Grüner Salat

Aus Hortipendium
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Grüner Salat
Lactuca sativa
Linné, 1753
Synonyme
Gartenlattich
Lettuce mix.jpg
Grüne Salate
Systematik
Klasse Bedecktsamer
Magnoliopsida
Gruppe Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung Doldenblütlerartige
Apiales
Familie Korbblütler
Asteraceae
Gattung Salat
Lactuca

Der Grüne Salat (Lactuca sativa), auch als Garten-Lattich bezeichnet, ist eine Salat-Art aus der Gattung der Lattiche bzw. Salate (Lactuca). Der Grüne Salat ist eine zweijährige Pflanze, aus der züchterisch die einjährigen Kulturformen Kopfsalat, Pflücksalat und Romanasalat hervorgegangen sind.

Arten

  • Spargel-Salat (Asparagus Lettuce) - Lactuca sativa var. angustana
  • Kopfsalat (Cabbage Lettuce) - Lactuca sativa var. capitata
    • Eissalat
  • Blattsalat bzw. Pflücksalat (Leaf Lettuce) - Lactuca sativa var. crispa
  • Bindesalat bzw. Römischer Salat (Romana-Salat) (Cos Lettuce) - Lactuca sativa var. longifolia

Anbau

Der Anbau von Freiland-Salat hat in den letzten Jahren in Deutschland enorm an Bedeutung gewonnen, und das Salatspektrum hat sich verändert.

Innerhalb der Salatproduktion sind bemerkenswerte Veränderungen und Optimierungen festzustellen. Alte, klein parzellierte Anbaugebiete verlieren an Bedeutung. Günstige Standorte mit vorteilhaften Fruchtfolgen und Betriebsstrukturen übernehmen mehr und mehr die Führung. Eine Vormachtstellung haben Niedersachen und Pfalz.

Niedersachsen zeichnet sich aus durch seine sehr wenigen aber sehr großen Spezialbetriebe im Bereich Eissalat und Romanasalat. Die Vorzüge dort sind die relativ guten Fruchtfolgen, die großen Parzellen und das ausgeglichene Klima.

Der Pfälzer Salatanbau ist gekennzeichnet durch sein vielfältiges Salatangebot, die relativ lange Saison und die auch immer größer werdenden Gemüsebaubetriebe. In diesen modernen Salatbetrieben gibt es große Bemühungen der Kostenminimierung und Produktionsoptimierung. Standard vor allem in den großen Eissalat- und Romanasalat-Betrieben sind die großen Erntesysteme, bei denen Salat gleich foliert wird. Einen neuen Schritt bei den Bemühungen zur Anbau-Optimierung erfolgt neuerdings durch die Umstellung der üblichen 1,88-Meter-Pflanzbreite auf die neue 12-Meter-Pflanztechnik. Sie wird derzeit z.B. schon in Norddeutschland und Holland genutzt.

Film zur Topfsalat-Packstation

Pflanzenschutz

Wurzelfäule
Der Pilz befällt die meisten Salatsorten und Feldsalat. Teilstücke der jungen Salatpflanzen werden braun und sterben ab, während einige Blätter vergilben und ebenfalls brau-schwarze Flecken aufweisen und absterben. Nach einiger Zeit weisen infizierte Wurzeln, Blätter und Stängel rote Verfärbungen auf, welche von dunklen Stellen umgeben sind. Der Pilz überwintert auf erkranktem Pflanzenresten im Boden und kann dort mehrere Jahre überdauern. Im Hausgarten gelangt der Pilz meist über infizierte Samen in den Garten, so dass die Salatpflanzen von Anfang an krank sind und somit meist schon während des Keimens absterben. Bei der Düngung sollte darauf geachtet werden, dass der Boden um die Pflanzen herum nicht überdüngt wird. Eine chemische Bekämpfung im Hausgarten ist derzeit nicht möglich.

Salatwurzellaus (Pemphigus bursarius)
Im Hoch- und Spätsommer kümmern Kopfsalat- und Endivienpflanzen. An den Wurzeln findet man weißgraue, wachsartige Flocken. Bei genauerer Untersuchung stellt man große Mengen gelblicher Wurzelläuse fest. Im Sommer befallen die Tiere die Wurzeln von Kopfsalat, Endivien, Chicorée und anderen Korbblütlern, die durch die Saugtätigkeit der Wurzellaus im Wachstum zurückbleiben. Vor allem trockene und warme Witterung fördert die Entwicklung dieses Schädlings. Eine direkte Bekämpfung der Salatwurzellaus ist nicht möglich.

Quellen

Erhardt, Götz, Bödeker, Seybold (2008): Der große Zander - Enzyklopädie der Pflanzename. Bd. 1 - Familien und Gattungen, Bd. 2 – Arten und Sorten. Eugen Ulmer. Stuttgart (Hohenheim). ISBN 978-3-8001-5406-7


Weblinks