Düngung Topfpflanzen

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Hauptartikel: Düngung im Zierpflanzenbau
Grundsätze für eine bedarfsorientiertes Düngungsprogramm

Die bedarfsorientierte Topfpflanzendüngung berücksichtigt folgende Kriterien:

  • die Orientierung der Grunddüngung an der Salzverträglichkeit der Pflanze
  • die Berücksichtigung der Grunddüngung bei der Höhe der Nachdüngung
  • den Pflanzenentzug
  • das spezifische Nährstoffverhältnis für eine harmonische Düngung sowie Auswahl des geeigneten Düngers
  • die Nährstoffverteilung während der Kulturzeit


Grunddüngung

Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Kultur ist die Einstellung des optimalen Salzgehalts vor Kulturbeginn im Substrat. Dazu liegen für nahezu alle Kulturen Richtwerte vor. Da die Pflanzen eine unterschiedliche Salztoleranz in ihrer Wurzelumgebung besitzen, erfolgt die Zuordnung der Kulturen in drei Gruppen verschiedener Salzverträglichkeit:

I = gering
II = mittel
III = hoch

Optimal angepasste Richtwerte beeinträchtigen nicht die Anfangsentwicklung der Pflanze aufgrund überhöhter oder zu niedriger Nährstoffgehalte und vermeiden damit Ernährungsstörungen, deren Ausmaß vom Grad der Fehlernährung abhängig wäre.
Bei den Substraten hat sich zum Topfen von bewurzelten Stecklingen und Sämlingen die Grunddüngung entsprechend einer Pikiererde bewährt, z.B. TKS 1, Einheitserde P, Floraton 1.
Die Gehalte entsprechen in der Richtwerttabelle etwa der Bedarfsgruppe II.
Über diese Empfehlungen hinausgehende Nährstoffmengen bewirken in der Regel eine Verzögerung des Einwurzelns (Wurzelwachstum gehemmt) bis hin zu Wurzelschäden. Industrieerden des T-Typs sind für Jungpflanzen nicht geeignet, da der hohe Nährstoffgehalt zu den genannten Beeinträchtigungen führen kann.

Topfinhalte und Stickstoffgehalte der Grunddüngung verschiedener Topfgrößen (P-Erde)
Topfgröße
[cm]
Inhalt
[ml]
N-Gehalt
[mg]
Topfgröße
[cm]
Inhalt
[ml]
N-Gehalt
[mg]
8 220 45 13 1000 200
9 330 65 14 1250 250
10 410 80 15 1550 320
11 600 120 16 1850 380
12 850 175 17 2250 450


Nährstoffentzug

Wirkung des Nährstoffangebotes auf Zierpflanzen

Ein wesentlicher Faktor zum Erreichen der Kulturziele (z.B. Pflanzengröße, Qualität, Blühtermin) ist, nur soviel Nährstoffmengen zuzuführen, wie zum Erreichen des Ziels benötigt wird. Zusätzlich muss der Zeitfaktor berücksichtigt werden. Zwischen Pflanzengröße, Entzug und Kulturdauer besteht ein Zusammenhang.

Zusammenhang zwischen Pflanzengröße, Entzug und Kulturdauer
Pelargonien
Topfgröße
[cm]
Pflanzen/m2 Topfen
[Woche]
Verkauf
[Woche]
Entzug
[mg N/l]
11 36 9 16 400
12 24 7 16 600
13 18 4 16 800
Poinsettien
Topfgröße
[cm]
Pflanzen/m2 Topfen
[Woche]
Verkauf
[Woche]
Entzug
[mg N/l]
11 24 37 47 400
12 16 31 47 600
13 10 28 47 800

Nährstoffverhältnis

Zur Vermeidung relativer Unter- bzw. Überversorgung müssen alle anderen Nährelemente zum Stickstoff in einem bestimmten, artspezifischen Verhältnis stehen. Dieses Verhältnis ist die Grundlage der Düngerwahl. Damit sind ein optimales Wachstum und Erscheinungsbild der Pflanze gesichert. In Erde- und Substratkulturen wird eine weitere Vereinfachung vorgenommen. Es reicht aus, nur das Verhältnis zwischen Stickstoff und Kalium zu berücksichtigen, wenn die anderen Nährstoffe in ausreichender Menge in der Grunddüngung und in der Flüssigdüngung enthalten sind. In erdelosen Kulturen müssen alle Nährstoffe genau dosiert werden. Die Kenntnis des optimalen Nährstoffverhältnisses der einzelnen Kulturen gibt die Auswahl eines geeigneten Mehrnährstoffdüngers vor, der diesem Verhältnis besonders nahe kommt. Bei Nährstoffverhältnissen, die bei handelsüblichen Düngern nicht vorkommen, kann der Dünger während der Kulturzeit gewechselt werden, z.B. wird während der vegetativen Entwicklung stickstoff- und während des generativen Wachstums kaliumbetont gedüngt. Eine Alternative zu den Mehrnährstoffdüngern bietet die Verwendung von Einzeldüngern. Die benötigten einzelnen Düngermengen müssen jeweils berechnet werden. Vorteile sind die exakte Einstellung des Nährstoffverhältnisses, die Anpassung an die Gießwasserqualität durch Beachtung der physiologischen Reaktion der Dünger und der günstige Preis.


