Mulchen im Hausgarten

Aus Hortipendium

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Als Mulchen bezeichnet man die Bodenabdeckung mit organischem Material im Wurzelbereich der Kulturpflanzen. Auf Gartenbeeten sind dafür besonders vor der Samenbildung gejätetes Unkraut und Gemüserückstände geeignet. Die Verwendung von Unkraut sollte nur bei trockener Witterung erfolgen, um ein Wiederanwachsen zu verhindern. Als Abdeckmaterial im Sinne einer Mulchwirtschaft sind weiterhin Kompost und Rindenmulch geeignet, die häufig auch unter Gehölzen ausgebracht werden. Das Belassen oder die zusätzliche Ausbringung von Herbstlaub unter Gehölzen ist ebenfalls eine positiv zu bewertende Form der Mulchwirtschaft. Die guten Erfahrungen mit dem Mulchen haben zur Entwicklung von Mulchmaterialien wie Mulchpapier und Baumscheiben in der Form von Kokosdecken und Kartonagenmaterial geführt.

Inhaltsverzeichnis

Warum Mulchen?

Worauf ist zu achten?


Zusammenfassung

Das Mulchsystem eröffnet die Möglichkeit, mit organischen Abfällen wie Blatt- oder Wurzelmasse nach der Gemüseernte, Herbstlaub, Rasenschnitt und Unkraut im Sinne des biologischen Kreislaufs den kultivierten Böden die Nährstoffe wieder zuzuführen, die ihnen im Zuge der Pflanzenkultur entzogen wurden. Gleichzeitig wird damit der Boden verbessert, das Unkraut unterdrückt und der Besatz mit Nützlingen gefördert. Durch das Belassen organischer Abfälle im Garten werden die Biomüllabfuhr sowie die entsprechenden Sammelstellen entlastet, da hier andernfalls nur mit hohem Materialaufwand zu kontrollierende Nährstoffkonzentrationen entstehen würden. Durch die Belassung organischer Abfälle im Garten kann die mineralische Düngung eingeschränkt werden. Aus den genannten Gründen wird klar, dass Mulchwirtschaft eine Maßnahme des praktischen Umweltschutzes darstellt.


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