Herzlosigkeit
Aus Hortipendium
Herzlosigkeit durch Düngung Tritt auf bei unsachgemäßer Kopfdüngung. Die Düngerkörner bleiben im Herzen liegen und verätzen den Vegetationspunkt. Kopfdüngung möglichst mit Reihenstreuer oder flüssig über die Beregnung mit Nachberegnung.
Genetische Herzlosigkeit Tritt im Gegensatz zum Brokkoli eher selten auf.
- Nach einigen Blättern bilden sich keine neuen Blätter mehr
- Sicheres Kennzeichen sind die vereinzelt auftretenden Endblätter in Form eines Trichters oder einer Nadel
- Niedrige Temperaturen, v.a. in der Anzucht, können die Herzlosigkeit auslösen
- Bestimmte Saatgutpartien sind empfindlicher
- Warme Anzucht reduziert das Auftreten
- Sortenunterschiede erscheinen möglich (bei Brokkoli von größter Bedeutung)
Parasitäre Herzlosigkeit Tritt selten auf, z.B. durch Wild, Raupen, Kohldrehherzmücke, Kohlerdflöhe, Mehlige Kohlblattlaus, Wanzen. Fraß- oder Saugtätigkeit am Vegetationspunkt kann zu Herzlosigkeit führen. Bei sorgfältigem Pflanzenschutz tritt diese Herzlosigkeit kaum auf.
Quellen
J. Schlaghecken und J. Kreiselmaier: Blumenkohl CD-ROM, Bild- und Textdokumentation. DLR Rheinpfalz, Neustadt an der Weinstraße 2002.
Einzelnachweise