Nährstoffe

Stickstoff

Stickstoffbedarf in Abhängigkeit von der Pflanzengröße

In der Literatur liegen bereits zahlreiche Hinweise über den Nährstoffbedarf verschiedener Kulturen vor, die sich auf den Stickstoff beziehen, der als Leitelement dient. Da die Nährstoffverhältnisse in der Pflanze arttypisch konstant sind, werden die übrigen Nährstoffe an den Stickstoff im optimalen Verhältnis angebunden.
Für die Wahl des Stickstoffs sprechen verschiedene Gründe. Die Pflanzengröße wird im wesentlichen von der angebotenen Stickstoffmenge beeinflusst. Daneben ist Stickstoff das Nährelement, auf das die Pflanze am empfindlichsten bei Mangel- oder Überschussernährung reagiert und somit den Kulturerfolg bei falscher Düngung am schnellsten gefährdet, da der optimale Gehalt in der Pflanze eng ist. Außerdem wird Stickstoff in größter Menge von der Pflanze aufgenommen.
Der Stickstoffvorrat im Substrat ist auf den Stickstoffbedarf anzurechnen. Dieser sollte für in den Endtopf gepflanzte Jungpflanzen nicht über 150 bis 200 mg N/l liegen. Damit werden ca. 20 bis 30 % des Bedarfs gedeckt. Das entspricht dem Gehalt einer P-Erde. Bei höheren Gehalten sind Salzschäden zu erwarten. Besonders bei kapillaren Bewässerungssystemen kann es zur Salzanreicherung an der Substratoberfläche kommen.
Auch der Stickstoffvorrat der Jungpflanze ist auf den Stickstoffentzug anzurechnen. Er beträgt im Durchschnitt 100 mg N pro Pflanze und ist vernachlässigbar bei Stecklingen und Sämlingen und kann als Puffer verwendet werden.

Phosphat

Die Versorgung der Pflanze ist gesichert durch ausreichenden Vorrat im Substrat (100 - 200 mg pro l) und kontinuierliche Nachdüngung auf niedrigem Niveau.

Kalium

Von den übrigen Nährelementen braucht nur das mengenmäßig in gleicher Größenordnung wie Stickstoff benötigte Kalium beachtet werden, das jedoch einen weiteren Optimalbereich in der Pflanze besitzt und daher Fehlernährung langsamer anzeigt.
Das optimale Stickstoff-/ Kaliumverhältnis ist die Grundlage einer harmonischen Ernährung. Die gegenseitige Anbindung verhindert einen relativen Stickstoffüberschuss bzw. -mangel, wobei besonders ein Stickstoffüberangebot zu Qualitätsmängeln führt.
Bei der Bemessung der Kaliumdüngung sollten die Wirkung puffernder Substrate und kalium-nachliefernder Substratzuschläge berücksichtigt werden.
Die Bemessung der Kaliummenge geschieht über die Anbindung an den Stickstoffentzug, der K2O-Bedarf ist ähnlich dem N-Bedarf. Das Verhältnis dieser beiden Nährlemente liefert die Grundlage für die Auswahl des geeigneten Düngers. Das Standardverhältnis beträgt 1 : 1.
Bei Verwendung von Einzeldüngern ist eine exaktere Dosierung gegenüber Mehrnährstoffdüngern möglich. Werden Mehrnährstoffdünger benutzt, ist ein Dünger zu wählen, der dem Nährstoffverhältnis der jeweiligen Pflanze so nahe wie möglich kommt. Dabei ist besonders auf die physiologische Reaktion zu achten.
Eine Abweichung vom System tritt auf, wenn Substrate mit hohem Kaliumgehalt verwendet werden (Kompost, Rindenhumus). Dann muss der Kaliumfehlbedarf der flüssigen Nachdüngung nach einer Substratanalyse gesondert berechnet werden. Anderenfalls kann ein relativer Stickstoffmangel entstehen.
Während der Kulturzeit kommt es gewöhnlich zu einer Veränderung des Kaliumgehalts gegen Kulturende. Bei Kulturen, die während der Blütenentwicklung ihr Wachstum ganz oder teilweise einstellen, ist es angebracht, einen Dünger mit höherer Kaliumkonzentration zu wählen (Chrysanthemen, Primeln, Topfrosen).
Entscheidend ist dabei die Verringerung des Stickstoffangebots, um eine Anreicherung im Substrat zu verhindern. Eine absolute Erhöhung des Kalium- und Phosphatangebots ist zu diesem Zeitpunkt unsinnig.


