Austauschkapazität

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Hauptartikel: Boden- und Substrateigenschaften

Die Fähigkeit, Nährstoffe zu speichern und nach Ionenaustausch wieder abzugeben, wird als Austauschkapazität oder Nährstoffpufferung bezeichnet. Sie ist abhängig vom Anteil der organischen (Huminstoffe) und mineralischen Austauscher (Tonminerale).

Austauscherreiche Böden und Substrate besitzen einen geringeren Salzgehalt in der Bodenlösung, da die Ionen großteils sorbiert werden.


Anteil wasserlöslicher Nährstoffe im Substrat (n. LVG Ahlem)
Substrat
Anteil wasserlöslicher Nährstoffe (%)
N K2O
TKS
95
81
Einheitserde
74
47
Rindenhumus
64
44


Die Kultursicherheit steigt in Böden und Substraten mit hoher Austauschkapazität, da Versalzungsschäden verhindert, bzw. abgeschwächt werden, andererseits versorgen sie die Pflanzen auch bei unterbrochener Nährstoffversorgung durch Nachlieferung von Nährionen nach Ionenaustausch.


Quellen

Ulrich Harm (2007): Neustadter Heft: Bodenanalyse und Düngung im Zierpflanzenbau. Herausgeber DLR Rheinpfalz. Neustadt an der Weinstraße. 


Einzelnachweise