere durch Cruciferen - das Krebsrisiko vermindert wird, hat die Suche nach den Mechanismen für diese Schutzwirkung begonnen. Offenbar werden durch Gemüse Enzyme aktiviert, die Schadstoffe abbauen. Wissenschaftler der Johns Hopkins University School of Medicine, Baltimore, USA, fanden in Brokkoli das Sulforhaphan ( CH3-SO-(CH2)4-NCS ) als einen Stoff, der besonders stark Karzinogene abbauen kann. Sie glauben daher, daß die Induktion von Entgiftungsenzymen durch Sulforhaphan eine wesentliche Ursache für die antikanzerogene Wirkung von Brokkoli ist.

[3][4]Krebsblocker aus Gemüse setzen mehrfach an
Bei der Krebsentstehung werden drei Hauptphasen unterschieden: Die Initiation führt zu einer Schädigung der Gene in den Zellen, bei der Promotion wird aus einer Zelle mit geschädigter Erbsubstanz eine Tumorzelle und in der Phase der Progression wächst der Tumor und es können sich Metastasen bilden. Bioaktive Substanzen aus Gemüse sind in der Lage besonders die ersten beiden Phasen zu hemmen oder zu blockieren. So wird die Initiation durch Phenolsäuren ( besonders reichlich in Grünkohl, Radies, Weißkohl, aber auch in Bohnen, Paprika und vielen andern Arten ), Sulfiden ( vor allem in Allium- Gemüsearten ), Indolen ( relativ hoch konzentriert in Kreuzblütlern, also z.B. in allen Kohlarten ),Flavonoide ( in vielen , insbesondere in roten und violetten Gemüsearten und Salaten ) und Proteaseinhibitoren ( in Hülsenfrüchten ) gehemmt oder verhindert. Die Umwandlung geschädigter Zellen in Krebszellen, also die Promotion, kann von Carotinoiden, Phenolsäuren, Flavonoide, Terpenen, Phytosterinen, Proteaseinhibitoren, Sulfiden, Lignanen und Indolen gestoppt werden, also von sekundären Pflanzenstoffen, die in allen Gemüsearten vorkommen. Aber auch schon die Entstehung von krebsauslösenden Stoffen ( Kanzerogenen ) aus Vorstufen ( Prokanzerogenen ) kann durch die in Gemüse enthaltenen Phenolsäuren verhindert werden. Dies geht aus einer Veröffentlichung von L.W. Wattenberg in Cancer Research 52, 1992 und erweitert und ergänzt aus „Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln von B. Watzl und C. Leitzmann ( Hippokrates- Verlag 1995 ) hervor.

[5]Antikarzinogene Eigenschaften von Kreuzblütler-Gemüsearten - eine Kurzzeitstudie
Vielfach ist untersucht und berichtet worden, dass Gemüse aus der Familie der Cruciferen Eigenschaften besitzen, die bei Menschen vorbeugend gegen Krebs wirken. Als verantwortliche Wirkstoffe werden in den meisten Fällen die in dieser Pflanzenfamilie enthaltenen Glucosinolate insgesamt oder einzelne Vertreter, wie das Sulforhaphan, herausgestellt. In einer neuen Kurzzeitstudie wurden gesunde Versuchsteilnehmer (Nichtraucher und Raucher) gewonnen, die bereit waren, über 10 Tage täglich 200 Gramm Brokkoli zu essen. Als Kontrolle diente nach einer sogenannten Auswaschungszeit von 20 Tagen eine gleiche Zeit mit kontrollierter Ernährung ohne Brokkoli. Mit Blutuntersuchungen beim Start, nach 10, 30 und 40 Tagen sollte festgestellt werden, ob durch die vermehrte Aufnahme von Kohl die DNA-Schädigung in den Lymphozyten beeinflusst wird. (DNA-Schäden, also Schäden an der Erbsubstanz, sind nach den Erkenntnissen der Medizin die erste Stufe bei der Entartung einer Zelle zu einer Krebszelle.) Als Ergebnis zeigte sich, dass die Brüche der DNA-Stränge als Folge der kurzfristig erhöhten Brokkoliaufnahme um 22 % verringert waren. „Unsere Ergebnisse verstärken die Bedeutung des Verzehrs von Gemüse der Kreuzblütlerfamilie zur Steigerung des Zellschutzes gegen Schäden an der Erbsubstanz“, lautet die Schlussfolgerung der Autoren um P. Riso von der Abteilung Ernährungswissenschaft und Mikrobiologie des Institutes für Humanernährung der Universität Mailand, Italien.

[6]Sellerie mit Butylphthalid gegen Bluthochdruck und Tumore
Ob Sellerie ein Aphrodisiakum ist, sei dahingestellt. Seit jedoch in den in Sellerie enthaltenen ätherischen Ölen eine Substanz mit dem unaussprechlichen Namen Butylphthalid gefunden wurde, wird seine gesundheitliche Wirkung in zwei Bereichen ernster genommen: Butylphthalid hat sich in Tierversuchen als blutdrucksenkend erwiesen. Darüber hinaus fördert dieser sekundäre Pflanzenstoff ein Entgiftungsenzym, ds krebserregende Stoffe wie zum Beispiel Benzpyren unschädlich macht. Eine ähnliche Wirkung wird ebenfalls in im ätherischen Öl von Sellerie enthaltenen Limonen zugeschrieben. So konnte durch Beimischung von Sellerieöl zum Futter die Magenkrebsrate von Versuchstieren deutlich gesenkt werden.

[7][8]Rosenkohl kann vor krebserregenden Stoffen schützen Der Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor Zellschäden, die durch krebserregende Stoffe entstehen können. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, mussten Studienteilnehmer täglich 300 Gramm Rosenkohl verzehren und zwar sechs Tage lang. Der Vergleich der Blutproben von Beginn und Ende des „Versuchs“ zeigte, dass schon nach dieser kurzen Zeit der sog. Entgiftungsstoffwechsel so aktiviert wurde, dass krebserregende Stoffe (oxidative Substanzen und Amine, die sich z. B. beim Braten oder Grillen von Fleisch bilden) chemisch inaktiviert wurden. Noch ist unklar, welche Substanzen in Rosenkohl für diese Wirkung verantwortlich seien, aber man arbeitet offenbar mit Nachdruck an deren Identifizierung. (Bisher wurden vor allem die in Kohlarten vorhandenen Glucosinolate, insbesondere das Sulforhaphan, als Hauptwirkstoff angesehen.) Die Untersuchung geht auf die Tatsache zurück, dass man in epidemiologischen Studien (Erforschung des Zusammenhangs zwischen Ernährung und Gesundheit durch Befragung und Untersuchung von großen Teilnehmerzahlen über lange Zeiträume) seit längerem beobachtet hat, dass mit dem erhöhten Verzehr von Kohlarten ein Rückgang des Erkrankungsrisikos z. B. bei Lungen-, Magen- und Dickdarmkrebs verbunden ist. Bei solchen Studien bestehen immer systembedingte Unsicherheiten allein schon bei der Genauigkeit der Befragungsergebnisse über Nahrungskomponenten und -mengen. Die jetzt vorliegende Untersuchung entgeht dieser Kritik, weil hier kontrolliert eine definierte Menge einer zu untersuchenden Nahrungskomponente verzehrt wird. Bei solchen Kurzfriststudien werden Wirkungen auf das Immunsystem gemessen, so dass man nicht das Auftreten von Erkrankungen, sondern die vorbeugende Stärkung des körpereigenen Abwehrsystems feststellen kann.

[9]Höherer Zwiebelverzehr mit niedrigerem Krebsrisiko verbunden
Das Interesse an den möglichen positiven Wirkungen von Alliumgemüsearten, insbesondere Zwiebeln und Knoblauch, reicht bis ins Altertum zurück. Weil neuere Daten hauptsächlich aus China stammen und nicht immer als gesichert angesehen werden, haben italienische und schweizer Forscher gemeinsam in einer Fall-Kontrollstudie, mit – wie sie es nennen – einem einzigartig umfangreichen Datensatz von südeuropäischen Personen, die Wirkung von Alliumarten auf bestimmte Krebsformen untersucht. Sie kommen zum Ergebnis, dass der vermehrte Verzehr von Alliumgemüse mit einem verringerten Risiko an vielen Krebsarten verbunden ist. So hatte die Gruppe mit dem höchsten Verzehr an Zwiebeln ein um 84 % reduziertes Risiko für Mundhöhlen- und Rachenkrebs. Die berechnete durchschnittliche Minderung des Risikos bei erhöhtem Zwiebelkonsum betrug für Speiseröhrenkrebs 88 %, Kehlkopfkrebs 83 %, Brustkrebs 25 %, Eierstockkrebs 73 %, Prostatakrebs 71 %, Enddarmkrebs 56 % und für Nierenzellenkrebs 38 % jeweils gegenüber den Personen, die keine oder sehr wenig Zwiebeln aßen. Auch bei erhöhtem Knoblauchverzehr wurde eine schützende Wirkung errechnet, allerdings in dieser Studie weniger stark ausgeprägt als bei Zwiebeln.

[10]Wie Ballaststoffe vor Krebs schützen
„Dies ist der Beginn einer neuen und aufregenden Forschungsrichtung“, wird der Ernährungswissenschaftler Victor Morris vom Institut für Ernährungs- forschung in Norwich, England, zitiert. Gemeint ist, dass er und seine Forschergruppe entdeckt haben, an welcher Stelle der Pflanzenstoff Pektin der Krebsentstehung entgegen wirkt. Mit Hilfe verschiedener mikroskopischer Methoden wiesen die britischen Wissenschaftler nach, dass sich ein Bestandteil des Pektins an das Protein Galectin 3 anlagert und dieses blockiert. Galectin 3 ist ein Protein, das an allen Stadien der Entwicklung von Krebs beteiligt ist. Pektin ist ein Bestandteil der Gruppe der Ballaststoffe. Es wird von den Pflanzen zum Aufbau der Zellwand, speziell der Mittellamellen, gebraucht und kommt auch in den Vakuolen vor. Damit kann eine Schutzwirkung von Gemüse und Obst gegen Krebs auf molekularer Ebene erklärt werden. Seit längerem ist bekannt, dass eine ballaststoffreiche Ernährung eine Schutzwirkung insbesondere gegen Magen- und Darmkrebs hat. In jüngster Zeit wurde dies in der großangelegten Studie „European Prospective Investigation of Cancer“ (EPIC) bestätigt. Mit den genannten Forschungsergebnissen scheint jetzt für die günstige Wirkung der Ballaststoffe erstmals eine entscheidende Ursache im Körper gefunden zu sein - ein weiterer Mosaikstein für das Gesamtbild von der gesundheitlichen Bedeutung von Gemüse und Obst.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

[11] Hoher Gemüsekonsum vermindert Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs um die Hälfte
In einer sog. Fall-Kontrollstudie mit insgesamt 2233 Personen wurde festgestellt, dass ein hoher Gemüseverzehr das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, deutlich verringern kann. Die untersuchten Personen wurden nach der Menge an verzehrtem Gemüse in vier Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe, die am meisten Gemüse aß, hatte ein um 55 % verringertes Erkrankungsrisiko gegenüber der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr. Bei der Auswertung wurden auch einzelne Gemüsearten bzw. –gruppen verrechnet. Daraus ergab sich bei der jeweils höchsten Verzehrsgruppe statistisch die folgende Risikominderung gegenüber der niedrigsten Gruppe: Dunkles Blattgemüse 37 %, Cruciferengemüse 24 %, gelbe Gemüsearten 41 %, Möhren 44 %, Bohnen 49 % und Zwiebeln und Knoblauch 54 %. Die Untersuchungen wurden am Institut für Epidemiologie und Biostatistik der Universität von Kalifornien, San Francisco, durchgeführt. Die Autoren betonen, dass Bauchspeicheldrüsenkrebs zu den besonders aggressiven Formen gehöre, und dass man bis heute noch wenig über Ursachen und Möglichkeiten der Vorbeugung wisse. Ihre Ergebnisse ließen erkennen, dass eine Steigerung des Gemüse- und Obstverzehrs der zur Vorbeugung vor anderen chronischen Krankheiten schon empfohlen werde, auch zum Schutz gegen die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs beitragen könne.

