Löwenzahn im Hausgarten

Aus Hortipendium
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Löwenzahn als Gemüse bzw. Salatzutat gewinnt im Rahmen des "Wildkräuter-Trends" wieder an Bedeutung. Die sogenannte Pusteblume ist also nicht nur ungeliebtes Unkraut, sondern kann auch den heimischen Speiseplan bereichern. Löwenzahnblätter werden als grüne Ware oder als gebleichte, gelbe Blätter aus dem professionellen Anbau am Markt angeboten. Fleißige Genießer können die Blätter aber auch aus Wildbeständen sammeln. Löwenzahn wächst an sehr vielen Stellen des Landes. Daher hat beinahe jeder Bürger die Gelegenheit, den in der freien Natur gewachsenen Löwenzahn für den Eigenbedarf zu ernten und als Salat zu essen. Wenn man Glück hat findet man auf Löwenzahnwiesen mit vielen Maulwurfshaufen auch "natürlich" gebleichten Löwenzahn. Der gebleichte, gelbe Löwenzahn, schmeckt weniger Bitter. Weitere Informationen zum Sammeln von wild gewachsenem Löwenzahn in dem Hortipendium-Artikel Gemüse am Wegesrand oder auf YouTube Stalking Wild Greens: Dandelion.


Kultur

Da der Anbau von Löwenzahn nur eine relativ geringe Bedeutung hat, gibt es nicht sehr viel Saatgutanbieter (z.B Selbstversorgergarten: Samen Frese). Ende Mai wird das Saatgut 2 cm tief ausgesät. Die Bodenansprüche sind, wie vielen bekannt, nicht besonders hoch. Löwenzahn wächst auf jedem Gartenboden. Der Standort für die Aussaat sollte sonnig bis halbschattig sein. Nachdem die Samen aufgelaufen sind, werden die Keimlinge vereinzelt. Zur weiteren Kultur werden die Jungpflanzen in der Reihe (Pflanze zu Pflanze) in einem Abstand von 10 cm und von Reihe zu Reihe in einem Abstand von 25 cm gesetzt.

Für den Verzehr der grünen Blätter können diese im Laufe der Kultur geerntet werden. Liegt das Augenmerk allerdings auf den gebleichten, gelben Löwenzahnblättern, sind weitere Arbeitsschritte notwendig, die viele Gemeinsamkeiten mit dem Anbau des Chicorées aufweisen.

Bleichung im Garten
Die Pflanzen verbleiben im Garten und überwintern dort. Ab Mitte Februar werden über die Pflanze Blumentöpfe gestülpt, so dass sie unter Lichtabschluss weiterwachsen. Sind die nun gelblichen Blätter ausgetrieben, können sie dicht über der Wurzel zum Verzehr abgeschnitten werden.

Bleichung im Keller
Ab November werden die Pflanzen mit den Wurzeln ausgegraben. Die Pflanzen werden senkrecht in einen mit feuchten Sand gefüllten Eimer o.ä. gestellt und eingeschlagen und für die Bleichung in einen dunklen Keller gestellt. Die von der Pflanze getriebenen bleichen Blätter können über den Winter hindurch geerntet werden.


Rezepte für die Salatzubereitung

Von Löwenzahnblätter lassen sich eine Vielzahl von Salatzubereitungen machen. Eine große Bildersammlung dazu findet man im Google unter Löwenzahn Salat.
Wer Rezepte sucht, findet sie im Internet z.B. bei Chefkoch.

Quellen

Gartenakademie Rheinland-Pfalz