Geräte für den Hausgarten

Aus Hortipendium
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Gerade als Ausgleich zu überwiegend sitzender Tätigkeit im Beruf wird gern im Garten gearbeitet. Häufig werden dabei jedoch Arbeiten in anhaltender, einseitiger Körperhaltung ausgeführt, die auf Dauer die Wirbelsäule schädigen können. Besonders belastend für Bandscheiben im Bereich der Lendenwirbelsäule sind Arbeiten in gebückter Position und kopfüber ausgeführte Bewegungen beanspruchen extrem die Halswirbelsäule. Strapaziös für den Rücken ist auch das Schleppen von schweren Blumenkübeln, von Säcken mit Erde oder von Gießkannen. Es ist somit nicht verwunderlich,dass häufig über Rückenschmerz geklagt wird. Die Lösung hierfür sind richtige Gartengeräte, die einem die körperliche Belastung ersparen.
Anstatt schwere Lasten zu tragen, sollte man beispielsweise zum Transport Schubkarren, Schlauchwagen usw. einsetzen, anstatt Gießkannen zu schleppen, mit dem Gartenschlauch gießen oder zumindest damit eine beetnahe Wasserstelle befüllen.

Richtiger Umgang mit Geräten

Es ist wichtig, schwere Geräte und Lasten richtig zu Heben und Tragen. Hierbei gilt es, niemals den Rumpf zu verdrehen. Schwere Gegenstände sollten aus der Hocke heraus mit geradem Oberkörper gehoben werden. Soweit das Tragen nicht vermieden werden kann, muss das Gewicht auf beide Arme verteilt (zwei Eimer, zwei Gießkannen) oder geschultert (Sack) und mit geradem Oberkörper getragen werden. Man sollte nicht in gebeugter Haltung, sondern besser in der Hocke, statt stehend zum Beet niedergebeugt, arbeiten. Hierzu können Arbeitsgeräte mit ausreichend langen Stielen verwendet werden. Die "richtige" Stiellänge ist natürlich von der Körpergröße abhängig. Daher sollte beim Einkauf genau darauf geachtet werden, in welcher Arbeitshaltung das Gerät eingesetzt werden kann. So ist es wichtig, dass beispielsweise Schneidgeräte für ermüdungsfreies Arbeiten gut in der Hand liegen, elektrische Heckenscheren eine günstige Schwerpunktverteilung aufweisen, der Stiel von Geräten lang genug ist oder Rasenmäher einen höhenverstellbaren Holm besitzen.
Alle Grabegeräte, wie zum beispiel Spaten und Grabegabeln, sollten dem Benutzer mindestens bis zum unteren Rippenbogen gehen. Geräte, die aufrecht stehend, ziehend oder schwingend eingesetzt werden (Hacken, Harken (Rechen), Grubber, Kultivator) sollten das Kinn oder besser noch die Stirn erreichen. Reihenzieher, Häufler, Vertikutierrechen, Rasenkantenschneider und Laubbesen sollten über die Stirn hinausreichen.
Zu lange Stiele sind unhandlich, zu kurze Stiele führen zu Rückenschmerzen. Der Handel bietet deshalb inzwischen Geräte mit Teleskopstangen an. Sie sind teurer, lassen sich aber problemlos auf die erforderliche Länge ausfahren, was besonders praktisch ist, wenn Personen sehr unterschiedlicher Größe die gleichen Geräte benützen. Wichtig ist, dass sich die Stangen leicht feststellen lassen und sich nicht wieder von selbst lösen.


Baumschnitt

Fugenkratzer

Häcksler

Pflückhilfe

Rasenmäher

Rechen

Schnittwerkzeuge

Tropfbewässerung


Pflege

Gutes Werkzeug hat seinen Preis. Es ist aber auch seinen "Preis wert", da es z.B. durch die gute ergonomische Form die Kräfte besser ausnützten lässt oder durch die scharfe Klinge das Schneiden erleichtert. Außerdem ist es stabil und hat es eine längere Lebensdauer als manches "Billigprodukt". Gutes Gartengerät will jedoch auch gepflegt werden, damit es immer einsatzbereit ist und sie lange Freude daran haben. Nach jedem Gebrauch sind alle Geräte zu reinigen.

  • Trockene Erdanhaftungen können trocken abgebürstet werden.
  • Von fest anhaftenden Verschmutzungen werden die Geräte mit Wasser und Bürste gesäubert und anschließend trocken gerieben.
  • Dabei wird gleichzeitig auf notwendige Reparatur- und Wartungsarbeiten (Stiele befestigen, Gelenke ölen, Klinge schärfen) kontrolliert und diese sofort durchgeführt bzw. veranlasst.
  • Vor der Einlagerung der Geräte im Herbst
    • Rost mit Hilfe von Metallbürste oder elektrischem Bohrer mit Schleifaufsatz entfernen.
    • Kanten und Spitzen von Schaufeln, Hacken, Gabeln und Gartenrechen etc. mit einer Feile erneuern.
    • Alle Gelenke und Metallteile leicht einölen.
    • falls notwendig Schneidegeräte wie z.B. Baum- und Astscheren oder Sägen schärfen lassen.

Geschichte

Zur Geschichte der Gartengeräte sind unter folgendem Link Informationen zu finden.

Quellen

Gartenakademie Rheinland-Pfalz