[12] Kohlgemüse vermindert das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs
In einer schwedischen Untersuchung über den Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Obst und Gemüse insgesamt sowie einzelner Arten oder Gruppen und dem Auftreten von Bauchspeicheldrüsenkrebs zeigte sich überraschenderweise, dass nur für Kreuzblütlergemüse, speziell Kohlgemüse, ein abnehmendes Erkrankungsrisiko gefunden wurde. In die von 1998 bis 2004 dauernde sog. prospektive Studie waren 81.922 Männer und Frauen einbezogen. Personen, die drei oder mehr Portionen Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler (z. B. Rettich, Radies, Kresse, Rucola, alle Brassicaarten) verzehrten, hatten ein um 30% geringeres Risiko, an Pankreaskrebs zu erkranken. Statistisch gesichert war in dieser Studie jedoch nur der Zusammenhang zwischen dem Verzehr an Kohlgemüsearten und dem Erkrankungsrisiko. Personen, die mindestens einmal pro Woche Kohl auf dem Speisezettel hatten, verminderten ihr Risiko um 38 % gegenüber denen, die keine Kohlarten mochten. Die Forschergruppe um S.C. Larsson von der Abteilung Ernährungsepidemiologie des nationalen Institutes für Umweltmedizin in Stockholm war offenbar von diesem Ergebnis auch überrascht. Die Autoren betonen, dass weitere Untersuchungen erforderlich seien.

[13] Lycopin könnte Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs verringern
In einer Fall-Kontroll-Studie des epidemiologischen Instituts am Forschungszentrum der Universität Montreal, Kanada, mit über 5000 untersuchten Personen, konnte festgestellt werden, dass mit höherer Aufnahme von Lycopin ein niedrigeres Tumorrisiko an der Bauchspeicheldrüse verbunden ist. Lycopin ist ein Carotinoid, das vor allem in Tomaten (roter Farbstoff) enthalten ist. Bei der Gruppe mit der höchsten Lycopinaufnahme war das Risiko statistisch gesichert um 31 % reduziert gegenüber dem Viertel mit der niedrigsten Aufnehme. Bei Personen, die nie geraucht haben, führte ein hohe Carotinoidaufnahme zu einer Verringerung des Tumorrisikos um 42 %. Bei der statistischen Auswertung wurden Einflussfaktoren wie Alter, Körpergewicht, Rauchen, Folsäureaufnahme, Gesamtkalorienverzehr, Bildungstand , Wohnort u.a. berücksichtigt. Die kanadische Krebs-Epidemiologie-Forschungsgruppe um A. Nkonjock kommt zum Schluss, dass eine Ernährung mit einem höheren Lycopinanteil dazu beitragen kann, das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs zu vermindern.


Blasenkrebs

[14] Kann man mit einzelnen Gemüse- oder Obstarten gezielt bestimmten Krankheiten – in diesem Fall dem Blasenkrebs - vorbeugen?
Diese Frage stellte eine Forschergruppe um Dominique S. Michaud von der Harvard School of Public Health in Boston, USA. In der 10 Jahre dauernden Untersuchung wurden knapp 50000 Männer mehrfach eingehend über ihre Verzehrsgewohnheiten befragt und auf den Gesundheitszustand untersucht. Als Ergebnis wird in einer Veröffentlichung im „Journal of the National Cancer Institute“ vom April 1999 festgestellt: Während eine Steigerung der Gesamtmenge an Obst und Gemüse nur eine geringe Abnahme des Blasenkrebsrisikos bewirkte, hatten Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler ( also vor allem Kohlarten ) einen signifikanten Effekt. Das Krebsrisiko betrug bei der Gruppe mit dem höchsten Verzehr dieser Gemüsearten nur 49 % im Vergleich zu den Personen, die wenig davon zu sich nahmen. Unter den einzelnen Arten zeigten Brokkoli und Kopfkohl die stärkste positive Wirkung. Ein Grund mehr, den Kohlarten eine Renaissance in den Küchen zu wünschen.


Brustkrebs

[15] Carotinreiches Obst und Gemüse mindert Brustkrebsrisiko
In einer von 1980 bis 1994 dauernden Studie mit über 83.000 Frauen im Alter zwischen 33 und 60 Jahren wurde der Zusammenhang zwischen der Ernährung insbesondere mit karotinreichen Nahrungsmitteln und dem Auftreten von Brustkrebs untersucht. Als Ergebnis teilt die Forschergruppe um Shumin Zang und Walter C. Willet von der Harvard School of Public Health, Boston USA, mit: Frauen, die 5 oder mehr Portionen Obst oder Gemüse pro Tag verzehrten, hatten ein 33 % niedrigeres Risiko an Brustkrebs zu erkranken als die, die nur 2 Portionen pro Tag aßen . Die Risikominderung durch höheren Gemüse- und Obstverzehr war mit ca. 70 % sehr viel stärker ausgeprägt bei den Frauen, in deren Familie schon Brustkrebs vorgekommen war. Bei Frauen, die 15 oder mehr g Alkohol pro Tag tranken, ging das Risiko für Brustkrebs um ca. 50 % zurück, wenn sie 5 statt 2 Portionen Obst und Gemüse pro Tag verzehrten. Die günstige Wirkung des höheren Anteils an Obst und Gemüse in der Nahrung wird von den Forschern vor allem dem Gehalt an -Carotin, -Carotin, Lutein, Zeaxanthin und Vitamin C zugeschrieben.

[16] Brustkrebsrisiko bei hohem Gemüseverzehr verringert
Das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ist bei einem hohen Gemüseverzehr verringert. Dies ist das Ergebnis einer sogenannten Fall-Kontrollstudie mit 1193 Frauen unter 50 Jahren. Sie wurde vom Deutschen Krebsforschungszentrum, Heidelberg zusammen mit der Arbeitsgruppe Humanernährung und Krebsprävention des Wissenschaftszentrums Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt durchgeführt. Die Risikominderung bei der Gruppe mit der höchsten Aufnahme von Gemüse betrug 36 % gegenüber dem Viertel mit der niedrigsten Aufnahme. Wenn nur Frauen vor der Menopause in die Berechnungen einbezogen wurden, war der positive Effekt eines hohen Gemüseverzehrs noch stärker ausgeprägt. Die Autoren betonen, dass ihre Ergebnisse in Übereinstimmung sind mit den internationalen Empfehlungen für eine krebsvorbeugende Ernährung durch hohen Gemüseverzehr.

[17] Höherer Gemüse- und Obstverzehr - deutlich niedrigeres Brustkrebsrisiko
In einer der ersten und größten Bevölkerungsstudien mit Daten von 265.000 Personen in Japan legte Prof. Hirayama schon in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts Ergebnisse vor, nach denen ein hoher Verzehr von „grün-gelbem“ Gemüse das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, stark erniedrigte. Zwischenzeitlich sind diese Aussagen von den Bearbeitern der Europäischen Studie zum Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs (EPIC) in Frage gestellt bzw. nicht bestätigt worden. In anderen Studien war die positive Wirkung von Gemüse und Obst auf Frauen nach der Menopause beschränkt. Nun liegt ein neues Untersuchungsergebnis aus der Universität Hongkong, China, vor. Danach haben Frauen mit einem hohen Verzehr von Gemüse (oberes Viertel der untersuchten Teilnehmerinnen) ein um 72 % geringeres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, im Vergleich zu denen, die wenig Gemüse aßen (unteres Viertel). Ein hoher Obstverzehr führte ebenfalls zu einer Risikoabnahme - allerdings in dieser Untersuchung nur um 47%. Auch die Verrechnung einzelner Gemüse- und Obstgruppen (dunkelgrünes Blattgemüse, Cruciferengemüse, Möhren und Tomaten, Melonen und Papaya) zeigten eine statistisch gesicherte Risikominderung bei erhöhtem Verzehr. Das gleiche galt für die Verrechnung der Indikatoren für den Verzehr von Gemüse und Obst, nämlich Vitamin A, Carotinoide, Vitamin C, Vitamin E und Ballaststoffe. Die Autoren betonen in ihrer Schlussfolgerung die Bedeutung von Gemüse und Obst für die Vorbeugung vor Brustkrebs.


Darmkrebs

[18] Kohlarten verringern Darmkrebsrisiko
In einer sogenannten Fall-Kontroll-Studie am Institut für Biostatistik und Epidemiologie des Tata Memorial Hospitals in Mubai, Indien, wurde festgestellt, dass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, durch Ernährung mit Kohlarten sowohl bei Frauen als auch bei Männern um bis zu 50 % gesenkt werden kann. In der Untersuchung wurden 203 Krebspatienten und 1628 nicht erkrankte Kontrollpersonen eingehend nach ihrem Ernährungsverhalten, Rauchen, Alkoholkonsum u.a. befragt. Der risikomindernde Effekt bei Darmkrebs scheint spezifisch mit Kohlgemüsearten zusammenzuhängen, denn in der vorliegenden Studie war er weder bei der Verrechnung mit „dunkelgrünem Blattgemüse“ noch bei „sonstige Gemüsearten“ festzustellen.
Das Ergebnis stimmt allerdings mit älteren amerikanischen Untersuchungen überein, bei welchen ebenfalls eine spezifische vorbeugende Wirkung von Kohlarten bei Darmkrebs festgestellt wurde.
Meistens werden die positiven Wirkungen von Kohl und anderen Gemüsearten der Kreuzblütlerfamilie den darin enthaltenen Glucosinolaten, insbesondere den Isothiocyanaten, zugeschrieben.

[19] Ballaststoffe aus Gemüse, Obst und Getreide vermindern Darmkrebsrisiko
In einer 7,6 Jahre dauernden sog. prospektiven Studie mit über 43000 anfänglich gesunden Teilnehmern im Alter zwischen 40 und 79 konnte festgestellt werden, dass das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich abnimmt, wenn mehr Ballaststoffe verzehrt werden. Ballaststoffe (dietary fiber) sind die unverdaulichen Anteile aus pflanzlicher Nahrung wie z. B. Zellulose, Lignin, Pektin, Inulin, Dextrin, Oligosaccharide u.a. In der durchgeführten Studie traten innerhalb des Untersuchungszeitraums 443 Fälle von kolorektalen Tumoren auf. Wenn die Teilnehmer hinsichtlich der Aufnahme von Ballaststoffen in vier Gruppen eingeteilt wurden, so zeigte sich für alle kolorektalen Krebsformen bei den oberen beiden Aufnahmegruppen eine Risikominderung um 28 % gegenüber der Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme an Ballaststoffen. Für Darmkrebs allein zeigte sich bei der Personengruppe mit hohem Ballaststoffanteil ein um 44 % geringeres Erkrankungsrisiko. Bei der Suche nach der Wirkung einzelner Ballaststoffquellen war nur für Bohnen ein solcher Zusammenhang errechenbar. Die Untersuchung wurde in Japan als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Forschungsinstitute in Nagoya, Nara, Osaka, Kyoto, Hiroshima und Toyoake durchgeführt.