Übrige Nährstoffe

Bei den übrigen Nährelementen genügt es, die Optimalgehalte im Substrat vor Kulturbeginn einzustellen. Diese besitzen in der Regel einen weiten Verträglichkeitsbereich in der Pflanze, so dass Fehlernährungen über das Nährstoffangebot nicht zu erwarten sind, allerdings besonders bei Spurennährstoffen infolge von pH-Wertveränderungen auftreten können.
Der Entzug wird mit der Nachdüngung durch die Wahl entsprechender Dünger gedeckt. Die im Handel befindlichen Mehrnährstoffdünger besitzen normalerweise ausreichende Gehalte zur Bedarfsdeckung. Bei Verwendung von Einzeldüngern dürfen die Spurennährstoffe nicht vergessen werden.

Spurennährstoffe



Betriebseigene Substratmischungen

Die Grunddüngung dient der Absicherung der Pflanzenversorgung am Kulturbeginn nach dem Topfen. Erden des P-Typs enthalten nominal die zwei- bis zwanzigfache Menge für die gesamte Kulturzeit.
Für betriebseigene Substratmischungen werden folgende Düngermengen empfohlen.

Der pH-Wert bestimmt im hohen Maß die Verfügbarkeit und die Aufnahme. Bei Eisen sinkt die Verfügbarkeit mit steigendem pH-Wert. Unter pH 6 sind 2 bis 5 mg Fe pro l ausreichend, darüber sind 50 mg pro l oft nicht genügend. Ein pH-Wert > 6,5 im Substrat verursacht Chlorosen.
Die Abhängigkeit der Verfügbarkeit vom pH-Wert bei Eisen gilt in gleicher Weise für Mangan, Kupfer und Bor. Bei Molybdän nimmt die Verfügbarkeit mit steigendem pH-Wert zu
Die Aufnahme ist zusätzlich temperaturabhängig. Bei niedriger Temperatur besteht eine Neigung zu Eisenmangel auch bei optimalem pH-Wert durch gehemmte Aufnahme. Es kommt zur Eisenchlorose trotz genügender Gehalte im Substrat. Bei verminderter Wurzelatmung steht für die Eisenaufnahme zu wenig Energie zur Verfügung. Das ist verhinderbar durch spezielle Zusatzdüngungen bei höheren Temperaturen, es wird ein Vorrat angelegt. Das gilt vorrangig für Langzeitkulturen wie Primula vulgaris, bei denen das benutzte Bewässerungssystem auch Nährstoffauswaschungen auslösen kann.
Zu beachten ist die antagonistische Wirkung, z.B. zwischen Eisen und Mangan. Die Eisenversorgung ist gefährdet durch Substratzuschläge mit hohem Mangangehalt wie Rindenhumus. Es ist ein Abfall des pH-Wert zu vermeiden. Wegen niedrigen pH-Werts liegt das Mangan in verfügbarer Form vor.
Die Verwendung von EDDTA fördert bei hohen Zinkkonzentrationen die Zinkaufnahme, so dass die Gefahr der Überschussernährung besteht.
Ursachen von Fehlernährung sind zu geringe Gehalte im Boden und Substrat, es besteht absoluter Mangel. Daneben kann die Festlegung über den pH-Wert zu schwer löslichen Verbindungen führen.

pH > 6,5 Absenkung durch physiologisch saure Düngung mit Stickstoff als Ammonium

gießen mit Salpetersäure
auf Böden gemahlenen Schwefel streuen, ca. 30 - 100 g/m2

pH < 6,5 streuen von Kalkdüngern im gewachsener Boden

gießen mit Kalkwasser bzw. Kalilauge bei Topfpflanzen

Anwendung von Eisenchelaten im Gießverfahren:

  • bei überhöhten pH-Werten ist die EDDHA-Form am wirksamsten, z.B. Flory 72, Basafer, Sequestren
  • es gibt keine Blattverbrennungen wie z.B. durch EDTA-Formen, Konzentration 0,25 ‰
  • das Eisen ist so stark an den Chelator gebunden, dass es über einen längeren Zeitraum pflanzenverfügbar bleibt
  • die Pflanzen vertragen auch höhere Konzentrationen, bei Sequestren 0,1 bis 0,2 %
  • ein bis zwei Folgebehandlungen sind empfehlenswert
  • benetzte Blätter wegen der intensiven roten Färbung mit Düngerlösung abspülen

