Erbsen im Hausgarten

Aus Hortipendium
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Erbsenpflanze

Die Erbsen stellen eine Gattung der Hülsenfrüchtler dar, die ihre Ursprungszentren im östlichen Mittelmeerraum, sowie Vorder- und Mittelasien hat. Erbsen gehören zu den ältesten von Menschen kultivierten Pflanzen. Zusammen mit Möhren, Blumenkohl, Spargel und Bohnen zählen sie zu den beliebtesten Gemüsearten in Deutschland.

Standort

Für den Erbsenanbau sind vor allem mittlere bis schwere, tiefgründige Böden geeignet. Als besonders vorteilhaft haben sich Lössstandorte erwiesen. Ebenfalls positiv wirkt sich eine gute Erwärmbarkeit des Bodens aus. Saure Böden, leichte Sandböden mit geringer Sorptionskraft und solche, die zu Staunässe neigen, kommen nicht in Frage. Günstig für den Erbsenanbau sind des weiteren warme Frühjahre und nicht zu heiße Sommer. Die Temperatur sollte in den Tagen nach der Befruchtung nicht die 30 °C überschreiten.

Aussaat

Das Saatbeet sollte vor der Aussaat gut vorbereitet werden. Es sollte feinkrümelig und gut geebnet sein. Die Aussaat erfolgt so früh wie möglich, frühstens jedoch im März. Palerbsen können bereits bei Bodentemperaturen von 2 bis 5 °C gesät werden, Markerbsen benötigen Bodentemperaturen von 5 bis 8 °C. Die Saattiefe sollte etwa 4 cm, der Reihenabstand 40 cm betragen. Innerhalb der Reihe sollten die Pflanzen in einem 3 cm-Abstand zueinander stehen. Eine ausreichende Saattiefe ist wichtig um die Standfestigkeit der Pflanzen und die Wasserversorgung zum Keimen sicherzustellen. Des weiteren wird dadurch Vogelfraß entgegengewirkt.

Kultur

Für eine Mischkultur mit Erbsen eignen sich Rüben, Salat, Kohlrabi, Kohlgewächse, Möhren, Fenchel und Dill. Ungeeignet für eine Mischkultur sind Tomaten, Bohnen, Lauch, Knoblauch und Kartoffeln.
Unkraut kann in zu großen Mengen den Ertrag mindern. Eine rechtzeitige mechanische Unkrautbekämpfung ist deshalb empfehlenswert. Bis zur Blüte ist eine zusätzliche Bewässerung nur bei sehr ungünstigen Witterungsbedingungen notwendig, da Erbsen gegen Trockenheit relativ widerstandsfähig sind. Mit der Fruchtbildung nach der Blüte steigt der Wasserbedarf stark an und eine zusätzliche Bewässerung ist zu empfehlen. Diese wirkt sich positiv auf den Ertrag und den Reifeprozess aus.


Pflanzenschutz

Bohnenbestände, aber auch die Trockenbohnen als Saatgut oder als Speisebohnen können von einer ganzen Reihe von Krankheiten und Schädlingen befallen werden.

Bohnenkäfer an Erbsen

Trockenerbsen können schnell vom Bohnenkäfer (Acanthoscelides obtectus) befallen werden. Insbesondere ungeschützte Partien sind gefährdet. Die Käfer vermehren sich schnell führen durch seinen und der Larven-Fraß innerhalb weniger Wochen zu einem Totalausfall. Aus diesem Grunde, insbesonder Bohnensaatgut, aber auch Speisebohnenvorrate gut schützen und öfter auf Befall kontrollieren. Umfassende Informationen zur Biologie des Schädlings und der Befallsvermeidung siehe den Hortipendium Artikel: "Bohnenkäfer".


Ernte

Die Erntezeit unterscheidet sich je nach Art und Sorte. Sie erstreckt sich über einen Zeitraum von Mitte Juni bis Anfang August. Nach der Ernte sollten die Erbsen direkt verbraucht, oder eingefroren werden. Eingefroren können sie etwa 9 Monate gelagert werden.

Quellen