[20]Resistente Stärke“ in Gemüse beugt Darmkrebs vor
Die sogenannte resistente Stärke, die von der Ernährungswissenschaft jahrzehntelang als eher nutzlos betrachtet wurde, hat nach Erkenntnissen einer australischen Forschergruppe unter Leitung von Dr. Topping erhebliche Bedeutung bei der Vorbeugung vor Darmkrebs. Resistente Stärke kommt reichlich in rohem und nicht ganz durchgegartem Gemüse, in Brot und Vollkornreis vor. Sie kann den Dünndarm zum großen Teil unverdaut passieren und so in den Dickdarm gelangen. Dort gibt sie Stoffe ab, die gegen Krebs schützen. Die Forscher der Wissenschaftsorganisation CSIRO sind der Wirkung der Stärke auf die Spur gekommen, weil bestimmte Bevölkerungsgruppen in Afrika, Japan und China, die wenig Ballaststoffe, aber viel Stärkeprodukte essen, nur selten an Dickdarmkrebs erkranken. Australien hat weltweit die höchsten Raten an Dickdarmkrebs und gleichzeitig den niedrigsten Verzehr stärkereicher Produkte.

[21] Lutein mindert Risiko für Dickdarmkrebs
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Carotinoiden und dem Auftreten von Dickdarmkrebs? Diese Frage stellte sich eine Forschergruppe um Martha L. Slattery von der Universität Utah. Zur Klärung wurden in einer sog. Fall-Kontroll-Studie, d.h. einem Vergleich zwischen Kranken und Gesunden jeweils ca. 2000 Personen eingehend nach ihrer Ernährung befragt. Als Ergebnis wird im American Journal of Clinical Nutrition , Vol. 71 Nr. 2 vom Februar 2000 festgestellt, dass eine erhöhte Aufnahme des Carotinoids Lutein sowohl bei Männern als auch bei Frauen mit einem reduzierten Risiko für Dickdarmkrebs verbunden war. Die übrigen Nahrungscarotinoide (α-Carotin, β-Carotin, Lycopin, Zeaxanthin und β-Cryptoxanthin) zeigten keinen Zusammenhang mit dieser Krebsart. Die wichtigsten Quellen für Lutein waren in dieser Untersuchung Spinat, Brokkoli, Kopfsalat, Tomaten, Orangen , Karotten, Sellerie und „greens“ also grüne Salate.

[22] [23]Quercetin hemmt Tumorbildung im Darm
Quercetin gehört zu den Flavonoide, einer Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen mit gesundheitlicher Bedeutung für den Menschen. Quercetinreiche Lebensmittel sind insbesondere Zwiebeln, Grünkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Äpfel und Kirschen (Quelle: Watzl und Leitzmann 1995 ). In ihrem Vortrag anläßlich des Kolloquiums“ Bioaktive Substanzen“ am Institut für Gemüse und Zierpflanzen in Großbeeren vom 15. April 1999 berichtete Frau Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Gisela Jacobasch aus ihren Versuchen, bei denen sie Qercetin dem Futter von Versuchstieren beigemischt hat. Mit dieser Zugabe konnte die Krebshäufigkeit im Darm von 72 auf 8 vermindert werden. Die Gene, die bei den von ihr gewählten Tieren die Entwicklung zu Darmkrebs in Gang setzen können, sind mit denen identisch, die beim Menschen für diese Erkrankung verantwortlich sind. Auch wenn bei Quercetin der Satz „viel hilft viel“ nicht gelte, weil es in hohen Konzentrationen toxisch sei, ist nach ihrer Ansicht unsere durchschnittliche Ernährung zu arm an Flavonoide also zu arm an Gemüse und Obst. Frau Prof. Jacobasch ist Leiterin der Abteilung Präventivmedizinische Lebensmittelforschung am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke.

[24] Mehr Flavonoide aus Obst und Gemüse - vermindertes Darmkrebsrisiko
In einer groß angelegten schottischen Fall-Kontrollstudie wurde nach dem Zusammenhang zwischen dem Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und der Aufnahme von Flavonoide gesucht. Hintergrund für diese Forschungsfrage sind Ergebnisse aus Laborversuchen, die einen schützenden Effekt von Flavonoide gezeigt haben (Flavonoide sind die hauptsächlich roten, violetten und blauen Farbstoffe in vielen Baum- und Beerenobstarten und in Gemüsearten wie Rotkohl, Radies, Rettich, Rote Bete, Aubergine u.a.). In die Studie waren 1465 erkrankte Personen und ebenso viele gesunde einbezogen, die hinsichtlich Alter, Geschlecht und Wohnregion den Patienten vergleichbar waren. Die Auswertung ergab einen negativen Zusammenhang zwischen der Aufnahme bestimmter Flavonoide und dem Auftreten von Darmkrebs, d.h. je mehr Flavonoide mit der Nahrung aufgenommen wurden, desto geringer war das Erkrankungsrisiko. Unter den einzelnen Flavonoide zeigte Quercetin eine Risikominderung um 32 % bei Steigerung der Aufnahme (oberes Viertel im Vergleich zu unterem Viertel). Bei Katechin nahm das Risiko ebenfalls um 32 % ab, bei Epikatechin um 26 %, bei Flavonolen um 27 % und bei Procyanidin um 22 %. Die Studienergebnisse wurden rechnerisch um den Einfluss von Geschlecht, Rauchen und weiteren bekannten und vermuteten Risikofaktoren bereinigt, so dass die Ergebnisse mit statistischer Sicherheit als Wirkung der Flavonoide zu betrachten sind. Durchgeführt haben die Untersuchung Evropi Theodoratou und Kollegen vn den Universitäten Edinburg und Aberdeen sowie dem Südostschottischen Genetikdienst in Edinburg.

[25] Chlorophyll in Gemüse hemmt Mutationen
Die Beobachtung, daß der erhöhte Verzehr von rohem Gemüse zu einer Verminderung des Risikos für Darmkrebs führt, regte die Wissenschaftlergruppe Lai, Butler und Matney in Houston, Texas, an, zu prüfen, ob an dieser Wirkung auch das Blattgrün beteiligt ist. Als Indikatoren für eine krebsvorbeugende Wirkung wurden Bakterien benutzt, welchen krebserzeugende Stoffe zugesetzt wurden. Zusätzlich erhielten die Testorganismen Extrakte verschiedener Gemüse, die sich im Chlorophyllgehalt unterschieden. Bei diesem Test wird erfaßt, wie schnell und wie stark Erbveränderungen an den Bakterien auftreten. Veränderungen in der Erbsubstanz sind eine Voraussetzung für die Entstehung von Krebs. Die Ergebnisse zeigen einen engen Zusammenhang zwischen dem Chlorophyllgehalt der Gemüsearten und der Verhinderung von Mutationen bei den Bakterien. Die antimutagene Wirkung war in diesem Versuch am höchsten bei Brokkoli, Kohl, Spinat, Petersilie, Senfblätter, und Blattsalat.

Eierstock- und Gebärmutterkrebs

[26] Risiko für Eierstockkrebs bei hohem Gemüseverzehr stark verringert
Frauen, die viel Gemüse essen, können das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken auf weniger als die Hälfte vermindern im Vergleich zu denen, die nur wenig Gemüse verzehren. Dies ist das Ergebnis einer sog. Fall-Kontrollstudie in West New York mit 820 Frauen, die eingehend nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden. Unter den in der Nahrung enthaltenen bioaktiven Substanzen waren insbesondere Carotinoide, Ballaststoffe, Stigmasterol (ein hormonähnlicher sekundärer Pflanzenstoff) und Lignane (östrogenähnliche sekundärere Pflanzenstoffe) mit einer deutlichen Risikominderung verbunden. Die Gruppe mit der höchsten Carotinoidaufnahme (oberstes Fünftel) hatte ein um 67 % vermindertes Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken gegenüber dem niedrigsten Fünftel. Viel Ballaststoffe senkten das Risko um 57 %, eine hohe Stigmasterolaufnahme um 58 % und eine hohe Lignanaufnahme um 57 % jeweils gegenüber der Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme dieser in Gemüse und anderer pflanzlicher Nahrung enthaltenen Stoffe. Die Autoren betonen, dass ihre Ergebnisse die Annahme unterstützen, dass eine pflanzenbasierte Ernährung zur Verminderung hormonbezogener Krebsarten beiträgt.

[27] Erhöhung des Gemüseverzehrs von 1 auf 3 Portionen pro Tag vermindert Risiko für Eierstockkrebs um 40 %
In der sog. Schwedischen Mammographiegruppe mit 61084 Frauen im Alter zwischen 38 und 76 Jahren wurde der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und dem Auftreten von Eierstockkrebs untersucht. Die Studie dauerte 13, 5 Jahre, sie ergab eine statistisch gesicherte Abnahme des Krebsrisikos mit zunehmendem Gemüseverzehr. Frauen, die drei oder mehr Portionen Gemüse pro Tag verzehrten, hatten ein um ca. 40 % reduziertes Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, im Vergleich zu der Gruppe, die nur eine Portion oder weniger pro Tag zu sich nahm. Die Untersuchung wurde von Susanna Larsson, L. Holmberg und A. Wolk von der Abteilung Ernährungsepidemiologie am Nationalen Institut für Umweltmedizin in Stockholm und dem Onkologischen Zentrum des Universitätshospitals in Uppsala, Schweden, durchgeführt und im British Journal of Cancer advance am 4. Mai 2004 veröffentlicht.

[28] Erhöhter Verzehr von Gemüse mit vermindertem Auftreten von Gebärmutterkrebs verbunden
In einer sogenannten Fall-Kontroll-Studie mit 832 an Gebärmutterkrebs erkrankten Frauen im Vergleich zu 846 gesunden „Kontrollen“ aus dem gleichen Umfeld wurde festgestellt, dass die Gruppe mit dem höchsten Gemüseverzehr (oberes Viertel) ein um 31 % niedrigeres Risiko hatte, an Gebärmutterkrebs zu erkranken als die Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme an Gemüse. Die vermutete Wirkung hing in dieser Studie vor allem mit dunkelgrünen und dunkelgelben Gemüsearten, frischen Leguminosen und Alliumarten (Zwiebeln, Porree, Knoblauch u.a.) zusammen. Für Obst konnte in dem geprüften Datenmaterial kein Zusammenhang zu der untersuchten Krebslokalisation gefunden werden. Die Untersuchung wurde vom Center for Health Services Research, Department of Medicine, Vanderbilt Ingram Cancer Center an der Vanderbilt Universität in Nashville, USA, an chinesischen Frauen in Shanghai durchgeführt. Die Forschergruppe um M.H. Tao schließt aus ihren Ergebnissen, dass ein hoher Verzehr bestimmter Gemüsearten das Risiko für Gebärmutterkrebs verringern kann.

[29] Risiko für Gebärmutterkrebs bei höherem Gemüseverzehr halbiert
An der Abteilung für Krebsvorbeugung des Roswell Park Krebsforschungsinstitutes in Buffalo, USA, wurde der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und dem Risiko für Gebärmutterkrebs untersucht. In das als sog. Fall-Kontroll-Studie angelegte Forschungsprojekt waren 541 Patientinnen und 541 gesunde Frauen einbezogen, die eingehend nach ihren Lebens- und Verzehrsgewohnheiten befragt wurden. Die Auswertung der Daten ergab, dass Frauen mit einem hohen Verzehr an Gemüse (oberes Fünftel) ein auf die Hälfte reduziertes Risiko hatten, an Gebärmutterkrebs zu erkranken im Vergleich zu denen, die wenig Gemüse aßen (unteres Fünftel). Um Fehldeutungen zu vermeiden, berücksichtigten die Forscher bei der statistischen Berechnung den Einfluss der anderen bekannten Risikofaktoren wie Alter, Körpergröße und -gewicht, Hormonersatztherapie, Rauchen, Kalorienzufuhr u.a., so dass der Zusammenhang zum Gemüseverzehr als gesichert angesehen werden kann.