Stickstoffbedarf und Nährstoffverhältnisse von Topfpflanzen (n. LVG Ahlem u.a.):

mg N pro Pflanze N  : K2O g MND/l (15 % N)
Cyclamen 1  : 1,3
Mini 150 - 250 0,2 - 0,3
Kleinpflanzen 300 - 400 0,5 - 0,6
Normalcyclamen 450 - 600 0,6 - 0,7
Großpflanzen 700 - 800 0,8
Elatiorbegonien 1  : 1,0
kleine Sorten 200 - 300 0,5 - 0,6
große Sorten 400 - 600 0,6 - 0,7
Hortensien (Treiberei) 1 : 1,5
kleine Pflanzen 200 - 250 0,5 - 0,6
mittelgroße Pflanzen 300 - 350 0,6 - 0,7
große Pflanzen 400 - 450 0,8
Poinsettien 1  : 1,0
Eintrieber klein 200 - 250 0,5 - 0,6
Mehrtrieber klein 400 - 500 0,6 - 0,7
Mehrtrieber mittel 600 - 700 0,7
- Anfangs- und Endphase 0,6 - 0,7
- Hauptwachstum 0,8
Mehrtrieber sehr groß 800 - 1000 0,8 - 1,0
- Anfangs- und Endphase 0,6 - 0,7
- Hauptwachstum 1,0
Stämmchen 3000 - 5000 1,2 - 1,5
Saintpaulia 1  : 1,5
kleine Sorten 50 - 80 0,2
große Sorten 100 - 200 0,4
Topfchrysanthemen 1  : 1,3
kleine Sorten 200 - 300 0,5 - 0,6
mittlere Sorten 300 - 400 0,6 - 0,7
große Sorten 400 - 500 0-8 - 1,0
Topfrosen 1 : 0,8
mittelgroße Pflanzen 400 - 500 0,5 - 0,6
Frühjahrsblüher
Primeln 200 - 250 1 : 1,8 0,6 - 0,7
Bellis, Myosotis 200 - 250 1 : 1,2 0,6 - 0,7
Viola 150 - 200 1 : 1,5 0,5 - 0,6
Sommertopfpflanzen 1 : 1,3
mittelgroße Pflanzen 400 - 500 0,6 - 0,7
Großpflanzen 600 - 800 0,7 - 0,8
Pelargonien 1  : 1,0
Kleinpflanzen und Jungpflanzen 300 - 400 0,5 - 0,6
Sämlinge und mittlere Stecklingsware 400 - 500 0,6 - 0,7
große Stecklingspflanzen 600 - 800 0,8 - 1,0
Fuchsien 1 : 1,3
Kleinpflanzen 200 - 300 0,5 - 0,6
mittelgroße Pflanzen 300 - 400 0,6
Großpflanzen 500 - 600 0,6 - 0,7
Impatiens-Neu-Guinea
mittlere Sorten 300 - 400
- vegetative Entwicklung 1 : 1,2 0,6 - 0,7
- generative Entwicklung 1 : 1,5 0,3 - 0,4
Beet- und Balkonpflanzen 1 : 1,3
schwach wachsend° 250 - 300 0,5 - 0,6
mitttelstark wachsend°° 400 - 600 0,6 - 0,7
stark wachsend°°° 600 - 800 0,8 - 1,0

° Begonia, Lobelien, Lobularia, Sanvitalia
°° Ageratum, Bacopa, Brachycome, Calceolaria, Coleus, Cuphea, Diascia, Helichrysum, Impatiens, Lantana, Nicotiana, Petunia, Plumbago, Verbena
°°° Bidens, Calibrachoa, Dianthus, Dimorphotheca, Plectranthus, Solanum, Surfinia, Tapien


