Mycocentrospora acerina

Aus Hortipendium
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mycocentrospora acerina
(R. Harting), Deighton, 1972
Synonyme
Cercospora acerina, weitere Synonyme

Bild fehlt

Systematik
Abteilung Schlauchpilze
Ascomycota
Unterabteilung Pezizomycotina
Klasse Dothideomycetes
Unterklasse Pleosporomycetidae
Ordnung Pleosporales
Familie Incertae sedis
Nebenfruchtform Mycocentrospora acerina

Der Erreger Mycocentrospora acerina verursacht Wurzel- und Stammfäule.

Krankheitsverlauf

Die Infektion erfolgt über Dauersporen im Boden im Wurzelbereich der Pflanzen. Für eine Infektion benötigt der Pilz Feuchtigkeit. Der Befall erfolgt bei niedrigen Temperaturen. So liegt das Temperaturoptimum bei 5-15° C, allerdings kann der Pilz bereits ab Temperaturen um 0° C infizieren. Bei 5° C zeigen sich die ersten Symptome. Der Befall beginnt meist im Spätsommer/Herbst. Auch dieser Pilz bildet Dauersporen (Chlamydosporen), die mehrere Jahre im Boden infektiös bleiben.

Wirtspflanzen

Im Zierpflanzenbau zählen Primel- Arten (Wurzelhalsfäule), Viola (Wurzelfäule, leaf spot of pansy, root rot of violet), Cyclamen und Myosotis zu seinem Wirtspflanzenkreis. Im Gemüsebau sind Infektionen an Kümmel (Blattdürre, anthracnose), Bleichsellerie (Lagerfäule, black crown rot), Möhre (Schwarzfäule, storage rot of carrot) und Salat (leaf spot of lettuce) bekannt.

Schadbild

Die Pflanzen vergilben, welken und sterben ab. Die Wurzeln im Ballen verfärben sich stellenweise violettrot oder sind nur noch "Stumpen". Am Wurzelhals tritt zeigen die Pflanzen Fäule. Der Pilz kann aber auch Blattfleckenkrankheit erzeugen, da an toten Pflanzenteilen oberirdisch Sporen gebildet werden, die zu einer Infektion der Blätter führen können.

Bekämpfung

Vorbeugend sollten die Stellflächen durch Hitze desinfiziert werden und das verwendete Material entseucht werden. Ein Flächenwechsel der Wirtspflanzen ist empfehlenswert. Wenn die ersten kühlen Nächte kommen, kann vorbeugend gespritzt werden.


Quellen

Weblinks