Bärlauch im Hausgarten

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Bärlauch Topfpflanze für den Start im eigenen Garten.

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Hauptartikel: Gefahren beim Bärlauchverzehr


Bärlauch-Blätter sind sehr beliebt als Salat und sehr gesund. Warum dann immer nur Bärlauchblätter kaufen oder in Wildbeständen für den eigenen Bedarf sammeln. Als Gartenbsitzer kann man meist problemlos, einfach und erfolgreich Bärlauch im eigenen Garten anbauen. Das Risiko einer Verwechselung mit Aronstab, Maiglöckchenblätter oder Herbstzeitlose ist dann weniger groß. Auch die Gefahren von Fuchsbandwurm und Zeckenbisse sind dann kaum noch oder garnicht mehr gegeben.


Wo wächst der Bärlauch im Garten am Besten?

Bärlauch ist ein mehrjähriges Zwiebelgewächs, gehört zur Familie der Lauchgewächse und liebt leicht schattige Standorte. Da der Bärlauch in den feuchten Auenwäldern zu Hause ist, liebt er Standorte, die vor allem zur Hauptwachstumszeit im Frühjahr, eine ausreichende Feuchtigkeit bieten. Näheres zur Botank und den Ansprüchen des Bärlauchs findet man in den Hauptartikel Bärlauch und unter Bärlauch Anbau und Vermarktung.


Start mit gekauften Bärlauch-Topfpflanzen

Durch den Kauf von Bärlauch-Topfpflanzen hat der Bärlauchliebhaber eine tolle Gelegenheit, Bärlauchblätter, vor allem in kleinen Mengen für, die Verwendung in der Küche bereit zu halten. Vorteil gegenüber dem Einkauf von geschnittenen Bärlauchblättern ist, dass die Bärlauchblätter hier für einige Wochen frisch bleiben und ganz nach Bedarf zum Schneiden bereit stehen.
Ein weitere Vorteil der Verwendung von Bärlauchpflanzen ist, das man hier mit wenig Mühe, sich selber einen Bärlauchbestand im eigenen Garten anlegen kann. Etwa seit dem Ende der Neuziger Jahre gibt es in jedem Gartencenter, Gartenbaumarkt oder Wochenmarkt im Frühjahr Bärlauchpflanzen im Topf. Die Haupt-Angebotssaison ist der März und April.


Pflanzanleitung

Einen eigenen Bärlauchbestand anzulegen geht am einfachsten bei Verwendung von Topfpflanzen. Diese sind jederzeit auspflanzbar. Für den Kleinanbau jedoch ein sehr effektive Methode. Wer einen eigenen Garten hat, wird sicherlich einen schattigen Standort finden.
Die Pflanzabstände können z.B. 25 x 25 cm betragen. Das sind dann 4 Topfpflanzen je qm. Natürlich kann auch die Pflanzung nur einer Reihe interessant sein.
Die Pflanztiefe so wählen, dass die Oberkante der Töpfe der Feldoberkante entspricht.
Bei einem guten Standort und ausreichender Feuchtigkeit kommen die Pflanzen schon im ersten Jahr zur Blüte und bilden Samen, die nach der Reife auf den Boden fallen und für die Weiterverbreitung der Kultur sorgenn. Daraus entwickeln sich dann schon ab dem zweiten Jahr neue Pflanzen.


Selbstaussaat im eigenen Garten

Entwickeln sich die im Garten ausgepflanzten Bärlauchpflanzen gut, so werden sie blühen und Samen bilden. Diese fallen auf den Boden und sorgen für den Nachwuchs. Bei einem guten Standort und genügend Feuchtigkeit, bes. im Frühjahr, wird sich bald ein üppiger Bestand bilden. Die folgenden Bilder zeigen einige Beispiel der natürlichen Bärlauchvermehrung im Garten.


Bärlauch ernten und Genießen

Bärlauch gewaschen im Sieb.
  • Entwickelt sich der im eigenen Garten gepflanzte Bärlauch wie gewünscht, so lassen sich schon im Folgejahr nach der Pflanzung die ersten Blätter ernten.
  • Besser ist es jedoch die Pflanzen zu schonen und erst im dritten Jahre mit der Ernte zu beginnen.
  • Immer darauf achten, dass der Bestand nicht zu arg geschwächt wird.
  • Es sollen ja auch Samen gebildet werden.
  • Ein besonderer Vorteil des Bärlauchs aus dem eigenen Garten ist die Frische.
  • Damit ist der gesundheitliche Effekt bes. günstig. Näheres dazu in dem Hortipendium Artikel Bärlauch als Nahrungsmittel

Weiteres zum Bärlauch in Hortipendium


Quellen

Josef Schlaghecken (2008): Neustadter Hefte - Rund um den Bärlauch. DRL Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße. 

Claudia Boss-Teichmann, Thomas Richter (2002): Garten-Fit, Bärlauch und Knoblauch. Ulmer Eugen Verlag. Stuttgart. ISBN 3-8001-3905-7

Dr. Hartwig Schulz, Dr. Jörg Storsberg, Barbara Schmitt und Dr. Michael Keusgen (2003): Bärlauch-Modekraut. In: Zeitschrift Gemüse. 6. Seite 14-15. 

Jandl, R., Glatzel, G. (1991): Bodenwasserchemismus eines Allium ursinum Buchenwaldes.. In: Mitteilungen der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft. 66/I. Seite 337-340. 

W.H.O. Ernst (1979): Population biology of Allium ursinum in northern Germany. In: Journal of Ecology. 67. Seite 347-362. 


Weblinks