Depotdünger

Einfluss der Düngerform in der Grunddüngung auf die Auswaschung
Die Verwendung von Depotdüngern bei Topfpflanzen bringt vor allem bei extensiver Kulturführung Vorteile, da bei einer Vollbevorratung auf eine flüssige Nachdüngung verzichtet werden kann. Die Pflanzen werden kontinuierlich versorgt, die Düngung kann nicht mehr vergessen werden. Geeignet sind diese Dünger auch für Topfkulturen im Freiland, da bei Niederschlag die Auswaschung wegen der langsam fließenden Nährstoffquelle vermindert ist.
Ebenfalls sollten Betriebe, die die Grunddüngung ihrer Substrate selbst vornehmen, und in der Anfangsentwicklung der Pflanzen eine hohe Salzkonzentration vermeiden wollen auf Depotdünger zurückgreifen.
Ein Nachteil besteht bei der Entnahme von Substratproben. Bodenanalysen von Substraten, die mit Depotdüngern in größerer Menge gedüngt wurden, zeigen oftmals zu hohe Werte an. Die Ursache ist eher die Beschädigung von Düngerkörnern und nicht eine überhöhte Nährstoff-freisetzung.
Teilweise ummantelte (umhüllte) Dünger
Diese Dünger enthalten beide nächst genannten Langzeitformen in bestimmten Verhältnissen.
Nicht ummantelte (umhüllte) Dünger
Hier handelt es sich um Granulate, bei denen nur der größte Teil des Stickstoffs in langsam fließender Form vorliegt. Ein geringer Stickstoffanteil sowie alle anderen Nährstoffe sind wasserlöslich. Die Wirkungsdauer liegt bei etwa drei bis vier Monaten.
Diese Dünger sind nicht geeignet, Topf- und Pikiersubstraten in der Menge beigemischt zu werden, die den gesamten Nährstoffbedarf der betreffenden Kulturen decken. Besonders das Kalium würde das Substrat mit Salz belasten und somit für einen schlechteren Start sorgen.
Kunststoff ummantelte (umhüllte) Dünger
Das granulierte Düngesalz ist mit einer wasser- und nährstoffdurchlässigen Kunststoffhülle umgeben. Diese hat die Aufgabe, die Nährstoffe in geringen, dem Pflanzenwachstum angepassten Mengen in das Substrat abzugeben.
Die Dauer der Nährstofflieferung wird in Monaten angegeben und beschreibt damit gleichzeitig den Typ des Düngers. Zu berücksichtigen ist noch, dass verschiedene Düngertypen keine Spurennährstoffe enthalten. Bei Verwendung dieser Dünger müssen zusätzlich Spurennährstoffdünger eingemischt werden, z.B. 100 g Radigen pro m3.

Auch die ummantelten Depotdünger sind nicht ohne Risiko. Das Freisetzungsverhalten der Nährstoffe ist von Feuchtigkeit und Temperatur abhängig. Bei den neu auf den Markt gekommenen Typen verläuft über 20° C die Freisetzung nicht mehr unkontrolliert schnell. Dies hat zur Folge, dass im Sommer bei warmen Wetter und häufiger Bewässerung der Salzgehalt im Substrat kaum noch pflanzenschädigende Werte erreichen kann, wenn im Bereich des Pflanzenentzugs gedüngt wird. Wurzelschäden und allgemein schlechte Pflanzenqualitäten sind nicht mehr die Folge. Cyclamen reagieren aber besonders empfindlich.

Durch die Wahl des Düngertyps lässt sich das Risiko weiter vermindern, da sich die Formulierungen der einzelnen Fabrikate zusätzlich in ihrer Freisetzungsgeschwindigkeit unterscheiden. Eine Anpassung an die Jahrszeit ist weitgehend erreichbar, wenn > 20° C (Sommer) bei einer Kulturdauer von drei Monaten (z.B. Elatiorbegonien) anstelle eines Dreimonats- ein Sechsmonats-Typ und bei Cyclamen eine Kombination von Sechs- und Neunmonats-Typ verwendet wird. In Versuchen mit verschiedenen Topfpflanzen hat sich immer wieder bestätigt, dass beim Einsatz dieser Dünger ein gedrungener Pflanzenaufbau erreicht wird und das Nährstoffangebot wegen geringerer Verluste gegenüber wasserlöslichen Düngern in verlustarmen Zeiten (Winterhalbjahr) um ca. 20 % gesenkt werden kann.

Für die Verwendung umhüllter Depotdünger sprechen verschiedene Gründe:

  • da die Nährstofffreisetzung der neuen Düngertypen besser der Temperatur angepasst ist, sind auch bei hoher Bevorratung des Substrats die Spitzen im Salzgehalt weniger drastisch und damit besser wurzelverträglich
  • von der Auswaschung infolge Niederschlags sind nur die im Substrat gelösten Salze betroffen
  • der Ersatz ausgewaschener Nährionen geschieht über flüssige Nachdüngung, um eine vorübergehende Unterversorgung auszugleichen
  • in der Umhüllung befindliche Nährstoffe gehen nicht verloren


Der Anwender muss sich aber darüber klar sein, dass nicht exakt bekannt ist, zu welchem Zeitpunkt welche Menge an Nährstoffen freigesetzt wird. Bei hoher Bevorratung ist es daher möglich, dass der Salzgehalt zumindest zeitweise oberhalb des Optimums liegt.


Teilbevorratung mit flüssiger Nachdüngung

Die Höhe der Düngung kann in Anlehnung an die Richtwerte für Pikiererden erfolgen, dann sind 30 % des Bedarfs zu veranschlagen. Es ist aber auch möglich, die Düngung dem Pflanzenentzug anzupassen. Für diese Möglichkeit gilt der Grundsatz, eine Düngermenge in Höhe von 50 bis 60 % des Entzugs ist als Grunddüngung unproblematisch.

Rechenbeispiel:
In einem Rechenbeispiel sollen 30 % des Entzugs als Grunddüngung in eine 0-Erde für Poinsettien eingemischt werden. Die Berechnung erfolgt über den Stickstoff, der als Leitelement benutzt wird.
Frage: Wie viel kg/m3 Osmocote plus (3-4 Monate) sind notwendig, um über die Grunddüngung 30 % des Gesamtentzugs zu decken?