Hautkrebs

[30] Weniger Hautkrebs bei hohem Gemüse-und Obstverzehr
Eine Forschergruppe von der Abteilung für klinische Epidemiologie des Institutes für Hautkrankheiten IDI-San Carlo in Rom untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Melanomen und der Ernährung. In einer sog. Fall-Kontroll-Studie mit 305 Patienten und 305 gesunden, hinsichtlich der sonstigen Eigenschaften vergleichbaren, Kontrollpersonen stellten sie fest, dass Menschen, die viel Gemüse aßen, ein deutlich geringeres Hautkrebsrisiko hatten. Auch viel Obst und wöchentlicher Fischverzehr wirkten sich in dieser Untersuchung positiv aus. Bei hohem Verzehr von Gemüse war das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken nur noch halb so hoch wie bei der Gruppe mit niedrigem Verzehr, wobei offenbar Möhren, Kohlarten und Blattgemüse in besonders enger Beziehung zur Risikominderung standen. Um Fehldeutungen zu vermeiden wurden andere Einflüsse wie Sonnenexposition, Rauchen, Pigmenteigenschaften der Haut, Krankheitsgeschichte und sozidemografische Charakteristiken erfasst und bei der statistischen Auswertung nach Aussage der Forscher mit besonderer Sorgfalt berücksichtigt. „Insgesamt lassen unsere Ergebnisse den Schluss zu, dass einige Komponenten der sog. mediterranen Ernährung vor Melanomen schützen könnten“, formulierten die Autoren in ihrer Zusammenfassung.


Hirntumor

[31] Risiko für Gehirntumor bei hohem Verzehr an carotinreichem Gemüse verringert
Am Forschungszentrum für Ernährung und Altern an der Tufts Universität in Boston, USA, wurde der Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Auftreten von Gliomen (Gehirntumoren) bei Erwachsenen untersucht. Aus einer sog. Fall-Kontrollstudie mit 236 an Gliom erkrankten und 449 gesunden Kontrollpersonen konnten H. Chen und Kollegen errechnen, dass das Erkrankungsrisiko bei einem hohen Verzehr von „dunkelgelbem“, also carotinreichem Gemüse um 40 % niedriger lag als bei der Gruppe mit niedrigem Verzehr dieser Gemüsearten. Wurde nur die Menge der aus der Nahrung aufgenommenen Carotinoide (α-Carotin und β-Carotin) in die Berechnung einbezogen, so zeigte sich bei der Gruppe mit der höchsten Aufnahme (oberes Viertel) sogar eine Risikominderung um 50 %. Nach Ansicht der Forscher weisen die Ergebnisse darauf hin, dass insbesondere Carotinoide und möglicherweise andere sekundäre Pflanzenstoffe das Risiko für Erwachsene, an Hirntumor zu erkranken, verringern.


Kehlkopfkrebs

[32] Hoher Gemüseverzehr mindert Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken
In ihrer Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Auftreten von Kehlkopfkrebs stellten C. Bosetti und Kollegen vom Istituto di Ricerche Farmacologiche Mario Negri in Mailand fest, dass insbesondere der hohe Verzehr von Gemüse zu einer Verminderung des Erkrankungsrisikos beiträgt. Die Studie wurde von 1992 bis zum Jahr 2000 in Norditalien und im Schweizer Kanton Waadt durchgeführt. In die Befragung wurden 527 Erkrankte und als Kontrolle 1297 Gesunde aus dem gleichen Umfeld einbezogen. Bei der statistischen Auswertung der Wirkung des Ernährungsverhaltens wurden jeweils fünf Verzehrsgruppen gebildet. Als Ergebnis zeigte sich unter anderem, dass bei steigendem Verzehr von rohem Gemüse das Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken, von 100 auf 20% zurückgeht. Bei gekochtem Gemüse hatte die Gruppe mit der höchsten Aufnahme nur noch ein Risiko von 30 % gegenüber dem Fünftel mit dem niedrigsten Verzehr. Wenn allein Hülsenfrüchte betrachtet wurden, errechnete sich eine Risikominderung um 30 % durch die höchste gegenüber der niedrigsten Aufnahme.

[33] Risiko für Kehlkopfkrebs durch pflanzliche Nahrung vermindert – besonders stark: Tomaten
Eine Forschergruppe um E. De Stefani, Montevideo, Uruguay, untersuchte in einer sog. Fall-Kontroll-Studie die Wirkung einer erhöhten Aufnahme pflanzlicher Nahrung auf das Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken. Der Verzehr an pflanzlicher Nahrung – erfasst wurden Gemüse, Obst, Knollen und Leguminosen - wurde in vier Mengengruppen unterteilt. Als Ergebnis teilen die Bearbeiter im International Journal of Cancer vom 1. Juli 2000 (87 , 1: 129-132) mit, dass das Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken, bei der Gruppe mit dem höchsten Verzehr an pflanzlicher Nahrung gegenüber dem niedrigsten Aufnahmeviertel um 58 % zurückgeht. Nimmt man nur den Verzehr an rohem Gemüse, so sank das Risiko beim höchsten Verzehr gegenüber dem niedrigsten um 71 %. Unter den einzelnen Gemüsearten hatten Tomaten die stärkste risikomindernde Wirkung. In der höchsten Verzehrsgruppe lag das Risiko um 68 % niedriger als beim niedrigsten Aufnahmeviertel. Bei der Auswertung wurden die Ergebnisse um andere bekannte Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder Gesamtenergieaufnahme rechnerisch korrigiert.

[34] [35]Höhere Flavonoidaufnahme mit niedrigerem Risiko für Mund- und Rachenkrebs verbunden
Die Auswertung einer von 1992 bis 2005 in Italien durchgeführten epidemiologischen Studie ergab, dass Personen, die viel Flavonoide zu sich nahmen, ein stark vermindertes Risiko hatten, an Mund- und Rachenkrebs zu erkranken. In dieser Fall-Kontroll-Studie wurden 805 Patienten mit 2081 gesunden Kontrollpersonen hinsichtlich der Nahrungsauswahl verglichen. Unter den Nahrungskomponenten erfasste man insbesondere die Flavonoide. Es handelt sich dabei um meist blaue, violette oder rote und orangerote Farbstoffe in Gemüse und Obst (z.B. in Rotkohl, Auberginen, Radies, roten Salaten, Zwiebeln, Brokkoli, Heidelbeeren, Kirschen, Pflaumen, Äpfeln u.a.). Die statistischen Berechnungen zeigten, dass Personen mit einer hohen Aufnahme von Nahrungsmitteln mit Flavonoide ein um 44 % geringeres Erkrankungsrisiko hatten im Vergleich zu der Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme. Rechnerisch sind die Ergebnisse korrigiert um die bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Körpergewicht, Gesamtkalorienaufnahme, Bildungsniveau, Alter und Geschlecht, so dass die Effekte mit hoher Sicherheit den Flavonoide zugeschrieben werden können. Unter den einzelnen Gruppen der Flavonoide traten Flavone als besonders risikosenkend hervor. Die Studie wurde vom pharmakologischen Forschungsinstitut „Mario Negri“ in Mailand durchgeführt und von Marta Rossi und Kollegen im August 2007 unter dem Titel „Flavonoids and the Risk of Oral and Pharyngeal Cancer: A Case-Control-Study from Italy“ veröffentlicht.

Leberkrebs

[36] Gemüse senkt Risiko für Leberzell-Karzinom
Am Forschungszentrum für Krebsvorbeugung des Nationalen Krebszentrums in Tokyo, Japan, wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und dem Risiko für Leberkrebs besteht. Die Forschergruppe um N. Kurahashi wählte rund 20.000 zu Beginn der Studie gesunde Personen, ermittelte deren Ernährungsgewohnheiten und beobachtete über einen längeren Zeitraum das Auftreten von Krankheiten. Als Ergebnis zeigte sich, dass Personen mit einem höheren Verzehr von Gemüse (oberes Drittel) ein um rund 40 % geringeres Risiko hatten, an Leberkrebs zu erkranken als die, die weniger Gemüse aßen (unteres Drittel). Neben der Summe an Gemüse wurden auch noch die Untergruppen „grün-gelbes Gemüse“ (besonders hoher Carotinoidgehalt) und „grünes Blattgemüse“ verrechnet, wobei allerdings nur ein geringfügiger Vorteil zugunsten von grünem Blattgemüse zu erkennen war.

Leukämie

[37]Carotinoide hemmen Wachstum von Leukämiezellen
Retinsäure, ein aus Carotin gebildetes Stoffwechselprodukt, reguliert das normale Wachstum und die Differenzierung von Zellen. Nun hat sich in sog. In-Vitro-Versuchen - also bei Zellkulturen - herausgestellt, daß diese Substanz auch in der Lage ist, das ungehemmte Wachstum von Leukämiezellen zu stoppen. Prof. Andrew Yen und seine Kollegen vom Cornell University’s College of Veterinary Medicin, die dies herausgefunden haben, wollen nun erforschen, wie die Retinsäure auf die Krebsentwicklung wirkt, welche Moleküle beeinflußt werden und ob die Chemotherapie nicht nur für Patienten mit Leukämie, sondern auch mit anderen Tumoren mit Retinsäure oder ähnlichen aus Carotin abgeleiteten Verbindungen ergänzt werden kann. Bis dahin, so ihr Rat, sollte zumindest auf eine ausreichende Carotin-Menge in der täglichen Ernährung geachtet werden.

Lungenkrebs

[38]Je mehr Gemüse, desto weniger Lungenkrebs
Eine Forschergruppe in Hawai untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Gemüseverzehr und dem Lungenkrebsrisiko. Sie teilte 1200 gesunde bzw. lungenkrebskranke Personen nach ihrem Gemüseverzehr in vier Gruppen ein. Wird das Risiko , an Lungenkrebs zu erkranken, bei der ersten Gruppe mit dem höchsten Gemüseverzehr gleich 1 gesetzt, so steigt bei Männern in der vierten Gruppe, also der mit dem niedrigsten Gemüseverzehr, das Risiko auf 3,2 . Bei Frauen stieg das Risiko in der niedrigsten Gruppe sogar auf das 5,6fache.

[39]Lungenkrebsrisiko bei hohem Gemüse- und Obstverzehr um 60 % verringert
C. Galeone und Kollegen vom Pharmakologischen Forschungsinstitut ‚Mario Negri’ in Mailand, Italien, untersuchten in einer Fall-Kontrollstudie in der Provinz Heilongjiang in Nordostchina den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und dem Auftreten von Lungenkrebs. Das ausgewählte Gebiet weist eine besonders hohe Rate an Lungenkrebs auf. In die Studie aufgenommen waren 218 Patienten und 436 gesunde „Kontrollpersonen“ aus dem gleichen Gebiet und mit sonst vergleichbaren Bedingungen. Die Auswertung der Daten ergab einen starken Rückgang des Lungenkrebsrisikos bei erhöhtem Gemüseverzehr und zwar sowohl bei Rauchern als auch bei Nichtrauchern: Gegenüber der Gruppe mit dem niedrigsten Gemüseverzehr (unteres Drittel) verringerte sich das Erkrankungsrisiko bei der Gruppe mit erhöhtem Gemüseverzehr (oberes Drittel) um 61 %. Der erhöhte Verzehr von Obst allein war statistisch nur mit einer Risikoverminderung um 27 % verbunden. Wenn Obst und Gemüse insgesamt verrechnet wurden, ging das Risiko wieder um 60 % zurück. Die Auswertung einzelner Gemüsearten ergab insbesondere für Chinakohl, Schnittlauch, Möhren und Sellerie eine Abnahme des Lungenkrebsrisikos bei erhöhtem Verzehr. Die Autoren sehen in ihrem Ergebnis eine Bestätigung früherer Studien, in welchen eine Abnahme des Lungenkrebsrisikos bei erhöhtem Verzehr an Gemüse und Obst gefunden wurde.

