Cytisus scoparius

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Besen-Ginster
Cytisus scoparius
Cytisus scoparius 001.jpg
Blühender Besen-Ginster
Systematik
Klasse Bedecktsamer
Magnoliopsida
Gruppe Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung Schmetterlingsblütenartige
Fabales
Familie Hülsenfrüchtler
Fabaceae
Gattung Geißklee
Cytisus

Der Besen-Ginster ist in West- und Mitteleuropa verbreitet und gehört zu der Gattung Cytisus. Meist wächst er an Waldrändern, Wegsäumen, auf Kahlschlägen, Böschungen, Brachflächen und in bodensauren Laub- und Nadelmischwäldern. Auf Kalkböden hingegen sieht man ihn selten. Es handelt sich beim Besen-Ginster um eine Lichtpflanze und einen Lichtkeimer. Des weiteren gilt diese Art als Pionierpflanze, Bodenbereiter und Bodenfestiger. Die Samen können Jahrzehnte überliegen, die Pflanzen werden maximal 12 Jahre alt. Der Strauch reagiert empfindlich auf Frost, langanhaltende Hitze und Regenlosigkeit. Ginster vertrocknet recht schnell. Das Laub und die Triebe des Besen-Ginsters haben eine berauschende Wirkung, da sie Cytisin und Spartein enthalten. Für Schafe kann ein längerer Aufenthalt in einem reinen Ginster-Feld sogar tödlich enden.

Standort

Der Besen-Ginster liebt und braucht sonnige Standorte. Er bevorzugt saure Lehm-, Sand- oder Steinböden. Ideal sind mäßig trockene bis frische Substrate. Der Nährstoffgehalt ist relativ egal. Der Strauch verträgt keine Nässe, ist aber ansonsten sehr anspruchslos.

Wuchs

Es handelt sich um einen besenartig aufrecht wachsenenden Strauch mit vielen Trieben. Er wird bis zu 2 m groß, nach einer Periode milder Winter oftmals sogar noch wesentlich höher. Im Alter passt sich die Breite der Höhe an. Die Wurzeln sind fleischig und tiefgehend. Es handelt sich um Pfahlwurzeln, die in Symbiose mit Bakterien leben, die den Stickstoff aus der Luft binden.

Biologie

Die jungen Triebe sind dünn und fünfkantig bis schwach geflügelt. Die Rinde ist mittelgrün. Die Blätter sind sommergrün und wechselständig angeordnet. An Langtrieben sind sie lanzettlich, an Kurztrieben dreizählig. Sie sind dunkelgrün gefärbt. Die Blüten sind ginstergelbe Schmetterlingsblüten mit strengem Geruch. Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Früchte sind flache, schwarze Hülsen, die leicht giftig sind. Die Samen haben am Samenstielchen einen ölhaltigen Wulst.

Weitere Informationen

Vifabio: Cytisus scoparius

Hortigate: Cytisus scoparius

Quelle

Hans-Dieter Warda (2001/02): Bruns Sortimentskatalog. Wilhelm Zertani KG. Bad Zwischenahn / Bremen. 

Bernd Deigner-Grünberg et al. (2001): Pflanzenbuch für Auszubildende im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Band 1. Grün ist Leben mbH. Pinneberg. 

Johannes Kreuzer (1983): Kreuzers Gartenpflanzen-Lexikon, Band 1. Gartenbuchverlag. Tittmoning.