A. Festlegung des Stickstoffentzugs:
Die aufgenommene Stickstoffmenge bestimmt die Pflanzengröße. Für eine mehrtriebige Qualität beträgt der Entzug ca. 700 mg N pro Pflanze.

B. Berechnung des Stickstoff-Fehlbedarfs pro Pflanze
100 % N entsprechen 700 mg N
30 % N entsprechen x mg N
x = \frac{30*700}{100} = 210 mg N/Pflanze

C. Berechnung des Stickstoff-Fehlbedarfs in mg/l:
Die Kultur soll in 12 cm Töpfen durchgeführt werden. Das Volumen beträgt 0,8 l.
0,8 l enthalten 210 mg N
1,0 l enthält x mg N
x = \frac{210} {0,8} = 263 mg N/l

D. Auswahl des geeigneten Düngers:
Die Düngerwahl ist durch das optimale pflanzenspezifische Stickstoff-Kalium-Verhältnis vorgegeben. Dieses liegt bei Poinsettien bei 1 : 1. Geeignet ist, auch von der Wirkungsdauer her, Osmocote Exact (5-6 Monate) mit dem Nährstoffverhältnis 1 : 0,9 und den Nährstoffgehalten 15 - 11 - 13.

E. Berechnung der Menge Osmocote zur Deckung des Stickstoff-Fehlbedarfs (263 mg N/l):
15 mg N in 100 mg Osmocote
263 mg N in x mg Osmocote
x = \frac{263*100} {15} = 1753 mg = 1,75 kg Osmocote pro m3


Beginn der flüssigen Nachdüngung

Da während der Anfangsentwicklung erfahrungsgemäß Nährstoffmangel auftritt, muss ca. zwei Wochen nach dem Topfen mit der flüssigen Nachdüngung begonnen werden, auf jeden Fall spätestens nach 3 bis 4 Wochen. Der Zeitpunkt ist erreicht, wenn der Pflanzenentzug höher ist als die Nachlieferung aus Depotdünger.
Der Termin ist auch über eine Substratanalyse zu ermitteln. Gedüngt werden sollte, wenn der Stickstoffgehalt unter 100 mg pro Liter abgesunken ist.
Mit einem Leitfähigkeitsmessgerät mit Einstichelektrode kann der Verlauf des Salzgehalts sicher verfolgt werden. Zu düngen ist nach einem nachhaltigen Abfall des Gehalts in den Bereich des Grenzwerts zwischen Mangel und unterem Optimalbereich.


Höhe der flüssigen Nachdüngung

Zunächst wird die Düngerwahl getroffen. Dazu wird das pflanzenspezifische Stickstoff-Kalium-Verhältnis herangezogen. Ammoniumbetonte Mehrnährstoffdünger sind bei Carbonathärten über 12, nitratbetonte unter 8 auszuwählen.
Die Konzentration der Flüssigdüngung richtet sich nach dem Pflanzenentzug und der Höhe der Depotdüngung.
Im Gewächshaus ist wegen der meist vorhandenen Ausstattung die Bewässerungsdüngung angebracht. Um den Pflanzen in ihren Bedürfnissen entgegenzukommen kann man drei Gruppen unterscheiden:


Düngungsgruppen für Bewässerungsdüngung
Nährstoffbedarf mg N/l Düngerkonz.(15 - 5 - 25)
schwach
mittel
stark
80
100
150
0,53 %
0,66 %
1,00 %


Rechenbeispiel:
Verwendet werden 12 cm Töpfe mit 0,8 Liter Inhalt. Die Höhe der Depotdüngung beträgt 1,75 g pro Liter (das entspricht 200 mg N). Als Nährstoffbedarf wurden 600 mg N pro Topf festgelegt.

Nährstoffbedarf = 600 mg N/l Stickstoff aus Depotdünger = 200 mg N/l Fehlbedarf = 400 mg N/l

Vollbevorratung

Bei den neuen Düngertypen erscheint die Bevorratung des Gesamtbedarfs möglich. Erfahrungsgemäß kann die Nährstoffmenge im Winterhalbjahr leicht reduziert werden, da die Verluste vor allem durch Denitrifikation niedriger sind als bei Verwendung wasserlöslicher Salze. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch bei vollständiger Bevorratung auf eine flüssige Nachdüngung wegen zu langsamer Freisetzung der Nährstoffe aus dem Depotdünger in den ersten vier Wochen nach dem Topfen nicht verzichtet werden kann. Dann ist flüssig nachzudüngen. Das Ende der Nachdüngung kann mit Hilfe eines Schnelltests mit einem Leitfähigkeitsmessgerät festgestellt werden. Befindet sich der Salzgehalt nachhaltig im Normalbereich, ist das Düngungsende erreicht.