[40]Niedrigeres Lungenkrebsrisiko bei häufigem Verzehr von Möhren
In einer sog. Fall-Kontrollstudie der Epidemieabteilung des Onkologischen Zentrums am Slodowska-Curie Memorial Institut in Krakau wurde der Einfluss von Gemüse auf das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, untersucht. In die Studie waren 594 Frauen einbezogen wovon 242 histologisch nachweisbar an Krebs erkrankt waren. Als Ergebnis wird berichtet, dass der tägliche Verzehr von Gemüse das Lungenkrebsrisiko mindert, dass jedoch ein häufiger Verzehr von Möhren eine statistisch gesichert herausragende Wirkung auf alle Formen von Lungenkrebs hatte. Als „häufig“ wurde „mindestens 5 mal pro Woche“ ermittelt. Die Wirkung von Möhren und anderen Gemüsearten war unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Rauchen oder Alkoholkonsum nachweisbar.

[41]Sind besondere Carotinoide für die Abnahme des Lungenkrebsrisikos verantwortlich?
Dieser Frage gingen Dominique S. Michaud vom Institut für Ernährung und Epidemiologie der Harvard School of Public Health, Boston, und Kollegen anderer Institute in einer 10 jährigen Studie mit 46.924 Männern und einer 12 jährigen Studie mit 77.283 Frauen nach. Die Carotinaufnahme wurde über den Verzehr von Gemüse und Obst und die darin enthaltenen durchschnittlichen Gehalte berechnet. Die Auswertung ergab, dass eine erhöhte Aufnahme von α-Carotin und Lycopin mit einer signifikanten Abnahme des Lungenkrebsrisikos einhergeht (die höchste Aufnahmegruppe hatte gegenüber der niedrigsten ein um 32 % verringertes Risiko). Die anderen untersuchten Carotinoide (β-Carotin, Lutein und β-Cryptoxanthin) zeigten ebenfalls mit steigender Aufnahme eine Risikominderung, aber dieser Zusammenhang war nicht statistisch gesichert. Die positive Wirkung von α-Carotin war am stärksten bei Nichtrauchern. In dieser Gruppe führte die höchste Aufnahme zur einer Risikominderung um 63 %.

[42]Möhren sind nicht durch Carotinpillen zu ersetzen
Das Provitamin Beta- Carotin, der gelbe Farbstoff in Karotten und grünen Gemüsen wie Spinat, Feldsalat oder Grünkohl, wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt. Dieses benötigt der Organismus unter anderem zur Herstellung des Sehfarbstoffs. Durch epidemiologische Studien ist inzwischen bekannt, daß der Verzehr beta-carotinreicher Nahrung einen gewissen Schutz vor Lungenkrebs bietet. Die Frage, ob dieser Schutz auch durch die Einnahme von synthetischem Beta-Carotin erreichbar ist, war Gegenstand zweier großer Studien unter Rauchern in Finnland und den USA. Die Studien mußten vorzeitig abgebrochen werden, da bei der Gruppe mit Beta-Carotin-Präparaten 16 beziehungsweise 28 Prozent mehr Lungentumoren gefunden wurden.

[43]Raucher sollten viel Gemüse essen - das Risiko für chronisch obstruktive Lungenerkrankung könnte halbiert werden
Wissenschaftler an der Curtin Universität in Perth, Australien, untersuchten gemeinsam mit japanischen Kollegen den Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und der sog. chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Unter chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) werden Symptome zusammengefasst wie chronische Bronchitis, dauerhafte Entzündung der Atemwege, Bronchialödeme, chronischer Husten, Atemnot und Lungenemphysem. Hauptursache (90 % der Fälle) für das Auftreten von COPD ist das Zigarettenrauchen. Die Forscher befragten 287 Patienten in Zentraljapan mit nachgewiesener chronischer Lungenerkrankung nach Lebensumständen, Lebensstil und unter anderem auch nach dem Verzehr von Gemüse und Obst und verglichen die Daten mit denen von 340 gesunden Personen, die so ausgewählt waren, dass sie möglichst genau der Patientengruppe glichen. Die Auswertung ergab zum einen, dass die gesunden Personen mehr Gemüse und Obst zu sich nahmen als die erkrankten. Bei Gemüse betrug die durchschnittliche Tagesmenge rund 200 gegen 150 g, bei Obst rund 300 gegen 250 g. Weiter konnte errechnet werden, dass die Atemnot (ermittelt mit spirometrischer Messung der Atemfunktion) bei der Gruppe mit dem höchsten Gemüseverzehr (oberes Viertel) nur halb so hoch war wie bei Personen, die wenig Gemüse aßen (unteres Viertel). Unter den in Gemüse und Obst enthaltenen Wirkstoffen ragte statistisch das Vitamin A (Beta-Carotin) hervor. Das Erkrankungsrisiko lag bei der hohen Aufnahmegruppe um mehr als 50 % niedriger als bei der unteren Gruppe. Die Autoren betonen als wichtigstes Ergebnis ihrer Studie, dass ein hoher Gemüseverzehr mit einer deutlichen Abnahme des Risikos für die chronische obstruktive Lungenerkrankung verbunden ist, was insbesondere für Raucher von Bedeutung sein kann.

[44]Mehr Möhren, Tomaten und Salbei – weniger Lungenkrebsrisiko
Seit längerem wird beobachtet, dass die sog. Mittelmeerdiät (viel Gemüse ,Obst, Olivenöl, wenig Fleisch u.a.) mit einer Verminderung des Krebsrisikos verbunden ist. C. Fortes und Kollegen von der Abteilung Klinische Epidemiologie des Instituto Dermopatico dell’Immacolata in Rom prüften, welche Einzelkomponenten für die Vorbeugung vor Lungenkrebs bedeutsam sein können. Die Forschergruppe fand heraus, dass insbesondere der hohe Verzehr von Möhren (Risikominderung im Vergleich zu niedrigem Verzehr um 33 %), Tomaten (Risikominderung 41 %) und der regelmäßige Konsum von Salbeiblättern (Risikominderung 58 %) gegen Lungenkrebs wirksam zu sein scheinen. Auch der Verbrauch an Olivenöl war statistisch mit einem verminderten Krebsrisiko in Verbindung zu bringen. In die zwischen 1993 und 1996 als sog. Fall-Kontrollstudie angelegte Untersuchung waren 342 Personen mit Lungenkrebs und 292 gesunde Kontrollpersonen etwa gleichen Alters und Umfeldes einbezogen. Die Wirkung des Rauches wurde statistisch „herausgerechnet“, so dass der Zusammenhang zwischen Krebsrisiko und der Ernährung unabhängig erfasst werden konnte. Die Autoren sind der Ansicht, dass einzelne Komponenten der Mittelmeerdiät mehr als andere für ein vermindertes Krebsrisiko verantwortlich sind.

[45] Kreuzblütler-Gemüse kann Lungenkrebs vorbeugen
In einer Gemeinschaftsarbeit von New Yorker Universitäten und Krebsforschungsinstituten wurde erneut der Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und dem Auftreten von Lungenkrebs untersucht. Diesmal mit besonderer Beachtung der Menge an Kreuzblütler-Gemüse und der besonders gefährdeten Gruppe der Raucher im Vergleich mit ehemaligen Rauchern und Nichtrauchern. In die Studie wurden 948 Patienten mit Lungenkrebs und 1743 gesunde Kontrollpersonen mit dem gleichen Rauchverhalten einbezogen und hinsichtlich des Ernährungsverhaltens untersucht. Die Auswertung der Daten ergab -wie auf Grund früherer Forschungsergebnisse vermutet - zunächst, dass das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken, insgesamt statistisch gesichert um 30 bis fast 50 % zurückgeht, wenn mehr Obst, mehr Gemüse und auch mehr Cruciferengemüse verzehrt wurde (jeweils im Vergleich zu der Gruppe, die wenig davon zu sich nahm). Bei der weiteren Analyse zeigte sich jedoch, dass bei Rauchern und ehemaligen Rauchern der Rückgang des Erkrankungsrisikos weit stärker mit Kreuzblütlergemüse als mit Gemüse und Obst insgesamt zusammenhängt. Die Forschergruppe um L. Tang schließt aus ihren Ergebnissen, dass vor allem die nur in Cruciferen (Kohlarten Rettich, Radis, Rucola, Kresse u.a.) enthaltenen Isothiocyanate - eine Untergruppe der Glucosinolate - für die besondere Schutzwirkung vor Lungenkrebs verantwortlich sind.

[46]Kreuzblütler-Gemüse können vor Lungenkrebs schützen
Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die eine besondere krebsvorbeugende Wirkung von Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler (Kohlarten u.a.) belegen. Die Wirkung wird insbesondere den darin enthaltenen Isothiocyanaten zugeschrieben. Allerdings gibt es bei den Aussagen über den Schutz vor Lungenkrebs widersprüchliche Aussagen. Inzwischen ist bekannt, dass einige Menschen Gene haben, die Isothiocyanate inaktivieren bzw. eliminieren können. Um die Bedeutung dieser Besonderheit zu bewerten, hat eine Forschergruppe der Internationalen Agentur für Krebsforschung in Lyon, Frankreich, die Teilnehmer einer Fall-Kontroll-Studie mit 4300 Personen daraufhin untersucht, ob sie das Gen zur Eliminierung von Isothiocyanaten haben und ob diese Eigenschaft Auswirkungen auf das Lungenkrebsrisiko hat. Die Ergebnisse zeigen dass der mindestens einmal wöchentliche Verzehr von Cruciferengemüse bei der Gruppe ohne das Isothiocyanat abbauende Enzym das Lungenkrebsrisiko um bis zu 78 % absenkt gegenüber denen, die weniger davon verzehren. Ähnliche Ergebnisse wie für Cruciferen insgesamt wurden auch erzielt, wenn stattdessen nur der Verzehr von Kohlarten oder eine Kombination von Brokkoli und Rosenkohl in die Berechnungen einbezogen wurden. Der Zusammenhang wird als evident, also als statistisch gesichert, bezeichnet. Im Gegensatz dazu hatten Kreuzblütlergemüse keinen schützenden Effekt, wenn die Gene für den Abbau von Isothiocyanaten vorhanden waren. An diesen Untersuchungen wird u.a. deutlich, warum für die Wirkungen von sekundären Pflanzenstoffen bei der Vorbeugung vor Krankheiten immer wieder auch widersprüchliche Ergebnisse gefunden werden können. Die Autoren betonen trotz dieser Einschränkung: „Die Daten liefern einen deutlichen Beleg für einen stark schützenden Effekt von Kreuzblütlergemüse gegen Lungenkrebs.“

[47]Isothiocyanate aus Kohlarten senken das Lungenkrebsrisiko
Dass die vor allem in Brokkoli, Kopfkohl und Pak Choy vorkommenden Isothiocyanate vor Lungenkrebs schützen, ist in Tierversuchen mehrfach nachgewiesen worden. Ob auch beim Menschen ein Zusammenhang zwischen der Isothiocyanataufnahme bzw. der Konzentration im Körper und dem Auftreten von Lungenkrebs besteht, wurde in einer 10-jährigen Studie mit 18000 Männern im Alter von 45 bis 64 Jahren in China untersucht. Die Probanten wurden jährlich einmal untersucht und befragt. Nach Abschluss des Forschungsprogramms konnte festgestellt werden, dass unabhängig vom Rauchen die Teilnehmer mit hoher Isothiocyanatkonzentration im Urin ein um mindestens 36 % geringeres Lungenkrebsrisiko hatten als die Gruppe mit niedriger Konzentration. Bei Personen, die genetisch bedingt Isothiocyanate langsamer abbauen, verminderte sich das Lungenkrebsrisiko sogar um 64 bis 72 %, wenn sie viel Brokkoli und andere Kohlarten verzehrten. Immerhin 60 % der untersuchten Personen hatten diese verringerte Abbaurate und damit die stärkere Schutzwirkung von Kohlarten vor Lungenkrebs.