Rechenbeispiel:
Ein Betrieb benutzt 0-Erde und will mit einer Depotdüngerbeimischung den gesamten Pflanzenbedarf von Poinsettien decken. Der Rechenweg ist ähnlich dem o.a.

A. Festlegung des Stickstoffentzugs:
Es werden 800 mg/ Pflanze unterstellt.

B. Berechnung des Stickstoff-Fehlbedarfs in mg/l:
Zunächst wird der Entzug pro Pflanze in den Fehlbedarf pro l umgerechnet.

0,8 l enthalten 800 mg N
1,0 l enthält x mg N
x = \frac{800} {0,8} = 1000 mg N/l

Im nächsten Schritt wird der Stickstoffvorrat der Grunddüngung abgezogen. Die verwendete Pikiererde enthält 200 mg N/l.

Gesamtangebot = 1000 mg N/l
./. Vorrat aus Grunddüngung = 200 mg N/l
Fehlbedarf = 800 mg N/l

C. Auswahl des geeigneten Düngers:
Es soll Basacote plus 6 M (16 - 8 - 12) verwendet werden. Die Wirkungsdauer beträgt 6 Monate.

16 mg N in 100 mg Basacote
800 mg N in x mg Basacote
x = \frac{800*100} {16} = 5000 mg Basacote/l

Ergebnis: Damit sind 5,0 kg pro m3 Basacote einzumischen.


Geringe Grunddüngung mit reduzierter Depotdüngermenge

Bei der Gestaltung eines bedarfsorientierten Düngungsprogramms dient der Stickstoffentzug pro Topf als Grundlage für die Berechnung, um eine vorbestimmte Pflanzengröße zu erreichen. Auf eine flüssige Nachdüngung kann verzichtet werden, wenn ein geringer Anteil des Nährstoffangebots in Form einer wasserlöslichen Grunddüngung (P-Erde) oder eines schnell fließenden umhüllten Depotdüngers (z.B. Osmocote Start) verabreicht wird. Die Menge des Startdüngers sollte 1 bis 1,5 g/l nicht übersteigen, um Wurzelschäden zu verhindern.

Dieses Prinzip kann angewendet werden, wenn ein Zusammenhang zwischen Pflanzengröße und dem Nährstoffangebot aus Depotdüngern besteht. Das trifft z.B. für Topfstauden und Cyclamen zu. Hier ist die Nährstofffreisetzung dem Wachstum gut angepasst. Wegen der kurzen Kulturzeit (Topfstauden) und des geringen durchschnittlichen Entzugs (Cyclamen) reicht der Nährstoffvorrat eines 5 bis 6 Monatstyps bis zum Kulturende. Bei Kulturen wie Poinsettien und Topfchrysanthemen ist dagegen eine bedarfsorientierte Düngung allein mit Depotdüngern praktisch nicht möglich, da bei geringerem Nährstoffangebot zur Erzielung kleinerer Pflanzen die Düngerkörner bereits vor Kulturende entleert sind. Daher stellt sich gegen Kulturende Nährstoffmangel ein. Diese Kulturen benötigen einen hohen Vorrat (> 5 g/l), um Ernährungsstörungen zu vermeiden. Die Pflanzengröße ist somit nur eingeschränkt steuerbar.

Weiter ist zu beachten, dass Unterschiede im Pflanzenwachstum vor allem in dem unterschiedlichen Freisetzungsverhalten der verschiedenen Dünger liegen. Schnell fließende Dünger stellen bei schneller Anfangsentwicklung (z.B. Poinsettien) genügend Nährstoffe zur Verfügung. Bei Verwendung langsam fließender bleiben diese Pflanzen kleiner und erreichen die mit dem Stickstoffangebot anvisierte Pflanzengröße im Laufe der Kulturzeit nicht mehr. Die Menge des Depotdüngers pro Topf ist ausgehend vom Stickstoffentzug und der bereits vorhandenen Stickstoffmenge aus der Grunddüngung zu berechnen. Der Stickstofffehlbedarf wird in die benötigte Depotdüngermenge pro Topf umgerechnet.

Rechenbeispiel:
Der Stickstoffentzug pro Topf, mit dem die gewünschte Pflanzengröße erreicht wird, beträgt 800 mg.
12 cm Töpfe (0,8 l) harmonieren mit der Pflanzengröße, die Stickstoff-Lieferung der Grunddüngung beträgt bei einer P-Erde 225 mg pro l; davon werden 150 mg/l angerechnet, der Rest dient als Puffer.
Die Umrechnung in die Topfgröße geschieht über Division mit dem Topfinhalt.

N-Entzug/Topf = 800 mg
./. N-Gehalt Grunddüngung = 120 mg
Fehlbedarf Depotdünger = 680 mg

Der Fehlbedarf entspricht 4,5 g Dünger pro 12 cm Topf (15 % N).
Die Einmischung in das Substrat beträgt 5,7 g pro Liter (4,5 g: 0,8 l).


Berechnung von Depotdüngermengen (15% N)
Topfgröße
[cm]
N-Entzug
[mg N/Topf]
Grunddüngung [kg/m3]
(15 % N im Dünger)
0,5 1,0 1,5 2,0
8 150 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
9 225 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
10 300 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
11 450 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
12 600 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
13 750 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
14 950 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
15 1150 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
16 1400 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]
17 1700 4,5 4,0 3,5 3,0 Depotdünger [kg/m3]


In der folgenden Tabelle ist ein Zusammenhang zwischen Topfgröße und Höhe der Depotdüngermenge hergestellt worden. Dabei wurde ein harmonisches Verhältnis zwischen Pflanzen- und Topfgröße angestrebt.

Depotdünger
[g/l]
(15 % N)
Topfgröße [cm]
8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1 40 55 75 100 130 165 200 230 260 380
2 80 110 150 200 260 330 400 460 520 675
3 120 165 225 300 390 495 600 690 780 1010
4 160 220 300 400 520 660 800 920 1040 1350
5 200 275 375 500 650 825 1000 1150 1300 1680


N-Angebot, Topfgröße und Depotdüngermenge

Den Zusammenhang zwischen N-Angbot, Topfgröße und Depotdüngermenge macht auch die folgende Abbildung deutlich.
Im linken Teil ist der Zusammenhang zwischen Topfgrößen von 8 bis 17 cm und den darin enthaltenen Stickstoffmengen bei vier verschiedenen Stickstoffgehalten pro Liter Substrat dargestellt. Die Stickstoffmenge pro Topf ist die Summe aus den Mengen in der Grunddüngung und dem Depotdünger. Das Stickstoffangebot aus der Grunddüngung wurde mit 150 mg pro Liter angesetzt, während aus Depotdünger die Restmenge zum Auffüllen des gewünschten Stickstoffbedarfs pro Liter stammt. Der Restgehalt an Stickstoff aus der Grunddüngung wirkt als Puffer.
Grundlage für die einzelnen Kurven ist die Festlegung des N-Angebots in einem Liter Substrat, was einem 13 cm Topf entspricht. Da der Nährstoffbedarf nicht bei allen Arten gleich hoch ist, sind verschiedene Angebotskurven notwendig. Dargestellt sind die Werte von 400, 600, 800 und 1000 mg N pro Liter. Am Verlauf einer Kurve wird deutlich, dass über die Topfgröße das jeweilige Stickstoffangebot gesteuert wird. Verändert sich die Topfgröße, verändert sich gleichzeitig die Düngermenge pro Topf und damit auch die Pflanzengröße. Bei einem N-Gehalt von z.B. 800 mg pro Liter enthalten 13 cm Töpfe mit einem Liter Inhalt 800 mg N, 17 cm Töpfe mit 2,25 l 1800 mg und 9 cm Töpfe mit 0,33 l 260 mg. Über diesen Berechnungsweg wird ein harmonisches Verhältnis zwischen Pflanzen- und Topfgröße erreicht.

Im rechten Teil der Abbildung kann für den jeweiligen Stickstoffgehalt pro Liter die dafür benötige Depotdüngermenge in Abhängigkeit vom Stickstoffgehalt des Düngers abgelesen werden. So wird bei 800 mg N pro Liter bei einem Dünger mit 15 % N 4,3 g Dünger pro Liter benötigt. Die Bemessung der Depotdüngermenge pro Liter über das Stickstoffangebot pro Liter erleichtert die Handhabung der Depotdünger, da Rechenarbeit erspart wird.

Rechenbeispiel:
Cyclamen sollen in 12 cm Töpfe getopft werden. Aus dem linken Teil der Abbildung ist zu entnehmen, dass bei einem Stickstoffgehalt von 800 mg/l der N-Gehalt im 12 cm Topf 650 mg beträgt. Bei Benutzung eines N-betonten Depotdüngers (15 % N) liegt die Depotdüngermenge bei 4,3 g pro Liter. Die Stickstofflieferung aus der Grunddüngung ist bereits berücksichtigt.


Logistik

Der Betriebleiter hat für die reibungslose Organisation zu sorgen. Da mit Depotdüngern aufgedüngte Substrate wegen der ständigen Nährstofffreisetzung nur kurzfristig gelagert werden können, muss die Bestellung des Substrats und der Jungpflanzen entsprechend des Topftermins koordiniert werden.


Quellen

Ulrich Harm (2007): Neustadter Heft: Bodenanalyse und Düngung im Zierpflanzenbau. Herausgeber DLR Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße. 


Einzelnachweise