[48]Zwiebeln und Äpfel gegen Lungenkrebs wirksam - wahrscheinlich durch Quercetin
Loic Le Marchand und seine Kollegen vom Krebsforschungszentrum der Universität von Hawaii fanden heraus, dass ein hoher Verzehr von Zwiebeln und Äpfeln das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken statistisch gesichert absenkt. Die Forscher vermuten, dass die vorbeugende Wirkung hauptsächlich dem Quercetin zu verdanken ist. Quercetin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavonoide, der in Zwiebeln und Äpfeln in besonders hoher Konzentration vorkommt. In der Fall-Kontrollstudie wurden 1164 Personen unter anderem sehr eingehend nach dem Verzehr von Obst und Gemüse befragt und nach den Ergebnissen in 4 Gruppen eingeordnet. Bei dem Viertel mit dem höchsten Verzehr von Zwiebeln ging das Risiko für Lungenkrebs um 50 % zurück gegenüber der Gruppe, die am wenigsten Zwiebeln aß. Ein hoher Apfelverzehr reduzierte das Risiko um 40 %. Die Daten waren selbstverständlich um den Einfluss des Rauchens und anderer Risikoursachen korrigiert. Es wird vermutet, dass Quercetin die Aktivierung bestimmter Karzinogene verhindert oder hemmt.

Lymphknotenkrebs

[49][50]Risiko von Lymphknotenkrebs (Non-Hodgkin-Lymphom) durch erhöhten Verzehr von Gemüse um 42 % verringert
In einer sogenannten Fall-Kontrollstudie, in der 466 erkrankte Personen mit 391 gesunden hinsichtlich ihrer Verzehrsgewohnheiten verglichen wurden, konnte festgestellt werden, dass das Risiko, an Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken, bei der Gruppe mit dem höchsten Gemüseverzehr (oberes Viertel) um 42 % niedriger lag als bei denen, die wenig Gemüse zu sich nahmen (unteres Viertel). Auch wenn in die Berechnung des Zusammenhangs zwischen Gemüseverzehr und Erkrankungsrisiko nur grüne Blattgemüsearten einbezogen wurden, war eine Verminderung des Auftretens der Krankheit um 42 % festzustellen. Nahm man anstelle des gesamten Gemüseverzehrs die daraus berechneten Mengen der Carotinoide Lutein und Zeaxanthin, so betrug die Risikominderung bei der Gruppe mit der höchsten Carotinoidaufnahme 46 %. Die Forschergruppe um Linda E. Ketemen aus dem Mayo Clinic College, Rochester, dem Institut für Krebsepidemiologie und Genetik am Nationalen Krebsinsitut und dem Fred-Hutchinson-Krebsforschungszentrum der Universität Washington sowie der Universität von Südkalifornien, Los Angeles, und dem Karmanos Krebs Institut in Detroit kommt nach ihrer Auswertung zu der klaren Aussage: Ein höherer Verzehr von Gemüse (und von Carotinoiden) ist verbunden mit einem niedrigeren Risiko für Non-Hodgkin-Lymphknotenkrebs.

[51]Höhere Flavonoidaufnahme könnte Risiko für Lymphknotenkrebs halbieren
Flavonoide sind in Obst und Gemüse vorkommende meist rote, violette oder blaue Farbstoffe. Sie gelten inzwischen als sekundäre Pflanzenstoffe mit antikarzinogener Wirkung. In einer Gemeinschaftsuntersuchung von fünf renommierten amerikanischen Krebsforschungsinstituten wurde geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Flavonoide und dem Auftreten des sog. Non-Hodgkin-Lymphoms (eine Lymphknotenkrebsart) gibt. Bei der Fall-Kontrolluntersuchung wurden 466 Patienten mit Krebs und 390 gesunde Personen mit vergleichbarem Hintergrund und Umfeld nach Ernährungs- und Lebensgewohnheiten befragt und untersucht. Als Ergebnis konnte festgestellt werden, dass Personen mit höherer Flavonoidaufnahme (oberes Viertel) ein um 47 % niedrigeres Risiko hatten, an Lymphknotenkrebs zu erkranken als die, die wenig Gemüse und Obst mit Flavonoide zu sich nahmen (unteres Viertel). Um Interpretationsfehler zu vermeiden wurden bei der Auswertung der Einfluss von Alter, Geschlecht, Wohnort, Erziehung, Familiengeschichte mit Lymphknotenkrebs und Kalorienaufnahme rechnerisch eliminiert, so dass der Zusammenhang zur Aufnahme von Flavonoide als statistisch signifikant erkannt wurde.


Magenkrebs

[52]Allium - Gemüsearten verringern Magenkrebsrisiko
Der reichliche Verzehr von Gemüse der Gattung Allium, also Zwiebeln, Schalotten, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch, mindert offenbar das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wei-Cheng You und anderen, die 1989 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde. Setzt man das Krebsrisiko bei dem Bevölkerungsteil, der weniger als 11,6 kg Alliumgemüse pro Person und Jahr verzehrte gleich 1, so verringerte sich dieses bei einem Verzehr zwischen 11.6 und 16,5 kg pro Jahr auf 0,6, zwischen 16,6 und 24 kg auf 0,5. Die Gruppe mit dem höchsten Verzehr, also über 24 kg pro Person und Jahr , hatte nur noch ein Risiko von 0,4, also nur 40 % von dem, das bei Personen vorhanden ist, die wenig Gemüse der Gattung Allium zu sich nehmen.

[53]Höherer Gemüseverzehr mit deutlich reduziertem Magenkrebsrisiko verbunden
In einer großen schwedischen Studie mit insgesamt 82.000 Frauen und Männern wurde festgestellt, dass das Auftreten von Magenkrebs bei Personen mit höherem Gemüseverzehr deutlich verringert war. Die prospektive Untersuchung (Beginn mit Gesunden) wurde 1997 begonnen und dauerte bis 2005. Personen, die pro Tag 2,5 oder mehr Portionen Gemüse aßen, hatten gegenüber denen, die weniger als eine Portion zu sich nahmen, ein um 44% reduziertes Risiko an Magenkrebs zu erkranken. Bei erhöhtem Verzehr an Wurzelgemüse war der risikomindernde Effekt mit 57% noch stärker als bei Berechnung des Gemüseverzehrs insgesamt. Um Fehldeutungen auszuschließen wurden andere bekannte krankheitsfördernde Faktoren erfasst und statistisch herausgerechnet, so dass die Risikominderung mit hoher Wahrscheinlichkeit dem häufigeren Gemüseverzehr zugeschrieben werden kann. Die Autoren S. C. Larsson und Kollegen von der Abteilung Ernährungsepidemiologie des Nationalen Institutes für Umweltmedizin am Karolinka Institut in Stockholm kommen nach ihren Ergebnissen zu der Schlussfolgerung, dass das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, durch einen häufigen Verzehr von Gemüse reduziert werden könnte.

Nierenkrebs

[54]Risiko für Nierenkrebs bei hohem Gemüseverzehr halbiert
In einer Fall-Kontroll-Studie der Universität von Florida in Gainsville konnte festgestellt werden, dass das Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken, stark abnimmt, wenn viel Gemüse verzehrt wird. Personen in der höchsten Verzehrsgruppe hatten ein um 44 % geringeres Risiko an Nierenkrebs zu erkranken, im Vergleich zu der Gruppe, die am wenigsten Gemüse aß. Bei Männern betrug diese Verminderung sogar 51 %. Bei der Verrechnung einzelner Gemüsearten traten Tomaten besonders hervor. Mit hohem Tomatenverzehr war eine Risikominderung um 53 % verbunden. In die Untersuchung und Befragung einbezogen waren 335 Patienten und für die Kontrolle 337 gesunde Personen aus dem gleichen Umfeld, mit gleichem Alter und vergleichbarer Zusammensetzung. Um Fehldeutungen auszuschließen, wurden die Einflüsse von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen, Körpergewicht und Zigarettenkonsum rechnerisch eliminiert, so dass der Zusammenhang zum Gemüseverzehr statistisch gesichert ist.

Prostatakrebs

[55]3,4 Portionen Gemüse und 1,6 Portionen Obst pro Tag zur Verringerung des Prostatakrebsrisikos
In einer sog. Fall-Kontrollstudie der Universität Miami, Abteilung Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften, in Miami, USA, wurden die Verzehrsgewohnheiten von 478 Prostatakrebspatienten mit denen von 382 gesunden Kontrollpersonen aus dem gleichen Umfeld und mit ähnlicher Zusammensetzung verglichen. Dabei ergab sich, dass die gesunde Gruppe im Durchschnitt täglich 3,4 Portionen Gemüse und 1,6 Portionen Obst oder Obstsäfte zu sich nahm. Bei der Patientengruppe lag der durchschnittliche Gemüseverzehr nur bei 2,5, der Obstverzehr bei 1,3 Portionen pro Tag. Darüber hinaus wurde bei den Gesunden eine höhere Aufnahme an Ballaststoffen, Vitamin C, Vitamin A, alpha-Carotin, beta-Carotin, ,Cryptoxanthin (ein Carotinoid), Folsäure und phenolischen Komponenten festgestellt. Die Autoren geben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass sich mindestens die Prostatakrebsüberlebenden durch die vorgestellten Ergebnisse zu einer Umstellung der Ernährung mit Gemüse und Obst bewegen lassen.

[56]Lycopin reicht nicht, es braucht die ganze Tomate zur Vorbeugung vor Prostatakrebs
Seit vielen Jahren und aus zahlreichen Untersuchungen ist der Zusammenhang zwischen einem erhöhten Verzehr von Tomaten oder Tomatenprodukten und einem verringerten Erkrankungsrisiko an Prostatakrebs, Herzinfarkt u.a. bekannt. Fast einhellig wurde die positive Wirkung von Tomaten dem roten Farbstoff Lycopin, einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Carotinoide, zugeschrieben. Dies vor allem, weil bei Prüfung verschiedener Inhaltsstoffe immer wieder der engste statistische Zusammenhang zwischen der ermittelten Lycopinaufnahme und der Risikominderung gefunden wurde. Nun gingen Thomas W.-M. Boileau und Kollegen von der Universität von Illinois und der Ohio-State-University in Tierversuchen der Frage nach, ob die gefundene Wirkung tatsächlich und allein dem Lycopin zuzuschreiben ist. Die Tiere bekamen Lycpin in reiner Form und zum Vergleich Tomatenpulver. Das Ergebnis besagt klar: Eine Risikominderung geht nicht von reinem Lycopin aus, sehr wohl jedoch von Tomatenpulver, also nur vom ganzen Produkt. Die Autoren vermuten, dass Tomaten zusätzlich zu Lycopin Stoffe (phytochemicals) enthalten, die die Krebsentstehung hemmen. Das Ergebnis geht in eine ähnliche Richtung wie die drei großangelegten, aber missglückten Versuche, durch Verabreichung von reinem ß-Carotin das Risiko für Lungenkrebs zu vermindern. „Jede Isolierung von einzelnen, als gesundheitlich wirksam erkannten, bioaktiven Substanzen und deren erhöhte Einnahme bringt natürliche Regulationsmechanismen durcheinander und kann die gegenteilige Wirkung hervorrufen“, schrieb Regina Naumann schon 1997 in ihrem Buch :“Bioaktive Substanzen, die Gesundmacher in unserer Nahrung“.

[57]Noch einmal: Tomaten, Lycopin und Prostatakrebs
Schon vor längerer Zeit wurde festgestellt, dass Männer, die viel Tomaten und Tomatenprodukte verzehren, ein geringeres Risiko haben, an Prostatakrebs zu erkranken. Von Anfang an wurde vermutet, dass vor allem der rote Farbstoff, das zu den Carotinoiden gehörende Lycopin, die dafür verantwortliche Substanz ist. In Tierversuchen konnte allerdings nur mit Tomaten und nicht mit Zusatz von isoliertem Lycopin eine prostataschützende Wirkung erzielt werden. Nun liegt eine neue Untersuchung aus Australien und China vor, die wieder nahe legt, dass vorrangig Lycopin für die Schutzwirkung verantwortlich ist. In dieser Fall-Kontroll-Studie mit 130 Männern mit histologisch bestätigtem Prostatakrebs und 274 Kontrollpersonen ohne Prostatakrebs aus dem gleichen Umfeld wurde der Zusammenhang zwischen der Aufnahme an Carotinoiden und dem Auftreten von Prostatakrebs untersucht. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass ein hoher Verzehr karotinreicher Gemüse- und Obstarten (Tomaten, Kürbis, Spinat, Wassermelonen und Zitrusfrüchten) mit einer Risikominderung bei Prostatakrebs verknüpft ist. Wurde das Erkrankungsrisiko auf die einzelnen Carotinoide bezogen, so hatten Lycopin und Beta-Carotin den stärksten Einfluss. Bei den Männern mit der höchsten Aufnahme dieser beiden Carotinoide reduzierte sich das Prostatakrebsrisiko um mehr als 80 % gegenüber der Gruppe mit der niedrigsten Aufnahme. Die weiteren geprüften Carotinoide (α-Carotin, β-Cryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin) zeigten ebenfalls ein signifikant abnehmendes Erkrankungsrisiko bei erhöhter Aufnahme. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass carotinreiches – insbesondere lycopinreiches Gemüse und carotinreiches Obst eine Schutzwirkung vor Prostatakrebs haben können.

[58][59]Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler vermindern das Risiko für Prostatakrebs besonders stark
Tomaten sind keineswegs die einzige Gemüseart, die vorbeugend bei Prostatakrebs wirkt und auch nicht die wirksamste. Alle Gemüsearten, besonders jedoch Brokkoli, Blumenkohl, Kohl, Rosenkohl und andere Cruciferen können das Krebsrisiko deutlich absenken. Männer, die drei oder mehr Gemüseportionen pro Tag verzehren, können das Risiko für diese Krankheit gegenüber solchen, die weniger als einmal pro Tag Gemüse essen, nahezu halbieren. In die Untersuchung im Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle waren 1230 Männer im Alter zwischen 40 und 64 Jahren einbezogen. Möhren, Bohnen, Salate, Tomaten und andere Gemüsearten verminderten das Risiko zwar auch deutlich, aber der stärkste Effekt wurde von den Forschern mit Gemüse der Kreuzblütlerfamilie festgestellt. Wenn nämlich jeweils innerhalb einer bestimmten Gesamtgemüsemenge der Anteil der Cruciferen erhöht war, nahm das Prostatakrebsrisiko stärker ab als beim Durchschnitt.

[60][61] Auch in Kohlarten Wirkstoffe gegen Prostatakrebs
Glucobrassicin, ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Glucosinolate, hat sich im Tierversuch als wirksam erwiesen, das Auftreten, das Wachstum und die Metastasenbildung von Prostatakrebs zu hemmen oder zu unterdrücken. Glucobrassicin (Indol-3-Carbinol) kommt in Kohlarten, Rettich und anderen Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblütler vor. Die Substanz wurde in diesem Fall per Injektion verabreicht. Die Untersuchungen wurden von V. P. Garikapaty und Kollegen am Institut für Mikrobiologie und Immunologie der New Yorker Medizinischen Hochschule Valhalla durchgeführt. Dieses in Tierversuchen erzielte Ergebnis könnte eine Erklärung dafür bieten, dass auch in epidemiologischen Studien an Männern immer wieder eine krebsmindernde Wirkung von Kohlarten festgestellt wird. So veröffentlichten vor kurzem M. A. Joseph und Kollegen die Ergebnisse einer sogenannten Fall-Kontrollstudie mit 428 Patienten mit nachgewiesenem Prostatakrebs und 537 gesunden Kontrollpersonen mit gleichem Umfeld. Sie wiesen nach, dass Männer mit einem erhöhten Verzehr an „Kreuzblütlergemüse und Brokkoli“ ein um 42 % reduziertes Risiko hatten, an Prostatakrebs zu erkranken im Vergleich zu der Gruppe mit dem niedrigsten Verzehr an diesen Gemüsearten (niedrigstes Viertel). Die positive Wirkung des Verzehrs der Kreuzblütlergemüse konnte in dieser Studie schon nachgewiesen werden, wenn nur 2 oder mehr Portionen pro Monat gegessen wurden.

[62]Blumenkohl und Brokkoli könnten das Risiko für aggressiven Prostatakrebs vermindern
In epidemiologischen Studien früherer Jahre wurde schon nachgewiesen, dass Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler dazu beitragen können, bestimmte Krebsrisiken zu verringern. Eine neue Untersuchung über den Zusammenhang zwischen der Ernährung und Prostatakrebs kommt zum Ergebnis, dass eine häufigere Aufnahme von Cruciferengemüse das Risiko für aggressive Tumorstadien an der Prostata absenken kann. Männer, die pro Woche mehr als einmal Gemüse aus dieser Familie aßen, hatten ein um 40 % geringeres Risiko für Krebsformen, die die Prostata durchbrechen als die, die weniger als ein Mal pro Monat Kohlarten u.a. verzehrten. In den Auswertungen war die Wirkung von Blumenkohl und Brokkoli besonders stark. So senkte sich bei erhöhtem Verzehr an Blumenkohl das Risiko um 52 %, bei Brokkoli um 45 %. Auch für Spinat ließ sich eine günstige Wirkung aufzeigen, allerdings nur als Trend und ohne statistische Sicherheit. In die über 4,2 Jahre laufende Untersuchung waren insgesamt 29361 Männer, darunter 1338 Patienten mit Prostatakrebs einbezogen. Sie wurde als kanadisch-amerikanische Gemeinschaftsarbeit an Krebsforschungsinstituten und Universitätsabteilungen in Toronto, New Haven, Seattle und Detroit durchgeführt.

[63]Höherer Verzehr von Allium-Gemüse halbiert das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken
Ann W. Hsing von der Abteilung Krebsepidemiologie und Genetik am Nationalen Krebsinstitut in Bethesda, USA, und Kollegen untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Prostatakrebs und der Aufnahme der sog. Allium-Gemüse. Im Hintergrund dieser Studie steht u.a. die Beobachtung, dass Männer in China die weltweit niedrigste Prostatakrebsrate aufweisen und vergleichsweise viel Zwiebeln, Schalotten, Lauch, Schnittlauch und Knoblauch verzehren. Die Untersuchung wurde als Fall-Kontrollstudie durchgeführt, bei der erkrankte und, als Kontrolle, gesunde Männer eingehend nach ihrem Ernährungsverhalten befragt wurden. Als Ergebnis stellte die Forschergruppe fest, dass Männer in der höchsten von drei Aufnahmegruppen ein um die Hälfte geringeres Risiko hatten, an Prostatakrebs zu erkranken, als in der niedrigsten Aufnahmegruppe. Die höchste Aufnahmegruppe war durch eine Menge von mehr als 10 g Allium-Gemüse pro Tag gekennzeichnet, die niedrigste nahm weniger als 2 g pro Tag zu sich. Wenn die einzelnen Arten gesondert verrechnet wurden, zeigten Schalotten mit einer Risikominderung um 70 % und Knoblauch mit 53 % die stärkste Wirkung. Die Ergebnisse waren statistisch unabhängig von Körpergröße, Einnahme anderer Nahrungsmittel oder der gesamten Kalorienzufuhr. Ann Hsing betonte anlässlich der Vorstellung ihrer Studie, dass dadurch andere Forschungsergebnisse über einen Zusammenhang zwischen hohem Gemüseverzehr (z.B. Tomaten) und vermindertem Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, bestätigt würden.

[64]Höherer Verzehr von Zwiebeln und Knoblauch: niedrigeres Risiko für Prostatavergrößerung
In einer großen sog. Fall-Kontrollstudie wurde festgestellt, dass ein erhöhter Verzehr von Zwiebeln und Knoblauch das Risiko für eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) stark verringert. Die am Pharmakologischen Forschungsinstitut Mario Negri in Mailand, Italien, zwischen 1991 und 2002 durchgeführte Studie umfasste 1369 Patienten und 1451 gesunde Männer aus dem gleichen Umfeld. Die Teilnehmer wurden an Kliniken untersucht und von speziell ausgebildeten Personen nach ihren Verzehrsgewohnheiten befragt. Die Auswertung ergab, dass Männer in der höchsten Aufnahmegruppe von Zwiebeln ein um ca. 60 % niedrigeres Risiko hatten, an Prostatavergrößerung zu erkranken, als die, die auf Zwiebeln weitgehend verzichteten. Bei Knoblauch errechnete man für die höchste Aufnahmegruppe eine Risikominderung um etwa 30 %. Die Daten wurden um die bekannten Risikofaktoren und die gesamte Kalorienaufnahme korrigiert, um Wirkungen anderer Einflussfaktoren ausschließen zu können. Die risikomindernde Wirkung von Zwiebeln und Knoblauch ließ sich in allen Altersgruppen nachweisen.

Speiseröhrenkrebs

[65] Mehr als 4mal Gemüse pro Woche halbiert Risiko für Speiseröhrenkrebs
In einer Untersuchung der Abteilung Humanernährung am All India Institute of Medical Sciences, Neu Delhi, wurden 150 Patienten mit Speiseröhrenkrebs und eine entsprechende Anzahl gesunder Personen als Kontrollgruppe nach ihrem Ernährungsverhalten befragt. Die Auswertung ergab unter anderem, dass ein Gemüseverzehr von weniger als 4 mal pro Woche das Erkrankungsrisiko verdoppelte gegenüber der Gruppe, die mehr als 4 mal pro Woche Gemüse verzehrte. Die Forschergruppe D. Nayar und Kollegen betonen, dass es nicht leicht sei, den Beitrag der Ernährung zur Entstehung von Krebs zu quantifizieren, da Krebs mehrere Faktoren als Ursache habe. Die Ergebnisse der durchgeführten Studie ließen jedoch den Schluss zu, dass die Ernährung für die Krebsentstehung von Bedeutung sei.


Weitere Studien

Einzelnachweise

  1. http://www.woza.co.za/news/april99/cancer
  2. Proc. Natl. Acad. Sci USA Vol. 89 1992, Medical Sciences
  3. „Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln von B. Watzl und C. Leitzmann ( Hippokrates- Verlag 1995 )
  4. L.W. Wattenberg in Cancer Research 52, 1992
  5. Riso, P. et al: Effect of broccoli intake on merkers related to oxidative stress and cancer risk in healthy smokers and nonsmokers.“ Nutr. Cancer, 61(2), 232-237, 2009.
  6. Regina Naumann in:“Bioaktive Substanzen: Die Gesundmacher in unserer Nahrung“ ( rororo- Verlag 1997 )
  7. Informationsdienst Wissenschaft, Deutsches Institut für Ernährungsforschung, Postsdam-Rehbrücke, 27. 5. 2008: „Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor schädlichen Substanzen aus gegrilltem Fleisch“.
  8. Hoelzl et al. in Molecular Nutrition and Food Research 52(3): 330-41,2008
  9. C. Galeone, Instituto di Ricerche Farmacologiche „Mario Negri“, Mailand‚ ,American Journal of Clinical Nutrition’ (November 2006;84(5):1027-1032.
  10. Morris, V. et al. The FASEB Journal, DOI: 10.1096/fj.08-106617
  11. Chan, J.M., F. Wang und E.A. Holly : “Vegetable and fruit intake and pancreatic cancer in a population-based case-control study in the San Francisco bay area”. Cancer Epidemiol. Biomarkers Prev. September 2005;14 (9), 2093-2097.
  12. Larsson S.C. et al.: « Fruit and vegetable consumption in relation to pancreatic cancer risk : a prospective study.” Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 15(2): 301-305, Februar 2006
  13. Nkondjock, A. et al. : »Dietary intake of lycopene is associated with reduced pancreatic cancer risk”. J.Nutr. 2005 Mar; 135(3), 592-597.
  14. Dominique S. Michaud von der Harvard School of Public Health in Boston, USA. in Journal of the National Cancer Institute“ vom April 1999
  15. Journal of the National Cancer Institute, Vol. 91, Nr. 6, März 1999
  16. S. Hermann, J. Linseisen und J. Chang Claude in Nutr. Cancer 2002; 44 (1):23-34.
  17. Zhang, C.X. et al: Greater vegetable and fruit intake is associated with a lower risk of breast cancer among Chinese woman. Int.J. Cancer, 125(1): 181-188, Juli 2009
  18. Ganesh, B. et al.: “A case-control-study on diet and colorectal cancer from Mumbai, India. “ Cancer Epidemiol. 33(3-4), 189-193, Oktober 2009
  19. Kenji Wakai in Cancer Epidemiology Biomarkers and Prevention unter dem Titel „Dietary Fiber and Risk of Colorectal Cancer in the Japan Collaborative Cohort Study“ im April 2007
  20. „Starch plays key role in cancer prevention“ in CSIRO News Flash, 3. Juli 2001
  21. Martha L. Slattery von der Universität Utah im American Journal of Clinical Nutrition , Vol. 71 Nr. 2 vom Februar 2000
  22. Watzl und Leitzmann, 1995
  23. Prof. Dr. med. Dr. sc. nat. Gisela Jacobasch, Kolloquiums“ Bioaktive Substanzen“ am Institut für Gemüse und Zierpflanzen in Großbeeren vom 15. April 1999
  24. Teodoratou,E. et als: »Dietary Flavonoids and the Risk of Colorectal Cancer »,Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention, 16, 684-695, April 2007.
  25. Antimutagenic activities of common vegetables and their chlorophyll content in „Mutation Research“ 77(1980) 245-250.
  26. Mc Cann S.E., Freudenheim J.L. , Marshall J.R. und Graham S.: „Risk of human ovarian cancer is related to dietary intake of selected nutrients, phytochemicals and food groups.“ J.Nutr. 133(6): 1937-42, 2003
  27. Susanna Larsson, L. Holmberg und A. Wolk, Nationalen Institut für Umweltmedizin, Stockholm und dem Onkologischen Zentrum des Universitätshospitals in Uppsala, Schweden im British Journal of Cancer advance am 4. Mai 2004
  28. Tao, M.H. et al. : A case-control study in Shanghai of fruit and vegetable intake and endometrial cancer. Br. J. Cancer, 92(11), 2059-64, Juni 2005.
  29. Yeh, M. et al.:“Higher intakes of vegetables and vegetable-related nutrients are associated with lower endometrial cancer risks. “J. Nutr. Februar 2009; 139(2): 317-322.
  30. Fortes, C., Mastroeni, S.,Melchi, F., Pilla, M.A., Antonelli, G., Camaioni, D., Alotto, M. und Pasquini,P. : « A protective effect of the Mediterranean diet for cutaneous melanoma », Int. J. Epidemiol, 11. Juli 2008.
  31. Chen, H., M.H Ward, K.L. Tucker, B.I. Graubart, R.D. McComb, N.A. Potischman, D.D. Weisenburger und E.F. Heineman: “Diet and risk of adult glioma in eastern Nebraska, United States”. Cancer Causes Control. 2002 Sept., 13 (7), 647-655
  32. Int.J.Cancer, Juli 2002; 100(3):355-60
  33. nternational Journal of Cancer vom 1. Juli 2000 (87 , 1: 129-132)
  34. Cancer Epidemiology Biomarkers and Prevention 16, 1621-1625, August 1, 2007.
  35. Marta Rossi et. al „Flavonoids and the Risk of Oral and Pharyngeal Cancer: A Case-Control-Study from Italy“ im August 2007
  36. Kurahashi, N. et. al.: “Vegetable, fruit and antioxidant nutrient consumption and subsequent risk of hepatocellular carcinoma: a prospective cohort study in Japan.” Br.J. Cancer 13. Januar 2009; 100(1):181-184.
  37. Ärzte Zeitung, 15.04.1998
  38. Loic Le Marchand, Carl N. Yoshizawa, Laurence N. Kolonel, Jean H. Hankin, Marc T. Goodman :“Vegetable Consumption and Lung Cancer Risk: A Population- Based Case- Control Study in Hawaii“.Journal of the National Cancer Institute , Vol 81, No. 15, August 2, 1989.
  39. Galeone C. et al: “Dietary intake of fruit and vegetable and lung cancer risk: a case-control study in Harbin, northeast China.” Ann Oncol. 2006 Oct 23
  40. Rachtan, J.: “Dietary habits and lung cancer risk among Polish women”. Acta Oncol 2002;41(4):389-94
  41. American Journal of Clinical Nutrition, Vol.72, Nr. 4, Oktober 2000
  42. Zeitschrift des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heft 1/1997
  43. Hirayama, F., A.H. Lee, C. W. Binns, Y. Zhao, T. Hiramatsu, Y. Tanikawa, K.Nishimura und H. Taniguchi: „Do vegetables and fruits reduce the risk of chronic obstructive pulmonary disease? A case-control study in Japan”. Vorabveröffentlichung von Prev Med 23. Juni 2009.
  44. Fortes.C, Forastiere, F., Farchi, S., Mallone, S., Trequattrinni, T., Anatra, F., Schmid, G., und Perucci, CA.: “The protective effect of the Mediterranean diet on lung cancer”. Nutr. Cancer. 2003; 46(1):30-37.
  45. Tang, L.:“Cruciferous vegetable intake is inversely associated with lung cancer risk among smokers: a case-control study”. BMC Cancer, 10(1), 162, 27. April 2010
  46. Brennan, P. et al. :Effect of cruciferous vegetables on lung cancer in patients stratified by genetic status : a mendelian randomisation approach. Lancet Okt/Nov.2005 ;366(9496) :1558-60
  47. London, S.JH. et al: “Isothiocyanates, gluthatione S-transferase M1 and T1 polymorphisms and lung-cancer risk: a prospective study of men in Shanghai“ The Lancet, 2000, 356: 724-729
  48. Journal of the National Cancer Institut, 92 Nr. 2 vom 19. Januar 2000
  49. Linda E.Kelemen et al.: “Vegetables, fruit, and antioxidant-related nutrients and risk of non-Hodgkin-lymphoma: a National Cancer Institute- Surveillance, Epidemiology, and End Results population-based case-control study.”
  50. American Journal of Clinical Nutrition, Vol.83, No.6, 1401-1410, Juni 2006
  51. Cara L Frankenfeld et al.: « Dietary flavonoid intake and non-Hodgkon lymphoma risk ». The American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 87, Nr. 5, 1439-1445, Mai 2008
  52. Wei-Cheng You, Journal of the National Cancer Institute, 1989
  53. Larsson, S.C. et al: „Fruit and vegetable consumption and incidence of gastric cancer: a prospective study.“ Cancer Epidemiol Biomarkers Prev. 15(10):1998-2001, Okt. 2006.
  54. Grieb, S.M. et al: „Food groups and renal cell carcinoma: results from a case-control study.“ J. Am. Diet Assoc. 109(4):656-676, April 2009
  55. Lewis, J.E. et al.: “Intake of plat foods and associated nutrients in prostate cancer risk “. Nutr. Cancer 61(2), 216-224, 2009
  56. Thomas W.-M. Boileau, Zhiming Liao, Sunny Kim, Stanley Lemeshow, John W. Erdmann, Jr., Steven K. Clinton :“Prostate Carcinogenesis in N-methyl-N-nitrosourea-Testosteron-Treated Rats Fed Tomato Powder, Lycopene, or Energy-Restricted Diets“. Journal of the National Cancer Institute, Vol. 95, No. 21, 1578-1586, 5. November, 2003
  57. Jian L., Du C.J., Lee A.H.and Binns C.W.: Do dietary lycopene and other carotenoids protect against prostate cancer? Int. J. Cancer. 28. Oktober 2004.
  58. Krista Woodward, Center News (online publications), 20. 1. 2000.
  59. Publikation des Fred Hutschinson Cancer Research Centers, Journal of the National Cancer Institute, 5. Januar 2000
  60. Nutr. Cancer; 50 (2), 2004, Seite 206-213: „Cruciferous vegetables, genetic polymorphisms in glutathione s-transferases m1 and t1, and prostate cancer risk”.
  61. Oncol. Rep., 13(1), Seite 89 – 93: „Anti-carcinogenic and anti-metastatic properties of indol-3-carbinol in prostate cancer”, Januar 2005
  62. Victoria A. Kirsh und Kollegen, Journal of the National Cancer Institutel: „Prospective Study of Fruit and Vegetable Intake and Risk of Prostate Cancer“, 2007
  63. Journal of the National Cancer Institute, Vol.94, No. 21, 1648.1651, Nov.6, 2002
  64. Galeone, C. et al.: “Onion and garlic intake and the odds of benign prostatic hyperplasia”, Urology, Okt. 2007;70(4):672-676
  65. Nayar, D. et al: Nutritional risk factors in esophageal cancer. J.Assoc Physicians India 2000 Aug.; 48(8):781-787


Quellen

Hans-Christoph Scharpf (1997 - 2009): Gemüse ist mehr als ein Nahrungsmittel - Neue Erkenntnisse über die gesundheitlichen Wirkungen. Gemüse, das Magazin für den professionellen Gemüsebau. Verlag Eugen-Ulmer. Stuttgart / Ettlingen. 


Weblinks